Das nennt man Pumpspeicherkraftwerk. Das ist bei den Stauseen in den Alpen gang und gäbe. Daran erkennt man auch gut die Unterschiede zwischen Band- und Spitzenenergie.
Atom- und Kohlekraftwerke liefern immer Strom. Diese Kraftwerke sind eigentlich ein digitaler Natur, denn ein sie kennen nur zwei Zustände: Stillstand oder volle Leistung. Das hoch- und runterfahren von Atomreaktoren ist sehr aufwendig, also vermeidet man das wenn möglich. Beim Kohlekraftwerk ist es dasselbe: Das Anheizen der Kessel dauert recht lange, also löscht man diese ebenfalls nur unter besonderen Umständen. Diese Kraftwerke liefern die sogenannte Bandenergie. Das ist die Menge Strom, welche durchschnittlich zu jeder Tageszeit benötigt wird.
Nun gibt es aber Zeiten, bei denen mehr Energie benötigt wird. Beispielsweise kurz vor Mittag wenn überall die Kochherde eingeschaltet werden. Hier kommen nun die Stauseen ins Spiel. Diese Kraftwerke lassen sich schnell in Betrieb nehmen und genau so schnell wieder ausschalten. Man muss salopp gesagt nur den Wasserhahn auf- oder zudrehen! Auch kann man, wenn mehrere Turbinengruppen verbaut sind, die Leistung regeln. Bandenergie können sie hingegen nicht liefern, da irgendwann der Speichersee leer sein wird. Sie benötigen also sogar Betriebspausen, um den See wieder zu füllen.
Genau deswegen kam man auf die Idee mit der Stromveredelung. In Zeiten mit geringen Stromverbrauch, wie zum Beispiel nach Mitternacht, wird die nicht benötigte Bandenergie (die Bandernergiekraftwerke produzieren wie gesagt ununterbrochen) dazu verwendet mittels elektrischen Pumpen Wasser in die Stauseen zu fördern. In Spitzenzeiten geht das Kraftwerk dann wieder ans Netz. Es wurde also Strom, oder besser gesagt Energie, in Form von Wasser gespeichert!