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"VIP-Vorfahrt" am Skilift erregt Gemüter

snowflat

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Na, wessen Gemüter sind denn da erregt?
Gibt es in Laax schon länger. Kauft glaube ich keiner, habe bislang noch nie jemanden den VIP-Zustieg/Blueline nutzen sehen (außer um zu probieren, ob man erwischt wird... hihihi)
 
Der soll erstmal mit seinem Verbindungsvorhaben in die Gänge kommen, das ist ja immer noch nicht fertig. Und natürlich Nätschen mit dem Gemsstock verbinden, mir ist nach wie vor schleierhaft warum er das nicht für nötig hält.
 
Das ist eine reisserische Schlagzeile ohne viel Inhalt. Ausser einigen Wutbürgern in den Kommentarspalten lese ich nirgends was von der Kritik, mal gang abgesehen davon, dass mit Ausnahme des Gemsstocks sich die Warteschlangen vor den Liften in Grenzen halten...
 
Also mir stossen solche Vorhaben auch ein bisschen sauer auf. Aber bei Neuschnee am Weekend das Felsental runter brettern, dafür würde ich wahrscheinlich auch die VIP Karte nehmen.
 
Im übrigen stimmt es nicht, dass niemandem was weg genommen wird. Wenn sich manche Leute durch Bezahlung von Geld vordrängeln dürfen, dann müssen natürlich die anderen alle warten.

Aber den Skipasspreis für die anderen Leute senken will Sawiris vermutlich nicht - obwohl es nur fair wäre.
 
Das gibt´s auch wo anders als beim Skifahren. Z.B. in einem Vergügungspark in Haßloch/Pfalz. Kostet glaub den doppelten Eintrittspreis und man darf an den Hauptattraktionen wie Achterbahn, Wildwasserbahn usw. vorbei an der Warteschlage durch separate VIP-Eingänge.
 
In den meisten Schweizer Gebieten wird man die Warteminuten doch eh an einer Hand abzählen können - außer evtl beim Zubringer um 9:15-9:30. Früher gabs übrigens fast immer mit Privatskilehrer Vorrang - heutzutage so gut wie nirgendwo mehr (außer mal Kindergruppen die eh aufgeteilt werden müssen). Und generell sind Schlangen an Liften doch eh kaum wo ein Problem (außer bei Ausfall von vielen Liften wegen Sturm - oder an ein paar wichtigen Verbindungsbahnen).

Wenn schon bräuchte es VIP Pisten - weil auf denen wirds immer voller (aber halt auch nur überall außer Schweiz). Da hoffe ich dass das nie kommt.


Finde das mit VIP Skipässen voll okay - die meisten Schweizer Gebiete wandeln eh am Rande der Pleite. Da müssens halt Ideen finden wie sie zu etwas Geld kommen solange der Franken so teuer ist (dabei wäre die Lösung so einfach - sprich solange Frankenkurs über XX € oder USD - bekommt jeder Schweizer pro Monat 150CHF - neugedruckt ohne Kredit dahinter) - dann werden die Leute die Franken im Ausland horten schon schnell kapieren und aussteigen.
 
extremecarver schrieb:
Wenn schon bräuchte es VIP Pisten - weil auf denen wirds immer voller (aber halt auch nur überall außer Schweiz). Da hoffe ich dass das nie kommt.

Wenn irgendwelche mistigen Skiclubs ihre Rennen durchführen, dabei den Großteil mehrerer Pisten sperren und der Rest der Skifahrer sich auf ner Pistenwalzenbreiten Spur hinunterquälen darf ist das im Prinzip nichts anderes. Habs schon einmal erlebt, dass in einem kleinen Gebiet mit 3 Pisten alle gleichzeitig wegen Rennen nur eingeschränkt befahrbar waren. Für mich ziemlich unverständlich und der beste Weg sich die Normalskifahrer zu vergraulen...

Sollte jetzt kein Hassposting gegen rennclubs sein aber was sich manche rausnehmen ist schon unter aller Kanone.

Viele Grüße,
Tobi
 
Kann ich nur zustimmen wenn man miterlebt wie sich mache Rennläufer der Marke überwichtig z. B. in Hintertux bei Betriebseröffnung aufführen; ich fahr dort immer erst später hin um nicht in Gefahr zu geraten solch einen Kretin mal mit nem gekonnten Bärentatzenschwung ins Genick außer Betrieb zu setzen... :rolleyes:
 
bamigoreng schrieb:
j-d-s schrieb:
Im übrigen stimmt es nicht, dass niemandem was weg genommen wird. Wenn sich manche Leute durch Bezahlung von Geld vordrängeln dürfen, dann müssen natürlich die anderen alle warten....

Wenn die Sessel aber nicht aufgefüllt werden, wird mir auch Zeit geklaut! :roll: Schlimme Sache........


Jetzt vergleichst du aber Äpfel mit Birnen.
Wenn die Single-Line benutzt wird, wird ein sonst leer fahrender Sessel aufgefüllt. --> Alle profitieren davon, weil sich die Wartezeit veringert. Niemanden wird etwas weggenommen.

Wenn ein VIP-Skipass-Käufer an der Schlange vorbei gelotst wird, müssen alle anderen länger warten (wie j-d-s richtig feststellt.)
 
Wie wir in Laax sehen, ist das überhaupt kein Problem. Die wenigen Leute, die CHF 23.- für eine Tageskarte mehr bezahlen, kann man an einer Hand abzählen und stören nicht, zumal Tage mit Warteschlangen eh sehr selten sind. Störend ist da viel mehr, dass die gleichen Zugänge von Skischulen benützt werden und wenn da mal grad drei bis vier Gruppen à 15 Kids ankommen, geht in der normalen Kolonne einen Moment grad gar nichts mehr.
Zweiklassen-Gesellschaften haben wir in so vielen Bereichen des Lebens. Wer sich damit nicht abfinden kann, ist zu bedauern.
 
snowotz schrieb:
Das gibt´s auch wo anders als beim Skifahren. Z.B. in einem Vergügungspark in Haßloch/Pfalz. Kostet glaub den doppelten Eintrittspreis und man darf an den Hauptattraktionen wie Achterbahn, Wildwasserbahn usw. vorbei an der Warteschlage durch separate VIP-Eingänge.

Das gibt es eigentlich in den meisten Vergnügungsparks weltweit, oft kosten diese speziellen Pässe sogar ein vielfaches des Eintrittspreis.
 
Auch bei vielen Museen gibt es so etwas, z.B. Paris Louvre, Musée d'Orsay etc, Amsterdam Van-Gogh-Museum, Rijksmuseum etc; meist nur geringe Mehrkosten.
 
Und sogar im gleichen Flugzeug bekommt man mehr Platz und besseres Essen wenn man mehr bezahlt.

Es ist nunmal die Frage ob man ein Skigebiet als soziale Einrichtung, oder als Unternehmen betrachtet. Leider wird beides oft durch Subventionen verwischt.
 
Naja, ihr vergleicht halt Äpfel mit Birnen. Das ist nicht vergleichbar. Vor allem weil wie gesagt nicht der Preis für die normalen Skifahrer gesenkt wird, obwohl er es müsste, denn die müssen ja auch deshalb länger warten.

Das mit Flugzeugen/Eisenbahnen ist sogar großer Unfug als Vergleich, weil dort eben niemandem was weg genommen wird. Die 1. Klasse dort kostet ein Vermögen. Und wenn es sie nicht gäbe hätten die Holzklassenpassagiere auch nicht mehr Platz.

Von daher müsste so ein "VIP-Ticket" schon mindestens das doppelte kosten und gleichzeitig müsste man für alle anderen Skipässe die Preise um 5% senken.
 
Garnix _muss_ gesenkt werden. Du zahlst ja auch nicht weniger wenn vor dir 3 Skikursgruppen mit Vordrängerecht stehen.

Und wenn viele Leute das Angebot nutzen wird es sowieso sehr schnell teurer, sonst kann das Konzept auch nicht funktionieren.

In Freizeitparks ist es zum Beispiel sehr oft ein variabler Preis, abhängig von der Auslastung an diesem Tag. Es gibt Parks da kostet sowas 15€ wenn weniger los ist und 65€ an sehr starken Tagen. Die Spanne kann also durchwegs groß sein und das macht geschäftlich gesehen auch Sinn.

Bei wirklich vielen verkauften VIP/fastpass whatever Tickets muss man halt ein vernünftiges Verhältnis finden, zB jeder 3. Sessel für Inhaber solcher Karten.

Die 1. Klasse dort kostet ein Vermögen. Und wenn es sie nicht gäbe hätten die Holzklassenpassagiere auch nicht mehr Platz

Natürlich hätten die mehr Platz weil dann statt einem viertelvollen 1. Klasse Waggon ein weiterer für die 2. Klasse zur Verfügung stehen würde.
 
Mit j-d-s über die Bahn zu diskutieren macht etwa gleich viel Sinn wie mit einem Abstinenzler über Whisky ;)
 
Weshalb sollte es kein Sinn machen mit j-d-s zu diskutieren? Weil dir seine Meinung nicht passt?
Die Argumente von ihm kann man jedenfalls nicht so einfach von der Hand weisen, da ist schon was dran.

Wenn es im Artikel heißt...
Jeder habe die Möglichkeit, ein Ticket mit den Extraleistungen zu kaufen, sagt dazu Reto Gurtner von der Laaxer Bergbahn Weisse Arena, der gegenüber 20 Minuten die nun aufgeflammte Aufregung nicht nachvollziehen kann. Hinter dem Konzept stehe zudem nicht die Schaffung einer Zweiklassengesellschaft - vielmehr wolle man jenen, die bereits seien, für mehr Komfort auch mehr zu zahlen, diesen auch anbieten, wie vom Skigebiet gegenüber „Blick“ bereits vor zwei Jahren mitgeteilt wurde.
... kann man schon mal nachfragen, worin denn die Extraleistungen und das mehr an Komfort genau besteht. Und es ist eben so wie es j-d-s beschrieben hat. Die Extraleistung und das mehr an Komfort kann nur dadurch geboten werden, dass die "Normalos" länger warten müssen. Hängt natürlich in der Praxis immer davon ab, wie viele solcher Tickets tatsächlich gekauft werden.

Ich persönlich halte von solchen Sachen auch nichts und würde Skigebiete die solche Tickets anbieten meiden.

Im Übrigen kann man sich auch auf den Standpunkt stellen, dass die Skigebiete mit solchen Tickets, Probleme lösen wollen, die sie erstmal selbst zu verantworten haben (mglw. veraltete Infrastruktur, falsche Planung o.ä.). Doch statt tatsächlich kundenorientiert zu handeln und das Übel an der Wurzel zu packen, versuchen sie mit den eigenen Versäumnissen auch noch Kasse zu machen. Wenn man das weiter denkt, sinkt dadurch auch der Anreiz für infrastrukturelle Verbesserungen.
 
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