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Tschiertschen, 24.2.2018 // Genial

Nachdem Tschiertschen bereits im Laufe des März Saisonschluss hat und ich ja noch eine im Dezember zum Halbpreis gekaufte Tageskarte hatte, musste ich da langsam mal hin. Gehofft hatte ich ja, dass ich das irgendwie verbinden könnte, mit einer Fahrt nach Italien oder einem anderen der günstigeren Skigebiete in der Gegend. Am Samstag, den 24.2., wurde sehr sonniges Wetter für Tschiertschen gemeldet, aber leider am Sonntag nicht mehr, genauer gesagt wurde Nebel irgendwo im Bereich um die 1800m gemeldet, was für Chur als mögliches Gebiet für Sonntag entweder geiles Nebelmeer von der oberen DSB heißen könnte, oder wenn der Nebel höher wäre (weil "ansteigend" gemeldet), sinnloses Nebelrumstochern heißt.

Nach langem Überlegen hab ich mich dagegen entschieden und bin somit nur am Samstag nach Tschiertschen und wieder heim gefahren; den Webcambildern am Sonntag nach eine gute Entscheidung, denn der Nebel war zumindest im Bereich der Webcam an der DSB Talstation und somit höher und störender. Etwas ärgerlich, was die Anfahrt betraf, war zudem die Tatsache, dass mein Ignis das Wochenende in Reparatur war (wg. des Parkschadens, der mir ein unbekannter vorletzte Woche tagsüber in Innsbruck zugeführt hatte, und den ich erst mind. 1 Tag später entdeckt hatte; übernimmt aber die Teilkasko), somit ich mit dem Qubo fahren musste - und ich am Qubo ja keine schweizer Autobahnvignette habe (und sich eine zweite nicht lohnen würde, weil ich ja keine Sommerausflüge geplant hätte). Folglich musste ich das Stück von Feldkirch bis Chur auf Landstraßen fahren. Ist ja auch nicht so weit. Aber bei den Wettervorhersagen musste ich den sonnigen Tag heute nützen.

Vor 9:30 kam ich in Tschiertschen an und da ich mich zuvor informiert hatte, wusste ich, dass die Parkplätze vor dem Ort sind, diese gratis sind und es einen gratis Zubringerbus ins Skigebiet gibt. Dieser war nur ein Kleinbus und ob der vielen Autos hier etwas überlastet, zum Glück gingen einige zu Fuß und ich kam gerade noch mit. Am Ausstieg weiterhin keinerlei Anzeichen, wo die 4KSB nun sein sollte, aber zum Glück kannten sich genug aus, denen ich folgen konnte.

Um es vorweg zu nehmen - mir hat das Skigebiet in Tschiertschen sehr gut gefallen. Nette, schmale, kaum/unmodellierte Abfahrten, dazu der steile Gipfel-SL links und der etwas abgelegene Gipfel-SL rechts, geniales Panorama, etwas wärmere Temperaturen wie zuletzt und im oberen, schattigeren Bereich noch guten Pulverschnee. Endlich ein Glücksgriff nach den Flopps in Braunwald und Elsigen. Was für ein Glück, dass das Skigebiet (noch) nicht mit Arosa-Lenzerheide verbunden wurde!!!

Allerdings ist die 4KSB etwas zu kurz und rüber zur 4SB muss man immer das gleiche Stück Abfahrt nehmen; wie schon ATV sagte, hätte man die besser zur Bergstation des Vorgängerlifts (oder gleich zur 4SB Bergstation rauf) gebaut, damit man den linken Gipfel-SL hätte direkt erreichen können. Und die Älplermaccaroni-Variante (anscheinend mit Spätzle statt mit Nudeln) war mir mit über 20,- CHF (24 oder so, weiß nicht mehr genau) dann doch etwas zu teuer. Hatte allerdings vergessen, dass ich ja ohne Autobahnvignette heute Abend auch nicht an der Raststätte vorbei komme. Naja, nächstes Mal wieder.

(Fotos anklicken zum Vergrößern.)


^ Parkschaden am Ignis, weshalb ich heute mit dem Qubo fahren musste


^ Stau auf der Autobahn um 7:40 Uhr, hauptsächlich richtung Montafon. So früh schon.. Abends dann umgekehrt, Stau auf der Autobahn schon vom Arlberg richtung Feldkirch, in meine Richtung war's leer.


^ Da ich am Qubo heuer keine Schweizer Autobahnvignette hatte, musste ich eben über die Landstraße nach Chur fahren. Hier eine interessante Durchfahrt durch militärisches Gebiet.


^ Chur


^ Straßenbahn in Chur (Schmalspurbahn nach Arosa)


^ Vom Kleinbus (Parkplatz-Pendel) ausgesetzt und nirgendwo ein Hinweis auf die 4KSB. Also lauf ich halt mal den Leuten nach ..


^ Pistenplan (Die Suzuki-Werbung schneid ich natürlich nicht raus ;) )


^ GPS-Track 24.2.2018, ich blieb bis kurz vor 16 Uhr und am Ende des Tages war ich ganz froh, nicht Mittag essen gegangen zu sein, sonst hätte ich die eine oder andere Abfahrt nicht nochmal fahren können.


^ 4KSB, Sektion 1


^ Bergstation 4KSB; der Vorgänger-SL ging bis zu dem über der Stütze sichtbaren Häuschen weiter, was eine Anbindung an den linken SL ermöglicht hätte.


^ Stattdessen muss man ein Stück abfahren und mit der 4SB hinauf


^ Restaurant und der steile linke SL Gürgaletsch


^ Eine der netten 4SB-Abfahrten


^ Der steile linke SL Gürgaletsch erschließt links außen herum eine präparierte rote Abfahrt und rechts eine schwarze, die netterweise im steilen Mittelteil nicht präpariert und dort verbuckelt ist.


^ Seitenpano vom SL


^ Bergstation des linken SL. Den Weg bin ich nicht rauf, war mir zu viel.


^ Pano am linken SL


^ Die rechte schwarze Abfahrt am linken SL Gürgaletsch (Abfahrt 7 oder Black Jack oder dazwischen) und Blick zur 4SB


^ Blick richtung Lenzerheide / Rothorn


^ Zoom Lenzerheide / Rothorn von Tschiertschen


^ Zoom Arosa/Hörnli von Tschiertschen (Verbindungsbahn Arosa-Lenzerheide)


^ Zoom Arosa/Weißhorn(?) von Tschiertschen


^ Gegenüber von Tschiertschen befindet sich das Skigebiet Hochwang


^ Zoom Skigebiet Hochwang von Tschiertschen


^ Linke Außenrumabfahrt 6 am linken SL


^ Schön gelegene, linke Außenrumabfahrt 6 am linken SL


^ Seitenblick am SL Gürgaletsch


^ Rechte schwarze Abfahrt am linken SL; der angesprochene unpräparierte Buckelpistenabschnitt, Schnee war gut zu fahren.


^ Verbindungsabfahrt und Blick zum rechten SL Jochalp, der nicht weniger wichtig ist als der linke SL, also für mich dürfte keiner fehlen.


^ Rechter SL Jochalp - so leer war's leider selten, konnte mich aber zum Glück immer gegen Mitfahrer wehren. Was in der Schweiz echt eine Ecke schlimmer ist als anderswo, selbst wenn man sich eindeutig so hinstellt, dass man alleine fahren will. Aber den halben Tag SL fahren ist schon alleine anstrengend genug, das muss ich mir nicht noch durch eine zweite Person erschweren.


^ Zu den linken Abfahrten am rechten SL Jochalp kommt man leider nur mit etwas schieben. Rechts der Weg führt zum Restaurant und einem besseren Pano, also schob ich da bei der nächsten Fahrt rüber.


^ Blick ins Skigebiet Lenzerheide/Churwalden von Tschiertschen/Jochalp


^ Zoom ins Skigebiet Lenzerheide/Churwalden/Windegga von Tschiertschen/Jochalp


^ Blick ins Skigebiet Lenzerheide von Tschiertschen/Jochalp


^ Zoom ins Skigebiet Lenzerheide /Stätzerhorn von Tschiertschen/Jochalp


^ Zoom ins Skigebiet Lenzerheide /PizScalottas von Tschiertschen/Jochalp


^ Zoom ins Skigebiet Lenzerheide /Rothorn von Tschiertschen/Jochalp


^ Zoom ins Skigebiet Chur/Brambrüesch von Tschiertschen/Jochalp


^ Zoom ins Skigebiet Chur/Brambrüesch von Tschiertschen/Jochalp


^ Zoom ins Skigebiet Chur/Brambrüesch von Tschiertschen/Jochalp


^ Zoom ins Skigebiet Chur/Brambrüesch von Tschiertschen/Jochalp, dahinter Laax


^ Zoom ins Skigebiet Laax/Vorab von Tschiertschen/Jochalp


^ Allerdings bin ich nicht wegen den ganzen Zoomfotos in die umliegenden Skigebiete hier rauf geschoben, sondern wegen der Rückseitenskiliftleiche


^ Ungewöhnliche Seilrollen hatte dieser Lift. Scheint wohl schon ein älteres Fabrikat gewesen zu sein und ist wohl schon lange außer Betrieb ..


^ Ex-Rückseiten-Lift


^ Ex-Rückseiten-Lift (warum trifft es egtl. so häufig die Rückseitenlifte, die stillgelegt werden..)


^ Ex-Rückseiten-Lift


^ Ex-Rückseiten-Lift, dahinter mittig links Churwalden/Windegga, rechts Chur/Brambrüesch


^ Pano richtung Lenzerheide


^ Die blaue Abfahrt 5 vom SL Jochalp runter zur 4KSB ist auch sehr nett


^ Abfahrt 5


^ Links ein Seillift, der heute nicht in Betrieb schien; rechts geht die Abfahrt dann urig durchs Dorf zurück zur 4KSB


^ Abfahrt eng zwischen die Häuser hindurch, genial.


^ Abfahrt eng zwischen die Häuser hindurch, genial.


^ 4KSB Talstation und Tschiertschen


^ Linker SL Gürgaletsch in fast gesamter Länge


^ Links vom linken SL Gürgaletsch


^ Die linke Abfahrt 2 zur 4KSB Talstation ist ebenfalls sehr nett trassiert


^ Die linke Abfahrt 2 zur 4KSB Talstation ist ebenfalls sehr nett trassiert


^ Tiefblick nach Chur


^ Links vom SL Gürgaletsch gibt's noch die Freeride 1000 Abfahrt, spärlich mit Skiroutenstecken gekennzeichnet und der Schnee gerade noch so brauchbar; auf der anderen Seite vom SL war die Hangausrichtung und der Schnee pulvriger


^ Landschaft ist schon geil hier.


^ .. wie gesagt, Landschaft ist schon geil hier.


^ Linke Abfahrt 2 zur 4KSB Talstation


^ 4KSB Talstation


^ Zum Glück hinter dem Berg liegt das Skigebiet von Arosa


^ Offpiste am SL Gürgaletsch, hier war der Schnee noch toll pulvrig


^ Offpiste am SL Gürgaletsch, ganz schön steil.


^ Offpiste am SL Gürgaletsch - und Tiefblick an der Kante nach Chur; links zu sehen der SL Jochalp, dessen Abfahrten auch recht nett, aber erholsamer sind


^ Zum Parkplatz kann man direkt abfahren, allerdings war dieses Abfahrtsstück sehr eisig.


^ Chur

Fazit: Gerne mal wieder.
 
Am 11.03.2018/Sonntag habe ich Tschiertschen besucht; hat mir auch gut gefallen und ich hoffe ebenfalls, dass es nicht mit Arosa/Lenzerheide verbunden wird (ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass sowas passiert). Da ich Starlis Meinung über das Gebiet voll und ganz zustimme, poste ich keinen neuen Bericht. Hier einige Fotos, war meistens bewölkt/nicht so photogen.

"Nirgendwo ein Hinweis auf die 4KSB" -- ich habe das auch bemerkt. Daher habe ich das Foto gemacht :lol::
001.JPG



Obwohl ich Fleisch nicht esse, fand ich diese Reklame sehr cool:
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Skilift Jochalp: der komische Liftler hat mich ausgefragt, als ob ich schwarz fahren würde (?):
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Da habe ich zu mittag gegessen -- sehr nettes Personal: aifach guat!
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Furgglis:
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Früehschloucht: sehr schön zu fahren
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Talabfahrt
015.JPG
 
jamesdeluxe schrieb:
Am 11.03.2018/Sonntag habe ich Tschiertschen besucht; hat mir auch gut gefallen und ich hoffe ebenfalls, dass es nicht mit Arosa/Lenzerheide verbunden wird (ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass sowas passiert).
Die Hoffnung, dass eine Verbindung des Tschiertscher Skigebiets mit ALH nicht zustande kommt, wird vor Ort allerdings nicht von allen geteilt. Zu gross sind leider die Schwierigkeiten. Es gibt aber mittlerweile berufene Stimmen, die für Tschiertschen alternativ eine gänzliche Aufgabe des eigenen Skigebiets vorschlagen und statt dessen eine direkte Anbindung an Arosa propagieren.

Wie das konkret - d.h. technisch (eine Seilbahn vom Dorf zum Weisshorn?) aber natürlich auch finanziell - geschehen soll, bleibt zwar völlig unklar, aber anscheinend sind nun auch radikal neue Lösungsansätze für die Zukunft des Touristenorts Tschiertschen nicht mehr denkunmöglich.

http://up.picr.de/32168808jn.jpg
 
Eine Piste durchs Urdental nach Tschiertschen und zurück eine Piste von der Jochalp zum Heimberg Sessellift. Fertig ist die Verbindung, da braucht es keine Mega Investition in eine Bahn zum Weisshorn...
 
Tiob schrieb:
Eine Piste durchs Urdental nach Tschiertschen und zurück eine Piste von der Jochalp zum Heimberg Sessellift. Fertig ist die Verbindung, da braucht es keine Mega Investition in eine Bahn zum Weisshorn...

Es muss ja nicht mal unbedingt eine Piste sein. Eine Skiroute würde es meiner Meinung nach auch richten. :lol:
So wäre es zumindest mit dem Umweltschutz sicher einfacher zu realisieren ,2.) hätte man so mit einem Minimalaufwand das Skigebiet um einige Kilometer erweitert und last but not least bleiben so die Lenzerheidner 0815-Skifahrer dort, wo sie sein sollen, nämlich im Hauptgebiet .Solche Skirouten-Verbindungen gibt es ja auch z. B. in den 4 Vallees.

@starli: Danke für den schönen Bericht.
 
Piste durchs Urdental? Ich meine mich erinnern zu können, dass der Bau der Urdental-PB zwingend nur unter der Auflage genehmigt wurde, absolut strikte auf jegliche Pisten (oder auch Route) durchs Urdental zu verzichten. An dieser Auflage hat sich, so meine ich, ziemlich sicher bis heute rein gar nichts geändert. Die Umweltverbände würden wohl Kopf stehen, würde wieder eine solche Idee/Forderung im Raum stehen. Aber die Locals wissen dazu sicher mehr.
 
Eine Verbindung des Skigebiets Tschiertschen währe auch ohne Urdentalpiste möglich. Ein Lift zur Jochalp von der Talstation des Heimbergliftes aus, würde ein paar schöne blaue Skipisten erschliessen und die beiden Skigebiete miteinander verbinden.
 
Ich kann mich nur wiederholen: Solch geniale Skigebietsttouren wie diese sein könnte überlassen wir lieber zB den Südtirolern, lassen uns von Umeltverbänden gängeln, und wundern uns, wieso uns die Konkurrenz im Ausland stehen lässt...
 
Auch ich wiederhole mich, aber der Landschaftschutz und insbesondere der Moorlandschaftsschutz wurde mehrfach vom Schweizer Stimmvolk so beschlossen.
 
Diese angesprochene Verbindung ist eigentlich schon lange Realität - es gibt einfach keine Pisten zwischen Arosa/Lenzerheide und Tschiertschen.
Als Route (ohne Markierung) ist sie aber auch für wenig geübte Variantenfahrer gut machbar. Vielfach ist sie aber auch schon eingefahren.
Man kann entweder direkt vom Rothorngipfel nach Arosa (über Älplisee) oder vom Urdenfürggli direkt nach nach Tschiertschen abfahren. Von Arosa
geht's vom Hörnligrat nach Tschiertschen. Von dort entweder via Gürgaletsch (mit ca. 10 minütigem Aufstieg) etwas steiler zur Talstation Heimberg in Parpan oder sehr einfach und flach dem Wanderweg entlang ebenfalls nach Parpan. Einfach an jeder beliebigen Talstation die Skisafari Tageskarte verlangen. Hier noch die offiziellen Preise:

Tageskarte Skisafari
Erwachsene CHF 80.00
Studenten*/Jugendliche CHF 53.00
Kinder CHF 27.00

Aufpreis auf gültigen Schneesportpass Tschiertschen
Erwachsene CHF 50.00
Studenten/Jugendliche CHF 33.00
Kinder CHF 17.00 Studenten bis und mit 26 Jahre

Aufpreis auf gültigen Schneesportpass Arosa Lenzerheide
Erwachsene CHF 15.00
Studenten*/Jugendliche CHF 10.00
Kinder CHF 5.00
 
Die Skisafari (Rundtour) gibt es in der Tat schon seit dem Bau der beiden Skilifte Gürgaletsch und Joch Ende der 70er. Sie ist bei guten Bedingungen wirklich ein Erlebnis. Neue Gäste konnte Tschiertschen mit dieser ungesicherten Freeride-Route aber schon in der Vergangenheit kaum generieren. Das Verbindungsprojekt Mitte/Ende der 90er sah denn auch für Tschiertschen eine Anbindung mittels Seilbahn zum Skigebiet Rothorn durch das Farurtal vor (Gürgaletsch Talstation – Endstation Sesselbahn Schwarzhorn).

http://up.picr.de/31625984sc.jpg

Dieses Verbindungsprojekt scheiterte schliesslich vor allem aus wirtschaftlichen Gründen. Eine Skipiste/lawinengesicherte Abfahrtsroute durch das geschützte Urdental war aber damals schon kein Thema. Auch heute ist ein solches Vorhaben – obschon immer wieder mal angedacht – aufgrund der raumplanerischen Gegebenheiten praktisch ausgeschlossen. Eine "massentaugliche" Verbindungsalternative bestünde somit nur auf der Achse Churer Joch – Heimberg Talstation oder Churer Joch – Churwalden. Aber auch dieser Bereich liegt heute überwiegend im Landschaftsschutz.

Faktisch existiert somit aktuell für das an sich reizvolle Tschiertscher Skigebiet keinerlei erfolgsversprechende Erweiterungsmöglichkeit. Gleichzeitig ist die Auslastung der Liftanlagen (und Gästebetten) seit längerem mehr als unbefriedigend. Vor diesem Hintergrund sind in Tschiertschen tatsächlich grundlegend neue Innovationen gefragt, sofern die BBT nicht bis zum Ende aller Tage ohne jede Nachhaltigkeit auf Subventionen und Spenden angewiesen sein möchten.
 
Also bevor dieses Wahnsinnsprojekt zum Weisshorn genehmigt wird wird eher eine Piste durchs Landschaftsschutzgebiet genehmiget, das wollte ich damit sagen. Klar ist das trotzdem absolut utopisch aber man wird ja mal träumen dürfen ;). Dann noch die Anbindung von Chur über Brämbrüesch und man hätte ein gigantisches Mittelbündner Skigebiet...
 
Tiob schrieb:
Also bevor dieses Wahnsinnsprojekt zum Weisshorn genehmigt wird wird eher eine Piste durchs Landschaftsschutzgebiet genehmiget, das wollte ich damit sagen.
Sehe ich anders. Die Verbindungsbahn Arosa<->Lenzerheide über das Urdenental wurde ja auch genehmigt, die Variante mit Pisten nicht. Eine Bahn Tschiertschen <-> Weisshorn hätte wohl nur eine Stütze im Landschaftsschutzbereich. Eine Piste hat da einen wesentlich grösseren Flächenbedarf.
Dann noch die Anbindung von Chur über Brämbrüesch und man hätte ein gigantisches Mittelbündner Skigebiet...
Diese Verbindung ist bereits im Richtplan vorgesehen, hier liegt es wohl nur am Geld.
 
Wieso macht man da nicht einfach markierte, aber nicht präparierte Skirouten hin wie es sie z.B. auch in den 4-Vallées gibt? Viele trauen sich nicht in unbekanntes Gelände, würden aber gerne eine markierte Skiroute fahren. Der Aufwand wäre sehr gering, man müsste keine zusätzliche Natur versauen und der Gewinn wäre riesig, insbesondere für das durchmodernisiert-banale Skigebiet Arosa-Lenzerheide. Eine solche Skirundreise wäre ein kleines Abenteuer, welches man vielleicht nicht jeden Tag macht, aber in einer Skiferienwoche einen bleibenden Eindruck hinterlassen würde. Ein Alleinstellungsmerkmal! Und Tschirtschen könnte dank den Zusatzfrequenzen sein Skigebiet erhalten.
 
^ Rechter SL Jochalp - so leer war's leider selten, konnte mich aber zum Glück immer gegen Mitfahrer wehren. Was in der Schweiz echt eine Ecke schlimmer ist als anderswo, selbst wenn man sich eindeutig so hinstellt, dass man alleine fahren will. Aber den halben Tag SL fahren ist schon alleine anstrengend genug, das muss ich mir nicht noch durch eine zweite Person erschweren.

:-) ich hab da auch immer Mühe... Man drückt sich dort ganze Zeit gegenseitig in der Mitte weg... Sobald es steil wird ist es dann bei mir meist kurz vorm Sturz und dann sehr verkrampft... Lieber fahre ich allein.
 
starli schrieb:
^ Es ist so schon anstrengend genug, wenn man den halben Tag SL fahren muss, aber zu zweit ist das die reinste Folter. Wenn viel los ist, ok, aber wenn nix los ist, nervt mich diese Einstellung manch anderer, sich einem unbedingt aufdrängen zu wollen ..

Ich kann's voll nachvollziehen! Ich hasse es auch, mit Fremden Schlepplift fahren zu müssen. Daher: Nur wenn unbedingt nötig! In der Schweiz ist mir das in der Tat auch vielfach schon passiert, dass (auch bei Sesselbahnen oder Kabinenbahnen) sich Leute unbedingt noch auf den letzten Drücker mit reindrängeln müssen, obwohl die nächsten 10 Sessel/Gondeln leer sein würden. Wenn dann gesagt wird "wir Schweizer sind eben nicht so egoistisch", dann ist dieser Aussage Quatsch, denn genau mit diesem Aufgezwänge der Mitfahrt setzt man ja eben doch seinen eigenen Willen durch gegenüber den Bedürfnissen des Anderen. Was en diese Personen eigentlich mit den gewonnenen 10 Sekunden?
 
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