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Verbindung Lenzerheide-Arosa-Tschiertschen

Und nochmal, für NeusserGletscher, der es offenbar nicht glauben will: Es brauch KEINEN Bus dazwischen, nirgends! Einmal 4min Verbindungsbahn (gem. Theo) zwischen Arosa und Lenzerheide und in Parpan 5min Fussmarsch von Ost nach West, umgekehrt nicht mal Skier abziehen. Ich glaube, man darf da durchaus von einem zusammenhängenden Skigebiet reden, sonst kommen mir einige Beispiele in den Sinn, die rausfallen (St.Anton, Lech-Zürs, u.v.m.)! Und insofern, ich wiederhole mich, sind die Preise ok.
 
NeusserGletscher schrieb:
Lenzerheide hatte ich mir noch gar nicht angeschaut, danke für den Hinweis. Die Größe des Skigebiets hat sich doch insgesamt gar nicht verändert, oder? Eine Piste kommt hinzu, eine fällt weg, mehr nicht. Oder wird die Fahrt im ICE von Hamburg nach München auch 25% teurer nur weil eine zweite Zugarnitur angehängt wird? :wink:

Warte mal den Dezember ab. Billiger wirds da wohl kaum wenn sie jetzt schon Preiserhöhungen ankündigen. Bei der DB!
 
Wie schon einmal gesagt: Preislich liegt das Skigebiet voll im Rahmen für das nun gebotene.
 
Ein Geheimtipp für Studenten bleib der Karstadt-Sport im Lago in Konstanz.
Der Geschäftsführer bietet auch dieses Jahr eine stark vergünstigte Tageskarte für Studenten an: 30 o. 31 €
Also vorher dort vorbei fahren.
 
Tom76 schrieb:
2h unterwegs zu sein mit ganz unterschiedlichen Teilgebieten ist doch klasse :) Wer Skisafaris liebt, weiss was ich meine. Wo ist da also das Problem?
Ausgangspunkt war meine Schätzung, dass man von Arosa-Prätschli knapp 2 Stunden braucht, bevor man überhaupt die erste Abfahrt auf Lenzerheide West machen kann. Natürlich fährt man in den 2 Stunden auch Ski. Die saftigen Preisaufschläge werden aber zumindest hier im Forum mit der Größe des Skigebietsverbundes begründet, die so aber praktisch für den Urlauber in Arosa nach meiner Meinung nicht voll nutzbar ist. 2 Stunden hin, 2 Stunden zurück, 1 Stunde Mittag. Da bist Du auf dem Rückweg gerade einmal vielleicht eine halbe Stunde auf der Westseite von Lenzerheide gefahren. Wie lange braucht man, um die Westseite komplett zu durchfahren? Einen halben Tag? Einen ganzen Tag? Aber vielleicht irre ich mich auch da und der ganze Weg von Arosa aus ist in einer Stunde zu schaffen. Obwohl, wenn ich die Rechnung von Maria13 lese, dann scheine ich doch nicht so weit daneben zu liegen.

Nach dem, was ich hier so zwischen den Zeilen gelesen habe, wird Arosa über den Umweg Lenzerheide wahrscheinlich Tagestouristen anlocken. Ist ja OK. Aber warum soll ich dann als Urlauber in Arosa dafür einen deftigen Preisaufschlag von bis zu 25% zahlen, dass es mit der Ruhe am Hörnli vorbei ist? Wenn sich die Verbindung nicht durch zusätzliche (Tages-) Gäste rechnet, warum hat man sie dann überhaupt gebaut?

Lenzerheide kenne ich bislang nur von einem halben Tag auf der Rückreise von Moritz (@ski-chrigel: daher meine fehlende Kenntnis der Feinheiten). Damals bin ich nur auf der Ostseite gefahren. So, wie ich topografisch die Sache einschätze, ist die Ostseite erst gegen Mittag interessant, weil sie dann in der Sonne liegt (bin nun mal Schönwetterfahrer). Dort aber darf ich mich nicht allzulange aufhalten, damit ich noch über Carmena und ggf LAW wieder ohne Bus zurückkomme. Da haben es die Urlauber aus Lenzerheide schon besser. Die fahren morgens in Arosa und können dann nachmittags in Ruhe auf ihrem Hausberg zurückfahren.

Abgesehen davon finde ich Preisaufschläge von 25% in Krisenzeiten taktisch unklug und unpassend. Beide Skigebiete haben sich bislang jeweils durch ihre Ticketverkäufe finanziert. Die Zahl der (ausländischen) Touristen, die in einem Urlaub Arosa und Lenzerheide gefahren sind und nun durch den Zusammenschluss einen Preisvorteil haben schätze ich als überschaubar ein. Bei Einheimischen kenne ich die Ausgangslage nicht. Viele werden aber wohl Saisonkarten haben, was auf die angesprochenen Mehrtageskarten keinen Einfluss hat. Warum meint man daher jetzt, durch den Bau einer Verbindung könne man jetzt dermassen drastisch die Preise anheben?

Es wäre klüger gewesen, erst mal moderat die Preise anzuheben und das ganze als "Eröffnungsangebot" zu promoten um zu sehen, wie sich die Sache entwickelt. Ich stelle mir vor, ein Kaufhaus würde renovieren und dann bei der Neueröffnung erst mal mit 25% Preisaufschlag um neue Kunden werben. Wahrscheinlich kämen weniger Kunden als vor der Renovierung.

Just my 2 Cents
 
Nicht jeder Arosa-Gast wohnt im Prätschli. Kommt er von Innerarosa, fährt er so ca 12min aufs Hörnli, dann 4min mit der Verbindungsbahn, hat dann ne tolle Abfahrt nach Parpan vor sich, die der zügige Fahrer in weniger als 10min schafft, läuft die 5min zum Skilift Proschieri, ist 10min später an der Talstation des Stätzerhornsessels, 7min später oben, macht 48min und schon hat er die ganze Westseite zu seinen Füssen und kann in einem Rutsch bis rüber zum Scalottas-Lift, wenn er das will.
Derjenige aus Ausserarosa hat noch ein paar Minuten mehr, aber immer noch genügend Zeit, am Vormittag auf der sonnigen Westseite zu fahren, bis er am Mittag auf die nun mittlerweile ebenfalls sonnige Westseite wechselt. Dazu kommt er von fast jeder Bergstation der Westseite in einer einzigen Fahrt, also kaum 10min zu Heimberglift in Parpan, ohne, ich wiederhole mich, die Skier abzuschnallen. Dort fährt er mit den 3 Sesselliften in weniger als 25min aufs Urdenfürggli, kann noch locker eine Fahrt am Weiss- oder Rothorn einschalten und dann ohne Stress nach Arosa wechseln, wo er den restlichen Nachmittag verbringt.
Dieses Programm schafft ein durchschnittlich fahrender Skifahrer locker in einem Tag ohne Stress. Also auch der Aroser Gast, der etwas mehr als denn Stemmbogen beherrscht hat sehr wohl was von diesem neuen Grossskigebiet. Wenn er das nicht nützt ist er selber schuld, oder aber dann sollte er sich ein überschaubareres Gebiet auswählen.
Ich glaube nicht, dass Arosa so viel Geld und Kraft inverstiert hätte, wenn es im internationalen Markt nicht wichtig wäre, dass man als Grossskigebiet auftreten kann. Und ich glaube sogar, dass der Aroser Gast deutlich mehr profitiert als der in Lenzerheide. Arosa bot nicht sooo viel Auswahl und jetzt hat er einden deutlich besseren Mehrwert, auch wenn er dafür mehr bezahlen muss. Es geht auf. Kommt dazu, dass sich wohl viele Gäste überlegen, nun doch im hübschen Arosa Ferien zu machen, die einen gewissen Anspruch an Pistenschwierigkeitsgrad und Abwechslung haben. Ich zB hätte nie und nimmer eine Woche Ferien in Arosa machen wollen, obwohl mir Arosa als Ort gefällt, aber das Skigebiet war nach zwei Tagen langweilig. Jetzt aber wäre das durchaus ein Thema und hübscher als auf der verkehrsgeplagten Lenzerheide. Nochmal: ich bin überzeugt, dass Arosa mehr profitiert als Lenzerheide!
 
Ich habe noch mal ein wenig im Internet-Archiv gestöbert und bin auf die alten Preise von Lenzerheide gestossen. Die sind meiner Empfehlung gefolgt, obwohl ich die noch gar nicht angedacht hatte und haben die Preise sogar leicht gesenkt. Statt 623 Franken für 14 Tage (Stand 11/12) jetzt nur noch 602 Franken.

Also, ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.

Die neue Verbindung ist einen super Sache. Lenzerheide ist für mich in einer halben Stunde und 300 Kurven weniger zu erreichen. Während der Arosa-Urlauber an St. Peter die Schneeketten anlegt ziehe ich bereits auf der Piste die erste Schwünge. Ausserdem liegt Lenzerheide so zentral, dass ich auch mal für einen Tag nach Davos, Bergün oder Flims/Laax fahren kann. Und auch sonst ist die Erweiterung für Lenzerheide eine Bereicherung. Morgens nach Arosa Nusstorte einkaufen, nachmittags der Sonne folgend zurück nach Lenzerheide und Nusstorte auf der Piste in der Nachmittagssonne verspeisen, während sich die Urlauber aus Arosa über die schattigen und kühlen Pisten am Hörnli zurück in ihren abgelegenen Talkessel verziehen. In Lenzerheide habe ich nun morgens die Wahl zwischen 2 Sonnenhängen. Bleibe ich komplett auf der Ostseite, dann brauche ich nicht mal den Skibus für den Wechsel von West nach Ost, den man aber sowieso nicht braucht. Und wenn das Wetter mal total mies ist geht es halt ins Thermalbad nach Alvaneu Züge beobachten.

Schade ist nur, dass es keine Top-Card mehr gibt, ähnlich Dolomiti Superski, mit der man gleich einen Skipass für alle Skigebiete hat. Aber vielleicht kommt ja irgendwann einmal wieder ein Holländer mit seiner lungenkranken Gattin und beendet die bündnerische Eigenbrötlerei :wink: .
 
Philipp Holenstein, Direktor der Arosa Bergbahnen, sagt: «Wir haben bereits einige Tausend Jahreskarten verkauft.» Man arbeite derzeit an einem Rückvergütungsmodell. Alle Kartenbesitzer würden bis Ende November angeschrieben und für den Ausfall des zusätzlichen Angebots entschädigt.
Quelle: Regionaljournal Graubünden vom 08.11.2013
 
Die Sendung "Schweiz Aktuell" berichtete auch darüber inklusive Interwiev mit dem Bergbahndirektor von Arosa (Zitat sinngemäss): "es schmerze sehr, dass es für die Weihnachtsgäste nicht reiche, aber in Anbetracht dieses 40jährigen Projektes sei dies verschmerzbar"
http://www.srf.ch/sendungen/schweiz-aktuell
Aber eigentlich diskutieren wir hier an zwei Orten gleichzeitig: http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=12&t=220&start=500 (habe erst jetzt realisiert, dass ich hier gar nicht im Infrastukturthema bin... :oops: )
 
Sehr positive Außenwirkung was hier betrieben wird und dadurch hält man seine Gäste bzw. vergrößert die Anzahl evtl. längerfristig.
 
... vor allem durch die Bakanntgabe der Verzögerung nachdem ein Großteil der Saisonkarten verkauft und die Weihnachtsbuchungen getätigt waren.
 
ÖV-Billett nur in Ausübung von Wintersport

Die Jahreskarte für das neue Skigebiet Arosa-Lenzerheide ist zugleich ein ÖV-Billett. Der Zusatz «in Ausübung von Wintersport» sorgt jedoch für eine gewisse Verunsicherung.

Wenn keine anschliessende oder vorgängige Benutzung der Bergbahnen erfolgt, muss ein Billett gekauft werden. Das heisst: Für alle weitere Fahrten (Arbeit, Schule, Einkaufen, Ausflüge, Besuche usw.) ist die Jahreskarte für das Skigebiet nicht gültig.»

Allerdings gibt es für Zweitwohnungsbesitzer und Inhaber von sogenannten Skischränken die Möglichkeit, bei den Bergbahnen eine Bestätigung zur Nutzung der definierten ÖV-Strecken für die An- beziehungsweise Abreise ohne Wintersportausrüstung anzufordern.

Quelle: http://www.suedostschweiz.ch/vermischtes/oev-billett-nur-ausuebung-von-wintersport
 
Leider ist es heutzutage nötig, sowas bis ins allerletzte Detail zu regeln weil allfällige Lücken von einigen Schlaumeiern immer ausgenutzt werden.
 
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