Wenn's noch interessiert: Zu diesem Thema kann ich eine schöne Geschichte erzählen:
Teil 1: 2004 fuhr ich im Schlepplift Wildes Mandle in Vent. Der Lift hielt während der Fahrt an, fuhr trotzdem sehr schnell und ungewöhnlich weit zurück und dann knallte es: Das Zugseil war entgleist, der Seilfänger wurde verbogen und funktionierte nicht. Das Seil schlug auf meine Schulter. Meine sich anschließende Krankheitsgeschichte mit ua vielen kaputten Knochen will ich gar nicht ausbreiten. Es ist schon ein Glück, dass ich das überlebt habe. Nach vielen Operationen und noch mehr Training gehts mir gut und ich kann sogar klettern. Die Ursache für die Seilentgleisung wurde im Rahmen des Prozesses in Österreich gutachterlich untersucht. Der Gutachter mutmaßte, dass es eine Kombination von leicht verstellter Rollenbatterie (nach einer ersten Seilentgleisung wenige Tage zuvor!) und zu schwach eingestellter Bremse war. Durch den dann beim Anhalten ungewöhnlichen Rücklauf des Liftes kam es zusätzlich zu einem geänderten Seildrall und alles miteinander betrachtet ließ, so vermutet der Gutachter, das Seil entgleisen.
Teil 2: Dieses Jahr, 2008, war ich dann das erste Mal nach dem Unfall wieder in Vent: Immer wieder kam es zu Auffälligkeiten (lange Abstellpausen, etc) Fast an der Unfallstelle (bei vollbesetztem Lift mit dem ersten Schwung Leute mit verbilligten 11.00-Uhr-Karten) blieb derselbe Lift wieder stehen und bewegte sich dann wieder - wie ich fand - ungewöhnlich weit zurück. So schnell habe ich noch nie einen Lift verlassen. Am nächsten Tag, erzählten mir andere, wurde dann ein Teil der Bügel herausgehängt, ich glaube es war jeder 3. .... So glaubt man also, mutmaßlich erneut aufgetretene Bremsprobleme zu lösen. Was jetzt mit dem Lift bzw. den Bügeln ist weiß ich nicht, ich weiß nur dass die beschriebene Fahrt dieses Jahr meine letzte damit war.