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http://www.jungfraubahn.ch/de/desktopdefault.aspx/tabid-1/6_read-6725/Sesselbahn-Unglück im Skigebiet Kleine Scheidegg
Im Skigebiet Kleine Scheidegg hat sich am Donnerstag ein Sesselbahn-Unglück ereignet. Bei dem Unfall ist ein deutscher Staatsbürger ums Leben gekommen, drei Personen wurden leicht bis mittelschwer verletzt. Die Unfallursache wird zurzeit untersucht.
Das Unglück ereignete sich um 12.50 Uhr bei der Sesselbahn Fallboden. Nach ersten Erkenntnissen entgleiste das Seil bei einem Mast aus der Rollenbatterie. 15 Minuten später begannen die Angestellten der Bahn mit der Evakuierung der Gäste. Die drei Verletzten wurden ins Spital geflogen. Eineinhalb Stunden später wurde die Bergung abgeschlossen. Insgesamt wurden 75 Personen evakuiert.
Die Unfallursache ist Gegenstand von Untersuchungen. Sobald weitere Erkenntnisse vorliegen, werden die Untersuchungsbehörden weiter informieren. Am Donnerstag herrschten teilweise böige Windverhältnisse. Die Sesselbahn Fallboden verfügt über eine Windmessanlage. Bei 40 km/h erfolgt eine Warnung, bei 60 km/h ein Alarm. Die Windverhältnisse waren regional sehr verschieden, weshalb die genaue Situation vor Ort zum Zeitpunkt des Unglücks nicht bestimmbar ist.
Die Sesselbahn Fallboden erhielt ihre erste Konzession 1982. 2002 wurde die Sesselbahn von einer Dreier- auf eine Zweiersesselbahn umgebaut. 2002 erteilte das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Konzession bis zum 31. Oktober 2022. Die Betriebsbewilligung wurde 2005 für die Dauer der Konzession, also ebenfalls bis 2022, verlängert.
Die Jungfraubahnen sind bestürzt über den Unfall. Den Angehörigen des Verstorbenen sprechen wir unsere herzliche Anteilnahme aus. Den Verletzten wünschen wir baldige Genesung.
Wengen | 03. Januar 2008
Deutscher stirbt bei Sesselbahn-Unglück
Jungfraubahnen erkannten die Gefahr
Der beim Sessellift-Unglück vom Donnerstag ums Leben gekommen Mann ist deutscher Staatsangehöriger. Die verletzten Personen stammen aus Deutschland und Australien. Zum Zeitpunkt des Unfalls hatten die Bahnen die Gefahr bereits erkannt und die Einstellung des Betriebs des Fallboden-Lifts bereits vorbereitet.
Ein betretener Christoph Egger informierte am Donnerstagabend über das Fallboden-Sesselbahn-Unglück.
Die Person, die am Donnerstag Mittag beim Unglück am Fallboden-Sessellift ums Leben kam, ist Deutscher Staatsangehöriger. Eine Frau aus Deutschaldn wurde beim Unfall mittel bis schwer an Rücken- und Lendenwirbeln verletzt, Lähmungen seien aber keine aufgetreten und die Person sei ansprechbar. Zwei Australier erlitten beim Unglück leichte bis mittelschwere Verletzungen – eine Person konnte am Donnerstagabend das Spital bereits wieder verlassen. Gut 40 weitere Personen, die sich auf dem Fallboden-Sessellift befanden, wurden noch im Skigebeit oder in Wengen ärztlich untersucht, bedurften aber nicht der Hospitalisierung. Dies teilten Walter Steuri, CEO der Jungfraubahnen, und Christoph Egger, Leiter Angebot Berg der Jungfraubahnen, an der Pressekonferenz vom Donnerstagabend mit. Sie sprachen der Familie des Opfers ihr Beileid aus.
Verantwortliche erkannten Gefahr
Christoph Egger bestätigte, dass das Seil des Sessellifts bei einem Masten entgleiste. Dies führte dazu, dass der Sessel, worin sich das spätere TOdesopfer befand, ungebremst in den Schnee stürzte. Ob der böige Wind, der am Unfallort herrschte, allerdings der Grund für die Entgleisung war, konnte er weder bestätigen noch dementieren. Die Verantwortlichen erkannten die Gefahr, die vom Wind ausging allerdings bereits vor dem Unfall: Da die Windalarm-Grenze, die bei 60 Kilometern pro Stunde liegt, am Tag bereits mehrmals überschritten wurde, entschieden sie, den Betrieb der Bahn einzustellen. Zum Zeitpunkt des Unglücks wurden bereits keine neuen Passagiere mehr zum Fallboden-Lift zugelassen. «Es besteht kein Zweifel, dass die Mitarbeiter die Vorschriften eingehalten haben», versicherte Egger.
Walter Steuri steht den Medien Red und Antwort.
Sicherheit oberstes Gebot
Mit der Sicherheit der Gäste würde nicht gespielt, auch wenn die Jungfraubahnen – anders als die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg – bei Fönlage nicht unverzüglich den gesamten Betrieb einstellen würden, so Egger. Sicherheit sei das oberste Gebot. Egger konnte auch Gerüchte dementieren, dass die Fahrtgeschwindigkeit von 2,3 Metern pro Sekunde den Fallboden-Lift anfälliger für Windböen mache. «Es hängt vom Durchmesser des Seils und der Beschaffenheit der Sessel ab, wie gut eine Bahn dem WInd standhalten kann. Eineinhalb Stunden nachdem sich der Unfall ereignet hatt, waren die 75 Personen, die sich noch auf dem Lift befanden, evakuiert. Fünf Zweierteams seilten die stecken gebliebenen Passagiere ab. Helikopter konnten keine Eingesetzt werden, da die Jungfraubahnen die Windsituation als zu gefährlich beurteilte.
Windlage am Unfallort
Im Gebiet der Jungfraubahnen wird bei 40 Stundenkilometern WIndgeschwindigkeit eine Windwarnung abgegeben, ein Windalarm erfolgt bei 60 Kilometern pro Stunden. Beide Grenzwerte wurden am Donnerstag zeitweise überschritten. Auf Anfrage erklärte Christoph Egger, Leiter Angebot Berg der Jungfraubahnen, dass keine der beiden Stufen automatisch zum Entscheid führe, einen spezifischen Skilift ausser Betrieb zu setzen. Die Häufigkeit der Überschreitung und die Konstanz der Windspitzen spielten dabei eine wichtigere Rolle. Er gab aber auch zu, dass es gerade unregelmässig und unmittelbare böige Winde seien, welche für Sesselbahnen und deren Passagiere eine grosse Gefahr darstellten. Wie genau die Windlage zum Zeitpunkt und am Ort des Unfalls waren, ist derzeit noch nicht klar. Eine Anlage, die die Geschwindikeiten misst, ist unmittelbar beim Fallboden-Lift nicht vorhanden. In den kommenden Tagen werden die Messungen der umliegenden Windstationen ausgewertet. (bbu)
Ziemlich sicher nicht! Aber das hindert ja nicht am guckenGMD schrieb:...
@Oscar: Ich bin mir nicht so sicher, ob der Lift im Februar wieder fährt.
Ein Seilbahnsprecher sagte im Schweizer Fernsehen, ein Seil sei gerissen und habe einige Sessel auf den Boden geschleudert. Die Ursache sei jedoch noch unklar.
Zyste schrieb:Ich hab grad auf N24 gehört, dass angeblich das Tragseil gerissen sein soll. Ich hoffe nur, dass die ihre Infos nicht von der BILD haben, das würd mein Vertrauen in den Sender schon sehr mindern!
Zu sehen war ein Bild irgendeines 4er Sessellifts, ich weiss dabei nicht ob es überhaupt der richtige war.
Das Geheimnis der Schraube
Ausser den starken Winden könnte auch ein Materialfehler schuld am Herausspringen des Seiles aus der Rollenbatterie am Mast 11 und damit verantwortlich für den Tod des deutschen Skifahrers sein.
Aufschluss über einen möglichen technischen Defekt werden die Arbeiten der Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe (UUS) geben. Bei den ersten Untersuchungen der Rollenbatterie am Mast Nummer 11 – wo das Seil herausgesprungen war – fiel den UUS-Spezialisten jedenfalls eine fehlende 20 Millimeter dicke Schraube auf, die angeblich abgeschert worden sein soll.
Christoph Egger bestätigte Recherchen dieser Zeitung, wonach diese Schraube später noch gefunden wurde. Er konnte aber nicht näher auf die Sicherheitsrelevanz dieses Kleinteiles eingehen. Die Abklärungen bezüglich Unfallursache sind weiterhin im Gang.
Zeder bestätigte einen Bericht der «Berner Zeitung», wonach unterhalb des Mastes Nummer 11, wo das Seil entgleiste, eine abgesprengte Schraube gefunden worden ist. Dabei handle es sich jedoch um eine Sekundärwirkung der Entgleisung.
Drei Sessel auf Boden geprallt
Gemäss bisherigen Erkenntissen entgleiste das Seil beim Mast Nummer 11. Die Bahn stoppte automatisch, und das Seil fiel zunächst wie vorgesehen vorgesehen in den Seilfänger.
Danach entgleiste das Seil jedoch vollständig und stürzte ab. Der Sessel des beim Unfall getöteten Deutschen und der schwerverletzten deutschen Touristin prallte auf den Boden. Auch der vordere und hintere Sessel touchierten das Gelände.
Seilbahnunglück: Deutscher tot
Seil aus Rolle gesprungen - Fönsturm als Auslöser?
Tödlicher Zwischenfall auf dem Weg ins Skivergnügen: Im Berner Oberland sprang das Tragseil eines Sessellifts aus den Rollen, ein deutscher Tourist kam ums Leben. Nun wird gemutmaßt, dass ein schwerer Fönsturm das Unglück ausgelöst haben könnte.
Das vermuten jedenfalls die Untersuchungsbehörden, während die Ermittlungen nach Polizeiangaben noch auf Hochtouren laufen.
Bei dem Unglück an der Kleinen Scheidegg - unweit der bekannten Schweizer Berge Eiger und Mönch - war am Donnerstag ein Seil an einem Pfeiler aus den Rollen gesprungen. Neben dem Todesopfer gab es Verletzte: einen weiteren Deutschen sowie zwei Australier. Am Freitag liefen die Ermittlungen nach Angaben der Polizei noch auf Hochtouren.
Keine Hinweise auf technische Ursache
"Wir gehen davon aus, dass der Wind ursächlich eine Rolle gespielt hat", sagte Joseph Zeder, der Untersuchungsleiter der Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe des Bundes (UUS), am Freitag der schweizerischen Nachrichtenagentur SDA. Es gebe bisher keine Hinweise auf einen technische Ursache.
Nach den ersten Erkenntnissen entgleiste das Seil der Bahn beim Mast Nummer 11. Die Bahn stoppte automatisch, und das Seil fiel zunächst wie vorgesehen in den Seilfänger. Danach entgleiste das Seil jedoch vollständig und stürzte ab. Der Sessel des bei dem Unfall getöteten Deutschen und der schwerverletzen deutschen Touristin prallte auf den Boden. Warum das Seil aus dem Seilfänger fiel, soll nach den Worten Zeders nun unter anderem eine Untersuchung der Rollenbatterie ergeben.
Seilbahnen: Hohe Sicherheitsstandards
"Seit 2002 sind die Sicherheitsstandards für Seilbahnen europaweit geregelt", sagte der Vorsitzende des Verbandes deutscher Seilbahnen und Schlepplifte (VDS), Peter Huber, der Deutschen Presse-Agentur. "Allerdings: Wo Menschen arbeiten, können Fehler passieren." Seilbahnen zählten jedoch zu den sichersten Verkehrsmitteln.
Nach den Worten der Sprecherin des TÜV Süd, Heidi Hagenreiner, zählen die Seilbahnen in Europa jährlich mehr als eine Milliarde Passagiere. Unfälle seien selten. So gut wie nie komme es vor, dass ein Seil reißt.
Sturm mit 90 Kilometer pro Stunde
Erste Untersuchungen nach dem Unglück in der Schweiz hatten ergeben, dass in etwa 2000 Meter Höhe zwischen Eiger und Lauberhorn ein Sturm mit einer Stärke von etwa 90 Kilometern pro Stunde blies. So soll es auch erhebliche Probleme gegeben haben, als ein Hubschrauber die Unfallopfer aufnehmen sollte. Die übrigen Passagiere der Bahn wurden von Bergführern abgeseilt. Nach Angaben des Direktors der Schweizer Jungfraubahnen, Walter Steueri, ist es jedoch noch offen, ob der Wind wirklich Ursache für den Unfall war.
Wie der VDS-Vorsitzende betonte, ist Sturm "ein Thema, mit dem sich jeder Bahnbetreiber intensiv beschäftigt". TÜV-Sprecherin Hagenreiner verwies auf Betriebsvereinbarungen mit entsprechenden Daten und Vorschriften für jede Seilbahn. So sei auch jede Seilbahn doppelt gesichert. Dazu gehöre der Seilfänger, der bei einer Entgleisung 25 Zentimeter tiefer Schutz bieten solle. In Deutschland gebe es zudem einmal jährlich eine Überprüfung, die zwischen einem Tag und drei Tagen dauere. Allein der TÜV Bayern untersuche jedes Jahr 120 Seilbahnen und 800 Schlepplifte.
Wengen | 04. Januar 2008
Tödlich verletzter Mann ist identifiziert
Kein technischer Schaden, Untersuchungen laufen
Der Mann, welcher am Donnerstag beim Sesselbahnunfall auf der Wengernalp tödlich verletzt worden war, konnte identifiziert werden. Von den drei Personen, welche nach dem Unfall in Spitäler geflogen werden mussten, wurden zwei wieder entlassen. Die Ermittlungen nach der Unfallursache sind im Gang.
Beim Sesselbahn-Unglück beim Fallboden-Sessellift ist ein Deutscher umgekommen, mehrere Personen wurden verletzt.
Bei der verstorbenen Person handelt es sich um einen 29-jährigen Mann aus Deutschland (Bundesland Baden-Württemberg), er konnte zwischenzeitlich identifiziert werden. Eine schwer verletzte deutsche Staatsangehörige befindet sich noch in Spitalpflege und kann zurzeit nicht befragt werden. Zwei australische Staatsangehörige, ein Mann und eine Frau, welche am Donnerstag ebenfalls hospitalisiert werden mussten, konnten das Spital bereits wieder verlassen. Ob und wie viele Personen sich nachträglich in ärztliche Behandlung begeben haben, ist den Untersuchungsbehörden zurzeit nicht bekannt.
Seil ist engleist
Nach den ersten Abklärungen der Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe konnte kein technischer Schaden an der Anlage festgestellt werden, der primär zum Unfall geführt haben könnte. Aufgrund des Schadenbildes konnte festgestellt werden, dass es zu einer Seilentgleisung gekommen war und das Seil in die für diesen Fall vorgesehenen Seilfänger gefallen ist. Dieser Vorgang löst unmittelbar einen Nothalt der Bahn aus. Gleichzeitig mit dem Nothalt muss eine Hebelwirkung auf das Seil gewirkt haben, was zur endgültigen Entgleisung des Seils geführt hat. Zur genauen Abklärung der Unfallursache werden noch mehrere Befragungen sowie technische und rechtsmedizinische Abklärungen vorgenommen werden müssen. Diese Arbeiten dürften noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Untersuchungsrichteramt IV Berner Oberland/Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe (UUS)/Kantonspolizei Bern
Sturm mit 90 Kilometer pro Stunde
Erste Untersuchungen nach dem Unglück in der Schweiz hatten ergeben, dass in etwa 2000 Meter Höhe zwischen Eiger und Lauberhorn ein Sturm mit einer Stärke von etwa 90 Kilometern pro Stunde blies.
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