Pistencruiser
Gaislachkogl (3058m)
Bergfan schrieb:Jetzt auf ARD:
Alpendämmerung. Europa ohne Gletscher.
Naja, nicht so ganz passend gerade....

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Bergfan schrieb:Jetzt auf ARD:
Alpendämmerung. Europa ohne Gletscher.

Bergfan schrieb:Jetzt auf ARD:
Alpendämmerung. Europa ohne Gletscher.
j-d-s schrieb:Bergfan schrieb:Jetzt auf ARD:
Alpendämmerung. Europa ohne Gletscher.
Extrem tendenziöse und einseitige Berichterstattung. Lachhaft finde ich besonders, dass sie behaupten "Skifahren unter 2400 Metern sei in absehbarer Zeit nicht mehr möglich", "Beschneiung bringe langfristig nichts" und dann Ischgl als Beispiel nehmen, die exzellent aufgestellt sind, Talabfahrten regelmäßig von Mitte November bis Anfang Mai offen haben und sicher keinerlei Sorgen haben müssen.
Der "Wassermangel" und die "Wüstenbildung in den Alpen" gehört ins Reich der Fake News, weil das an fehlenden Wasserleitungen liegt, nicht an generell zu wenig Wasser.
Hier mal echte Statistiken:
https://naturwissenschaften.ch/topics/water/water_exploitation/water_quantities_in_switzerland
Die Schweiz verbraucht 2,2 km³ Wasser pro Jahr, erhält aber 30mal so viel durch Niederschläge (60 km³), ferner befinden sich 130 km³ in Seen und 150 km³ im Grundwasser.
Zusammenfassend ist es eine Schande, dass die gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche ARD solche Sendungen, die teilweise Unwahrheiten sowie grob übertriebene und sehr einseitige Behauptungen aufstellen und als Fakten darstellen, senden darf.
PS: Wer andere, ähnlich propagandistisch gefärbte "Dokumentationen" sehen will, dem lege ich die Serie "Europa-Saga" nahe. Dort wird Migration und Multi-Kulti in den Himmel gelobt und gar als Grund für den Wohlstand in Europa dargestellt. So als ob es in Europa nicht jahrhundertelang immer wieder Kriege zwischen Kulturen, Religionen und Konfessionen gegeben habe...
https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/alpendaemmerung-europa-ohne-gletscher-100.html
Der Raubbau an der Natur geht weiter
Die Wirtschaft in den Alpendörfern hängt vor allem vom Wintertourismus ab. Experten gehen davon aus, dass es etwa zur Jahrhundertmitte nur noch über 2000 Meter ausreichend natürlichen Schnee zum Skifahren gibt. Das bedeutet das Aus für etwa 70 Prozent der Skiorte in den Ostalpen, wie manche Wissenschaftler vorhersagen. Doch statt Alternativen zu entwickeln, wird weiter in den Skitourismus investiert. Mit Schneekanonen wird dem Klimawandel getrotzt und Beschneiungsanlagen werden in immer höhere Regionen gebaut. Der Verlierer steht schon fest: die einzigartige alpine Landschaft.
JohannesSKI schrieb:Meinst du das ernst?
j-d-s schrieb:Es wird doch wohl jedem auffallen, dass alleine Titel und Beschreibung schon ziemlich reißerisch sind:
https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/alpendaemmerung-europa-ohne-gletscher-100.html
Der Raubbau an der Natur geht weiter
Die Wirtschaft in den Alpendörfern hängt vor allem vom Wintertourismus ab. Experten gehen davon aus, dass es etwa zur Jahrhundertmitte nur noch über 2000 Meter ausreichend natürlichen Schnee zum Skifahren gibt. Das bedeutet das Aus für etwa 70 Prozent der Skiorte in den Ostalpen, wie manche Wissenschaftler vorhersagen. Doch statt Alternativen zu entwickeln, wird weiter in den Skitourismus investiert. Mit Schneekanonen wird dem Klimawandel getrotzt und Beschneiungsanlagen werden in immer höhere Regionen gebaut. Der Verlierer steht schon fest: die einzigartige alpine Landschaft.
Also wenn das nicht völlig einseitig ist, weiß ich auch nicht. Man lässt auch prinzipiell nicht die andere Seite, also Touristiker, Seilbahnbetreiber, Tourismusverbände oder gar Beschneiungsfachleute zu Wort kommen.
Eigentlich ist das sogar genau die Definition von einseitiger Berichterstattung. Man beleuchtet nur eine Sichtweise und lässt diese völlig unwidersprochen und unkommentiert stehen, verteufelt die andere Seite ohne auch nur ein einziges ihrer Argumente zu erwähnen.
j-d-s schrieb:Nein, es ist ganz normal und sinnvoll, dass der Mensch die Umgebung nutzt. Auch dort wo dein Haus, deine Wohnung, dein Arbeitsplatz und dein Supermarkt sind, war mal "unberührte Natur", trotzdem würdest du nicht lieber in einer natürlichen Höhle wohnen und ganz natürlich Jagen gehen um dein Essen zu bekommen.
In den Alpen gibt es so viel unberührte Natur, die sicher mehr als 80% ausmacht.
Da dann zu fordern, dass noch mehr der Landschaft unberührt bleiben soll, ist purer Egoismus und Gier. Auch für die Skifahrer (die übrigens Zahlenmäßig sicher mehr sind als die Naturfreunde) muss ja ein Platz sein. Niemand geht nach Ischgl um die tolle Natur zu genießen - das ist aber auch gar nicht das Konzept von Ischgl. Dafür gibts wirklich genug andere Orte in den Alpen.
Wobei die Sendung damit eigentlich am Thema vorbei berichtet. In Ischgl gibts gar keinen Gletscher. Und Beschneiung und Skibetrieb auf nem Gletscher erhalten ihn auch besser als "pure Natur". Denn wenn auf nem Gletscher eben noch Kunstschnee drauf kommt, schmilzt der Kunstschnee erst wieder weg bevor der Gletscher schmilzt...
Und meine Anzweiflung ging vor allem auf die Behauptung, im Jahre 2050 könne man unter 2400 Metern nicht mehr Skifahren. Dass das absoluter Unfug ist, ist jedem klar. Es ist ja bereits heute so, dass man in Schladming auf 700 Meter früher skifahren kann als auf der Zugspitze auf 2500 Meter. Denn ersteres hat ne Beschneiung und nur grüne Wiese als Untergrund (dadurch wird weniger Schnee benötigt um ne Piste walzen zu können), letzteres gar keine Beschneiung und steinigen Untergrund.
Daher ist es eher umgekehrt, auf dem Zugspitzplatt wird 2050 eher nichts mehr gehen als in Schladming die Talabfahrt.
j-d-s schrieb:Und meine Anzweiflung ging vor allem auf die Behauptung, im Jahre 2050 könne man unter 2400 Metern nicht mehr Skifahren. Dass das absoluter Unfug ist, ist jedem klar. Es ist ja bereits heute so, dass man in Schladming auf 700 Meter früher skifahren kann als auf der Zugspitze auf 2500 Meter. Denn ersteres hat ne Beschneiung und nur grüne Wiese als Untergrund (dadurch wird weniger Schnee benötigt um ne Piste walzen zu können), letzteres gar keine Beschneiung und steinigen Untergrund.
Daher ist es eher umgekehrt, auf dem Zugspitzplatt wird 2050 eher nichts mehr gehen als in Schladming die Talabfahrt.
JohannesSKI schrieb:j-d-s schrieb:Und meine Anzweiflung ging vor allem auf die Behauptung, im Jahre 2050 könne man unter 2400 Metern nicht mehr Skifahren. Dass das absoluter Unfug ist, ist jedem klar. Es ist ja bereits heute so, dass man in Schladming auf 700 Meter früher skifahren kann als auf der Zugspitze auf 2500 Meter. Denn ersteres hat ne Beschneiung und nur grüne Wiese als Untergrund (dadurch wird weniger Schnee benötigt um ne Piste walzen zu können), letzteres gar keine Beschneiung und steinigen Untergrund.
Daher ist es eher umgekehrt, auf dem Zugspitzplatt wird 2050 eher nichts mehr gehen als in Schladming die Talabfahrt.
Klimawandel -> höhere Temperatur (auch in den Alpen) -> höhere SFG, mehr Regen, weniger Schnee, schlechtere Bedingungen zum Kunstschnee produzieren -> Skibetrieb in tieferen Lagen wird immer schwieriger, bald wahrscheinlich unmöglich, wenn sich nichts ändert.
Mein letzter Kommentar dazu. Wenn du hier weiter die Wissenschaft anzweifeln willst, tu das. Aber 1+1 wird nicht 3 unabhängig davon wie häufig du das hier postulierst.
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