Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ingolstadt ist AfD-Chef Chrupalla mit dem Rettungswagen in das Krankenhaus eingeliefert worden.
Man kann nur hoffen, dass kein Drittverschulden vorliegt. Ob zwei junge Männer, die in der Nähe des Tatortes standen und Grimassen zogen, einen medizinischen Angriff mit einer Spritze auf Chrupalla verübten, ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Man kann nur hoffen, dass die beiden jungen Männer unschuldig sind, denn der Wahlkampf in Bayern wird derzeit mit voller Härte geführt. Kolonnen von Graffitisprayern heizen den Wahlkampf dadurch an, dass Plakate von ihnen mit Sprüchen "verziert" werden. AfD-Plakate werden mit "Nazis raus" übersprüht und Grünenplakate werden mit "Neger, Nein Danke" beschmiert.
Es sind neue Wahlumfragen zu Hessen und Bayern veröffentlicht worden.
https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/hessen.htm
Hessen, INSA, 04.10.2023:
1. CDU 31 %
2. AfD 16 %
2. Grüne 16 %
2. SPD 16 %
5. Freie Wähler 5 %
5. FDP 5 %
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7. Linke 4 %
Sonst. 7 %
In Hessen gibt es einen harten Dreikampf um Platz 2 und einen Zweikampf um Platz 5.
Für die Freien Wähler wäre das ein Riesenerfolg, wenn sie in Hessen in den Landtag kämen. In Hessen haben sie das bislang noch nie geschafft, sondern nur in Bayern und Rheinland-Pfalz.
Traditionell sind die Freien Wähler in Bayern am stärksten. Auch erfolgte die Ausdehnung der Freien Wähler von Bayern aus. Antreiber für die Ausdehnung der Freien Wähler ist Chef Hubert Aiwanger.
Die Linke hingegen verliert immer mehr an Bedeutung. Jetzt sitzt sie noch im Wiesbadener Landtag. Sie wird an der 5%-Hürde scheitern, sodass demnächst die Linke in Wiesbaden die Umzugskartons packen muss.
Das Wahlergebnis wird für Faeser eine Hinrichtung sein. Ursprünglich ging sie davon aus sich auf Augenhöhe mit der CDU duellieren zu können; doch nicht nur ist die CDU weit enteilt, sondern die Silbermedaille wird ihr nun auch noch von den Grünen und was für sie eine totale Katastrophe ist, auch noch von der AfD streitig gemacht.
In der Diskussion um die Migration ist Faeser längst schon die Getriebene. In der Schönbohmaffäre macht sie eine klägliche Figur.
Zum Verhängnis wird ihr aber auch, dass sie in der Öffentlichkeit als extrem abgehoben und arrogant wahrgenommen wird.
16 % für die SPD in Hessen kann durchaus als Supergau gewertet werden.
https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/bayern.htm
Bayern, INSA, 03.10.2023:
1. CSU 36 %
2. Freie Wähler 15 %
2. Grüne 15 %
4. AfD 14 %
5. SPD 9 %
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6. FDP 4 %
7. Linke 2 %
Sonst. 5 %
In Hessen wird die Linke aus dem Landtag fliegen und die Bayern die FDP.
Auch in Bayern gibt es einen Dreikampf um Platz 2; genauso wie in Hessen sind die Grünen und die AfD beteiligt, aber anstelle der SPD in Hessen sind es in Bayern die Freien Wähler.
Die zunehmende Stärke der Freien Wähler und der AfD, die ihr ordentlich Wähler abnehmen, wird inzwischen für die CSU zu einem ernsten Problem. Wenn in zwei Jahren der Bundestag gewählt wird, dann kann es durchaus sein, dass die CSU aus dem Bundestag fliegt, da sie nur in Bayern antritt und ihr Stimmenanteil auf Deutschland umgelegt wird.
Nimmt man als Berechnungsgrundlage den Königsteiner Schlüssel, nach dem Bayern an Deutschland einen Anteil von 15,8 % hat, als Abschätzungsgrundlage, dann entspricht die 5%-Hürde deutschlandweit somit einem Stimmenanteil von 5 % / 0,158 = 31,6 bis 31,7 %.
Allzu viel Puffer hat die CSU also bei einem Stimmenanteil von aktuell ca. 36 % nach unten hin nicht mehr!