10.2.24 Arolla und Evolène
Nachdem es mir gestern so zusagte in Arolla war ich etwas hin und hergerissen ob ich in Arolla bleiben soll oder doch noch nach Evolène soll. Die Wetteraussichten waren nicht eindeutig und die wenigen Busverbindungen liessen ein Abwarten nicht gross zu (abgesehen davon, dass man aus Arolla selten weg kommt, gibt es dann nach Lannaz auch nur wenige Skibusse). Aber es war schnell klar dass ich noch den 10 Uhr Bus nehmen würde. Es war sehr stürmisch und Neblig und in Evolene sah es auf den Webcams nach Sonne aus und es wurde alles als offen gemeldet (auch der erst an dem Tag wiedereröffnete Arpilles).
Vom Hotel ging es zu Fuss etwa 500m runter zum Einstieg ins Skigebiet von Arolla, wobei man von der Strasse respektive vom Parkplatz wieder hochlaufen muss. Unten war die Sicht noch gut. Der Wind war aber stark...
...es hatte viele Äste auf der Piste.
Oben wurde es dann Blind. Gannz nach oben konnte man gar nicht. Ich glaube später wurde das Skigebiet ganz geschlossen.
Der Wind blies heftig. Ich machte einfach eine Abfahrt und habe die 30min bis zum Bus noch unten an den kurzen Liften verbracht.
Der Bus kam Pünktlich. Mit mir noch einige andere Gäste die wohl abreisten. Hier ein ehemaliges Hotel. Arolla schien bessere Tage gehabt zu haben.
Warten auf den Skibus. Natürlich ist dass hier nicht abgestimmt und der Skibus fährt auch nur am Wochenende und zu Ferienzeiten (was auch OK ist). Ich war dann auch der einzige Gast im Bus. Warum der Bus dann im Weiler Lannaz (sehr hübsch übrigens wie ich finde) hält und nicht bis zum Parkplatz hochfährt weiss ich nicht. Man latscht dann halt wieder 300m durch die Gegend.
Auffahrt durchs Grüne. Es war sehr warm und die Fahrt war daher sehr angenehm lauschig. Das ist das Schöne an älteren aber und ruhigeren Anlagen, man gondelt gemütlich durch die Natur. Bequem sind die DInger aber nicht, die Skis konnte ich nicht auf den Halter setzen, ich bin zu gross. :lol:
Besagte Natur. Zuerst dachte ich das wären Kühe, dann erkannte ich dass es die grösste Gämsenherde war die ich je gesehen hatte. Ich zählte über 50 Tiere und es dürften weit mehr gewesen sein.
Langsam wurde es weiss.
Und die Sonne zeigte sich etwas. Ich war voller Vorfreude.
Auch die als geschlossen gemeldete Talabfahrt schien genug Schnee zu haben.
Doch dann oben die Ernüchterung. Mittlerweile wurden bis auf den Hauptkift alle Anlagen und Pisten geschlossen.
Die Landschaft hier oben ist äusserts reizvoll und die Schneehänge sehen besser aus als ich vom Pistenplan her vermutet hätte. Auch das Wolken-/Lichtspiel war sehr schön. Doch hier merkte ich dann auch weshalb die anderen Lifte abgeschaltet waren. Heftige böen fegten über die Flanken. In Chemeuille merkte man davon praktisch nichts, ein paar hundert Meter weiter oben war es sehr stürmisch.
Der Lift war erst gerade abgestellt worden. Der Liftler war noch im Häuschen. Wäre ich direkt hierher gekommen, hätte ich ihn wohl noch 1-2 Stunden fahren können. Mittlerweile war aber fast 12 Uhr.
Dafür zeigte sich die Sonne immer mal wieder. Den Wind sieht man hier aber an der Fahne der geschlossenen Buvette? gut. Warum wohl die Flagge von Quebec?
Dieses Tal mit dem Gletscher ist sehr reizvoll.
Die Pisten waren recht gut. Man merkte zwar die warmen Tage aber es war recht gut präpariert und teilweise pulvrig. Der Andrang hielt sich in Grenzen. Wartezeit war keine und auf den Pisten war ich eher alleine. Es hatte aber viele Skiclubs, die waren aber alle am Mittagessen.
Die "schwarze" Variante. Die war etwas knollig.
Ich fuhr auch mal nach hinten Richtung Arpilles (alles ein Ziehweg) um mir das mal anzuschauen. Ganz nach hinten kommt man nicht. Und dem Wind musste ich nach hinten sehr trotzen. Zurück half er dann allerdings
Tief verschneite Alpwirtschaften.
Dann wurde es auch Zeit für mich zum Essen und Skirennen schauen. Das Entrecote mit der Sosse und dem Gemüse war sehr lecker, der Koch war sehr engagiert und nett. Echt Faire 29.-. Er hätte tatsächlich einen Neubau sehr verdient. Der wurde hier stark beworben. Die Buvette ist in einem sehr schlechten Zustand und erinnert mich an diverse Buvetten und Garderoben von Dorffussballvereinen die man in Frohnarbeit selbst zusammenschusterte. Ich hoffe für das kleine Skigebiet dass es klappt und sie damit mehr Leute anlocken und sie so weitere Verbesserungen vornehmen können.
Varianten die ich nicht befahren konnte.
Dann probierte ich die Talbafahrt. Die war zwar geschlossen gemeldet aber sonst nicht wirklich abgesperrt. Es fuhren acuh andere Leute runter, also riskierte ich es. Wohlwissend dass ich dann den Skibus erwichen wollte, fuhr ich genug früh runter.
Die Piste gin oben wirklich Gut, nur selten gab es solche kurze stellen. Mit ein paar Schaufeln könnte man das auch flicken. Neben dem Weg hat es noch genug Schnee.
Der Gämsenhang aus anderer Perspektive. Diese kleinen Wallisser Weiler gefallen mir sehr.
Immer mal wieder waren Steine runtergerutscht. Abschnallen musste ich nur ein mal, für ca. 50m. Auch dort würden eininige Schaufeln Schnee reichen um die Lücken zu schliessen.
Neben dem Parkplatz konnte man direkt bis zur Talstation fahren. Der Skibus hätte bis hier hoch fahren können und hier Wenden, dan hätte ich am morgen nicht hochlaufen müssen.
Die Talabfahrt ging recht rassig und so hatte ich genügend Zeit für eine Wiederholung.
Oben fuhr ich auch noch mals (ich fahre gerne zum Abschluss des Tages nochmals von ganz oben bis ganz unten. Es zog aber nun sehr zu. Daher war das auch der Richtige Zeitpunkt.
Wieder auf der Talabfahrt. Man konnte gut neben der Piste fahren und so den Ziehweg etwas umgehen und abkürzen. Das macht recht Spass. Vermutlich könnte man hier auch Pisten präparieren. erstaunlicherweise hatte es auch hier unten immer wieder genügend Schnee auf den Wiesen (auf den Sonnenhängen nicht).
Ich konnte dann neben der Piste bis quasi zum Busstopp fahren.
Der hübsche Weiler Lannaz. In dem kleinen Haus in der Mitte ist ein Restaurant und Aprés-Ski-Bar untergebracht. Praktisch wenn man auf den Bus warten uss
Im Dorf Evolène hatte ich dan auch noch etwas Zeit um es mir Tagsüber anzuschauen. Es ist ein wirklich schöner Ort. In einem kleinen Geschäft konnte ich dann noch ein paar lokale Produkte erwerben. Laut Internet schliesst der Laden aber leider bald (Ist wohl mitlerweile geschlossen). Schade, es war mir nämlich sonst nicht möglich lokales Trockenfleisch zu kaufen.
Dann ging es nach Hause und die Woche Skiurlaub und die Tour du Valais war vorbei.
Ein Fazit schribe ich evtl später noch. So viel sei gesagt: Toll war es und ich wurde nirgends entäuscht. Mit dem Magicpass komme ich sicher mal wieder, vor allem wenn alles geöffnet ist.
