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Tourensaison 14/15

Dank einer Kaltfront letzte Woche gab es endlich Schnee in den Alpen, mit Schwerpunkt Andermatt/Realp (wie so oft), und somit konnte am Samstag die Tourensaison beginnen.


Start bei der Langlaufloipe in Realp


Vorbei an seltsamen Schildern...


...und dann einfach dem Sommerweg folgend aufwärts.


Blick zum Furkpass mit Galenstock


Weiter oben dann über das Gipfelplateau zum höchsten Punkt...


dem stotzigen Firsten (sehr häufig begangene Tour)


und dann die erste Abfahrt im Traumpulver
 
Und nun ohne grössere Worte - der Morgen danach. Check ob einer erstickt ist (negativ, alle am Leben) und Buddeln....



















 
chapeau! Super Aktion! Also die Anreise ist bis oben per Bahn? Hatte mir anfangs noch überlegt, wie ihr das ganze Gepäck hinauf bekommt.
Glaub ich muss auch mal mit einer Hüttentour starten :-)
 
Ja, Oberalppass im Winter ist nur mit ÖV erreichbar, oder per Lift ab Dieni. In den kommenden Jahren sollen jedoch Verbindungslifte ab Andermatt dort hoch gebastelt werden, dann kann man aus dem Skigebiet heraus direkt nach Gurtnellen abfahren. Finde ich persönlich etwas schade, es nimmt viel vom Reiz dieser Route. Ich hoffe aber dass der Waldweg und die umständlichere Rückreise (Bus bis Göschenen, fährt 1x pro Stunde, dann per Bahn nach Andermatt) grössere Rudel an Freerider abhält denn der untere Bereich ist Tierschutzzone. Neben der erlaubten Strecke abfahren ist aber wenigstens auch mit gutem Willen nicht drin, das ist ein sehr enges und dicht bewaldetes Stück mit vielen Felsen (deswegen auch die Gehstrecken bei uns).

Die Idee hinter dem Treff ist immer die gleiche. Wir suchen nach einem abwechslungsreichen Gebiet (wegen Lawinengefahr und den unterschiedlichen teilnehmern) welches einfach erreichbar ist und ein Restaurant als Rückzug und zur Toilettennutzung bietet. Der Rest erfolgt auf eigene Gefahr und Verantwortung, lediglich die Schutzausrüstung (neues LVS, gute Schaufel und Sonde) sind verpflichtend. Es muss keiner mit, jeder kann machen was er will.

Nachdem es nun das zweite Jahr Oberalppass war wird es nächstes Jahr eine andere Ecke. gewählt wird im Herbst, als Kandidaten stehen jetzt schon Adelboden/Engstligenalp und die Heidelberger Hütte südlich von Ischgl im Raum.
 
Geile Aktion.... Da ich noch nie im Winter gezeltet habe, muss ich mal blöd fragen, wie Ihr die Zelte verankert habt? Hering im Schnee eingegraben oder gibt es für Schnee besonderes Equipment?
 
Schneeanker lautet das Zauberwort. Das sind entweder selbstgebaute/gekaufte Säckchen welche sich an einer Schnur zusziehen lassen, befüllt vergraben und mit einem kleinen Karabiner an den Abspannleinen eingeklinkt werden. Alternativ dazu kauft man sich ein Stück graues Abflussrohr aus Kunststoff , sägt es auf 30cm ab, teilt jedes Stück längs in drei Teile, macht in der Mitte zwei Kerben rein (dort wird dann die Zeltleine eingehängt) und vergräbt das Ganze im Schnee.
 
Bringts des? Also das Zelt einschneien lassen ... könnte mir schöneres vorstellen morgens :nein: :mrgreen:
 
Die Geschmäcker sind eben verschieden. Gibt auch genügend Leute (zum Glück) die nur per Lift den Hang hoch wollen. :mrgreen:


Unterwegs im Skigebiet naach Dieni. Bei LWS 3 und den Sichtbedingungen ist alles andere auch eine schlechte Idee








Das abendliche Sportprogramm


Aber es wird wärmer, die Sonne ist nicht weit weg


Die Mauer wächst
 
Montag: Abreisetag und da wir Zeit und eine LWS 3 haben geht es eine sanfte Strecke hoch - Richtung Furkapaß ab Realp


Sonnenaufgang


Frühstück


Warterei am Bahnhof


Links einer der immens wichtigen neuen Touristensorte - mit Hirnbirn auf dem Kopf aka Dashcam/GoPro.


Die Bahn fährt auch nach Neuschnee




Blick aus dem Zug ins Göschener Tal rein mit Salbitschijen


Realprummel (mit Fasnacht/Katzenumzug)


Die Fahrstraße entlang


Hier kommt der zweite Trupp - die Schneeschuhläufer


Blick nach Realp




das im Winter geschlossene Hotel Galenstock


Die Zacken am Furkapaß kommen ins Blickfeld




Umkehr auf irgendeinem Hügel unterwegs - da geht es jetzt runter :mrgreen:


Pulvertraum mit Sonne


Pfeif auf die Grounder


Abfahrtsroute




Leider schon rum - Realp erreicht


Verabschiedung durch die Kapelle in Göschenen.

Dat wars mit dem Treffen, nun kommen wieder reine Tourenbilder.
 
18.1.2015 - nach langer Durststrecke mit fehlendem Schnee und miesem Wetter steht das erste Traumwochenende an. Klar daß jeder Hang gnadenlos verspurt wird und so ist die Wahl des Ziels wichtig um nicht dauerhaft in Horden herumzurennen (am Fanenstock und Chli Chärpf waren an dem Tag um die 200 Leute auf jeder Route) oder bei der LWS 3-Lage das Genick zu riskieren...


Per Bahn nach Langwies bei Arosa, dann in Richtung Sapün (nach Osten)


Den Waldweg entlang


bis nach Dörfji





und am Ende das dauerhaft ausgebuchte Heimeli. Urig und schlichtweg fantastische Küche. Von dort kurz weiter nach Osten und dann die sanften Hänge hoch nach Norden


Ziel in Sicht - Stellihorn


und während woanders sich die Leute auf die Füße treten...


... haben wir Platz


Gipfelgrat, Blick nach Osten (Davoser Skigebiet)


Abfahrt im quasi unverspurten Pulver


So muß das sein.

Fazit: insgesamt 11 Leute waren an dem Tag in der Ecke unterwegs.
 
Auch bei schlechtem Wetter geht etwas - zwei Touren in einem Beitrag: Gulmen/Häderenberg bei Stein SG und der Eggberg ab St. Antönien. Beide Ausflüge zwar bescheidener Sicht aber dafür traumhaftem Schnee und speziell die Abfahrt Häderenberg bis zur Bushaltestelle (700 Hm über freies Weidegelände) ist nach Neuschnee ein Schmankerl.


Wintertraum dank Nebel




Gipfel Gulmen


Häderenberg, schlecht findbar, liegt mitten im Wald


St Antönien




Eggberg
 
Ein Abstecher/Versehen - Hinterberg ab Gargellen (Österreich):


An dem Tag war ein Skirennen, wir waren zumindest zu Beginn nicht allein, wenn auch etwas langsamer als der Rest


rein ins Vergaldner Tal


den flachen Talboden entlang (hinten rechts ist das Ziel)


Rotbüelspitze


Ziel in Sicht


Deswegen lohnt sich eine Versicherung. Kreislaufprobleme, Schwindelig, keine Chance für eine Abfahrt, also Helieinsatz. Die Gruppe hatte aber alles im Griff weswegen ich nach kurzem Nachsehen weiter gehen konnte.


Aus dem Grund muß alles fest am Boden sein, abgdeckt und beschwert werden und selber zieht man am besten Jacke an und Kappe auf...


Wenn die Brummer landen sieht man aus wie ein Schneemann.


Gipfelaussicht


und die Abfahrtsroute
 
Letztes Wochenende:


Irgendwo falsch abgebogen?


Verirrt?


Nö, wenn man ds günstigste Einwegticket am Flumserberg nimmt landet man auf dem Prodkamm. Von dort grob nach Süden und nach 200m die Piste verlassen, schon sieht man das Ziel: Spitzemeilen (der Felszahn) und Wissmilen (die flache Schneepyramide rechts davon)


Einmall offroad abfahren, Felle drunter und dem Winterwanderweg nach bis Fursch


Dann dem Radweg folgen Richtung Spitzmeilenhütte


Wie gehabt: Schneeschuhgänger sind von Haus aus lawinensicher. Hier ist mal wieder ein Trupp ohne LVS unterwegs. Das Einzelsignal stammt von meiner Tourenpartnerin. An dem Tag hatten von 11 Schneeschuhgängern kein einziger ein LVS dabei...


Der Paß am Spitzmeilen. Den Zacken ließen wir aus


und begnügten uns mit dem fast so prächtigen Wissmilen


Die Entschädigung sieht man hier: die Abfahrtsroute ins Mühlebach. Wie erwartet war zwar ein riesen Andrang am Berg aber alle sind per Auto angereist und mußten deshalb zurück nach Flums. Wir dagegen konnten in ein Tal abfahren, welches im oberen Berech kaum begangen wird.


Sieht steil aus, ist es auch - die Einfahrt an der Kante


Im Flachstück, hinten der Gipfel


Kleiner Verhauer - die falsche Rinne erwischt und zu weit hinten im Tal gelandet. War aber auch toll...


Hier regt sich Widerspruch in meiner Aussage "coole Abfahrt"


und hier ist der Einspruch sehr deutlich - eine Bachdurchquerung


Flachstück im oberen Talbereich, gefolgt von einer waldig- engen Bobbahn zwischendurch


und im Abschluß dann den aldfahrweg entlang


Schnee reicht gerade so


aber der Weg ist klasse





Fazit: einmal von Flums im Kanton St Gallen nach Engi im Glarner Land, macht 700Hm rauf, 2000Hm runter und etwa 19km Strecke.
 
Wielange geht man denn da ins Vergaldnertal rein bis man irgendwann mal Höhe macht?
Bin mal das valzifenztal rein und hab da schon einen Depri bekommen :twisted:
 
Ab dem letzten Haus grob 5.5km Strecke bis es am hinteren Talende dann endlich rauf geht. Ich war etwas erstaunt dort hinten auch Snowboarder anzutreffen denn ein solches Gelände ist vorsichtig gesagt eher suboptimal für das Sportgerät.

Wenn Du aber einmal wirklich Depressionen erleben möchtest empfehle ich die Wildstrubelbesteigung ab Kandersteg bzs. Sunnbühl. Wir haben das in wild/wirren früheren Tagen einmal als Tagestour gemacht (mit Rückkehr nach Kandersteg). Nie nie wieder. Es sind zwar mit 1400Hm rauf übliche Werte, aber dieser Unterschied verteiltsich auf 15 Kilometer Laufstrecke - eine Richtung wohlgemerkt. De facto latscht man erst einmal alles rauf und vernichtet bei der Abfahrt auf den ersten 7 Kilometer etwa 1100 Höhenmeter und darf den Rest eigentlich fast durchgehend schieben.
 
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