Tom76 schrieb:
2h unterwegs zu sein mit ganz unterschiedlichen Teilgebieten ist doch klasse

Wer Skisafaris liebt, weiss was ich meine. Wo ist da also das Problem?
Ausgangspunkt war meine Schätzung, dass man von Arosa-Prätschli knapp 2 Stunden braucht, bevor man überhaupt die
erste Abfahrt auf Lenzerheide West machen kann. Natürlich fährt man in den 2 Stunden auch Ski. Die saftigen Preisaufschläge werden aber zumindest hier im Forum mit der Größe des Skigebietsverbundes begründet, die so aber praktisch für den Urlauber in Arosa nach meiner Meinung nicht voll nutzbar ist. 2 Stunden hin, 2 Stunden zurück, 1 Stunde Mittag. Da bist Du auf dem Rückweg gerade einmal vielleicht eine halbe Stunde auf der Westseite von Lenzerheide gefahren. Wie lange braucht man, um die Westseite komplett zu durchfahren? Einen halben Tag? Einen ganzen Tag? Aber vielleicht irre ich mich auch da und der ganze Weg von Arosa aus ist in einer Stunde zu schaffen. Obwohl, wenn ich die Rechnung von Maria13 lese, dann scheine ich doch nicht so weit daneben zu liegen.
Nach dem, was ich hier so zwischen den Zeilen gelesen habe, wird Arosa über den Umweg Lenzerheide wahrscheinlich Tagestouristen anlocken. Ist ja OK. Aber warum soll ich dann als Urlauber in Arosa dafür einen deftigen Preisaufschlag von bis zu 25% zahlen, dass es mit der Ruhe am Hörnli vorbei ist? Wenn sich die Verbindung nicht durch zusätzliche (Tages-) Gäste rechnet, warum hat man sie dann überhaupt gebaut?
Lenzerheide kenne ich bislang nur von einem halben Tag auf der Rückreise von Moritz (@ski-chrigel: daher meine fehlende Kenntnis der Feinheiten). Damals bin ich nur auf der Ostseite gefahren. So, wie ich topografisch die Sache einschätze, ist die Ostseite erst gegen Mittag interessant, weil sie dann in der Sonne liegt (bin nun mal Schönwetterfahrer). Dort aber darf ich mich nicht allzulange aufhalten, damit ich noch über Carmena und ggf LAW wieder ohne Bus zurückkomme. Da haben es die Urlauber aus Lenzerheide schon besser. Die fahren morgens in Arosa und können dann nachmittags in Ruhe auf ihrem Hausberg zurückfahren.
Abgesehen davon finde ich Preisaufschläge von 25% in Krisenzeiten taktisch unklug und unpassend. Beide Skigebiete haben sich bislang jeweils durch ihre Ticketverkäufe finanziert. Die Zahl der (ausländischen) Touristen, die in
einem Urlaub Arosa
und Lenzerheide gefahren sind und nun durch den Zusammenschluss einen Preisvorteil haben schätze ich als überschaubar ein. Bei Einheimischen kenne ich die Ausgangslage nicht. Viele werden aber wohl Saisonkarten haben, was auf die angesprochenen Mehrtageskarten keinen Einfluss hat. Warum meint man daher jetzt, durch den Bau einer Verbindung könne man jetzt dermassen drastisch die Preise anheben?
Es wäre klüger gewesen, erst mal moderat die Preise anzuheben und das ganze als "Eröffnungsangebot" zu promoten um zu sehen, wie sich die Sache entwickelt. Ich stelle mir vor, ein Kaufhaus würde renovieren und dann bei der Neueröffnung erst mal mit 25% Preisaufschlag um neue Kunden werben. Wahrscheinlich kämen weniger Kunden als vor der Renovierung.
Just my 2 Cents