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Unfallserie am Mölltaler Gletscher

gerrit schrieb:
http://www.heute.at/news/oesterreich/art23655,628345
Die schlechte Schneesituation abseits der präparierten Pisten stellt zweifellos eine erhebliche Gefahr dar, wie diese tragischen Unfälle zeigen.
Die Unfälle sind zwar tragisch haben für mich aber kaum was mit der schlechten Schneesituation was zu tun zumindest die ersten beiden.

Ich zitiere mal aus dem Bericht
Das Verletzungsrisiko ist derzeit besonders hoch, denn abseits der Kunstschnee-Pisten liegt kaum Schnee. Dieser Umstand wurde Samstagvormittag einem tschechischen Athleten zum Verhängnis. Der Sehbehinderte, der für die Paralympics trainiert haben soll, kam zu nahe an den Pistenrand und stürzte in steilem Gelände 30 Meter ab. Obwohl er einen Sturzhelm trug, erlag er seinen schweren Kopfverletzungen.
Elfjährige schwer verletzt
Am Freitag war ein elfjähriges Mädchen aus Domzale nahe Ljubljana ebenfalls über den Pistenrand hinausgekommen. Sie hatte kurz vor der Talstation der Gondelbahn verkantet und war 40 Meter abgestürzt. Die Slowenin erlitt mehrere Knochenbrüche, dass sie unter dem Skianzug Protektoren getragen hatte, verhinderte noch schlimmere Verletzungen. Die Schülerin wurde ins Bezirkskrankenhaus Lienz geflogen, nach der Erstversorgung wurde sie ins Klinikum Klagenfurt gebracht, ihr Zustand war am Samstag stabil.
Das hat für mich eher was mit schlechter Sicherung seitens der Bergbahnen zu tun. Ich kenne zwar die Stelle nicht, aber aber die Vermutung meinerseits liegt nahe, dass diese Stellen entsprechend durch Fangnetze hätten abgesichert sein müssen.
 
@ burgi83: Da müsstest du aber aktuell fast überall am Rand Netze aufstellen ...
 
Fabi111 schrieb:
@ burgi83: Da müsstest du aber aktuell fast überall am Rand Netze aufstellen ...
Das wird auch irgendwann so kommen.
 
Fabi111 schrieb:
@ burgi83: Da müsstest du aber aktuell fast überall am Rand Netze aufstellen ...
Ich bin der Meinung, dass jemand 30 bis 40m den Abhang runterstürzt das ganze nichts mit der Schneesituation zu tun. Oder fällt dort tatsächlich soviel schnee.
Für mich ist ein Abhang ein Abhang egal ob ohne oder mit wenig oder mit viel Schnee und gehört daher abgesichert. Es ist für mich eine sogenannte arttypische Gefahrenstelle.
 
Man kann nicht jeden Baum, jeden Abhang, jede Hütte oder jedes was sonst auch (am besten jeden Schifahrer) verpolstern, mit einem Netz versehen oder weichkochen, damit bei einer Kollision nichts passiert. Wer das nicht einsieht und seine Fahrweise nicht den Gegebenheiten anpasst, soll in der hoffentlich gut gepolsterten Schihalle bleiben.
Die angeführten Fälle könnten aber noch eine andere Dimension haben, allerdings kann ich das nicht aus der Berichterstattung ableiten: bessere Schutzvorrichtungen müssen m.E. dann vorgehalten werden, wenn es sich um ein offizielles Training handelt, d.h. die Kurse müssten im Fall von zu wenig Schnee neben der Piste jedenfalls gut abgesichert werden, da man sich ja im Training an seine Grenzen herantasten muss und es dabei natürlich jederzeit zu Stürzen kommen kann. Und so wie die Trainingskurse zu Saisonbeginn oft dicht an dicht gesteckt und meist am Rand gar nicht abgesichert sind, wundert mich ja, dass nicht viel mehr passiert.
 
Wo sind die Unfälle genau passiert?


ich sehe da schon einen deutlichen Zusammenhang mit der schlechten Schneelage
1.) glattere Pisten => weniger Bremsreibung bei Stürzen
2.) weniger natürliches Schneepolster entlang der Pisten

Das Dilemma jetzt auf die Sicherungsmaßnahmen der Bergbahnen zu schieben (ich meine grundsätzlich! Im speziellen Fall hier mag das anders gewesen sein), wird sich kontraproduktiv auswirken. Skifahren in der Polsterzelle oder gar kein Skifahren mehr.

Daher: mehr auf angepasstes Fahren pochen. Hierzu wird vielerorts, besonders südlich des Hauptkammes, auch Pistenpolizei eingesetzt. Nicht umsonst...
 
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