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Unglück am Nanga Parbat

So tragisch die ganze Sache ist - niemand zwingt die Leute, da rauf zugehen.
Ein dreifacher Familienvater sollte zudem entscheiden können, was ihm wichtiger ist: seine Familie mit drei kleinen Kindern oder der "Ruf des Berges".
Entschuldigt bitte den Sarkasmus, aber mein Mitleid mit dem ach so armen Verunglückten hält sich in engen Grenzen.
Dresdner
 
Hermann Buhl ein Held weil überlebt, Hermann Unterkirchner ein Depp da gestorben? :twisted:

Etwas mehr Respekt vor den Leistungen und den Mut anderer Leute ist hier gefragt!
 
Nun bin ich mal gespannt, ob sich der Messmer auch wieder äussert wie beim Zugspitzlauf...

Beileid für die Familie, aber das ist halt Bergsteigerrisiko.
 
Das sehe ich genau so wie kaldini.
 
baeckerbursch schrieb:
Hermann Buhl ein Held weil überlebt, Hermann Unterkirchner ein Depp da gestorben?
Der Hermann Buhl ist 4 Jahre nach der Besteigung des N.P. an der Chogolisa tödlich verunglückt.
 
Zumindest ist es heute gelungen, Lebensmittel und Brennstoff zu den beiden Bergsteigern abzuwerfen.
Hoffen wir dass es morgen gelingt, die 2 zu befreien.
Waren im heutigen RTL-Aktuell doch sehr bewegende Worte, als sie die Witwe des Verunglückten gezeigt haben.
Dresdner
 
Wollt ich auch grad schreiben!
Fabi111
 
Schade um Herrn Unterkirchner, sicher einer der besten Bergsteiger von heute.

Aber zeitgleich fand ja ne ziemlich abstruse Geschichte am Nanga Parbat statt, in der wohl auch ein Iraner verstarb.

Die Iraner waren im obersten Camp und gingen frühzeitig Richtung Gipfel. Einer aus dem Team war aber zu schwach und hatte Probleme, wollte aber nicht umkehren. Nach langen Diskussionen (lebensgefährlich 1h! bei schlechter werdendem Wetter) drehte er um. Und der Rest der Gruppe ging weiter. Kurze Zeit später mussten Sie erkennen, dass der Bergsteiger sich nicht an die Absprache gehalten hat, und trotzdem wieder Richtung Gipfel stieg. Viel zu spät erreichte die Gruppe dann den Gipfel (Sie hätten nach der Faustregel wer nach 14 Uhr nicht am Gipfel ist, längst umdrehen müssen). Beim Abstieg trafen Sie dann wieder auf den Bergsteiger.(?) Der dann wohl parallel mit dem Abstieg begann (aber im Abstand von wohl 20 Minuten). Immer noch alleine gelassen von der Gruppe. Zwischen 2 und 5 Uhr morgens erreichte die Gruppe das Camp und warte bis nachmittags auf den anderen Bergsteiger. Da dieser nicht auftauchte, liessen Sie ihm Material da und setzten den Abstieg fort. Es wurde behauptet, dass man noch 2 Tage Licht aus dem obersten Camp sehen konnte.(?) Bevor nichts mehr nachweisbar war.

Was ist da wohl passiert? Auf jeden Fall ist es ein fatales alpinistisches Lehrstück, wie man sich nie verhalten kann - Streitigkeiten, Egoismus, übertriebener Ehrgeiz, Überforderung da kommt wohl so manches vor.
 
Völlig unverständlich ist auch die Reaktion der Italiener auf die geglückte Helirettung, die von italienischer Seite als "völlig überzogen" chrarakterisiert wurde.
Angeblich hätten die beiden Überlebenden auch noch weitere 2000 m nach unten fahren können, so dass der Helieinsatz nicht notwendig gewesen sei.
Geht es denn hier nur noch um das Geld der Versicherung?
Wie hätte man in Italien gewettert, wenn kein Helieinsatz stattgefunden hätte und auch die 2 umgekommen wären. Einfach nur beschämend, das Ganze.
Dresdner
 
Die beiden Bergsteiger betonen, sie selbst hätten nie eine Rettungsaktion verlangt.
Das lässt sich natürlich leicht sagen, wenn man überlebt hat. Aber wehe, sie hätten nicht überlebt und die Pakistanis hätten keine Helirettung versucht. Die Reaktion unserer "Experten" kann man sich bildlich vorstellen.
Dresdner
 
Die Extrembergsteiger sind nicht zum Skifahren auf den Nanga Parbat.

Wer so etwas, dazu auf einer neuen Route, unternimmt rechnet damit evtl. mehr zurück zu kommen. Genau deshalb machen die ja so etwas. Um Neuland zu definieren und die Alpinistenschen Grenzen immer weiter nach oben zu verschieben.

Also die beiden geretten wurden waren sie über das gröbste drüber, nach ihren Aussagen hätten sie das letzte Stück zurück auch noch geschafft.

Ich empfinde es als äußerst selbstgerecht und besserwisserrisch von oben herab über solche Expeditionen richten zu wollen. Vor allem wenn man das selber gar nicht macht und deshalb von so etwas eigentlich gar keine Ahnung hat (wie ich auch).

Zum besseren Verständnis empfehle ich allen interessierten das Editorial der neuen "Klettern" zu lesen. Grundtenor: Climbing ist not playing Golf"
 
Mir geht es nicht darum, von oben herab solche Expeditionen, bzw. allgemein das Herantasten an Grenzen menschlicher Leistungsfähigkeit beurteilen zu wollen. Sicher ist das immer eine individuelle Entscheidung der jeweiligen Personen in der Abwägung, welche Prioritäten man in seinem Leben setzt.
Wenn du schreibst
Wer so etwas, dazu auf einer neuen Route, unternimmt rechnet damit evtl. mehr zurück zu kommen.
, so ging die Abwägung bei dem leider nicht mehr zurückgekehrten Alpinisten dahin, dass ihm das Ausreizen der menschlichen Möglichkeiten im Rahmen dieser Expedition das Wichtigste war, also auch wichtiger als seine Verantwortung für seine nunmal objektiv vorhandene Familie inclusive seiner kleinen Kinder wahrzunehmen. Verantwortung verstehe ich hierbei im Sinne "alles zu tun, auch weiterhin für seine Kinder da zu sein und nicht extreme Risiken einzugehen, die dies verhindern könnten". Ich stelle dies hier ohne jegliche Wertung im Sinne von "gut oder schlecht" fest - dazu muss sich jeder seine eigene subjektive Meinung bilden. (Mir ist klar, dass diese provokante These hier Widerspruch erzeugen wird, aber sie ist aus meiner Sicht nur die logische Schlussfolgerung aus dem bisher Gesagten.)
Zu den beiden Geretteten schreibst du:
Also die beiden geretten wurden waren sie über das gröbste drüber, nach ihren Aussagen hätten sie das letzte Stück zurück auch noch geschafft.
Okay, das ist die Version der beiden geretteten Alpinisten. Aber niemand kann objektiv feststellen, ob sie es wirklich geschafft hätten. Versetze dich in die Situation der Pakistani - sie mussten also helfen.
Dresdner
 
(Mir ist klar, dass diese provokante These hier Widerspruch erzeugen wird, aber sie ist aus meiner Sicht nur die logische Schlussfolgerung aus dem bisher Gesagten.)

Damit hast du aber recht. Natürlich ist er dieses Risiko wissentlich eingegangen und hat somit seinen "Beruf" (Extrembergsteiger macht man heute nicht für lau) über seine Verantwortung für seine Familie und die Kinder gestellt. Wenn das für Ihn und seine Frau ok ist (oder war) gibt es daran, meinermeinung, nichts auszusetzen.

Versetze dich in die Situation der Pakistani - sie mussten also helfen.
Nach dem Medienrummel war ja klar daß die Pakistani, wie du schon geschrieben hast, die Bergsteiger quasi retten mussten.
 
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