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Tragseil der Seilbahn am Feuerkogel herausgesprungen

Auch der ORF berichtet dazu: https://ooe.orf.at/stories/3215515/
Im Bericht ist ein kurzes Interview mit dem Geschäftsführer der OÖ Seilbahnholding (Eigentümer der Feuerkogelbahn) in Videoform eingebettet.
 
Ich steh da grad ein bisschen auf dem Schlauch, denn einige Sachen/Aussagen kann ich nicht einordnen. Es scheint aber doch ein bisschen mehr zu sein was da passiert ist, da laut der Homepage der Bahn bereits von einem längeren Stillstand ausgegangen wird.
Hoffen wir dass sie dass schnellstmöglich wieder repariert kriegen.
 
Ich muss zugeben, dass ich nicht ganz verstanden habe, was es mit dem "herausgesprungenen Tragseil" auf sich hat. Wo genau soll das Seil herausgesprungen sein? Zumindest auf den Fotos sieht es so aus, als ob es noch an der Stütze befestigt ist.
 
Ist wohl ein Symbolbild der Bahn. Seltsam das so wenig Druck auf den Seilsättel liegt, das kommt nicht oft vor.
Bahnen die lange Seilsättel mit wenig Neigungsunterschied haben verwenden für den Fall des dadurch entstehenden Risikos von zu wenig Auflagedruck Klemmen welche bei Sturmwarnungen an den Tragseilen montiert werden. Die Bahn ist dann nicht mehr fahrtauglich, bis die Klemmen wieder demontiert werden.
 
Ich glaube, es kommt selten vor, dass tatsächlich ein Tragseil aus einem Tragseilschuh herausspringt, oder? Jedenfalls kann ich mir bislang an keine weiteren Vorfälle dieser Art erinnern. Zum Glück ist das Seil anscheinend auf der Stütze zu liegen gekommen und nicht nach unten gestürzt (hätte das auch passieren können?)
 
So selten passiert das nicht, nur ist heutzutage eine Lageüberwachung vorgeschrieben alternativ Briden (nicht zu verwechseln mit den Klemmen die nicht überfahrbar sind).
Wäre das Seil auf die andere Seite gesprungen wäre es evtl. sogar glimpflicher ausgegangen weil dann das Problem bei der Kontrollfahrt besser erkennbar gewesen wäre. Warum man das zu 6. aber nicht merkt entzieht sich trotzdem ein wenig meinem Vorstellungsvermögen.
 
Ich verstehe nicht, auf dem zweiten Link ist die Kabine bereits nach der Stütze 1. In demfall ist es bei den oberen Stützen passiert? Was hat wohl den Notstop ausgelöst... Wenn keine Seillageüberwachung da ist. Falls doch eine da ist, hätte die Bahn ja gar nicht erst losfahren können....
 
Gemäss Artikel ist es auf Stütze 1 passiert als die Kabine schon die Stütze passiert hat.
Es kann auch sein, dass das Tragseil nicht über die ganze Länge entgleist ist und als das Laufwerk drüber fuhr von dessen in den Seilfänger buxiert wurde was zum Stop führte.
Die Tragseilüberwachung ist ja meist nur Punktweise dort wo die Seilfänger sind so vielleicht an zwei Stellen pro Sattel.
Das würde erklären, wieso die Kabine oberhalb der Stütze steht und wieso überhaupt gefahren werden konnte, wenn das Seil entgleist ist.
Gut hier sieht es nicht so aus, als ob die Bahn überhaupt Tragseilfänger hat?
https://www.youtube.com/watch?v=V7uzXkhy-Mc&t=85s
 
Cervin schrieb:
Ich verstehe nicht, auf dem zweiten Link ist die Kabine bereits nach der Stütze 1. In demfall ist es bei den oberen Stützen passiert? Was hat wohl den Notstop ausgelöst... Wenn keine Seillageüberwachung da ist. Falls doch eine da ist, hätte die Bahn ja gar nicht erst losfahren können....

Ich würde mir das 3. Bild in o.g. Artikel mal genau im Zoom ansehen dann kann man ansatzweise erkennen was den Notstopp ausgelöst hat bzw. was eigentlich ausgelöst wurde ;-)
 
Ich wundere mich vor allem, dass die Rettung der Personen (6 Angestellte) so lange gedauert hat. Wie würde das verlaufen, wenn nicht 6 Angestellte sondern 50 Touristen in der Gondel wären, manche von ihnen gebrechlich? War der Einsatz einer Rettungsgondel nicht möglich?
 
Steht im Beitrag. "Da bei sämtlichen Bergeplänen der Seilbahn vorausgesetzt ist, dass das Tragseil sich in dessen Position befindet, konnte kein standardisiertes Rettungsverfahren angewendet werden."
 
barmuc73 schrieb:
Ich wundere mich vor allem, dass die Rettung der Personen (6 Angestellte) so lange gedauert hat. Wie würde das verlaufen, wenn nicht 6 Angestellte sondern 50 Touristen in der Gondel wären, manche von ihnen gebrechlich? War der Einsatz einer Rettungsgondel nicht möglich?

Zu des was ThomasZ sagt kommt noch hinzu, dass die Witterungsbedingungen es nichtmal erlaubt haben das Bergeteam direkt bis zur Stütze zu bringen so wie ich das verstehe ...
 
ThomasZ schrieb:
Steht im Beitrag. "Da bei sämtlichen Bergeplänen der Seilbahn vorausgesetzt ist, dass das Tragseil sich in dessen Position befindet, konnte kein standardisiertes Rettungsverfahren angewendet werden."

Sorry, hatte den unter dem eigentlich Artikel stehenden Nachtrag gar nicht gesehen / gelesen ...
 
Latesn schrieb:
So selten passiert das nicht, nur ist heutzutage eine Lageüberwachung vorgeschrieben alternativ Briden (nicht zu verwechseln mit den Klemmen die nicht überfahrbar sind).
Wäre das Seil auf die andere Seite gesprungen wäre es evtl. sogar glimpflicher ausgegangen weil dann das Problem bei der Kontrollfahrt besser erkennbar gewesen wäre. Warum man das zu 6. aber nicht merkt entzieht sich trotzdem ein wenig meinem Vorstellungsvermögen.

Ich werd nicht schlauer sorry
 
Cervin schrieb:
Latesn schrieb:
So selten passiert das nicht, nur ist heutzutage eine Lageüberwachung vorgeschrieben alternativ Briden (nicht zu verwechseln mit den Klemmen die nicht überfahrbar sind).
Wäre das Seil auf die andere Seite gesprungen wäre es evtl. sogar glimpflicher ausgegangen weil dann das Problem bei der Kontrollfahrt besser erkennbar gewesen wäre. Warum man das zu 6. aber nicht merkt entzieht sich trotzdem ein wenig meinem Vorstellungsvermögen.

Ich werd nicht schlauer sorry

Heutzutage wird entweder die Seillage analog zu Förderseilen mit z.B. Bruchstäben überwacht oder es werden (v.a. bei Bahnen ohne Tragseilbremse aber teils auch mit) Niederhaltebriden angebracht die das Seil zu ca. 270° umschlingen aber dennoch überfahrbar sind und damit verhindern, dass das Seil aus dem Sattel springen kann.
 
Latesn schrieb:
Cervin schrieb:
Latesn schrieb:
So selten passiert das nicht, nur ist heutzutage eine Lageüberwachung vorgeschrieben alternativ Briden (nicht zu verwechseln mit den Klemmen die nicht überfahrbar sind).
Wäre das Seil auf die andere Seite gesprungen wäre es evtl. sogar glimpflicher ausgegangen weil dann das Problem bei der Kontrollfahrt besser erkennbar gewesen wäre. Warum man das zu 6. aber nicht merkt entzieht sich trotzdem ein wenig meinem Vorstellungsvermögen.

Ich werd nicht schlauer sorry

Heutzutage wird entweder die Seillage analog zu Förderseilen mit z.B. Bruchstäben überwacht oder es werden (v.a. bei Bahnen ohne Tragseilbremse aber teils auch mit) Niederhaltebriden angebracht die das Seil zu ca. 270° umschlingen aber dennoch überfahrbar sind und damit verhindern, dass das Seil aus dem Sattel springen kann.

Nochmals Sorry! Iich habe den falschen Post zitiert, bei dir war alles klar :tutmirleid:
 
Latesn schrieb:
Cervin schrieb:
Ich verstehe nicht, auf dem zweiten Link ist die Kabine bereits nach der Stütze 1. In demfall ist es bei den oberen Stützen passiert? Was hat wohl den Notstop ausgelöst... Wenn keine Seillageüberwachung da ist. Falls doch eine da ist, hätte die Bahn ja gar nicht erst losfahren können....

Ich würde mir das 3. Bild in o.g. Artikel mal genau im Zoom ansehen dann kann man ansatzweise erkennen was den Notstopp ausgelöst hat bzw. was eigentlich ausgelöst wurde ;-)

Hier werd ich nicht schlauer was du siehst und ich nicht? :nein:
 
Es gäbe noch ein Update für die Zukunft:
DSC011402.jpg
 
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