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Titlis: Todessturz in Gletscherspalte - 20.3.2008

TITLIS

Fichtelberg (1214,6m)
Der Blick berichtet:

ENGELBERG OW – Ein Snowboarder ist heute Donnerstag bei Engelberg OW ums Leben gekommen. Der 30-jährige Italiener fiel in eine Gletscherspalte, als er ausserhalb der markierten Piste die Gletscher-Variante Steinberg vom Titlis nach Trüebsee befuhr.

Dabei brach im oberen Bereich eine Schneebrücke ein, wie die Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte. Die Rettungskräfte der Rega und der Rettungsstation Engelberg konnten den Verunfallten nur noch tot bergen. Schon am Dienstag war im Graubünden ein Italiener bei einer Skitour ums Leben gekommen. (SDA)

Ganz aktuell - war selber vor Ort (also nicht bei der Unfallstelle selber, aber habe vieles mit Mitarbeitern peer Funk und in der Kabine beobachtet) hier kam jede Hilfe zu spät -> wiederum ist er leidergottes selbstschuld denn bei solch starkem Nebel fährt man einfach nicht neben der Piste den Gletscher hinunter :? So um ca. 13:00 kam der Funk, dass der Unfall passiert sei und um ca 15:30 wurde der Verunfallte erst geortet ! (gefunden). Durchschnittlich braucht ein Mensch ja 2 h bis er in einer Gletscherspalte verfriert. Aber naja leider musste es so kommen :( Seine Freunde wurden hinuntergebracht, da man Ihnen den Anblick ersparren wollte.

MFG TITLIS vom TITLIS
 
@Af: Dein Name ist offenbar Programm, sorry. Solche Aussagen sind zwar letztlich wahr, aber dennoch daneben. Sie zeugen von wenig Mitgefühl für die Angehörigen und auch für die Retter. Manchmal ist es besser, einfach nichts zu sagen.

Mein Vater hat den Italiener gestern aus der Spalte geholt - es war eine nicht ganz ungefährliche Aktion. In der Spalte drin herrschten recht mühsame Bedingungen. Auch hat er mit den völlig aufgelösten Angehörigen geredet. Ich wette, Du posaunst nicht mehr solche Sachen raus, wenn es mal einen Deiner Angehörigen erwischt (was ich nicht hoffe). Ich bitte einfach um etwas mehr Respekt und um weniger Zynismus. Auch die Beerdigung eines Kollegen, der vor drei Jahren in einer Lawine umkam, war vom Gefühl her alles andere als "selber Schuld, natürliche Auslese". Ich kann Dir gerne die Mailadresse seiner Freundin geben - sprich mal mit ihr.

Der Hang war übrigens voller frischer Spuren. Als Ortsunkundiger fährt man da natürlich nicht einfach hinterher, logo. Doch der arme Kerl hatte einfach grosses Pech, dass ausgerechnet unter ihm die Schneebrücke einstürzte.
 
wso schrieb:
Der Hang war übrigens voller frischer Spuren. Als Ortsunkundiger fährt man da natürlich nicht einfach hinterher, logo. Doch der arme Kerl hatte einfach grosses Pech, dass ausgerechnet unter ihm die Schneebrücke einstürzte.

Also nach dem Motto: Wenn der da runterspringt, springe ich auch hinterher.....

zensiert...
 
Lass gut sein, Mario. Danke. Aber mit unanständigen Leuten ohne jegliches Gefühl für das richtige Wort am richtigen Ort zu diskutieren, hat keinen Sinn.
 
Unanständig passt jetzt aber auch nicht. Vielleicht bin ich/sind wir was Pietät angeht halt etwas konservativer. Ich denke man sollte seine Meinung generell preisgeben, aber gerade beim Thema Pietät wäre eine Spur mehr Zurückhaltung einfach angebracht.
 
Ja, genau das meine ich. Danke für die Präzisierung. Im Zweifelsfall einfach mal die Schn.... pardon: Nichts sagen. Schon die erste Bemerkung war völlig überflüssig.
 
Gut, hab den Grossteil meiner Meinung wegeditiert...

Wenn man nichtmehr an den Gesunden Menschenverstand appelieren darf, dann wirds in Zukunft wohl an jeder Spalte "Achtung Spalte, Lebensgefahr!" Schilder geben...willkommen in den USA.

Mir fiele noch einiges ein zu dem Thema, ab Zwecks Forumsfrieden halte ich lieber meinen Mund.
 
mal ne ganz blöde frage an dich af:
was sagst du wenn einer auf ner skitour in ne gletscherspalte stürzt?
auch einfach nur doof und pech gehabt?
ich finde deine kommentare hier absolut daneben.
 
Beide Positionen haben etwas für sich. Habe mich gerade in Tirol schon oft gewundert, über das Verhalten mancher Personen. Viele haben recht wenig Ahnung von der Situation in den Bergen.
Aber auch Leute die sich einbilden, etwas von den Bergen zu verstehen, gehen Risiken ein.
Bei Tourengehern, in vielen Fällen extrem bodenständige und konservative Leute beobachtet man sehr häufig folgendes Verhalten:
im Aufstieg geht man auf dem Gletscher am Seil, im Abstieg nimmt man das Seil ab.
Warum? Es ist fast unmöglich zu zweit oder gar zu mehreren an einem Seil abzufahren. Eine genussvolle Abfahrt ist fast unmöglich. Obwohl man weiss dass ein Risiko besteht, sonst würde man sich ja nicht im Aufstieg anseilen, fährt man ohne Seil ab.
Der Unterschied ist dass es sich bei Tourengehern in der Regel um kalkuliertes Risiko handelt. Sie gehen erst dann auf den Gletscher, wenn der ausreichend mit festem Schnee bedeckst ist. Und sie meiden in der Regel erkennbare oder bekannte Spaltenzonen.
Wenn aber etwas passiert, dann sind beide Gruppen von Verunglückten in der selben Position, ob das Risiko nun grob fahrlässig oder kalkuliert eingegangen wurde. Man geht ein Risiko ein und hat unter Umständen die Folgen zu tragen.
 
molotov schrieb:
mal ne ganz blöde frage an dich af:
was sagst du wenn einer auf ner skitour in ne gletscherspalte stürzt?
auch einfach nur doof und pech gehabt?
ich finde deine kommentare hier absolut daneben.

Hab meine Meinung ja weitestgehend gelöscht.

@ Skitour: Ist sein persönliches Risiko, wenn er alleine geht und reinstürzt. Bei einer guten Vorbereitung und etwas Erfahrung kann man dieses Risiko jedoch erheblich verringern.

In Gruppen, und gerade angeleint ist das natürlich sicherer. Bergab geht das logischerweise nicht.

Ähnlich ist das mit Motorradfahren:
Die Jungens gehen auch ein eigenes Risiko ein, und jeder Angehörige sollte soweit gefasst sein, dass derjenige bei einem kleinen Fehler an der falschen Stelle sterben kann.

Wer ein erhöhtes Risiko eingeht, der kann auch daran sterben.
Und das muss ich bei meinen motorradfahrenden Bekannten auch einsehen. Kann gut sein, das die bei ihrem nächsten Ausflug tot sind. Aber ich käme nie auf die Idee, dass diese Sportart "Sicher" sei, und ihnen nie was passieren könnte.
 
Uih, habe diese info gerade erst gelesen.
Ich finde, jeder hat schon mal Glück gehabt - auch wenn man dieses in den BErgen absolut NICHT herausfordern sollte! Es handelt sich hier immerhin um hochalpines Gelände. Trotzdem ist es immer tragisch, wenn jemand verunglückt und man sollte daher nie voreilig urteilen.

Ich muss allerdings zugeben, dass ich den Steinberg-Gletscher auch schon verschiedene Male gefahren bin. Daher würde mich mal interessieren, wo das Unglück passiert ist. Ich vermute mal, auf der Zufahrt zu dem "offensichtlichen Gletscherabbruch". Kann es jemand genauer beschreiben ?? Immerhin war im März ja schon viel Schnee gelegen.
Und im Moment liegt ja auch noch genug :)
 
und ich hatte in einem Bericht gerade erst nachgefragt, ob dort eine mehr oder weniger sichere off-piste-Route runtergeht 8O
 
Arlberg-Irrer schrieb:
und ich hatte in einem Bericht gerade erst nachgefragt, ob dort eine mehr oder weniger sichere off-piste-Route runtergeht 8O
Man muss schon wissen wo man durchfahrt. Auch sollte genug Schnee liegen wenn man die direkte Variante fährt.
 
Der Gletscher scheint ja sehr gut eingeschneit und auch gestern sind wieder einige dort runter gefahren, wobei ich bei manchen das Gefühl hatte, dass sie rein skitechnisch auf der präparierten Piste besser aufgehoben gewesen wären.

Bei den Dutzenden von Spuren hätte es mich schon auch gereizt, aber ohne ortskundige Begleitung wäre es mir doch zu gefährlich.
 

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