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Transportseilbahnen Projekt Cleuson-Dixence

Ich habe da 2 Ansichtskarten mit den Materialseilbahnen die zum Beton Transport verwendet wurden. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber irgendwo im Netz habe ich einen Seite gefunden die einige Details zu der Bahn erklärt. Es kann sich aber auch um eine andere Staumauer gehandelt haben.

Bild 1
Bild 2

Es gibt im Fall noch weitere Ansichtskarten vom Bau der Grande Dixence. Mit den Kabelkränen und weiterer Infrastruktur.
 
Danke für diesen interessanten Bericht. Ich muss gestehen dass ich mich nicht mehr an diesen Vorfall im Wallis erinnern kann. Die Transportbahn ist der Hammer .... :biggrin:
 
Iöchte mich auch nich für den ollen Bericht bedanken, das soll hier nicht einfach Spam sein, ich hab zu denen gehört die sich im Rateforum gemeldet haben, dass sie diesen Bericht möchten, deshalb finde ich es angebracht mich zu bedanken.
 
Lagorce schrieb:
Leider hab ich weder ausführliche technische Infos noch Bildmaterial über die Bauseilbahnen. Damals fiel mir jedoch die hohe Antriebsleistung der Bahn bei Péroua auf (um die 1000 [kW] wenn ich mich richtig erinnere, Antrieb war hydrostatisch, diese Bahn war nur während des ursprünglichen Baus in Betrieb, gleiches trifft für die Bahn auf die Dent de Nendaz, dort oben befindet sich lediglich das Belüftungsfenster des Wasserschlosses).
Du meinst die automatische Schüttgutbahn in Condemine? OHAG Pendelbahn, die hatte Meines wissens "Nur" ca 600kW. Von der Bahn gibt es eine Dokumentation in einem Garaventa Jahrbuch. Was fehlt sind die anderen 2 Bahnen, kurze Windenbahn an der Mauer selber und die Bahn zum Dent du Nendaz.

Gibt vielleicht noch ein Video von der Bahn.
 
Kann mich nicht mehr genau erinnern, ist nun über 10 Jahre her. Die Bahn, die ch meinte was in der Gegend von Fenster F5, F6 oder F7. Wie die Bahn genau hiess kann ich nicht sagen, vielleicht Péroua oder Condémines.
Auf die Dent de Nendaz führte eine Bahn mi einer kleinen Kabine, in Erinnerung war's ein blaues Ei oder eine kleine blaue Kabine (ohne Gewähr!). Vermutlich auch noch ein Gehänge für Materialtransport aber dort oben war ich nur selten.

Übrigen liegt das Zugangsfenster F2 in der Nähe von der Tortin - Col des Gentianes PB.

Schon möglich, dass damals auch noch kleine Schnellmontage-Materialseilbahnen zum Einstatz kamen. War eine grosses Gesamprojet mit etlichen Baustellen. Alleine die Erschliessung der Installationsplätze kosteten bereits über CHF 100'000'000.00 (ca. EUR 70'000'000.00).
 
Die kleine Seilbahn des S/W-Fotos diente dem Zementtranssport, extrem lang, da sie glaub bis ins Rhonetal runter ging.

Sämtliche grosse reine Bogen- od.Gewichtsstaumauern sind grundätzlich ohne Bewährung. Nur lediglich kleine Stellen wie Treppen, Podeste, Laufstege usw. deren Ausführung wie im allgemeinen üblichen Hochbau ist können Armierungseisen aufweisen.
Genauer Betontyp variiert ggf. je nach Festigkeitsanforderungen je nach Block, damit werden Kosten optimiert (hauptsächlich Zementkosten). Im früheren technisch sehr interessanten Faltprospekt der Grande Dixence Staumauer ist es glaub erwähnt. Dort sind auch detailierte Zeichnungen drin, Technik pur anstelle von dem heutigen üblichen PR-Ramsch mit bunten Computergrafiken (versteht sich ohne technisch interessanten Inhalt, siehe z.B. das KWO oder NdD Infomaterial, typische EVU Kommunikation, seht euch mal die Websites von Axpo, Alpiq usw. an).


@ATV
Betsen Dank für das Video. Wird wohl in die Gechichte eingehen, das es kaum Video von dieser Bahn gibt.
Eigentlich schade, dass solche Bauprojekte nicht besser dokumentiert werden.

Übrigens wird vermutlich demnächst noch ein weiteres grosses jedoch wenig bekanntes Pumpspeicherwerk in der Schweiz erweitert (voll unterirdisch, im Gegesatz zum ebenfalls wenig bekannten nahezu Milliardenprojekt NdD haben dessen Baurbeiten noch nicht begonnen). Gewisse Grossprojetkte (z.B. von Transitgas) in Milliardenhöhe bleiben von der Allgemeinheit weitgehend unbeachtet.
 
Berichte über nicht öfentlich Bahnen sind jederzeit bestens willkommen. Sind auch oft sehr interessant und vom Publikum wenig bekannt. Gibt eine ganze Vielfalt davon.

Leider wird es ausser für ATV immer schwieriger mitfahren zu können. Früher waren Kraftwerksgesellschaften weniger bürokratisch und man konnte auf freundliche Anfrage etliches besichtigen und zudem noch in Begleitung von echten Spezialisten. Heute kriegt man oft nur noch eine Art Reiseführer der u.U. die Anlagen nur vom Schnellbleichekurs kennt. Oft auch Lotterie da sich z.T. ignorante Studenten mit pensionierten Experten für Führungen ablösen... Und das Ganze muss man zudem noch bezahlen.


Wie anfällig Staumauern auf Angriffe sind kann ich nicht beantworten da ich nicht Bauingenieur bin. Über weitere Schwachstellen von hydroelektrischen Anlagen werde ich prinzipiell nicht öffentlich diskutieren.
 
Gut die Bahn Mettmen kennst du ja auch, ist eine öffentliche Bahn. Bericht darüber fehlt aber noch. :wink: Linthal hast du gesehen, auch eine öffentliche Bahn, Glattalp ebenfalls. Grimsel hat es diverse Bahnen die meisten sind aber nicht öffentlich. Leider Leider Leider. Luftseilbahnen Oberaar mit drehenden Panoramakabinen währen vom Panorama und der Lage her einzigartig auf dieser Welt. :roll: Das hätte ich schon lange gemacht.

@Lagorce: Kennst du das Staumauersystem Nötzli?
 
Gewisse KWO Bahnen sind ja bekanntlich öffentlich. Allerdings besteht bei KWO grundsätzlich die Möglichkeit auch gewisse normalerweise nicht öffentlich zugängliche Anlagen auf spezielle Anfrage zu besichtigen sofern man für den entsprechenden Kostenaufwand aufkommt (Führer sowie ggf. Seilbahn-, Bus-, Elektromobilfahrten usw.). Welche Bahnen im Rahmen von Spezialbesuchen zugänglich sind weiss ich jedoch nicht genau da KWO eine ganzes Sortiment Bahnen in Betrieb hat.
 
Könnte es sein, dass die Bahn zwischen Plan Desert und der ersten Stütze einen netten Bodenabstand hat, oder täuschen da die Fotos?

Die Diskussion über Gefahren bei Staumauern wurde hierher ausgelagert.
 
Oh ja, weitere Berichte sind immer gerne gesehen, vorallem von nicht öffentlichen Anlagen. Während einige Kraftwerke relativ breitwillig Auskunft erteilen, kommt man an andere kaum ran. Die EWZ sind da so ein Beispiel. Dort hüllt man sich in eisernes Schweigen was nicht öffentliche Werksbahnen betrifft.

Bei den KWO ist das dann schon ein wenig anders. Es ist möglich alle Bahnen wenigstens von aussen zu besichtigen, sie sind alle relativ gut zugänglich. Auch die KWO selbst geben viele Informationen raus, vorausgesetzt man gelangt an die richtigen Leute. Ein wichtiger Mann in dieser Hinsicht ist leider vor einigen Jahren pensioniert worden. Seither ist es schon etwas schwieriger geworden fundierte Antworten zu erhalten. Offiziell mitfahren kann man, abgesehen von den sowieso öffentlichen Bahnen, mit den PBs Gerstenegg, Sommerloch und Oberaar. Das kostet zwar was, liegt aber in einem akzeptablen Rahmen. Die anderen Bahnen können über den offiziellen Weg nicht befahren werden. Man kann diese aber teilweise auf Gruppenführungen auf speziellen Wunsch besichtigen (Talstation PB Hausenegg, Talstation SSB Grimsel 2 - Kalter Kehr und Bergstation SSB Kalter Kehr - Kessiturm inkl. Antrieb für beide Sektionen).

Ich finde es auch schade, dass man bei vielen Betrieben als interessierte Person - im Gegensatz zu den meisten öffentlichen Bahnen - als Interessierter kaum mehr eine Möglichkeit hat sich die Anlagen anzuschauen. Sicher ist es schon in Ordnung wenn man genau schaut wen man da nun in seine Anlagen lässt. Aber irgendwo wäre es schon wünschenswert, wenn die Bürokratie nicht bis zum geht nicht mehr übertrieben werden würde.
 
Lagorce schrieb:
@ATV
Betsen Dank für das Video. Wird wohl in die Gechichte eingehen, das es kaum Video von dieser Bahn gibt.
Eigentlich schade, dass solche Bauprojekte nicht besser dokumentiert werden.
Auf der Webseite von http://www.remontees-mecaniques.net/gibt es einen ausführlichen Bericht über diese Bahn.
Eine der tollen Berichte auf remontees-mecaniques.net gibt ja sonst dort eigendlich sehr viele Bahnen, allerdings auch haufenweise langweilige 08/15 Bahnen. Vor allem aus der Schweiz.

Die beiden Zementbahnen waren Parallel, gebaut hat sie Willy Bühler. Klemmensystem weis ich nicht.

Übrigens der Einsatz von Hydrostatischen Antrieben bei Schwerlastbahnen war beliebt da man beim Anfahren viel ein grösseres Drehmoment hat als mit einem Elektromotor selbiger Leistung.
Immer gerne damit Seile enteist. :wink:
 
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