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Traum oder Wirklichkeit - Bahnverbindung Engadin-Vinschgau

snowflat

Teammitglied
2005 wurde die Vinschgerbahn eröffnet, sehr erfolgreich unterwegs träumt man nun von einer Verlängerung ab Mals ins Engadin. Derzeit existieren fünf Varianten, z.B. Mals <=> Scuol (45 km, 23 davon in Tunneln) mit 8,5 Jahren Bauzeit und 600 Mio. € die günstigste oder Mals <=> S-chanf (77 km, 43 km in Tunnels) mit 12 Jahren Bauzeit und 1 Mrd. € die teuerste.

Sehr ausführlicher Artikel ist im Vinschger erschienen: http://www.dervinschger.it/artikel.phtml?id_artikel=12403&seite=1
 
Naja Italien und Eisenbahn. Das wiederspricht sich schon im gleichen Wort. :lol: Zum Glück gehört die Strecke jetzt Südtirol. Ein wunder, dass man ber der SF nicht gleich nach der Stillegung alle Gleise rausgerissen hat. Der Preis dunkt mich jetzt nicht mal so hoch wenn man bedenkt was für Summen der Staat momentan mit Pflästerchen verschleudert. Allerdings hätte man beim Wiederaufbau die 60km Strecke gleich auf Meterspur umspuren sollen. Man denke mal, durchgehende Züge von Meran nach Zermatt!! :love: in 10h Panoramafahrt quer durch die Alpen vom Sonnigen Südtirol, zum ewigen Eis.
 
Eine Verbindung rauf nach Landeck wäre auch interessant und war schon einmal angedacht, im Krieg sogar im Bau. Der Tunnel von Landeck in die Flieserau ist nahezu fertig!

MFG Dachstein
 
Dachstein schrieb:
Eine Verbindung rauf nach Landeck wäre auch interessant und war schon einmal angedacht, im Krieg sogar im Bau. Der Tunnel von Landeck in die Flieserau ist nahezu fertig!

MFG Dachstein

Und am Bahnhof Scuol wurde um sicher 200 m das Geleise Talabwärts verlängert. Heute dient es als Abstellgleis und wird "Tirolerstumpen" genannt.

Auch der Anschluss Chiavenna-St. Moritz war bereits ausgesteckt und der Bau war beschlossene Sache. Wenige Tage später brach der Krieg aus.

Mit dem Anschluss Chiavenna-St.Moritz (St. Moritz-Scuol, bestehend) und Scuol-Landeck wären sich die die Städten Mailand und Innsbruck um Welten näher gekommen. Das Engadin wäre zu einer wichtigen Transitachse geworden.
 
Ich stell es mir grad vor, mit einer Ge 6/6 I von Landeck nach Chiavenna. Schön wärs!

MFG Dachstein
 
Ja, der Krieg hat viele Pläne vereitelt. Die bereits erwähnten Strecken nach Landeck und Chiavenna waren bereits bewilligt und konzessioniert! Dachsteins Traum teile ich, es wäre wirklich schön gewesen.

Aber auch die Projekte für eine Verbindung nach Mals sind alles andere als ein neuer Hut! Als um 1910 herum die Unterengadiner Strecke der Rhätischen Bahn nach Scoul gebaut wurde, entstanden auch sehr konkrete Pläne für eine Ofenpassbahn mit Anschluss an die Vinschgerbahn. Richtig, die gab es damals bereits, denn 2005 wurde die Bahn genauer gesagt wiedereröffnet, nachdem sie einige Jahre stillgelegt war. Auch sie ist, wie bereits erwähnt wurde, ein Fragment eines viel grösseren Planes.
 
Hab mich auch schon oft gefragt, warum man in Mals stehen geblieben ist....
Eines meiner Ziele diesen Sommer ist auch mal ein Wochenende im Vinschgau. Incl. Bahnfahrt von Meran nach Mals, da die Strecke absolut Traumhaft aussieht.

Bei den Erweiterungen bin ich optimistisch. Sobald der Spritpreis ab spätestens Herbst wieder massiv ansteigt, wird der Ruf nach dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wieder laut werden....
 
es wird demnächst (heuer) wieder eine projektierungsgruppe geben, die sich mit einer eisenbahnstrecke zwischen landeck und graubünden befassen wird.
 
ATV schrieb:
Naja Italien und Eisenbahn. Das wiederspricht sich schon im gleichen Wort. :lol: Zum Glück gehört die Strecke jetzt Südtirol. Ein wunder, dass man ber der SF nicht gleich nach der Stillegung alle Gleise rausgerissen hat. Der Preis dunkt mich jetzt nicht mal so hoch wenn man bedenkt was für Summen der Staat momentan mit Pflästerchen verschleudert. Allerdings hätte man beim Wiederaufbau die 60km Strecke gleich auf Meterspur umspuren sollen. Man denke mal, durchgehende Züge von Meran nach Zermatt!! :love: in 10h Panoramafahrt quer durch die Alpen vom Sonnigen Südtirol, zum ewigen Eis.

Ich weiß zwar nicht ob du Deutscher bist, aber wenn dann kann ich dir nur sagen dass man lieber auf unsere eigenen Probleme schauen sollte. Die DB ist eine kata! Die Bahn in Italien ist von den Preisen auch deutlich fairer und meiner Meinung nach besser geregelt.

Was die anderen Anbindungen angeht, also eine Verbindung Scuol-Landeck wär ja ein TRAUM!!!! Nach Süden hin wärs mir egal, sollen die Italiener fragen.
 
ATV schrieb:
Allerdings hätte man beim Wiederaufbau die 60km Strecke gleich auf Meterspur umspuren sollen. Man denke mal, durchgehende Züge von Meran nach Zermatt!! :love: in 10h Panoramafahrt quer durch die Alpen vom Sonnigen Südtirol, zum ewigen Eis.
Damit das Sinn macht, hätte man die Strecke aber auch noch mit dem AC 11'500 V, 16 2/3 Hz elektrifizieren müssen. Dazu kommen noch neue Signale gemäss RhB-Norm. Glaube nicht, dass Südtirol zu so grossen Zugeständnissen nur aufgrund einer Idee bereit gewesen wäre.
 
Wo ist das Problem? In Disentis spannt man auch die Lok gegen Zahnradlok um. Dann kann man in Schuls oder Mals eine Diesellok vorspannen und ein Italienischer Lokführer übernimmt. Zudem hat ja die RhB auch noch die Zweistromloks Gem 4/4, mit denen kann man auch ohne Oberleitung fahren. Vielleicht 2 neue bestellen mit AC und Diesel anstelle der DC und Diesel für die Berninabahn. Die FO hat auch welche aber nur Diesel. Zudem dürfte die elektrifizierung im Gegensatz zum restlichen Neubau eher eine Peenut sein und sollte bei Bahnrenovationen sowieso schon längts EU Standart und Vorgeschrieben sein für eine Konzessionsverlängerung!
 
Der Lokwechsel dürfte im gegensatz zum laueribetrieb der MutterGottesBahn und deren horenden Verspätungen immer, nicht all zu fest ins Gewicht fallen. :lol: Übrigens stand auch schon eine Schmalspurverbindung Zweisimmen-Spiez-Interlaken zur Diskusion sowie einen Tunnel von Oberwald nach Innerkirchen. Durchgehende Züge von Meran nach Montreux oder sogar Vevey und Bulle it einer Verbindungsstrecke am Genfersee nach Nyon und St-Cergue–Morez :lol:
Aber das gehörts ins Utopietopic!
 
Klosterwappen schrieb:
Nur zur Klarstellung:
Im 1. Weltkrieg!

Auch im Zweiten Weltkrieg wurde an besagter Bahnlinie gearbeitet.

Den Lokwechsel kann man sich eh sparen, man lässt ganz einfach die Fahrgäste von einem Zug in den anderen umsteigen. Warum diese Lösung? Ganz einfach: die Idee, in einem Zug von Meran nach Zermatt zu kommen, ist utopisch. Denn die Vinschgaubahn hat 1453 mm, die RhB und Konsorten haben Meterspur!
Es gab zwar mal das Projekt von Fahrzeugen, die für beiden Spurweiten geeignet sind (nachzulesen im Buch 100 Jahre RhB), von der Idee wurde jedoch wieder Abstand genommen.

MFG Dachstein
 
Im Dritten Reich wurde eine "Fernbahn" vom Allgäu nach Bozen via Reschenpass geplant. Der Vorschlag kam auch mal in den 90ern als Alternative zum Brenner-Basistunnel auf, jedoch soweit ich mich erinnern kann von irgendeinem Ingenieurbüro, nicht von den Bahnen.

Eine Bahn Engadin - Vinschgau hätte schon was sehr reizvolles, dann noch ein Abzweig nach Landeck... fürchte aber dass das utopie bleibt, schließlich sind die Täler ja per Straße verbunden, und solche Summen nur für die Verbindung von ein paar Bergdörfern mit höchst zweifelhaftem transporttechnischen Wert... Heutzutage gibt's das nicht mehr.

Im übrigen, warum dann nicht einfach ein Dreischienengleis im Vinschgau legen, dann kann man wirklich touristische Fernzüge Richtung Wallis schicken.
 
Es gab zwar mal das Projekt von Fahrzeugen, die für beiden Spurweiten geeignet sind (nachzulesen im Buch 100 Jahre RhB), von der Idee wurde jedoch wieder Abstand genommen.
Wobei diese Idee gar nicht mehr so unrealistisch ist.
Da eine 3. Schiene zwischen Zweisimmen und Interlaken vermutlich eine Utopie bleiben wird, prüft die MOB auch die Variante von umspurbarem Rollmaterial. Also da könnte sich dann die RhB bei der Bestellung anschliessen.
 
^^
Gibt es schon längst.
Die RENFE (span. Bahngesellschaft) hat Talgozüge, die zwischen Spanien und Frankreich umgespurt werden (Iberische Breitspur - Normalspur). Außerdem gibt es auch innerspanische Talgos die sowohl auf dem normalspurigen Hochgeschwindigkeitsnetz als auch dem breitspurigen normalen Netz fahren. Bei konventionellen Zügen müssen an der Grenze die Radkästen getauscht werden. Allerdings sind die Umspuranlagen ein bisschen aufwändiger und -Hauptproblem bei schmalspurigen Bahnen- muss das Lichtraumprofil beachtet werden. Stellt Euch mal meterspurige Wagen an einem normalen Bahnsteig vor, das würde schon sehr verloren aussehen. Die Alternative wären Gliederzüge mit sehr kurzen (und dafür breiteren) Wagenkästen (ähnlich Talgo oder S-Bahn Kopenhagen).

Trotzdem halte ich sowas für wenig praktikabel, bevor ich riesige Investitionen in neues Wagenmaterial & Lokomotiven & Umspuranlagen tätige lege ich auf den paar Kilometern lieber ein drittes Gleis.
 
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