• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Verlegung der Kantonsgrenze wegen Sesselbahn

yves

Massada (5m)
Aus der Basler Zeitung:

Obwalden und Bern verlegen ihre Kantonsgrenze

Sarnen. SDA/baz. Die Kantone Obwalden und Bern verlegen ihre gemeinsame Grenze im Titlisgebiet. Grund dafür ist eine neue Sesselbahn. An den Flächen der Kantone ändert sich nichts.

Der Obwaldner Regierungsrat stimmte der Grenzänderung zu, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Sie wurde nötig, weil die Bergstation der Sesselbahn auf dem Titlisgletscher auf Berner Gebiet zu liegen kam. Laut bernischem Baugesetz aber dürfen Bauten nicht über Kantonsgrenzen hinausgehen.

Deshalb wurde eine sogenannte technische Grenzänderung zwischen Bern und Obwalden beschlossen. Die Kantone verschieben ihre gemeinsame Grenze um eine jeweils 592 Quadratmeter grosse Parzelle in den Gemeinden Engelberg OW und Gadmen BE. Im Kanton Bern steht die formelle Genehmigung des Vorgangs noch aus.

Ich verstehe nicht ganz, um welche Sesselbahn es sich dabei handelt. Wenn es der Ice Flyer ist, dann wäre der schon 6 Jahre lang illegal. :?
 
yves schrieb:
Laut bernischem Baugesetz aber dürfen Bauten nicht über Kantonsgrenzen hinausgehen.
Im Wallis z.B. gibt es eine 6KSB deren Bergstation sogar in Italien (= feindliches EU-Ausland) steht und die haben schon Probleme mit einem Bau innerhalb der Schweiz... naja :stupid: :rofl:
 
Finde das auch ein bisschen komisch.

Denn die KSB-4 Oldenegg-Cabane ist auch grenzüberschreitend (BE/VD).

@Downhill
Das ist irgend ein komisches Gesetz vom Kanton Bern. Im Wallis kann das ganz anders aussehen.
 
yves schrieb:
Aus der Basler Zeitung:

Obwalden und Bern verlegen ihre Kantonsgrenze

Sarnen. SDA/baz. Die Kantone Obwalden und Bern verlegen ihre gemeinsame Grenze im Titlisgebiet. Grund dafür ist eine neue Sesselbahn. An den Flächen der Kantone ändert sich nichts.

Der Obwaldner Regierungsrat stimmte der Grenzänderung zu, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Sie wurde nötig, weil die Bergstation der Sesselbahn auf dem Titlisgletscher auf Berner Gebiet zu liegen kam. Laut bernischem Baugesetz aber dürfen Bauten nicht über Kantonsgrenzen hinausgehen.

Deshalb wurde eine sogenannte technische Grenzänderung zwischen Bern und Obwalden beschlossen. Die Kantone verschieben ihre gemeinsame Grenze um eine jeweils 592 Quadratmeter grosse Parzelle in den Gemeinden Engelberg OW und Gadmen BE. Im Kanton Bern steht die formelle Genehmigung des Vorgangs noch aus.

Ich verstehe nicht ganz, um welche Sesselbahn es sich dabei handelt. Wenn es der Ice Flyer ist, dann wäre der schon 6 Jahre lang illegal. :?

Es handelt sich wirklich um den Ice Flyer aber solch ein drama her zu geben weil ein bisschen Bergstation auf Berner Boden steht :? Naja hoffen wir das es gut ausgeht
 
Das ist in der Tat ein komisches Gesetz, da stehen sich aber die Schweizer selbst gewaltig im Weg. Es ist schon interessant wie man sich durch solche komischen Gestze selbst ausbremst und sich aber gleichzeitig wundert, dass man den Anschluss verloren hat.
@schweizer User: DIES BITTE NICHT ALS ANGRIFF AUF EUCH VERSTEHEN!
 
Oscar schrieb:
Das ist in der Tat ein komisches Gesetz, da stehen sich aber die Schweizer selbst gewaltig im Weg. Es ist schon interessant wie man sich durch solche komischen Gestze selbst ausbremst und sich aber gleichzeitig wundert, dass man den Anschluss verloren hat.
@schweizer User: DIES BITTE NICHT ALS ANGRIFF AUF EUCH VERSTEHEN!

Nehmen wir auch nicht so auf... :D Du würdest dich wundern wie viele unnütze Gesetze wir in der Schweiz haben :x
 
vhaemmerli schrieb:
Nehmen wir auch nicht so auf... :D Du würdest dich wundern wie viele unnütze Gesetze wir in der Schweiz haben :x

Ich glaube Deutschland steht in Sachen unnütze Gesetze, die in einigen Bereichen eine Entwicklung ausbremsen, der Schweiz in nichts nach. Hinzu kommt noch, dass wir uns teilweise noch EU-Gesetz "unterwerfen" müssen, dass habt Ihr zum Glück nicht ...
 
Es lebe der Föderalismus! Der "Kantönligeist" feiert fröhliche Urstände und der Amtsschimmel wiehert kräftig mit. Aber eben, die Kantonshoheit ist eine heilige Kuh in der Schweiz.

snowflat schrieb:
Hinzu kommt noch, dass wir uns teilweise noch EU-Gesetz "unterwerfen" müssen, dass habt Ihr zum Glück nicht ...
Machen wir aber trotzdem freiwillig. Neue Gesetze werden bei uns auf ihre Verträglichkeit mit dem EU-Recht geprüft! Ist das nicht schizophren? Wir sind nicht Mitglied und können folglich bei der Gestaltung dieser Gesetze auch nicht mitreden, aber wir unterwerfen uns brav ihnen.
 
Die Sörenberger Rothornbahn startet so viel ich weiss auch auf Luzerner Boden, während die Bergstation im Kanton Bern steht.
Wenn man dort noch die Grenze änder müsste, gäbe es womöglich noch einen Konflikt, dass das BRIENZER Rothorn (Brienz=Kanton Bern) auf Luzerner Boden steht.... :roll:
 
GMD schrieb:
snowflat schrieb:
Hinzu kommt noch, dass wir uns teilweise noch EU-Gesetz "unterwerfen" müssen, dass habt Ihr zum Glück nicht ...
Machen wir aber trotzdem freiwillig. Neue Gesetze werden bei uns auf ihre Verträglichkeit mit dem EU-Recht geprüft! Ist das nicht schizophren? Wir sind nicht Mitglied und können folglich bei der Gestaltung dieser Gesetze auch nicht mitreden, aber wir unterwerfen uns brav ihnen.

Das wußte ich auch nicht, aber man lernt ja nie aus ... "schizophren" trifft das wohl genau, dem ist nichts mehr hinzuzufügen ...

*** kopfschüttel ***
 
Keine Angst. Das ist nur halb so schlimm!
Natürlich gab es wegen den paar Quadratmetern keine Probleme zwischen Obwalden und Bern. Seit einigen Jahren werden die Grundbücher Obwaldens überprüft und bereinigt. So gab es bereits letztes Jahr einige Bereinigungen mit Nidwalden, da dort z.B. 500 Quadratmeter im Grundbuch beider Kantone eingeschrieben war. Damit es steuertechnisch einfacher ist, die Bergstation steht genau auf der Grenze, werden einige Quadratmeter dem Kanton Obwalden gegeben. Somit steht die Bahn vollständig auf Obwaldner Gebiet. Umgekehrt geben wir Bern den gleich grossen Anteil einige Meter weiter wieder zurück.
Eine ganz einfache Sache. Probleme gab es deswegen keine.
 
Und als Bergbahnbetreiber würde ich diesen Schritt sehr begrüssen.
Denn der Steuersatz in Obwalden ist wesentlich tiefer als in Bern.
 
Das stimmt. Wobei es auf eine Sesselbahn-Bergstation nicht sehr stark ankommt. Ertragsreicher wäre da schon die Bergstation der Titlisbahn oder das Jochpass-Gebiet.
Es geht eher um die Rechnung. Wenn die Bergstation auf zwei Kantonen steht, können die Spesen für den Rechnungsuafwand etc. fast höher ausfallen als die schlussendlichen Steuereinnahmen.
Es gilt aber noch zu bemerken, dass Bern um 1965, als die Titlisbahn gebaut wurde, dem Kanton Obwalden kurzerhand den Berner Boden, auf welchem die Bergstation zum Teil steht, schenkte.
 
obwalden schrieb:
Das stimmt. Wobei es auf eine Sesselbahn-Bergstation nicht sehr stark ankommt. Ertragsreicher wäre da schon die Bergstation der Titlisbahn oder das Jochpass-Gebiet.
Es geht eher um die Rechnung. Wenn die Bergstation auf zwei Kantonen steht, können die Spesen für den Rechnungsuafwand etc. fast höher ausfallen als die schlussendlichen Steuereinnahmen.
Es gilt aber noch zu bemerken, dass Bern um 1965, als die Titlisbahn gebaut wurde, dem Kanton Obwalden kurzerhand den Berner Boden, auf welchem die Bergstation zum Teil steht, schenkte.

genau Obwalden hat recht :wink:
 
Die Sache ist wirkich etwas schizophren, denn der Jochstock-Sessellift (im gleichen Skigebiet) steht zum Grossteil auf berner Boden, die Bergstation hingegen im Kanton OW (zumindest laut Karte). Dort war es offenbar kein Problem, aber beim Iceflyer schon? Und wie schon erwähnt: Oldenegg-Cabane (früher PB, jetzt SB) geht auch über die berner Kantonsgrenze hinaus (VD), ebenso Chalberhöhni-Pra Cluen (VD), auch die Bahn in Gsteig zum Lac de Senin geht über die Kantonsgrenze (VS), sogar der Skilift Grandval kommt in einem anderen Kanton an (SO). Verstehe mal einer die Welt ...
 
in den 4 jahre alten beiträgen steht, dass die station selber auf der grenze stand. eine grenzüberschreitende bahn ist also kein problem (zumindest hier nicht), ein grenzüberschreitendes gebäude hingegen schon.

ich sehe das ganze positiv: die menschen beeinflussen die grenzen und verschieben sie, anstatt umgekehrt! wäre schön, wenn dies häufiger so wäre. grenzen werden manchmal viel zu ernst genommen.
 
in den 4 jahre alten beiträgen steht, dass die station selber auf der grenze stand. eine grenzüberschreitende bahn ist also kein problem (zumindest hier nicht), ein grenzüberschreitendes gebäude hingegen schon.
So erscheint es logisch. Jedoch der Zeitungsartikel lässt sich eben auch anderes interpretieren ;)
Angenommen im Kanton Bern dürften keine grenzüberschreitende Seilbahnen gebaut werden, dann müssten ja auch alle Strassen und Eisenbahnlinien an der Kantonsgrenze gekappt werden :lol:
Jedoch die Sache mit dem "Gebäude" macht irgendwie Sinn. Da könnte es effektiv juristische Probleme geben, wenn dies auf der Grenze steht.
Unter diesem Aspekt finde ich es natürlich grossartig dass sich die beiden Kantone zusammengerauft haben und die Grenzlinie verlegt wurde. Man hätte ja auch auf stur schalten können und das Projekt wäre erledigt gewesen.
 
Zurück
Oben