schwarzwaelderski
Großer Müggelberg (115m)
- Registriert
- 18. Okt. 2017
- Beiträge
- 231
- Reaktionspunkte
- 1
Das kannst Du doch so pauschal nicht einfach sagen.
Folge dem Video um zu sehen, wie unsere Website als Web-App auf dem Startbildschirm installiert werden kann.
Anmerkung: Diese Funktion ist in einigen Browsern möglicherweise nicht verfügbar.
Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.
Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.
Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:
Viel Spaß im neuen Alpinforum!
Euer Alpinforum-Team
Das ist abhängig vom Betrachtungsstandpunkt:j-d-s schrieb:Das ist, mit Verlaub, eine Unsinnige Annahme. Die vergangenen Beispiele von Zusammenschlüssen zeigen, dass beide Orte massiv profitieren, der kleinere aber noch stärker als der größere.
Echt, ausgerechnet ich soll vom Gigantomanie-Virus befallen sein? Du weißt aber schon, welche Art von Skigebieten ich zu >90% anfahre, oder?manitou schrieb:Deshalb habe ich mit Ironie aufgezeigt, wo Starli (welcher zumindest in seiner Fantasie massiv von diesem Virus befallen ist) geholfen werden kann - (bitte nicht persönlich nehmen)
manitou schrieb:Ich meine, dass wir uns psychologisch von diesem Gigantomanie-Irrssinn befreien müssen, welcher unser Denken immer stärker beeinflusst auf allen Ebenen. Kurz: Wir sollten umkehren und etwas genügsamer werden.
Die allerwenigsten können die km der Zusammenschlüsse abfahren. Ich schaffe z.b. als Genussskifahrer nicht an einem Tag von Warth die ganze Runde bis Zürs und zurück. Ich kann lediglich auch ein paar Runden auch in Lech drehen. Aber für einen Tagestripp reichen die 26 Pisten km in Warth den meisten Skifahrern völlig aus.
Gleiches gilt für jemanden der in St. Anton richtung Lech starten will. Das gelingt nur ganz wenigen km-Fressern hier im Forum. Was soll also die Verbindung?
Absolute Zustimmung! Den Stubaiern würde es das Genick brechen (zugunsten der Söldener Hotels) und deshalb wird man diese Verbindung zumindest dort nicht wollen. Ob es dem Söldener Skigebiet etwas bringt oder nicht, das halte ich für unerheblich.Dem Stubaital insgesamt würde es auch nichts bringen - da ein Stubaier Gast nicht auch vom Söldener Skigebiet profitieren kann. So schadet es eher den Herbergen im Stubaital.
In Sölden buch ich frühestens dann ein Hotel, wenn die Zubringerbahnen mich raufbringen und das ist im Früh-Herbst ausgeschlossen. Von den Gletschern hab ich da sehr wenig. Da würde ich schon eher im Pitztal übernachten wollen. Für die Söldener ist der Zusammenschluss wirklich ganz nett, aber Existenzen hängen davon wirklich keine ab.Sölden würde nicht vom Stubaier - aber erheblich vom Pitz profitieren, weil sie so zu einem der größten Gletscherskigebiete mit der besten lokalen touristischen Infrastruktur aller Gletscherskigebiete wachsen würden. Kein anderer Ort direkt an einem Gletscher in A kann da mithalten. Söden gelangt dann zu einem Status, der in Richtung Zermatt schielt, wenn man die beiden Orte auch nicht vergleichen kann, da Zermatt mit Matterhorn, den Zahnradbahnen und dem Clacier-Express Image touristisch eine Liga für sich darstellt.
Das Skigebiet ist für den Winter zu klein. Fertig. Aus.Nicht wenige Herbergen im Pitztal betrachten Pitz/Sölden folglich sehr kritisch und haben Angst ihre Gäste nach Sölden zu verlieren, wenn die Verbindung kommen sollte.
Interesse halber: Wem gehören denn die Bergbahnen?Der Pitztaler Skigebietsbetreiber sieht das natürlich anders, denn bei ihm gäbe es massiven Zulauf aus Sölden - er propagiert daher einen Zuwachs für die Pitztaler Herbergen.
Ich und viele, die nicht gerne Autoabgase beschnüffeln wollen. Und den direkten Seilbahnanschluss hat Sölden im Herbst (und ggf. im Sommer) auch nicht, also haben sie von den Gletschern garnichts.Ich bin da allerdings skeptisch, denn wer bucht im Pitztal, um auch in Sölden Skifahren zu können?! Kaum jemand - zumal im Pitztal keine Herberge direkten Seilbahnanschluss nach Sölden hat, während man in Sölden umgekehrt direkt im Ort zum Pitz und zurück starten kann.
Hä? Reden wir hier vom selben Zillertal?Andere Orte laufen Gefahr durch Sölden/Pitz zugunsten von Sölden leicht zu verlieren, vom Stuaier bis zum Arlberg, denn kein anderer in Westtirol kann mit den Gletschern dann ein solch gutes kompaktes Angebot in einem Ort von Okt-Mai liefern wie Sölden. Da geraten selbst die Zillertaler ins hintertreffen, denn dort muss man mit dem Auto fahren um zum Gletscher zu kommen.
Ganz klar, ja. Kappl ist jetzt nicht gerade klein, aber die Konkurrenz in der Umgebung ist es auch nicht. St.Anton wird es aber noch mehr nützen als Kappl.Nützt das wirklich Kappl?
Was glaubst Du, wie schnell eine Bahn vom Gaislachkogel zum Gletscher gebaut wird, wenn Sölden/Pitz verbunden werden. Eine solche Bahn ist ja schon lange als Idee da - aber bislang nicht unbedingt notwendig für die paar Leute im Frühherbst.schwarzwaelderski schrieb:In Sölden buch ich frühestens dann ein Hotel, wenn die Zubringerbahnen mich raufbringen und das ist im Früh-Herbst ausgeschlossen. Von den Gletschern hab ich da sehr wenig. Da würde ich schon eher im Pitztal übernachten wollen. Für die Söldener ist der Zusammenschluss wirklich ganz nett, aber Existenzen hängen davon wirklich keine ab.
Und den direkten Seilbahnanschluss hat Sölden im Herbst (und ggf. im Sommer) auch nicht, also haben sie von den Gletschern garnichts.
Die Pitztaler Gletscherbahnen inkl. Riffelsee gehören ca. 10 Kaufleuten aus Tal/Region, wobei der GF Rubatscher + Clan die größten Anteilseigner sind. Sie vertreten also eher Eigeninteresse und sind nicht repräsentativ für das Tal.schwarzwaelderski schrieb:Interesse halber: Wem gehören denn die [Pitztaler] Bergbahnen?
Ich glaube, das brauchen wir kaum noch diskutieren. Ich habe da ganz anderes gehört. Zur Herberge, wo ich oft nächtige gehört familiär jemand, der in nicht unerheblicher Position bei den Bergbahnen arbeitet. Daher habe ich meine Info. Er selbst ist zwiegespalten, was den Vorteil der eigenen Herberge angeht, aber er sagt, dass die Verbindung für die Pitz-Bergbahnen ein Riesengeschäft wird, weil viele von Sölden rüberkommen werden. Der Pitz kann nur mit Sölden weiter ausbauen und die wollen das Geschäft deshalb selbst machen, weil im Ausbaubereich die meisten durchlaufenen Drehkreuze am stärksten aus Sölden kommen. s.o.schwarzwaelderski schrieb:Die Pitztaler sind von dieser Verbindung abhängig und nicht um sonst sind die Bergbahnen dort am Zusammenschluss mit 90% beteiligt.
Da stimme ich Dir zu - aber das liegt daran, weil der letzte bekanntlich das Licht ausknipst - in diesem Fall das Eigene. Genau das ist aber die Folge dieses Teufelskreises, welcher ein "Leben und Leben lassen" verhindert.schwarzwaelderski schrieb:See wird es ohne SFL das Genick brechen.
ja - aber dafür haben sie nun die Kleinen anderswo.schwarzwaelderski schrieb:In Ischgl hat man diese Sorgen nicht mehr.
schwarzwaelderski schrieb:Und auch so: Stell dir mal die Frage, warum man diese Zusammenschlüsse plant?
Weil es eine große Nachfrage nach Riesenskigebieten gibt. Der Gast will das und der Gast hat eine Auswahl. Investiert man nicht, verschwindet man in der Bedeutungslosigkeit.
Verstehe nicht, was Du damit sagen willst?! Jedes Skigebiet am Alpennordrand ist erheblich stärker von Tagesgästen frequentiert als die Skigebiete hinter den typischen Verkehrsnadelöhren.schwarzwaelderski schrieb:Zu Balderschwang:
Das ist ein Äpfel-Birnen-Vergleich. Die leben zum größten Teil vom Einzugsgebiet. Pitztal und Sölden sind Urlaubsorte.
Wochenend-/Feierabendskifahrer bringen viel weniger Geld in die Kassen.
??? ...erkläre mir das bitte wie Du das meinst?!schwarzwaelderski schrieb:Der Demographische Wandel verstärkt diesen Druck.
Ja - das wird umso problematischer, wenn Pitz/Sölden zusammengehen. Aber der Kaunertaler gehört ja zu 79% zum Pitz, liegt also in derer eigenen Verantwortung. Die Südtitroler haben nicht hinreichend Interesse an der Verbindung. Das wurde im entsprechenden Topic bereits diskutiert. Ich war in diesem Fall nicht gegen die Bahn, aber ein Kollege hier im Forum hat sehr zutreffend argumentiert, das weite Teile des Pinzgaus kein Interesse am Kaunertaler haben, weil die mit dem Schnalstal und Sulden gut/besser bedient sind.schwarzwaelderski schrieb:Beobachte das einfach mal am Kaunertaler in den nächsten Jahren. Der Zusammenschluss wird dort nämlich nicht kommen.
manitou schrieb:Nun zu Sölden/Stubai/Pitz:
Es gibt zwei grundverschiedene Interessenssphären: Herbergen/gastro/Einzelhandel und das Skigebiet selbst. Beide bedingen jedoch einander und müssen gleichermaßen profitieren, wenn ein Ort gut da stehen will. Das ist in Sölden sehr der Fall, weil die intern ein optimales Netz gesponnen haben.
Eine Verbindung zum Stubaier würde Herbergen etwas besser auslasten, aber dem Söldener Skigebiet nichts bringen, weil sich durch eine Stubai-Verbindung kaum ein Drehkreuz mehr dreht in Sölden. Das ist z.B. bei Saalbach/Leo/Fieb ganz anders.
Deshalb wird es m.E. nie eine Verbindung zum Stubaier geben. Dem Stubaital insgesamt würde es auch nichts bringen - da ein Stubaier Gast nicht auch vom Söldener Skigebiet profitieren kann. So schadet es eher den Herbergen im Stubaital. Nutznießer wäre nur der Stubaier-Gletscher selbst.
Sölden würde nicht vom Stubaier - aber erheblich vom Pitz profitieren, weil sie so zu einem der größten Gletscherskigebiete mit der besten lokalen touristischen Infrastruktur aller Gletscherskigebiete wachsen würden. Kein anderer Ort direkt an einem Gletscher in A kann da mithalten. Söden gelangt dann zu einem Status, der in Richtung Zermatt schielt, wenn man die beiden Orte auch nicht vergleichen kann, da Zermatt mit Matterhorn, den Zahnradbahnen und dem Clacier-Express Image touristisch eine Liga für sich darstellt.
Nicht wenige Herbergen im Pitztal betrachten Pitz/Sölden folglich sehr kritisch und haben Angst ihre Gäste nach Sölden zu verlieren, wenn die Verbindung kommen sollte. Der Pitztaler Skigebietsbetreiber sieht das natürlich anders, denn bei ihm gäbe es massiven Zulauf aus Sölden - er propagiert daher einen Zuwachs für die Pitztaler Herbergen.
Ich bin da allerdings skeptisch, denn wer bucht im Pitztal, um auch in Sölden Skifahren zu können?! Kaum jemand - zumal im Pitztal keine Herberge direkten Seilbahnanschluss nach Sölden hat, während man in Sölden umgekehrt direkt im Ort zum Pitz und zurück starten kann. Ich glaube, dass sich fürs Pitztal Vor/Nachteile im besten Fall gegenseitig aufheben. Wenn es einen Vorteil gbt, dann im Herbst in der Gletscher-Hauptsaison und auch nur für die Herbergen, die recht nahe am Gletscher dran sind - es ginge zu Lasten von anderen Gletschern. Zu allen anderen Jahreszeiten würde es sich nicht positiv auf das Pitztal insgesamt auswirken.
Die Söldener/Ötztaler sind verdammt clever - die haben schon so viel im Tal geleistet und wissen sich gut zu positionieren, deshalb wollen sie den Zusammenschluss mit dem Pitz weil er ihnen deutliche Vorteile bringt. An einer Verbindung zum Stubaier haben die aus vorgenannten Gründen volkswirtschaftlich jedoch kein Interesse.
Andere Orte laufen Gefahr durch Sölden/Pitz zugunsten von Sölden leicht zu verlieren, vom Stuaier bis zum Arlberg, denn kein anderer in Westtirol kann mit den Gletschern dann ein solch gutes kompaktes Angebot in einem Ort von Okt-Mai liefern wie Sölden. Da geraten selbst die Zillertaler ins hintertreffen, denn dort muss man mit dem Auto fahren um zum Gletscher zu kommen.
Deshalb bin ich gegen weitere Zusammenschlüsse der/mit Großen!
Es bringt die Kleinen insgesamt zusätzlich in Not und man sieht es derzeit z.B. am verzweifelten Bemühen von Balderschwang/Grasgehren. Auch Kappl will zum Arlberg. Nützt das wirklich Kappl? Vielleicht etwas, aber wer ein großes Skigebiet haben will, der bucht doch eher gleich St. Anton oder Ischgl - und nicht Kappl. Nur im Wettbewerb zu den Orten im eigenen Tal bringt es Kappl ein paar Vorteile, vorwiegend zu Lasten von See. Ischgl wird das nicht jucken, denn Ischgl ist Ischgl - aber Ischgl wird es jucken, wenn Sölden/Pitz zusammengehen - und den Arlberg auch. SFL hat sich da als Familiendestination schon wieder anders positioniert und das ist gut so! Die wird es weniger jucken.
Die Situation Fieb/Leo/Saal ist unter den letzten Zusammenschlüssen eine Ausnahme. Tatsächlich wertet dies die beiden Kleinen enorm auf, weil sie sich nun von den anderen kleinen Mitbewerbern absetzen können. All das richtet sich aber in erster Linie gegen die lokalen kleinen Mitbewerber wie St. Johann/T, Lofer, Waidring, Kössen oder Mariazell, weil Fieb/Leo nun am Image der ganz Großen mit dran hängen. In diesem Konglomerat fehlt nur noch die Verbindung zur Schmitten, die ja seit ewig immer wieder diskutiert wird.
Fazit: Ich sehe den Irrsinn in den Köpfen der Leute (Gäste) nach Gigantomanie insbesondere hier im Forum immer wieder. Fragt einer hier nach einem Tipp für ein Skigebiet, drehen sich die Diskussionen vorwiegend um die üblichen Großen - und fragt mal ein Vernünftiger nach dem Vergleich verschiedener kleinerer Alternativen, werden gleich von mehreren die Großen zusätzlich eingeworfen.
Dadurch setzt sich vor allem Eines psychologisch in den Köpfen fest. Im Vergleich der Skigebiete wird eine vermeintliche Rangordnung der Attraktivität festgelegt und ein Ort mit der größten Angebotsvielfalt egal für welche Situation ist in den Köpfen der Leute dann einer der Top10-Skiorte. So funktioniert das Prinzip der psychologischen Marketingmanipulation. Dabei nutzen die meisten nur einen Bruchteil des Geamtangebotes - aber es wird erwartet, das es da ist!
Ich meine, dass wir uns psychologisch von diesem Gigantomanie-Irrssinn befreien müssen, welcher unser Denken immer stärker beeinflusst auf allen Ebenen. Kurz: Wir sollten umkehren und etwas genügsamer werden.
Die allerwenigsten können die km der Zusammenschlüsse abfahren. Ich schaffe z.b. als Genussskifahrer nicht an einem Tag von Warth die ganze Runde bis Zürs und zurück. Ich kann lediglich ein paar Runden auch in Lech drehen. Aber für einen Tagestripp reichen die 26 Pisten km in Warth den meisten Skifahrern völlig aus.
Gleiches gilt für jemanden der in St. Anton richtung Lech starten will. Das gelingt nur ganz wenigen km-Fressern hier im Forum. Was soll also die Verbindung?!
Deshalb habe ich mit Ironie aufgezeigt, wo Starli (welcher zumindest in seiner Fantasie massiv von diesem Virus befallen scheint) geholfen werden kann - (bitte nicht persönlich nehmen) es sind viele hier im Forum befallen - es ist die Frage ober jeder nur noch seinen eigenem Vorteil und Erwartungen nachgeht oder auch noch zugunsten eines Gemeinwohl nachdenkt?!
Das geht immer mehr verloren - und deshalb ist der Titel von Harrad Leschs letzten Buch "Die Menschheit schafft sich selbst ab" sehr treffend. Dort geht es nicht nur ums Klima, sondern um diesen Irrsinn insgesamt. Soziologen kritisieren dieses Phänomen als Fun-hedonistische oder narzisstische Gesellschaft. Insbesondere die Generationen X+Y sind davon betroffen und jene stellt auch die Mehrheit hier im Forum.
Das ist ein Teufelskreis... er hätte im Skitourismus eigentlich schon vor 20 Jahren gar nicht erst erlaubt werden dürfen, aber nun bekommen wir die Büchse der Pandorra nicht mehr zu - wir haben einen ziemlich brutalen Verdrängungswettbewerb, weil es keinen Wachstum im Skitourismus insgesamt mehr geben kann.
Hugh - das war ein etwas längerer Beitrag des Philosophen Manitou.
manitou schrieb:Unnötig sind Verbindungen wie Arosa/Lenz, Zürs/St.C.
Sie existiert in Deinem viel gelobten Sölden aber noch nicht. Ob es eine Idee ist, das interessiert mich nicht. Ohne ist und bleibt Sölden ein Winterskigebiet.Was glaubst Du, wie schnell eine Bahn vom Gaislachkogel zum Gletscher gebaut wird, wenn Sölden/Pitz verbunden werden.
Was bitte in der Welt macht Sölden dann attraktiver im Herbst als Hintertux?aber bislang nicht unbedingt notwendig für die paar Leute im Frühherbst.
Na sowas... Ich dachte Sölden hätte den am besten erreichbaren Gletscher.Sölden hat nämlich im Früherbst ein viel zuviel an leerstehenden Betten (weil Du dort ja auch nicht buchst) - ganz im Gegensatz zum Pitztal, wo der Okt. mit Weihnachten, Fasching/Ostern zu den Top-Monaten zählt.
Genau der sprach in einem Interview über den demographischen Wandel. Die "neuen Europäer" fahren kein Ski.J. Falkner ist einer der fähigsten Tourismusmanager.
Wie bitte?Verstehe nicht, was Du damit sagen willst?! Jedes Skigebiet am Alpennordrand ist erheblich stärker von Tagesgästen frequentiert als die Skigebiete hinter den typischen Verkehrsnadelöhren.
Balderschwang leidet übrigens unter Mellau/D, da nun weniger Urlaubsgäste aus dem Wäldle kommen.
Die Kleinen - ob See... oder Grasgehren leiden alle unter dem Domino-Irrsinn.
Letztere können nicht in Neuerungen investieren ohne mehr Besucher zu bekommen. Also lässt man den Laden entweder bis zum LSAP auslaufen - oder man muss versuchen, mit enormen Aufwand den Größeren/Großen wieder ein paar Besucher wegzunehmen durch die verbindung mit Balderschwang. Ob sich das letztendlich rechnet ist eine andere Frage und Umweltschützer haben nicht ganz unrecht, wenn sie diesen Investitionsirrsinn kritisieren.
Umweltschützer richten ihren massiven Widerstand jedoch heute an die falschen - sie haben damals zu lange geschlafen, als der Irrsinn begann!
Nun stempeln sie mit Sudelfeld/Grasgehren die zu Buhmännern die gar nichts dafür können, sondern ums nackte Überleben kämpfen und sich so lange es ging, mit ihrer Zurückhaltung ziemlich konform gegenüber dem Umweltschutz verhalten haben.
Nachdem Bolsterlang und GO investiert haben, fahren zunehmend weniger Leute hoch nach Grasgehren. Bolsterlang/Go/Oberjoch mussten nachziehen gegenüber Oberstdorf/Kwt und letztere mussten aufrüsten, weil sie andernfalls den Winteranschluss an die ganz Großen verlieren. Oberstdorf wächst übrigens im Sommer, verliert hingegen WinterÜ. Die Bergbahnen gehören aber in erheblichem Maß dem Kwt - und die sind auf Winter stärker angewiesen, also muss investiert werden, damit das Kwt seine Top10-Position halten kann. Im Winter sind O-dorf/Kwt nämlich schon vor längerer Zeit mit ihren mittelgroßen Skigebieten rausgeflogen aus den Top15 gegen das Wettrüsten in A.
Das Ranking wird jedes Jahr anhand eines komplexen Kriterienkatalogs ermittelt: Mehr Infos bei Interesse hier:
Kriterien: https://www.bak-economics.com/fileadmin ... ing_de.pdf
Ranking 2015: https://www.bak-economics.com/fileadmin ... 016_de.pdf
Das wird touristisch nie eintreten! Wie auch Schwarzwaldski richtig erkannt hat, würden die Hoteliers im Stubaital auf die Barrikaden gehen, weil die Gäste dann nicht Stubai - sondern Sölden buchen würden, da es über die zentrale Lage verfügt. Wer fährt im Jan./Feb. über den Stubaier rüber zum Pitz - und wie will er "in time" wieder zurückkommen?! Das schaffen vielleicht ein paar km-fresser - aber das wars denn auch. Der Zeitaufwand ist viel zu hoch und die meisten Leute sind Genußskifahrer.j-d-s schrieb:Das stimmt nicht. Sölden würde stark dadurch profitieren, dass die Stubaier Gäste auch bis zum "Ende" des Skigebiets am Tiefenbach bzw. am Pitztaler fahren will, Sölden wird also Durchgangsweg, den jeder fahren muss.
Die Stubaier wiederum würden massiv davon profitieren, dass das Gros aller Tagesgäste bei ihnen starten dürfte, weil Sölden und Pitz weiter weg sind.
Definitv falsch - das Problem vom Pitz wie von jedem Gletscher im Hochwinter ist mehrheitlich, dass es da oben vielfach zu kalt ist (auch wenn sich das zunehmend ändert) - und wer quert erst einen Gletscher um in wärmere Gefilde zu gelangen - die meisten Leute buchen im Hochwinter daher am liebsten Skigebiete zwischen 1500-2500m.j-d-s schrieb:Diese Annahme, Pitz würde verlieren, entbehrt jeglicher Grundlage. Der Pitztaler Gletscher ist im Winter (also Kernsaison Weihnachten-Ostern) ziemlich wenig ausgelastet, weil er eben zu klein ist, um große Massen anzulocken.
Siehe dazu meine letzte Post...j-d-s schrieb:Ferner ist es auch so, dass in Sölden der eigentliche Gletscher ja im Herbst und Frühling auch nur über die Gletscherstraße erreichbar ist.
Die Schweizer haben seit 2008 in erster Linie ein ganz anderes Problem, warum denen die Gäste wegbleiben, nämlich der zu starke CHF in Folge der Finanzkrise. Diese ist dem gleichen Irrsinn auf anderer Ebene geschuldet. siehe meine letzte Post... Die Probleme dort sind ja erst in den letzten 10 Jahren zunehmend so stark geworden.j-d-s schrieb:Ich sehe schon, es passt dir einfach nicht, dass den allermeisten Skifahrern große Gebiete lieber sind als kleine. Das ist aber nunmal Fakt und daher ist es eher so, dass die kleinen sich entweder verbinden oder früher oder später LSAP sind. Schau doch einfach mal nach Gstaad, oder Andermatt (Hospental), oder Davos, wo man sich beharrlich weigert die Teilgebiete zu verbinden und deswegen die kleinen Teilgebiete geschlossen werden mussten oder bald müssen.
Das ist eine Milchmädchenrechnung. Wo sollen denn die vielen weiteren Skifahrer herkommen, damit dann alle als supergroße Skigebiete exitieren können?! Stell mir mal bitte ein plausibles Rechenmodell auf!j-d-s schrieb:Ich halte es für besser, wenn sich die kleinen Verbinden und so zu großen, wirtschaftlich überlebensfähigen Skigebieten werden, weil so das Skiterrain erhalten bleibt und verloren geht wie bei deinem Konzept.
j-d-s schrieb:In diesem Absatz bestätigst du doch nur, dass du schlichtweg nicht die Realität sehen willst bzw. die Realität eine andere ist als dein Wunsch.
Übrigens sind Konzepte wie Wachstumsrücknahme und die Behauptung, der Standpunkt von Menschen sei das Problem, bekanntermaßen weitgehend wenig verbreitet, weil offensichtlich schädlich. Das funktioniert nur in autoritären/sozialistischen Systemen, wo den Menschen vorgeschrieben wird, was sie zu Denken haben.
Du kannst es eine Ideologie nennen - das verletzt mich nicht, denn als Philosoph, der alle Theorien durchgearbeitet hat, weiss ich, dass letztlich alles was wir von uns geben - also auch Eure Einstellungen - als Ideologie bezeichnet werden kann.j-d-s schrieb:Nur weil du dir aber die Welt anders wünscht als sie ist, bleibt es bei den harten Fakten, dass nämlich der Großteil der Skifahrer nur in große Skigebiete fahren will, weil es in kleinen zu schnell langweilig wird.
Daher sind Skigebietsverbindungen sinnvoll und notwendig, sie werden von den Gästen gewünscht, und ohne sie gehen die kleinen Gebiete pleite, wenn sie sich nicht verbinden.
Insgesamt würde ich also festhalten, dass deine Ausführungen zu dem Thema von deiner Ideologie geprägt sind und wenig mit der Realität zu tun haben.
Bevor die Schweiz den Euro einführt, tritt die Türkei der EU bei. (Ich merke gerade, das stimmt ja sogar wirklich)Daher müssen die Schweizer erst einmal Ihr Währungproblem in den Griff bekommen, d.h. die Grunddebatte, ob man den CHF weiterhin zugunsten einer internationalen Finanzlobby so stark lassen will, obwohl seine Stärke nicht dem Bruttoinlandprodukt gerecht wird. Vorher kann man da vielfach gar keine sinnvollen und nachhaltigen Investitionen kalkulieren, denn solange die CH zuteuer ist, fahren die Leute nach A.
Absolut! Genau das ist der Punkt. Und hier spielt mehr der demographische Wandel eine Rolle, als der Klimawandel. Und deshalb wollen die Skigebiete größer werden, indem sie zusammenwachsen, um genau dieses Elend nicht erfahren zu müssen. Wenn die Nachfrage zurück geht, dann wird sich die bleibende Kundschaft auf das bessere Angebot (die größeren Gebiete) verteilen. Die Marktwirtschaft lebt davon, dass alle Aktere Arschlöcher sind.Nichts desto trotz wird die Branche auf Dauer gesundschrumpfen und das wird unweigerlich nicht ohne LSAP abgehen. Das werden sowieso die Kleinen ausbaden - aber man die Großen müssen die nicht unbedingt auch noch ins Grab treten, indem sie ihre Kuchenanteile erweitern wollen.
schwarzwaelderski schrieb:Erstmal: Pitz ist zu klein für den Hochwinter. Wenn es um die Höhe ginge, dann hätte Ischgl ebenso ein "Problem".
Bevor die Schweiz den Euro einführt, tritt die Türkei der EU bei. (Ich merke gerade, das stimmt ja sogar wirklich)Daher müssen die Schweizer erst einmal Ihr Währungproblem in den Griff bekommen, d.h. die Grunddebatte, ob man den CHF weiterhin zugunsten einer internationalen Finanzlobby so stark lassen will, obwohl seine Stärke nicht dem Bruttoinlandprodukt gerecht wird. Vorher kann man da vielfach gar keine sinnvollen und nachhaltigen Investitionen kalkulieren, denn solange die CH zuteuer ist, fahren die Leute nach A.
Preisunterschiede zu A sind mittlerweile nur noch Einbildung. Bei den Liftkarten wird eher umgekehrt ein Schuh draus.
Absolut! Genau das ist der Punkt. Und hier spielt mehr der demographische Wandel eine Rolle, als der Klimawandel. Und deshalb wollen die Skigebiete größer werden, indem sie zusammenwachsen, um genau dieses Elend nicht erfahren zu müssen. Wenn die Nachfrage zurück geht, dann wird sich die bleibende Kundschaft auf das bessere Angebot (die größeren Gebiete) verteilen. Die Marktwirtschaft lebt davon, dass alle Aktere Arschlöcher sind.Nichts desto trotz wird die Branche auf Dauer gesundschrumpfen und das wird unweigerlich nicht ohne LSAP abgehen. Das werden sowieso die Kleinen ausbaden - aber man die Großen müssen die nicht unbedingt auch noch ins Grab treten, indem sie ihre Kuchenanteile erweitern wollen.
Und jetzt die Frage: See mit SFL verbinden oder LSAP, was ist Dir lieber?
Du hast uns noch gar nicht mitgeteilt, wo Du skifahren gehst.Da bin ich mal gespannt.
Ich finde es auch seltsam, dass Du in einem anderen Topic diverse Großskigebiete empfiehlst.
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=7&t=59112&p=5152398#p5152398
Wir verwenden essentielle Cookies, damit diese Website funktioniert, und optionale Cookies, um den Komfort bei der Nutzung zu verbessern.
Siehe weitere Informationen und konfiguriere deine Einstellungen