Mal abgesehen von den speziellen Beduerfnissen der Snowboarder und den unterschiedlichen Hebelverhaeltnissen bei langem und kurzem T-Buegel gibt es da noch ein ganz anderes Problem beim (Ski-)Fahren mit diesen Buegeln und Besetzung mit zwei Personen. Ich beobachte das immer wieder und denke mir so meinen Teil dabei. Was ich meine, ist der "Kampf um die Spur fuer den Innenski".
Bequem und stressfrei zu zweit zu fahren ist ein T-Buegel-Schlepper nur dann, wenn beide Mitfahrer ihre Spurweite einigermassen eng waehlen und sich beide zur Mitte lehnen. Dann erreicht das Gespann eine sehr stabile Fahrlage und beide haben genuegend Spurplatz um kleine Unebenheiten oder ein seitliches Verrutschen in einer eisigen Spur ohne Gleichgewichtsverlust auszugleichen. Das setzt aber sowohl ein gewisses Fahrkoennen zum Einhalten einer normalen, nicht ueberbreiten Skifuehrung voraus, als auch die Bereitschaft, mit den Schultern und Oberarm einander relativ nahe zu kommen. Mit dieser Technik kommt man zu zweit auch unangenehme und vereiste Liftspuren sicher hoch.
Was ich aber sehr oft beobachte, ist der Versuch, eine moeglichst breite Spurweite zu fahren. Wenn das beide an einem T-Buegel machen, dann stossen in der Mitte die Skischuhe zusammen, und beide versuchen, den "Gegner" abzudraengen und gleichzeitig auch noch den Buegel auf die eigene Seite zu zerren. Vielen SL-Benutzern scheint das gar nicht bewusst zu sein, und ich habe schon Ehepaare beobachtet, die anscheinend schon Jahrzehnte lang miteinander zum Skifahren gehen, und dann trotzdem verbissen die ganze Strecke Schuh an Schuh einen Verdraengungkampf ausfechten.
Wenn ich selbst an einen Buegel-SL komme, dann biete ich immer an, zu zweit zu fahren, es sei denn, es gibt einen Groessenunterschied von mehr als 35cm. Wenn's nicht gerade sehr voll ist - kenn ich bei SL eigentlich nur in Saalbach an den beiden Verdruss-Rueckbringern, und an Spitzentagen am Kitzsteinhorn -, dann wollen aber viele Leute lieber allein fahren, wohl genau wegen der schon gemachten negativen Erfahrungen im erwaehnten "Spurkampf". Wenn man mit einem solchen Spurkaempfer auf einen gemeinsamen Buegel kommt, dann gibt's erst mal die Moeglichkeit, selbst ganz eng zu fahren, wobei man sich schon etwas staerker nach innen lehnen muss. Es gibt aber dann die Kandidaten, die den "gewonnenen" Spurplatz zu noch breiterer Spur ausnuetzen, und irgendwann hangt man als Nachgebender so schraeg auf dem Buegel, dass die Verkantgefahr in der Schraeglage zu gross wird. Miteinander reden "Tua mal Deine Ski naeher zamm" hilft manchmal, aber das muss man dann auch in allen gaengigen Besucher-Sprachen draufhaben.