• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Trinkgeld geben oder nicht?

judyclt

Mt. Vinson (6100m)
Registriert
01. Apr. 2009
Beiträge
6.302
Reaktionspunkte
1.597
Da ist was dran. Deswegen gebe ich auch lieber mal dem Müllmann (der auch noch die Kinder bespaßt) was in die Hand und den Putzfrauen sowieso.
Leider lässt sich die Liste der Ungleichheit noch lange fortsetzen. Perspektivwechsel helfen da ungemein. Baue gerade eine PV-Anlage selbst aufs Dach. Wenn ich so überlege, für welchen Hungerlohn die Rumänen beim Nachbarn das machen müssen. Echter Knochenjob. Andere chillen beim Job und bekommen das x-Fache.
 
j-d-s schrieb:
Vergleichbar ist es übrigens mit Trinkgeld. Das sollte man prinzipiell nicht bezahlen, denn ich bekomme bei meiner Arbeit auch nicht einfach so Geld geschenkt. Dazu ist es grob unfair, weil es nicht versteuert werden muss, aber bspw. Angestellte mit noch mieseren, schlechter bezahlten Jobs (Paketboten, Putzfrauen, Müllmänner, Pflegekräfte etc.) bekommen keine Geschenke zusätzlich zu ihrem Lohn und auch keinen Anteil ihres Lohnes steuer- und sozialabgabenfrei, während Trinkgelder trotz ihrer faktischen Wirkung als Lohnerhöhung so behandelt werden.

Wenn du dich wirklich für gerechtere Bezahlung von Paketboten, Putzfrauen, Müllmänner und Pflegekräfte etc, interessieren würdest: Da gibt es bestimmt Möglichkeiten, die jenen Berufsgruppen mehr helfen würde als der Verzicht, Bedienungen in Gaststätten kein Trinkgeld zu geben.
 
ThomasZ schrieb:
j-d-s schrieb:
Intelligente und sparsame Menschen


Du disqualifizierst wieder alle die anders denken als du als dumm. Was gibt dir das Recht, dich so über andere zu erheben. Vielleicht bist du auch nicht sparsam, sondern einfach nur geizig.

Nein, wer sparsam ist und dabei intelligent vorgeht, handelt nunmal so. Freigiebige Menschen mögen nicht minder intelligent sein, aber sparsam ist man nicht, wenn man Trinkgeld zahlt oder Getränke in Restaurants bestellt.

Martin_D schrieb:
j-d-s schrieb:
Vergleichbar ist es übrigens mit Trinkgeld. Das sollte man prinzipiell nicht bezahlen, denn ich bekomme bei meiner Arbeit auch nicht einfach so Geld geschenkt. Dazu ist es grob unfair, weil es nicht versteuert werden muss, aber bspw. Angestellte mit noch mieseren, schlechter bezahlten Jobs (Paketboten, Putzfrauen, Müllmänner, Pflegekräfte etc.) bekommen keine Geschenke zusätzlich zu ihrem Lohn und auch keinen Anteil ihres Lohnes steuer- und sozialabgabenfrei, während Trinkgelder trotz ihrer faktischen Wirkung als Lohnerhöhung so behandelt werden.

Wenn du dich wirklich für gerechtere Bezahlung von Paketboten, Putzfrauen, Müllmänner und Pflegekräfte etc, interessieren würdest: Da gibt es bestimmt Möglichkeiten, die jenen Berufsgruppen mehr helfen würde als der Verzicht, Bedienungen in Gaststätten kein Trinkgeld zu geben.

Nun, doch, weil beim Trinkgeld trotz seiner faktischen Einkommenswirkung weder Sozialabgaben noch Steuern gezahlt werden. Und wovon werden Alten- und Krankenpfleger bezahlt? Richtig, mit den Beiträgen zu Kranken- und Pflegeversicherung.

Im Endeffekt ist das legale Steuerhinterziehung auf Kosten der Allgemeinheit, denn wenn der Staat von Kellnern weniger Steuern einnimmt, muss er woanders mehr einnehmen.

Freilich ist aber auch ein Punkt, dass Kellner in keinster Weise einen solch wichtigen oder schweren Job machen, dass es gerechtfertigt wäre, sie zu übervorteilen.
 
Und wenn man denkt es geht nicht schlimmer, kommt der j-d-s daher... Kellner machen keine schwere Arbeit, aha. 8O :roll:
 
br403 schrieb:
Und wenn man denkt es geht nicht schlimmer, kommt der j-d-s daher... Kellner machen keine schwere Arbeit, aha. 8O :roll:
Bei manchen Gästen müsste das Servicepersonal "Schmerzensgeld" bekommen :roll:
 
icedtea schrieb:
br403 schrieb:
Und wenn man denkt es geht nicht schlimmer, kommt der j-d-s daher... Kellner machen keine schwere Arbeit, aha. 8O :roll:
Bei manchen Gästen müsste das Servicepersonal "Schmerzensgeld" bekommen :roll:

wen jds daherkommt sollte man das eigentlich zur Pflicht machen
 
Wundert mich eigentlich, dass jemand, der behauptet, sparsam zu sein, überhaupt in ein Restaurant geht...
 
GIFWilli59 schrieb:
Wundert mich eigentlich, dass jemand, der behauptet, sparsam zu sein, überhaupt in ein Restaurant geht...

also ich behaupte sparsam zu sein und war in meinem letzten Urlaub geschaetzt 1.3 mal pro Tag in einem Restaurant. Was passt da fuer dich nicht?
 
icedtea schrieb:
br403 schrieb:
Und wenn man denkt es geht nicht schlimmer, kommt der j-d-s daher... Kellner machen keine schwere Arbeit, aha. 8O :roll:
Bei manchen Gästen müsste das Servicepersonal "Schmerzensgeld" bekommen :roll:
Ist bei uns grad das grosse Thema:
https://www.blick.ch/schweiz/bern/blick-tv-beim-oeschinensee-be-angestellte-packt-ueber-beleidigungen-der-gaeste-aus-id18622172.html
oder
https://amp.20min.ch/story/hoechster-hotelier-alarmiert-braucht-die-schweiz-regeln-fuer-ruepel-touristen-416733909289
etc.

Bei „sparsam und intelligent“ musste ich auch laut prusten :lol: Ich nenne sowas schlicht „geizig“.
 
j-d-s schrieb:
...weil beim Trinkgeld trotz seiner faktischen Einkommenswirkung weder Sozialabgaben noch Steuern gezahlt werden. Und wovon werden Alten- und Krankenpfleger bezahlt? Richtig, mit den Beiträgen zu Kranken- und Pflegeversicherung.

Bei aller Heiterkeit hier:
Ich freue mich im Falle eines Falles eher über qualifiziertes Pflegepersonal als über einen Kellner. Allerdings befürchte ich, dass das Trinkgeld die Pflegeprobleme zumindest in D nicht lösen wird.
 
Wenn Deutschland seine Pflegeprobleme lösen wollte, müssten sie mal alle Deutschen Fachkräfte, die in der Schweiz arbeiten, zurückholen. Und dafür reicht das Trinkgeld bei weitem nicht. Nur hätten wir in der Schweiz dann ein noch grösseres, unlösbares Problem. Spitäler müssten reihenweise schliessen.

PS: Ich bekomme von meinen Fluggästen auch regelmässig Trinkgeld. Ab sofort habe ich nun ein schlechtes Gewissen wegen Steuerbetrug und weil ich Geld fürs Rumsitzen erhalte. ;-)
 
ski-chrigel schrieb:
icedtea schrieb:
br403 schrieb:
Und wenn man denkt es geht nicht schlimmer, kommt der j-d-s daher... Kellner machen keine schwere Arbeit, aha. 8O :roll:
Bei manchen Gästen müsste das Servicepersonal "Schmerzensgeld" bekommen :roll:
Ist bei uns grad das grosse Thema:
https://www.blick.ch/schweiz/bern/blick-tv-beim-oeschinensee-be-angestellte-packt-ueber-beleidigungen-der-gaeste-aus-id18622172.html
oder
https://amp.20min.ch/story/hoechster-hotelier-alarmiert-braucht-die-schweiz-regeln-fuer-ruepel-touristen-416733909289
etc.

Bei „sparsam und intelligent“ musste ich auch laut prusten :lol: Ich nenne sowas schlicht „geizig“.

Gegenseitige Wertschätzung ist halt nicht jedermanns Sache; traurig, aber wahr🙈
 
ski-chrigel schrieb:
Wenn Deutschland seine Pflegeprobleme lösen wollte, müssten sie mal alle Deutschen Fachkräfte, die in der Schweiz arbeiten, zurückholen. Und dafür reicht das Trinkgeld bei weitem nicht. Nur hätten wir in der Schweiz dann ein noch grösseres, unlösbares Problem. Spitäler müssten reihenweise schliessen.

das ist halt die Folge des Gefälles des Kapitals - die Polen arbeiten in Deutschland und die Deutschen in der Schweiz. Man könnte das ganze lösen, aber da die Regierungen in allen beteiligten Ländern seit langem durch neoliberale rechtsradikale Kräfte geprägt werden wird sich weiter eine Stabilisierung des Kapitals durchsetzen.
 
albe-fr schrieb:
ski-chrigel schrieb:
Wenn Deutschland seine Pflegeprobleme lösen wollte, müssten sie mal alle Deutschen Fachkräfte, die in der Schweiz arbeiten, zurückholen. Und dafür reicht das Trinkgeld bei weitem nicht. Nur hätten wir in der Schweiz dann ein noch grösseres, unlösbares Problem. Spitäler müssten reihenweise schliessen.

Man könnte das ganze lösen...

Jaja klar dann loes mal für uns...

Kleiner Tip Deine Art Lösungen ist 1989 zusammengebrochen...wird seit Jahren vielstimmig ignoriert....nannte und nennt man Geschichtsrevisionismus
Klappt aktuell nirgendwo... nicht mal bei uns... bestes Beispiel Gesundheitssystem....
Ist inzwischen wenn man sich die Lebenserwartung in D im europäischen Vergleich anschaut sogar extrem gefährlich ...mit sehr viel Leid verbunden und in Zweifel sogar tödlich...aber das bilden sich Patienten, Pflegepersonal und Ärzte ja natürlich nur ein.
 
br403 schrieb:
Und wenn man denkt es geht nicht schlimmer, kommt der j-d-s daher... Kellner machen keine schwere Arbeit, aha. 8O :roll:

Hm. Auf der einen Seite Kranken- und Altenpfleger, die eine mehrjährige Ausbildung benötigen (die sie bis vor ein paar Jahren sogar selbst bezahlen mussten) und die Verantwortung für Leben und Gesundheit von kranken Menschen haben.
Auf der anderen Seite Kellner, die Essen und Trinken von A nach B tragen und keinerlei Ausbildung benötigen.

Die Wertschätzung für Berufe bemisst sich ganz maßgeblich daran, was für eine Ausbildung nötig ist, weil das natürlich die Zahl der Arbeitskräfte einschränkt und damit eben die mögliche Konkurrenz für die Arbeitsstelle.

Oder bestreitet hier jemand, dass die "Berufe, welche Trinkgeld erhalten sollten" ziemlich willkürlich und vor allem sehr unfair bestimmt sind?
 
j-d-s schrieb:
Auf der anderen Seite Kellner, die Essen und Trinken von A nach B tragen und keinerlei Ausbildung benötigen.
das nennt sich offiziell übrigens Restaurantfach-mann/frau und ist eine dreijaehrige Ausbildung.
 
albe-fr schrieb:
j-d-s schrieb:
Auf der anderen Seite Kellner, die Essen und Trinken von A nach B tragen und keinerlei Ausbildung benötigen.
das nennt sich offiziell übrigens Restaurantfach-mann/frau und ist eine dreijaehrige Ausbildung.
Das dürften leider die wenigsten sein. Die meisten sind Aushilfskräfte oder in den "einschlägigen" Städten Studenten.
Ändert aber nichts an der Abwegigkeit der Einstellung von j-d-s
 
gfm49 schrieb:
Das dürften leider die wenigsten sein. Die meisten sind Aushilfskräfte oder in den "einschlägigen" Städten Studenten.
Also in meinem Dorfrestaurant sind es 2 Festangestellte, 2 in Ausbildung und relativ selten nochmal 1-2 Aushilfen.

Wir reden hier schon von Restaurants und nicht von Imbissbuden... sprich, ich erwarte schon, dass ein Kellner auch einen schwarzen Anzug traegt. Aber Horben ist halt auch keine eingeschlagene Stadt sondern hat nur 1100 Einwohner.
 
albe-fr schrieb:
...die Polen arbeiten in Deutschland und die Deutschen in der Schweiz. Man könnte das ganze lösen, aber da die Regierungen in allen beteiligten Ländern seit langem durch neoliberale rechtsradikale Kräfte geprägt werden...

Deutschlands Regierung ist durch neoliberale, rechtsradikale Kräfte geprägt? Woran/an wem machst du das fest?
 
Nun, doch, weil beim Trinkgeld trotz seiner faktischen Einkommenswirkung weder Sozialabgaben noch Steuern gezahlt werden.

Was in der Schweiz schon mal nicht stimmt. Hier muss das Trinkgeld mindestens als Einkommen versteuert werden.
Und da man in der Steuererklärung auch den Beruf angeben muss, dürfte es für das Steueramt ziemlich einfach sein hier die Hinterziehung zu entdecken ;)
 
Zurück
Oben