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Unterschied Gefälle 70% vs 80% oder 100%

3303 schrieb:
Mal interessehalber: Sind die Schweizer Wand und Gamsleiten 2 tatsächlich 100% oder wie manchmal erwähnt bis zu über 100% steil?
Gaamsleiten 2 kenne ich nicht, Schweizer Wand definitiv nicht, die hat am Einstieg Stellen an die 40 Grad (~80%) und flacht dann schnell auf 30 (60%) ab.
3303 schrieb:
Ich selbst kenne nur Abfahrten bis vermutlich schätzungsweise bis zu ca. 80% wie Mont Fort (Piste), vielleicht Mont Gelé, Lagalb Minor, Canalone Madesimo, früher Gallerie und Sass Corviglia auf Corviglia oder sonstige Hänge ähnlichen Gefälles.
Canalone Madesimo kenne ich sehr gut, da bleibt man bei geschickter Routenwahl im 30 Grad Bereich (bin ich mit meiner Tochter schon gefahren als sie 5 war), die Cavallina Variante liegt da z.B. auch ueber längere Strecken im 40 Grad Bereich, Cavi hat in der Schluesselstelle 45.
3303 schrieb:
ME sagt wie bereits erwähnt die reine Neigung alleine nicht genug aus, um daraus die absolute Schwierigkeit abzuleiten. Es kommen auch persönliche Vorlieben hinsichtlich der Verhältnisse dazu.
und zu guter letzt geht es um die länge der Steilheit und den Auslauf - im Extremfall ist das eine Absturzstelle mit 90 Grad...

mit das forderndste, was ich bisher gefahren bin war wohl das Couloir en Y (Agile d'Argentiere) mit 40-45 Grad ueber 300hm -> https://www.camptocamp.org/routes/53939/fr/aiguille-d-argentiere-couloir-en-y
 
Ich glaube, dass bei den von den Skigebieten angegeben Steigungen oft Äpfel mit Birnen verglichen werden. Deshalb gibt es auch mehrere "steilste Pisten Österreichs".

Piste A hat über einige hundert Meter Länge ein konstantes Gefälle von 75%
Piste B hat über eine Länge von 10 Metern ein Gefälle von 90%, sonst ist das Gefälle überall geringer als 70%.

Welche Piste ist nun steiler ?
Das kann man so oder so sehen. Ich jedenfalls würde, wenn sonst keine Informationen bekannt sind, eher Piste A als anspruchsvoller einstufen.
 
Recht hast Du. Aber wer wenn nicht wir könnten es als Gruppe mit so vielen Quellen besser wissen und dokumentieren?
Was man im Netzt findet ob in den Medien, Blogs oder gar in den Gebieten stimmt so wie Du es beschreibst ...wenn überhaupt.
Hier von und sind viele schon vor Ort gewesen haben Höhenmesser, Entfernungsmesser am Arm... das wär doch mal ein Projekt, oder?
 
Martin_D schrieb:
Ich glaube, dass bei den von den Skigebieten angegeben Steigungen oft Äpfel mit Birnen verglichen werden. Deshalb gibt es auch mehrere "steilste Pisten Österreichs".

Piste A hat über einige hundert Meter Länge ein konstantes Gefälle von 75%
Piste B hat über eine Länge von 10 Metern ein Gefälle von 90%, sonst ist das Gefälle überall geringer als 70%.

Welche Piste ist nun steiler ?
Das kann man so oder so sehen.


Stimmt genau. Alles Marketing- Mumpiz. Insb. auch die Prozent Angaben, klingt so schön nach viel...
Und die Steilheit ist in der Regel auch nur Kopfsache:
"Ui da geht's aber runter"
Hat nix mit der Schwierigkeit zu tun da runter zu fahren.
Ich bin schon vieles gefahren, auch echt steile Geschichten (denke da waren schon 50Grad Hänge im Gelände dabei) aber was ist wirklich anspruchsvoll?
Nur eins kann anspruchsvoll sein und das sind die Verhältnisse!
Bei schönem griffigen Schnee kommt man als geübter Skifahrer sehr sehr steile Sachen runter - aber wehe es ist glatt / vereist oder im Gelände Bruchharsch!
Ich hatte diesen Winter seit sehr vielen Jahren das erste mal wieder mal Schiss beim Skifahren.
Und das war auf einer sehr glatten schwarzen 08/15 Piste in Mayrhofen (nein nicht die Harakiri) die am Abend auch noch abgerutscht war. Steilheit? Nicht viel über 30 Grad. Aber ich konnte mit Mühe gerade mal die Geschwindigkeit halten - keine Chance zu Bremsen oder gar Anhalten. War recht unheimlich - zum Glück wurde es weiter unten etwas besser...
 
Lagorce schrieb:
Insgesamt ist der Pas de Chavanette zwar nicht einfach, würde den dennoch nicht als extrem einstufen.
Leider wird bei schwierigeren Bedingungen (stark vereist) gesperrt, meinte früher war man da etwas weniger zimperlich. Aber eben, das Cover-My-Ass Prinzip hat auch im alpinen Bereich Einzug gehalten.

Extrem ist immer relativ. Aber anspruchsvoll ist sie schon, und mitunter auch gefährlich. 40° am Einstieg, dann flacher werdend, aber gerade im Einstiegsbereich im Frühjahr oft sehr große und vor allem auch lange Buckel. Hinzu kommt, dass der Sturzraum nicht völlig frei ist. Selbst bei guten Bedingungen können die wenigsten Aspiranten da skifahren, die allermeisten stochern nur runter. Sie im gesicherten Skiraum bei schlechten Verhältnissen zu schließen, zeugt einfach nur von Verantwortungsbewusstsein. Heuer ist übrigens ein Brite dort vor den Augen seiner Kinder im Teenageralter in den Tod gestürzt. Auch die Tochter kam zu Fall und hat sich ebenfalls schwer verletzt.
 
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