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Der Gletscher-Archäologe
Ötzi war nur der Anfang: Nach und nach schmelzen die Gletscher in den Alpen vermutlich dank des Klimawandels und aus diesem Eis tauchen immer neue tiefgekühlte Fundstücke auf. Das sind eingeschneite Schmetterlinge, eine JU-52 aus dem Zweiten Weltkrieg, Tausende Jahre alte Baumstämme und - Leichen. Alleine in diesem Sommer gab das Eis zehn Tote frei, einer davon vermutlich ein Wilderer, der 1854 in Tirol verunglückte. Der österreichische Geschichtsprofessor Harald Stadler ist ständig in den Alpen unterwegs, um diese Funde zu sichern und in seinem Institut in Innsbruck zu untersuchen. Für ihn ist das Eis der Berge wie ein Tresor, in dem ein Stück Geschichte der Menschheit eingeschlossen ist. Schließlich bedecken die Gletscher eine Kulturlandschaft, die seit 50.000 Jahren von Menschen durchwandert und besiedelt wird. Professor Stadler vermutet im Eis sogar noch Überreste von Hannibals Kriegszug, der im Jahre 218 vor Christus mit 50.000 Soldaten und 37 Elefanten die Alpen überquerte. Die ARTE-Reporter begleiteten den Gletscher-Archäologen auf seinen Streifzügen durchs schmelzende Eis.
Der Gletscher-Archäologe - Reportage, D 2003 Freitag, 14.11.2003
Beginn: 20.15 Uhr Ende: 20.40 Uhr Länge: 25 Min.
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