lanschi
Mount Everest (8850m)
- Registriert
- 04. Feb. 2004
- Beiträge
- 9.699
- Reaktionspunkte
- 305
tirol.ORF.at
Erneut Rekordwinter
Erneut Rekordergebnisse hat Tirol in der vergangenen Wintersaison erzielt. Erstmals wurden über 25 Mio. Nächtigungen verzeichnet. Die Prognose für den Sommertourismus fällt verhalten aus.
Rekordergebnisse bei Nächtigungen
Die Nächtigungssteigerung entspreche einem Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, sagte der Geschäftsführer der Tirol Werbung, Josef Magreiter. Für den Sommer erwarte man sich keine Steigerungen.
Der starke Jänner und die frühen Osterferien hätten maßgeblich zu dem Ergebnis beigetragen. Es sei zwar gelungen, ein neuerliches Plus zu erzielen, über einen langen Zeitraum betrachtet sei aber eine Abflachung auf dem hohen Niveau zu erkennen, erklärte Magreiter.
"Premiumprodukte" anbieten
Bei der Auslastung der Betriebe gebe es noch immer Spielraum. Tirol müsse dabei weiterhin "Premiumprodukte" anbieten und auf Qualität statt Quantität setzen. Es sei nicht zielführend, durch Billigangebote neue Märkte anzulocken, warnte Magreiter.
Billighotels für Jugendliche?
In touristisch schwachen Regionen konnte sich der Tourismusreferent des Landes, Landeshauptmann Herwig van Staa (ÖVP), durchaus Billighotels für Jugendliche vorstellen. Auch eine Förderung der Skiwochen in Schulen sei wichtig, um langfristig über ausreichend Ski fahrenden Nachwuchs zu verfügen.
Schwierige wirtschaftliche Lage in D
Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage lag Deutschland bei den Nächtigungen im vergangenen Winter in Tirol noch immer an erster Stelle. 55 Prozent aller Ankünfte und 56 Prozent aller Nächtigungen gingen auf das Konto der Deutschen. Auf Platz zwei lagen die Niederländer mit einem Nächtigungsanteil von 13 Prozent. An dritter Stelle befand sich Österreich.
Rückgang bei Österreichern
Erstmals seit Jahren habe man jedoch bei den Touristen aus Österreich einen Rückgang verzeichnet. Das könne auf die gute Schneelage in östlichen Skigebieten zurückgeführt werden, hieß es.
Der osteuropäische Markt habe insgesamt nur 3,5 Prozent der gesamten Nächtigungen ausgemacht. Aus den einzelnen Ländern seien aber weiterhin zweistellige Zuwächse zu erwarten.
Sommer noch schlecht gebucht
Im Sommer werde es schwierig, landesweit Steigerungen zu erzielen, erklärte Margreiter. In den Kernmärkten seien heuer vor allem Destinationen wie USA, Skandinavien und die Türkei angesagt. Zudem sei der Sommertourismus stärker wetterabhängig als der Winter. Die Buchungslage sei derzeit noch sehr schlecht.