Heliskiing: Zweifel an Notwendigkeit
Jetzt liegt eine Bilanz zu Hubschrauber-Flügen und transportierten Personen vor. Sie nährt Zweifel von Kritikern, ob Hubschrauber-Landeplätze auf Arlberggipfeln von öffentlichem Interesse sind.
Naturschutz geht weiter gegen Landeplätze vor
Naturschützer sehen im Heliskiing einen fragwürdigen Eingriff in den Naturschutz zu Gunsten einiger weniger betuchter Skifahrer. Das Land begründete seine Bewilligung damit, dass dieser Skitourismus von "überwiegendem öffentlichem Interesse" sei.
^^ Hubschrauberlandeplatz Mehlsack bei Lech
"Mehlsack" und "Schneetäli": 900 Skifahrer
300 Mal flogen Hubschrauber in der abgelaufenen Wintersaison auf die Gipfel "Mehlsack" und "Schneetäli". 900 Skifahrer genossen die Tiefschneeabfahrten von den Landeplätzen über Lech und Dalaas.
Leo Walser (ÖVP), Bezirkshauptmann von Bludenz, bezweifelt, ob man bei diesen Zahlen von "überwiegendem öffentlichen Interesse" sprechen kann. Das Land müsse jetzt beurteilen, wie diese 900 Skifahrer im Vergleich zu der Gesamtzahl der Nächtigungen dieser Region stehen.
^^ Hubschrauber über Lech am Arlberg
Vorarlberg erlaubt Heliskiing als einziges Bundesland: Lech besteht auf Heliskiing
Gerhard Walter, Tourismusdirektor von Lech, verteidigt das Heliskiing, weil dieses Angebot die Qualität des Tourismus in Lech erheblich erhöhe. Heliskiing sei ein wichtiger, unverzichtbarer Vorteil im Kampf um den Wintergast.
Alpenkonvention muss einghalten werden: Alpenverein gegen weitere Bewilligung
Der Alpernverein sammelt Argumente, um einer neuerlichen Bewilligung entgegentreten zu können. Er lässt in Wien prüfen, ob Verstöße gegen die Alpenkonvention passiert sind.
Die Privatfirma Wucher kündigte an, sich wieder um eine Genehmigung für Heliskiing zu bemühen.