Verfahren gegen Kaprun-Gutachter eingestellt

Nur um das noch kurz zu beantworten:

Theo schrieb:
starli bringt es auf den Punkt: Was ist ein Fahrzeug?
Für ihn ( hoffe ich habe da jetzt nichts falsch verstanden ) anscheinen nur ein Auto. Ein anderer wird sagen alles sind Fahrzeuge.
Für mich ist ein Fahrzeug ein Ding, das fährt. Fahr-Zeug. Allerdings ist für mich "fahren" etwas aktives, d.h. das Fahrzeug muss selbst fahren. Ob das nun von einem Motor im Fahrzeug oder einem Menschen auf dem Fahrzeug angetrieben wird, ist für mich sekundär. D.h. auch ein Fahrrad ist für mich ein Fahrzeug. Allerdings kein Anhänger, kein Aufzug, keine Pendelbahnkabine und somit auch keine Standseilbahnkabine - weil diese "Dinger" nicht selbst fahren, sondern sie gefahren (bzw. gezogen) werden ....
 
starli schrieb:
Nur um das noch kurz zu beantworten:

Theo schrieb:
starli bringt es auf den Punkt: Was ist ein Fahrzeug?
Für ihn ( hoffe ich habe da jetzt nichts falsch verstanden ) anscheinen nur ein Auto. Ein anderer wird sagen alles sind Fahrzeuge.
Für mich ist ein Fahrzeug ein Ding, das fährt. Fahr-Zeug. Allerdings ist für mich "fahren" etwas aktives, d.h. das Fahrzeug muss selbst fahren. Ob das nun von einem Motor im Fahrzeug oder einem Menschen auf dem Fahrzeug angetrieben wird, ist für mich sekundär. D.h. auch ein Fahrrad ist für mich ein Fahrzeug. Allerdings kein Anhänger, kein Aufzug, keine Pendelbahnkabine und somit auch keine Standseilbahnkabine - weil diese "Dinger" nicht selbst fahren, sondern sie gefahren (bzw. gezogen) werden ....

Das eine ist ja das juristische Verständnis, das andere wie man es selber definiert. Aber auch oben genannte persönliche Definition ist ja wohl inkonsequent. Kapp mal bei einem Standseilbahnwagon in der Bergstation das Seil und löse die Bremsen. Dann fährt der auch von selbst, bzw. mit Schwerkraftantrieb. Oder ein anderes Beispiel, der obigen Definition zufolge wären ja die Wagons bei der Bahn keine Fahrzeuge sondern nur die Lok. Dann wäre der vor ein paar Monaten auf der Strecke Garmisch-München über Kilometer führerlos daherrollende Wagon ja auch kein Fahrzeug gewesen. Oder wie kategorisiert man mit der genannten Definition einen modernen Triebzug, wie z.B. einen ICE neuester Genration, wo es keine Triebköpfe mehr gibt, sondern der Antrieb unterflur über den Zug verteilt ist, aber nur jeder 2. Wagen angetrieben ist? Zudem wird der Zug ja immer nur als Einheit genutzt und die Wagen nicht getrennt. Ist das dann ein Halbfahrzeug?

Ich habe den weiter oben zitierten Bericht im Spiegel sowie einige Beiträge im Deutschen wie auch im Österreichischen Fernsehen gelesen und gesehen. Daraus ziehe ich persönlich den Schluss, dass etwas an der ganzen Sache nicht stimmen kann, wenn man es nötig hat sich auf eine Verteidigungslinie zurückzuziehen wo man über das Anzweifeln einer Begriffsbestimmung die unsachgemäße Verwendung eines Einbauteils (Heizlüfters) zu legitimieren versucht. Implizit ist das ja eigentlich schon ein Schuldeingeständnis nach dem Motto, wenn wir das Teil in ein Fahrzeug eingebaut hätten wäre es selbstverständlich falsch gewesen, aber übrigens jetzt wo es jemand sagt haben wir rausgefunden das ein Standseilbahnwagon ja gar kein Fahrzeug ist (Achtung! Ich meine nicht ein Eingeständnis der Schuld an der Katastrophe, sondern lediglich der vorschriftswidrigen Verwendung des Lüfters. Die Kausalkette die diesem Fehler dann folgt, möchte ich bewusst nicht beurteilen. Das ist Sache der Gutachter, wenn gleich ja auch da gestritten wird).

Solch eine Argumentation finde ich in sich gesehen ziemlich lächerlich. Ebenso finde ich es bedrückend wie unsensibel heutzutage mitunter mit den Opfern solcher Katastrophen umgegangen wird. Damit meine ich u.a. die Scheinheiligkeit mit der in der ein oder anderen Fernsehsendung die hier diskutierte Argumentation vorgebracht wurde und dabei auch noch behauptet wird es gehe ja nur um Aufklärung damit die Hinterbliebenen endlich Frieden finden könnten. Würden diese Leute an Stelle ihrer Heuchlerei einfach sagen, ich bedauere zutiefst was passiert ist, aber es geht mir auch um wirtschaftliche Interessen, z.B. den österreichischen Tourismus nicht durch eine Seilbahn-Sicherheitsdebatte zu schädigen (und das ist ja nicht von der Hand zu weisen), so könnte wohl jeder damit besser umgehen. Es ist schließlich nicht verboten diese Interessen zu vertreten und zu verfolgen. Das Ganze aber unter dem Deckmantel des Opferschutzes oder der Opferinteressen zu tun finde ich einfach nur perfide.
 
Habe so ein Teil in der Holzhütte in Norwegen (zusätzlich zum Schwedenöfele!!).
Das Ding läuft und läuft... :lol:
 
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