Eine Achse schliesst zugunsten der anderen
In Wildhaus ist am Wochenende Saisonschluss, in Unterwasser und Alt St. Johann kann man noch zwei Wochen Wintersport betreiben. Dass Wildhaus trotz des vielen Schnees und der anstehenden Osterferien Schluss macht, hat seine guten Gründe.
Von Armando Bianco
Region. – «Wir hatten am letzten Montag bei Sonnenschein und perfekten Pistenbedingungen 200 Gäste im Skigebiet, ab Dienstag waren es rund 50 pro Tag», sagt Urs Gantenbein, Geschäftsführer der Wildhauser Bergbahnen. «Rentabel ist das nicht. Das war aber schon immer so. Hinzu kommt, dass der Aufwand zur Präparierung der Pisten wegen der intensiven Schneefälle von neulich enorm ist.»
Ein gemeinsames Ziel
Saisonende in Wildhaus heisst aber nicht, dass man im Obertoggenburg nicht mehr Wintersport betreiben kann. In Alt St. Johann und am Chäserrugg sind die Anlagen noch bis am 13. April geöffnet. «Das gemeinsame Ziel, dass das Obertoggenburg bis Mitte April offen bleibt, ist nur möglich, wenn mindestens eine Achse relativ früh schliesst, sodass sich die nur noch wenigen Gäste auf die andere Achse konzentrieren und der Betrieb demzufolge rentieren sollte.»
Die Gründe für die Schliessung der Achse Wildhaus seien einzig und allein betriebswirtschaftlicher Natur. «Unser Unternehmen hat pro Tag Fixkosten von 10 000 bis 15 000 Franken. Das sind Kosten, die wir bezahlen müssen, unabhängig davon, ob ein Gast da ist oder nicht. Man sieht, was eine zusätzliche Betriebswoche kostet und wie schnell damit bereits erwirtschaftetes Geld verloren geht.»