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judyclt schrieb:
Vielleicht ist es sinnvoll, über eine Art Botschaft in den Herkunftsländern eine Vorauswahl zu treffen. Das könnte dafür sorgen, dass sich weniger Menschen auf den gefährlichen Weg machen. Neben der Vorauswahl sollte dann im positiven Fall auch eine interimsweise Unterbringung und eine ...

Diese Vorschläge gibt es seit Jahren von Migrationsexperten....wie Gerald Knaus...

China und Russland haben nur ganz gegenteilige Interessen und sind nunmal in Afrika und Vorderasien sehr stark engagiert um das Chaosmoment als Migrationsgrund möglichst weiter kochen zu lassen....
Hauptsache die handlungsschwache EU wird weiter geschwächt.
 
Gleitweggleiter schrieb:
In der Tat könnte man sich mal bei den Australiern informieren, wie ein effektiver Schutz der (Aussen-)grenze geht: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Operation_Sovereign_Borders
Seit Beginn der Mission habe den Angaben der australischen Regierung zufolge kein Flüchtlingsboot mehr Australien erreicht, es soll auch keine weiteren Schiffsunglücke mit Toten mehr gegeben haben.

Dazu natürlich Pull-Faktoren reduzieren und ein konsequenter Schusswaffeneinsatz bei Angriffen auf Polizisten. Ruckzuck ist die AfD auch wieder einstellig.


Der Witz ist ja, dass sich der Rechtsstaat von Straftätern nach Strich und Faden auf der Nase herumtanzen lässt.

Auch die Klimakleber werden viel zu lasch behandelt. Kürzlich haben die das Brandenburger Tor besprüht.

Der Witz ist, dass es - als das Brandenburger Tor erbaut wurde - noch gar keine menschengemachte Klimaerwärmung gab.

In den USA geht es bei Klimaklebern, die nichts anders sind als eine kriminelle Vereinigung, ganz anders zur Sache.

Als in Nevada Klimakleber eine Straße blockierten und es kilometerlange Staus gab, gab die Polizei den Klimaklebern 30 Sekunden Zeit, mit dem Abbau der Sperre zu beginnen. Andernfalls würde die Polizei Gewalt anwenden und sie festnehmen. Die Klimakleber blockierten die Straße weiterhin und als die 30 Sekunden abgelaufen waren, griff die Polizei durch.

https://www.youtube.com/watch?v=hgTBCp10Ouc

_____________


Der Witz ist auch, dass die Bundesregierung behauptet, dass viele Länder abgelehnte Asylbewerber nicht mehr zurücknähmen.

Konsequentes Verhalten wäre, wenn die Bundesregierung diesen Ländern sagen würde, dass Deutschland sämtliche Entwicklungshilfe einstellen wird und darüber hinaus einen Wirtschaftsboykott verhängen wird, wenn die Staaten nicht ihre eigenen Leute zurücknehmen.

Aber unsere Laientruppe in Berlin lässt sich eben nach Strich und Faden im Nasenring durch die Manege ziehen.

Gut, von einer völlig unfähigen Außenministerin, die glaubt, dass die soziale Marktwirtschaft in Deutschland von der SPD initiiert wurde, obwohl jeder Schüler im Wirtschaftsunterricht lernt, dass Ludwig Erhard (CDU) gegen den härtesten Widerstand der SPD die soziale Marktwirtschaft durchboxen musste, oder im Brustton der Überzeugung mitteilt, dass ein Jahr 560 Tage hat, kann man nun wirklich nichts erwarten.

Man kann ja froh sein, dass viele ihrer Zuhörer kein Deutsch verstehen, denn die würden sich bei der Laientruppe den ganzen Tag kaputt lachen.
 
GIFWilli59 schrieb:
Andererseits natürlich auch die Frage, welche Leute man als Einwanderer haben möchte. Kranke und Alte sind den europäischen Volkswirtschaften auch nicht unbedingt zuträglich...

Auf den ersten Blick nicht, aber für eine gescheite Integration gehört die Familie dazu. Ist aus meiner Sicht aus sozialen Gründen unabdingbar. Was passiert, wenn man hunderte Männer in eine Unterkunft stopft, sieht man ja leider schon. Das wäre auch mit Deutschen im Ausland nicht anders.
Daher finde ich die Kombination aus gescheit organisierter Zuwanderung und Verhinderung illegaler Grenzüberschreitungen richtig. Beides braucht es.
 
GIFWilli59 schrieb:
Vielleicht ist es sinnvoll, über eine Art Botschaft in den Herkunftsländern eine Vorauswahl zu treffen. Das könnte dafür sorgen, dass sich weniger Menschen auf den gefährlichen Weg machen
Menschen in höchster Not, politisch Verfolgte usw. sollen sich also in deutschen Botschaften in deutschen Botschaften einfinden, um ein Casting auf ihre ökonomische Verwertbarkeit in Deutschland zu absolvieren, um von uns die Erlaubnis zu bekommen, aus ihren Ländern zu fliehen? Geht es noch ein bisschen zynischer?
 
skifam schrieb:
Diese Vorschläge gibt es seit Jahren von Migrationsexperten....wie Gerald Knaus...

China und Russland haben nur ganz gegenteilige Interessen und sind nunmal in Afrika und Vorderasien sehr stark engagiert um das Chaosmoment als Migrationsgrund möglichst weiter kochen zu lassen....
Hauptsache die handlungsschwache EU wird weiter geschwächt.

Heute ist der Tag, an dem ich dir erstmalig komplett zustimme zu einem Beitrag.

Gleitweggleiter schrieb:
In der Tat könnte man sich mal bei den Australiern informieren, wie ein effektiver Schutz der (Aussen-)grenze geht: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Operation_Sovereign_Borders
Seit Beginn der Mission habe den Angaben der australischen Regierung zufolge kein Flüchtlingsboot mehr Australien erreicht, es soll auch keine weiteren Schiffsunglücke mit Toten mehr gegeben haben.

Dazu natürlich Pull-Faktoren reduzieren und ein konsequenter Schusswaffeneinsatz bei Angriffen auf Polizisten. Ruckzuck ist die AfD auch wieder einstellig.

Ich stimme dir in dem Teilaspekt deines Beitrages absolut zu, dass geordnete Verhältnisse in der Migrations- / Flüchtlingsproblematik für die AfD sehr schlecht wären. Daher wird man einen Teufel tun als AfD, wirklich konstruktive Lösungen auf den Weg zu bringen. Das wissen die selber nämlich auch nur zu gut. Überhaupt ist alles was Stabilität ist, nicht gut für eine populistische Partei. Deswegen tut man auch alles dagegen. Gefasel von Austritt aus der EU und der NATO, paktieren mit den von skifam benannten Zündlern in der Weltpolitik. OK, ich verstehe und teile den Standpunkt, dass viele AfD-Wäher eigentlich nur den Protest asudrücken wollen, nicht wirklich die AfD samt deren seltsamen Gestalten an der Macht sehen wollen.
Das ist aber ein gefährliches Spiel mit dem Feuer, das sollten sich alle bewußt machen, bevor sie ihr Kreuz machen. Es wird mit der AfD keine Stabilität, keine Sicherheit geben. Denn dann braucht man sie als Sammelbecken für Protest nicht mehr. Konstruktiv haben sie nix auf der Pfanne.
 
hörthört?!
 
GIFWilli59 schrieb:
judyclt schrieb:
Da ist das Mittelmeer bzw. die EU-Außengrenze schon einfach zu überwachen. Könnte man sich aber vielleicht sparen, wenn man nur wenige Wochen alle illegalen Grenzüberschreiter direkt zurückbringt.
Es dürfte sich schnell rumsprechen, dass man sich dann die teils mehreren tausend Dollar Schlepper- und Fluchtgelder besser spart. Ist auf Dauer wohlmöglich auch gerechter, da bislang fast ausschließlich
fitte, junge Männer flüchten und Alte, Frauen und Kinder ärmer als zuvor in den Heimatländern hängen bleiben. Dazu hier in D kein Bargeld mehr an Flüchtlinge ausgeben, was einen falschen Anreiz setzt.
Andererseits natürlich auch die Frage, welche Leute man als Einwanderer haben möchte. Kranke und Alte sind den europäischen Volkswirtschaften auch nicht unbedingt zuträglich...

diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Junge Männer? ja wieso nicht auch Familien noch besser, aber Männer die Lust auf arbeiten haben, und nicht nur Geld kassieren, Bier trinken, Frauen belästigen (oder noch schlimmer vergewaltigen) und mit einem Messer die ganze Zeit rumlaufen.
Auf der anderen Seite : wie werden diese Männer verhandeln, wenn sie wussten dass mit einem Fehler sie weg müssen ? Stempel, einpacken und ciao...
Wenn du kein Angst hast, dann du machst was du willst. Kein Angst von Abschiebungen, kein Angst von der Polizei etc etc. Und dazu kommt die "Hilfsorganisationen", und plötzlich jemand der kaum Deutsch kann, verklag die Deutsche Regierung usw.
Junge Männer sind auch in DE in 50s oder 60s gekommen, aber so weit ich weiß die Situation war nicht so wie heute. Mindestens so weiß ich von meinem Schwiegervater, meine Mutter etc.
 
GIFWilli59 schrieb:
Vielleicht ist es sinnvoll, über eine Art Botschaft in den Herkunftsländern eine Vorauswahl zu treffen. Das könnte dafür sorgen, dass sich weniger Menschen auf den gefährlichen Weg machen. Neben der Vorauswahl sollte dann im positiven Fall auch eine interimsweise Unterbringung und eine sichere Reise gewährleistet werden. Das beugt Krankheiten und Verletzungen vor.

Diese Ideen mit den Einreisezentren, auch in den Herkunftsländern etc. stehen ja schon im Asylkompromiss der EU, den 14 EU Staaten beschlossen haben ... die Frage ist nur wieder, ob sie es auch gegen die Widerstände aus dem ultrarechten Lager umsetzen können. Aber es ist auf jeden Fall schon mal ein Kompromiss, auf den sich die meisten verständigen konnten ... auch wenn es da noch viele Bedenken was Asylrecht & Co angeht gibt, aber eine europäische Lösung ist ja trotzdem der einzige Weg. Auch wenn hier manche natürlich wieder die einfachen Lösungen, die schon rechtlich nicht funktionieren, bevorzugen, Herr Merz wollte ja auch für Deutschland schon das Asylrechtrecht abschaffen ... aber über Frau Baerbock lästern ...

https://www.deutschlandfunk.de/eu-asylrechtsreform-flucht-migration-europa-100.html

@all ... und hört jetzt bitte auf diese idotischen AFD Narrative der jungen faulen Männer die deutsche Frauen belästigen hier ins Forum zu blasen ... ist das wirklich hier das Niveau auf dem wir "diskutieren" wollen? Messermädchen ??? Asyltourismus ????
 
Ein Tourist bleibt doch nicht. Insofern ist der Begriff Asyltourismus Unsinn.

Aber bitte dann hör doch auch Du auf immer alle Probleme auf das sogenannte ultrarechte Lager zu schieben, wir schätzen jedoch an Dir das Du nicht wie oft üblich Nazi gesagt hast.

So inflationär wie Nazi gebraucht wird, das so falsch der Begriff nach dem Tod der letzten Nazis in den nächsten Jahren auch ist, es fraglich ist ob 99,9 % derer die in "Medien und Politik" mit Nazi um sich werfen, klar ist, dass sie damit die Zeit zwischen 1933 und 1945 in D relativieren und sich damit ganz aktuell heute schuldig machen.

Auf den Schulhöfen ist es zur Zeit, dem vernehmen nach aus erster Quelle, deshalb eines der am häufigsten gebrauchten Wörter, Alter.

Ob das, Bro, auf fehlenden Geschichtsunterricht für Generationen von Politikern und Medienschaffenden zurückzuführen ist?

Mglws, jo, macht eben Bildung nur begrenzt Sinn.

Immerhin ist Einbildung ja auch Bildung, also chill mal.
 
Wooly schrieb:
GIFWilli59 schrieb:
Vielleicht ist es sinnvoll, über eine Art Botschaft in den Herkunftsländern eine Vorauswahl zu treffen. Das könnte dafür sorgen, dass sich weniger Menschen auf den gefährlichen Weg machen. Neben der Vorauswahl sollte dann im positiven Fall auch eine interimsweise Unterbringung und eine sichere Reise gewährleistet werden. Das beugt Krankheiten und Verletzungen vor.

Diese Ideen mit den Einreisezentren, auch in den Herkunftsländern etc. stehen ja schon im Asylkompromiss der EU, den 14 EU Staaten beschlossen haben ... die Frage ist nur wieder, ob sie es auch gegen die Widerstände aus dem ultrarechten Lager umsetzen können. Aber es ist auf jeden Fall schon mal ein Kompromiss, auf den sich die meisten verständigen konnten ... auch wenn es da noch viele Bedenken was Asylrecht & Co angeht gibt, aber eine europäische Lösung ist ja trotzdem der einzige Weg. Auch wenn hier manche natürlich wieder die einfachen Lösungen, die schon rechtlich nicht funktionieren, bevorzugen, Herr Merz wollte ja auch für Deutschland schon das Asylrechtrecht abschaffen ... aber über Frau Baerbock lästern ...

https://www.deutschlandfunk.de/eu-asylrechtsreform-flucht-migration-europa-100.html

@all ... und hört jetzt bitte auf diese idotischen AFD Narrative der jungen faulen Männer die deutsche Frauen belästigen hier ins Forum zu blasen ... ist das wirklich hier das Niveau auf dem wir "diskutieren" wollen? Messermädchen ??? Asyltourismus ????


ich habe niemals geschrieben dass alle die hier kommen so sind usw.
Ich habe geschrieben was DE (oder besser EU) nicht braucht.
Aber eigentlich das ist nicht eine idiotische AfD Narrative. Und mir persönlich ist egal was AfD sagt.
Was die Realität zeigt, ist dass der Anteil der arabischen Männer die sich an diese AfD Narrative passen, ist großer als für die Deutsche oder andere Ausländern.
Aber das hat nicht mit Wahlen zu tun, und ich mach Schluss hier.
 
„Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir in einer ähnlichen Zeit leben wie in der Weimarer Republik. Mir kommt es so vor als wären wir am Vorabend von Etwas, das ich nicht miterleben möchte.“

Zitat von Hape Kerkeling bei Maybritt Illner Ende Juli
 
Pancho schrieb:
„Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir in einer ähnlichen Zeit leben wie in der Weimarer Republik. Mir kommt es so vor als wären wir am Vorabend von Etwas, das ich nicht miterleben möchte.“

Zitat von Hape Kerkeling bei Maybritt Illner Ende Juli

Ja, dieses Auffressen der Mitte von Links und Rechts macht mir auch Sorge!
 
icedtea schrieb:
Pancho schrieb:
„Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir in einer ähnlichen Zeit leben wie in der Weimarer Republik. Mir kommt es so vor als wären wir am Vorabend von Etwas, das ich nicht miterleben möchte.“

Zitat von Hape Kerkeling bei Maybritt Illner Ende Juli

Ja, dieses Auffressen der Mitte von Links und Rechts macht mir auch Sorge!

Genau das ist der Punkt.
Es wird zunehmend nur noch in Extremen und Feindbildern gedacht - gesellschaftlicher oder politischer Diskurs scheint so kaum mehr möglich.
 
Den Eindruck habe ich auch.
Kaum weicht jemand vom politischen Einheitsbrei der Altparteien ab, werden Stempel a la Klimaterrorist oder Nazi/AfD-Schwurbler o.ä. verteilt.
Dabei sind viele berechtigte Forderungen im Umlauf (nach mehr Umweltschutz, Abschiebung krimineller Flüchtlinge usw.)
Und die SPD-Stiftung stellt passend dazu mehr Extremismus fest. Ach was, welch Erkenntnis.
Wie wäre es dann mal mit einer Suche nach Lösungen statt nach Stempeln, damit
- keine Flüchtlige im Mittelmeer ertrinken
- weniger Menschen auf der Welt verhungern und verdursten
- nicht Millionen großteils unkontrolliert in ein Land strömen und dort nicht gescheit integriert werden
- und keine Spinner wie Bernd mit einer Partei auf teils 30% und mehr Stimmen kommen

Ja, die AfD wird ganz sicher keine Lösungen anbieten. Einerseits um sich selbst nicht zu schaden und andererseits, weil es im Rahmen von EU-Recht gar nicht geht.
 
Nur ist halt "Einheitsbrei der Altparteien" auch ein Stempel.... :wink: :D
 
judyclt schrieb:
Den Eindruck habe ich auch....
Und die SPD-Stiftung stellt passend dazu mehr Extremismus fest. Ach was, welch Erkenntnis.

Dazu könnte ich nicht besser als Herr Kissler, nzz antworten:

Auf die «geforderte Mitte» von 2021 folgt die «distanzierte Mitte». Alle zwei Jahre legt die der SPD nahestehende Friedrich-Ebert-Stiftung unter wechselnden Überschriften eine umfangreiche Studie vor, um «rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland» zu messen. Laut der Studie ist der Anteil der Bundesbürger mit einem manifest rechtsextremen Weltbild von 1,7 auf nunmehr 8,3 Prozent gestiegen – ein bedrückender, ein ernstzunehmender Befund.
Leider jedoch schiesst die Stiftung mit ihrer neuen Studie über das ehrenwerte Ziel hinaus. Denn auch wer mit den etablierten Medien fremdelt, die aktuelle Migrationspolitik ablehnt, Ausländer Ausländer nennt oder von der Existenz exakt zwei verschiedener Geschlechter überzeugt ist, wird von den Autoren ins rechtsextremistische Umfeld geschoben.
Durch solche Einseitigkeiten delegitimiert die Studie politische Positionen jenseits linker Überzeugungen. Mitte ist offenbar dort, wo der Koalitionsvertrag der «Ampel» abgearbeitet wird. So springt die Studie der Bundesregierung und ihrem sozialdemokratischen Kanzler auf fast schon täppische Weise bei und vergrössert jene Kluft zwischen Bevölkerung und Politik, die sie wortreich beklagt.
Anfällige Gewerkschaften
Befragt wurden zu Beginn dieses Jahres telefonisch rund 2000 repräsentativ ausgewählte Deutsche. Die Interviews dauerten im Schnitt eine halbe Stunde. Auf dieser Datenbasis entstanden Zahlenbündel zu sechs konkreten Themenfeldern, zur «Befürwortung einer rechtsgerichteten Diktatur» und der Verharmlosung des Nationalsozialismus, zu Nationalchauvinismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Sozialdarwinismus.
Laut Ebert-Stiftung stimmen 13 Prozent überwiegend oder ganz der Aussage zu, «wir sollten einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert». Das sind auf jeden Fall 13 Prozent zu viel. In der Leipziger Autoritarismus-Studie von Ende 2022 lag die Zustimmung zum identisch formulierten Satz bei 7,1 Prozent.
Bemerkenswert und bitter ist, dass Rechtsextremismus unter Gewerkschaftsmitgliedern auf besonders fruchtbaren Boden fällt. Die Autoren konstatieren bei dieser Klientel eine «überzufällig häufigere Verharmlosung des Nationalsozialismus sowie mehr Zustimmung zum Antisemitismus und Sozialdarwinismus» als beim Rest der Bevölkerung. Insgesamt verorten sich 15,5 Prozent der Befragten als rechts oder eher rechts. Vor zwei Jahren waren es 9,1 Prozent.
Gestiegen ist auch die Gruppe derer, die dem antisemitischen Klischee zustimmen, der «Einfluss der Juden» sei zu gross: von 4,3 auf 11,8 Prozent. Für die sozialdarwinistische These, es gäbe wertvolles und unwertes Leben, erwärmen sich überwiegend oder ganz 11,8 nach zuvor 7,3 Prozent.

In der Tat sind solche Zahlen enorme Herausforderungen für einen liberalen Rechtsstaat, insbesondere für dessen Bildungspolitik. Was sagt es aus über den von der «Ampel» forcierten «Kampf gegen rechts», wenn rechtsextremes Gedankengut wächst und gedeiht? Es sind offenbar wirkungslos verschleuderte Millionen zum Vorteil der vom staatlichen Geldsegen profitierenden Institutionen.
Eine Studienautorin fordert vor diesem Hintergrund eine Verzahnung der Demokratieförderung mit der «staatlichen politischen Bildung» und bedauert: Die Normalisierung «extrem rechter Positionen» beginne, wenn man «diversitätssensible Sprache» als «Woke-Wahn» diffamiere.
Das Lamento gilt generell nicht einem Staat, dessen Dysfunktionalitäten das beklagte Misstrauen in die Demokratie mit verschuldet haben, sondern den Stammtischen: «Allerdings steckt im einfachen Schimpfen auf die Demokratie auch ein demokratiegefährdendes Potenzial.» Wer aus seinem Herzen keine Mördergrube macht und die Sprachcodes des Korrekten meidet, steht kurz vor einer «demokratiegefährdenden Radikalisierung».
Ausländer sind «Neuhinzukommende»
Gleiches gilt vom herablassend als «Scheinprotest» bezeichneten öffentlichen Ausdruck «politischer, sozialer, kultureller wie moralischer Beschwerden und Unzufriedenheiten». Die Autoren wünschen sich ein wohltemperiertes Mittelmass, wenn die Regierung denn schon unbedingt kritisiert werden muss.
Auf keinen Fall sollen Ausländer als solche benannt werden. Es handele sich um «Neuhinzukommende». Überall kann «kultureller Rassismus» lauern. «Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit» betreibe, wer etwa die «Aufrechterhaltung und Reproduktion traditioneller Geschlechterrollen» befürwortet und Frauen rät, sich auf die «Rolle der Ehefrau und Mutter» zu besinnen.
Mit ihrer Kritik an den öffentlichrechtlichen Medien sollen es die Deutschen nicht übertreiben. Dass das Vertrauen in ARD und ZDF als «wichtige Säulen unserer Demokratie» von 69 auf 59 Prozent sank, missfällt der Stiftung. «Das politische und das mediale Vertrauen» hingen eng zusammen. Auch hier gilt der Vorwurf nicht den Anstalten, die zu diesem Trend gewiss beigetragen haben, sondern einer labilen Gesellschaft. Melancholisch erinnern die Autoren an die Corona-Pandemie, die den «Sinn für eine demokratische Grundhaltung gestärkt» habe.
Mit dieser ans Alberne rührenden Volte zeigt die Studie, wes Geistes Kind sie ist: In vollendeter Staatsfrömmigkeit liefert sie der Bundesregierung und deren «Kampf gegen rechts» wissenschaftlichen Geleitschutz. Die Mitte wird an den Pranger gestellt, wo sie die Segnungen linker Bewusstseinspolitik bezweifelt: schade um den Diskurs, schade um die wahre Mitte und schade auch um den harten quantitativen Kern einer unerfreulichen Botschaft.
 
skifam schrieb:
...liefert sie der Bundesregierung und deren «Kampf gegen rechts» wissenschaftlichen Geleitschutz. ...schade auch um den harten quantitativen Kern einer unerfreulichen Botschaft.

Geleitschutz ja, wissenschaftlich nein. Und die unerfreuliche Botschaft bemerkt man leider auch ohne "Studie".
 
Eine andere Aufgabe hat sie ja als parteinnahe Stiftung ja auch nicht.
Deshalb finanzieren wir sie ja.
Nur sollten dann natürlich allen anderen parteinnahen Stiftungen der gleiche Platz als Topmeldung deutschlandweite eingeräumt werden
es gibt ja 5vWochentage ...Platz wäre doch...
Dafür zahlen wir doch auch ganz gut....

Nur manche querulierende Arbeitsrichter halten das für sittenwidrigen Wucher....
https://www.n-tv.de/panorama/Kuendigung-von-Juristischer-Direktorin-des-RBB-ist-rechtens-article24411012.html

Stststst
 
Inzwischen ist der Wahl-o-mat für Bayern freigeschaltet worden.

Wer Zeit und Lust hat, kann die 38 Fragen beantworten.

https://www.wahl-o-mat.de/bayern2023/app/main_app.html

Ärgerlich ist, dass sich eine Frage mit der Beschneiung beschäftigt, aber mit dem bei weitem wichtigeren Thema Zweite Stammstrecke überhaupt nicht. Eine Frage nach der Beschneiung hätte ich eher beim Wahl-o-maten für Österreich oder die Schweiz erwartet.

Ein Youtuber auf einem Politikkanal mit mehr als 200000 Abonnenten hat die Frage nach der Beschneiung mit neutral beantwortet, da er nicht wusste, was Beschneiung überhaupt ist. Für Deutschland ist das Thema Beschneiung so relevant wie für die Schweiz die Flugzeugträger.

Nach der Beantwortung der Fragen kann man wählen, welche Frage(n) doppelt gewichtet werden soll(en) und sich im Anschluss daran die Übereinstimmung mit allen Parteien anzeigen lassen.
 
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