Von imzoom.info
Tödlicher Rodelunfall in Nauders
Geschrieben von SID
Donnerstag, 22 Dezember 2005
Drei deutsche Staatsangehörige im Alter von 32, 29 und 28 Jahren besuchten am 21.12.2005 das Nachtrodeln im Schigebiet Nauders-Bergkastell. Gegen 20.00 Uhr fuhren sie mit der Vierersesselbahn zur Bergstation bei der `Lärchenalm´, wo sie zwischen ihren Abfahrten einkehrten.
Gegen 23.00 Uhr traten sie von dort auf den Leihrodeln ihre dritte Talfahrt an. Der 29-jährige und der 28-jährige deutsche Staatsangehörige fuhren dabei wie zuvor besprochen nicht auf der beleuchteten Rodelbahn, sondern entlang der geradeaus talwärts führenden unbeleuchteten Schipiste ab, während der 32-jährige deutsche Staatsangehörige die Rodelbahn wählte. Der 29-jährige deutsche Staatsangehörige fuhr vor dem 28-jährigen deutschen Staatsangehörigen los und stellte nach dem obersten Steilstück fest, dass dieser nicht hinter ihm nachkam. Da er sich jedoch nicht sicher war, ob dieser nicht vielleicht unbemerkt an ihm vorbeigefahren sein könnte, fuhr er bis zur Talstation der Vierersesselbahn. Dort trafen sich der 32-jährige und 29-jährige deutsche Staatsangehörige wie verabredet bei der Rückgabestelle der Leihrodel.
Als der 28-jährige deutsche Staatsangehörige auch dort nicht erschien, meldeten die beiden dies gegen 24.00 Uhr dem Pistendienst. Dessen Kontrollfahrt mit dem Schi-doo auf Piste und Rodelbahn verlief jedoch negativ, woraufhin den beiden deutschen Staatsangehörigen angeraten wurde, in den Lokalen von Nauders nach dem Abgängigen zu suchen, da dieser vielleicht den Weg oberhalb der Talstation in Richtung Nauders genommen haben könnte. Nachdem auch dies negativ verlief, verständigen sie um 01.00 Uhr telefonisch über Notruf die Polizei. An der anschließend sofort eingeleiteten Suche nahmen zwei Mann der Bergrettung Nauders, ein Pistenfahrer der Bergbahnen Nauders-Bergkastell und ein Alpinpolizist teil. Diese konnten den 28-jährigen deutschen Studenten um 02.15 außerhalb des rechten Pistenrandes unterhalb des obersten Steilhanges leblos auffinden. Die Schlittenspuren führten über den Steilhang auf den rechten Pistenrand zu. Der deutsche Staatsangehörige lag unterhalb der Böschung. Sein Kopf steckte im Schnee des dort befindlichen Bachbettes. Nach ersten Erhebungen dürfte er sich nach dem Abkommen über den Pistenrand überschlagen haben, mit dem Kopf gegen einen dort unter dem Schnee verborgen liegenden Baumstamm geprallt sein und sich dabei das Genick gebrochen haben. Der zum Unfallort gebrachte Sprengelarzt konnte nur mehr den Tod des Studenten feststellen. Seine Leiche wurde mit einem Pistengerät ins Tal und von dort in die Leichenkapelle Nauders gebracht.