• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Wandertour Meraner Land 2019

Um das Sommerloch im Forum etwas zu füllen und die Aufmerksamkeit von den zähen Klimadiskussionen etwas abzulenken, habe ich mich entschieden, meinen ersten Sommerbericht zu verfassen.
Für meine bessere Hälfte und mich ging is in diesem Jahr wieder einmal 3 Tage zum Wandern ins Meraner Land, genau genommen in den kleinen Ort Schenna.
Auf dem Weg zum Gardasee bietet sich diese wettersichere Ecke immer gut für einige Touren an. Doch nun zum Thema:

Tag 1: kleiner Ifinger über Oswaldscharte

Zum Auftakt wollten wir eine Tour nah von unserer Unterkunft starten. So begannen wir den Tag mit einer Bergfahrt mit der Taser-Seilbahn, welche sich direkt neben dem Hotel befindet.
20190731_20175862kgs.jpg


Da für den Tag ohnehin knapp 1400hm anstanden, wollten wir uns die zusätzlichen 600hm sparen. an der Bergstation angekommen zeigt sich ein guter Blick auf das Meraner Becken
20190729_094346oyjz2.jpg


Anschließend ging es noch recht gemäßigt am Berg entlang in Richtung Streitweider Alm
20190729_101730twjn6.jpg

20190729_103545uik31.jpg


Das Ziel des heutigen Tages
20190729_103542tyjl2.jpg


Zunächst geht es noch durch dichteren Bewuchs
20190729_105050itknj.jpg


Bis sich das Gelände öffnet und der Blick frei wird
20190729_111656fyjam.jpg


Rückblick ins Passeier
20190729_113916gyjko.jpg


nach knapp 2h ab der Streitweider Alm waren wir oben
20190729_121710nejjr.jpg


Hier rücken nun kleiner und großer Ifinger in den Fokus
20190729_121912rcjxn.jpg


Der Weg geht dabei immer am Grat entlang
20190729_144515mjkmu.jpg


Blick auf unsere morgendliche Aufstiegsroute
20190729_122958trk4l.jpg


Eigentlich haben wir den Aufstieg auf den großen Ifinger geplant, jedoch war der Weg entgegen meiner Internetrecherchen relativ ausgesetzt und als Klettsteig ausgebaut.
Die Ausrüstung lag allerdings nun leider Zuhause. Also begnügten wir uns mit dem kleinen Ifinger, der mit 2552m nur 29m kleiner ist, als sein großer Nachbar.
Den Klettersteig werden wir dann im nächsten Urlaub hier absolvieren.
20190729_1322511b2ksq.jpg


Am Gipfel öffnet sich der Blick über Meran ins Vinschgau und Ultental
20190729_1301068njt1.jpg


Beim Blick Richtung Bozen kann man die markante rote Bergstation der Seilbahn Meran 2000 erkennen.
20190729_131751y8k38.jpg


Der Abstieg verläuft in Richtung des hinteren Skigebietsteils von Meran 2000
20190729_145540wakwk.jpg


Vorbei an der Oswaldbahn inkl. Kapelle
20190729_1508250ok6b.jpg


Auf leichten Wegen geht es zur Bergstation der Seilbahn Meran 2000
20190729_154306k0k7u.jpg


Danach nehmen wir die gnadenlos überfüllte und überhitzte Bahn ins Tal und ärgen uns, nicht über die Ifingerscharte zurück gegangen zu sein.
20190729_155713ngjhz.jpg


Allerdings bot sich so noch die Zeit und Gelegenheit, den Tag am Hotelpool zu beenden
20190729_174329jgky9.jpg



Tag 2: Hönigspitze


Am zweiten Tag haben wir die Hönigspitze im Hirzer Wandergebiet ins Auge gefasst.
Mit ca. 900hm keine konditionelle Herausforderung, jedoch im oberen Bereich technisch anspruchsvoller.

Gestartet sind wir mit der 15 Personen Kleinseilbahn ab Verdins. In der Region existieren bekanntlich viele dieser kleinen Bahnen
20190730_163235g8jmx.jpg


Danach ging es weiter mit dem ESL Obertall, welcher offensichtlich einer Rundum Erneuerung unterzogen wurde
20190730_091933zpjyo.jpg


An der Bergstation zeigt sich das LSAP-Gebiet Hirzer
20190730_093506gojnn.jpg


vorbei an Weidezäunen....
20190730_100915oxj1e.jpg


...gewinnen wir schnell an Höhe
20190730_10384373j4b.jpg


Blick Richtung Ifingerscharte
20190730_10542144kwu.jpg


Hier sind wir gestern aufgestiegen
20190730_110940pqkrb.jpg


Am Grat wird der Weg nun zunehmend ausgesetzter
20190730_113228eqkjf.jpg

20190730_114442pzkfc.jpg


Wir erreichen den ersten Vorgipfel
20190730_120623r4jvv.jpg


Nach ein wenig Kletterei
20190730_121223o2kow.jpg

20190730_121304asksf.jpg


erreichen wir die Hönigspitze (2695m), welche selbst recht flach daher kommt.
20190730_122109vhk3z.jpg


Nun sollte es weiter Richtung Hirzer gehen. Das Wetter wurde jedoch zunehmend schlechter, für den Nachmittag waren Gewitter gemeldet und es begann bereits zu donnern.
Der Hirzer selbst versteckt sich schon in den Wolken
20190730_1249495njpt.jpg


Somit traten wir den Abstieg entlang des E5 an
20190730_124943hijyr.jpg


Noch einmal die drei überstiegenen Gipfel von unten
20190730_1346573hku2.jpg


Pause!
20190730_140343sik7x.jpg


Angekommen an der ESL Bergstation besserte sich das Wetter, sodass wir hier noch eine kleine Rast einlegten
20190730_154836zvjaa.jpg


Gegen 16Uhr traten wir dann trotzdem die Talfahrt an.
20190730_1610461hjjz.jpg

20190730_1628315fjr8.jpg


Dies zeigte sich als richtige Entscheidung, denn kurz nach Ankunft im Hotel zog uns ein eindrucksvolles Gewitter aus dem Vinschgau entgegen
20190730_174035jokxz.jpg

20190730_175800omknp.jpg



Tag 3: Taufenscharte und Spronser Seen

Die heutige Tour wird mit knapp 1500hm und der längsten Entfernung die konditionell anspruchsvollste Tour werden
Der Tag begann mit einer Auffahrt mit der Hochmuthbahn in Dorftirol. Ursprünglich eine Hölzl-Anlage, welche von Doppelmayr überholt wurde
20190731_0938197ukjq.jpg

20190731_093925plk33.jpg


Durch das gestrige Gewitter lag noch viel Feuchtigkeit in der Luft und einige Wolken hingen noch sehr tief.
20190731_095543m0j6z.jpg


Zunächst ging es entlang des Hans Frieden-Felsenwegs bis zur Leiteralm.
20190731_101437qjjru.jpg

Auf eine Auffahrt mit ESL und Korblift verzichteten wir aufgrund der unsicheren Wettervorhersagen

Nach der Leiteralm beginnt der Meraner Höhenweg in Richtung Vinschgau
20190731_105241likxc.jpg


Diesen verlassen wir jedoch nach kurzer Zeit, um zur Taufenscharte aufzusteigen
20190731_110611w7kfg.jpg


Der Weg verläuft einige 100hm nur durch dichten Wald
20190731_105851tjkzy.jpg


Am Fuße der Scharte öffnet sich der Blick Richtung Vinschgau
20190731_114334i5k3y.jpg


Das gilt es noch zu bewältigen
20190731_113746uxjbh.jpg


Oben angekommen ein herrlicher Tiefblick ins Vinschgau. Leider wird durch die Wolken der mögliche Blick Richtung Ortlergruppe verdeckt
20190731_120456y4kom.jpg


Blick auf die andere Seite der Scharte
20190731_121309z9kfx.jpg


Wir folgen dem Hochtal in Richtung Spronser Seen
20190731_123230h8jvy.jpg


Das Tagesziel rückt in Sicht: die Oberkaser Alm
20190731_130319fskoy.jpg


Das ist verdient :D
20190731_131851l6k30.jpg

Die Oberkaseralm ist direkt am See herrlich gelegen und bietet ebenfalls Schlafquartiere. Sie bildet somit den idealen Standort um noch weiter und höher in die Texelgruppe vordringen zu können.
Dies werden wir beim nächsten mal mit Sicherheit wahrnehmen.

Wetterbesserung auf dem Rückweg. Wieder ein Blick ins Passeier. Heute jedoch von der gegenüberliegenden Bergseite
20190731_1411132ajhe.jpg


Rückblick in die Texelgruppe
20190731_142141cfjxu.jpg


Blick auf den Ifinger
20190731_1504435wkq1.jpg


Zoom in die Dolomiten mit Rosengarten und Latemar
20190731_1536038ejut.jpg


Weiter unten ist der Weg ausgebaut, was nicht heißt, dass sich dieser Belag gut laufen lässt...
20190731_154408kgk4a.jpg


Meran und Etschtal rücken wieder in das Sichtfeld
20190731_161050paji5.jpg


Ein letzter Blick ins Vinschgau...
20190731_161103dnjak.jpg


bevor es wieder auf die Talfahrt geht
20190731_1627024bjue.jpg


Fazit: Die Berge um Meran bieten eine Vielzahl an Wandertouren. Durch die zahlreichen Seilbahnen besteht die Möglichkeit, schnell in Regionen über 2000m aufzusteigen und dort aussichtsreiche Touren zu wandern. Hinzu kommt das meist schönere Wetter als in Nordtirol und natürlich werden bei den Bewohnern als auch in der Küche schon die angenehmen südlichen Einflüsse erkennbar.
Für uns war es jedenfalls nicht der letzte Urlaub hier. Vor allem, da Meran in diesem Jahr nur eine Zwischenstation unseres Urlaubs war.
 
Vielen Dank für die tollen Berichte. Kommen vom Gardasee auch noch Wanderberichte? Das würde mich sehr interessieren, da das Meraner Wanderland als auch der nördliche Teil des Gardasees zu meinen bevorzugten Wandergebieten gehören. Auf jeden Fall vielen Dank :D
 
Nein, vom Gardasee wird nichts kommen. Bei Temperaturen von über 30°C haben wir uns dann doch lieber erholt, anstatt Wandertouren zu starten.
Wobei wir in Limone auch eine Vielzahl an möglichen Wandertouren erspäht haben.
Allerdings habe ich für die Meraner Region schon jetzt genügend Touren auf dem Schirm, um den nächsten Urlaub dort zu füllen :D
 
Wenn auch etwas verspätet, dennoch vielen Dank für deinen Bericht. Da wir kurzfristig doch noch einen Sommerurlaub im Meraner Land gebucht haben bin ich natürlich auf der Suche nach möglichen Wanderungen.
Hierbei habe ich den Hans Frieden Felsenweg ins Auge gefasst. Hast du hiervon zufällig noch ein paar Fotos? Meinst du ich kann den Weg mit Kraxe und meinem dann elf-monatigen Sohn machen?
 
Roymarcoi schrieb:
Wenn auch etwas verspätet, dennoch vielen Dank für deinen Bericht. Da wir kurzfristig doch noch einen Sommerurlaub im Meraner Land gebucht haben bin ich natürlich auf der Suche nach möglichen Wanderungen.
Hierbei habe ich den Hans Frieden Felsenweg ins Auge gefasst. Hast du hiervon zufällig noch ein paar Fotos? Meinst du ich kann den Weg mit Kraxe und meinem dann elf-monatigen Sohn machen?

Hier ein paar Bilder vom Weg:
20190731_100143rkkmm.jpg

20190731_100951ftk6j.jpg

20190731_103155cnja9.jpg

Der Weg geht zwar immer eng am Fels entlang, hat jedoch fast keine Steigungen. Nur am Anfang bzw. am Ende kurz vor der Leiteralm, dort ist aber alles mit Stufen ausgebaut.
Sollte also eigentlich kein Problem sein. Der Weg von Seilbahn bis Leiteralm ist jedoch im normalen Tempo in nur einer Stunde abgelaufen.

Wenn du weitere einfache Touren auf gut ausgebauten Wegen suchst, solltest du auch mal nach den Waalwegen oder nach versch. Runden im Gebiet von Meran 2000 schauen
 
Der Hans-Frieden-Felsenweg ist zwischen Hochmuth und Leiteralm Teil des Meraner Höhenweges. Mit Kraxe kein Problem - hab ich auch gemacht, als die Kinder noch klein waren...
Wir gehen den Weg meist von der Leiteralm zum Hochmuther - da lässt sich dann eine schöne Rundwanderung draus machen: Auffahrt mit ESL und Korblift, Höhenweg, Abfahrt mit Seilbahn oder Abstieg nach Dorf Tirol (mit Abstieg natürlich einiges weiter und länger, aber nette Einkehrmöglichkeit bei den Muthöfen ein Stück unterhalb vom Hochmuther). Von dort entweder über Schloss Tirol - Schloss Thurnstein - Ochsentodweg zurück nach Algund oder über die Brunnenburg zum Algunder Waalweg und auf diesem zurück.
Ich such heute abend mal ein paar Bilder raus, müsste sogar welche mit Kraxe "im Einsatz" haben.

Von den Waalwegen ist der Marlinger sehr schön. Der beginnt an der Töll (oberhalb von Algund - Wanderparkplatz) und führt 14 km bis Marling. Schöne Aussichten, naturbelassener Waal und mehrere Einkehrmöglichkeiten am Weg. Rückweg mit Bus (ggfs. Umsteigen in Meran). Es gibt auch auf der Strecke mehrere Möglichkeiten zum Abstieg ins Tal und Rückfahrt.

Absolut empfehlenswert auch: Besuch bei Reinhold Messner im Schloss Juval (Auffahrt mit Bus, Achtung: ist im Sommer evtl. geschlossen, weil er zeitweise dort wohnt), dann den Schnalser Waalweg bis Tschars und den darunter liegenden Stabener Waal zurück. Ebenfalls sehr schöne Aussichten und immer auf der Sonnenseite.
 
Auch dir vielen Dank für die Infos. Und schonmal Danke vorab für die Bilder und das Suchen.
Die Waalwege kenne ich (den von Töll gehen wir immer bis Lana).
Dieses mal ist es aber so, dass ich meine Frau (wir beide sind sehr sportlich) davon überzeugen möchte, mehrere Touren mit mir zu machen. Wichtig sind für uns Touren mit schöner Aussicht und wenigen Waldwegen. So ist mir die Leiteralm in Erinerrung gekommen.
Geplant ist aktuell:
Sessellift, Korblift, Leiteralm, Hochmuth (soweit ist mir der Weg bekannt), Einkehr vermutlich beim Talbauer (dann eben das Stück Retour zum Hochmuth), und von dort dann den Felsenweg zurück zur Leiteralm.
 
Das klingt auch prima :)
Beim Talbauer sind wir letztes Jahr auch eingekehrt - hat uns gut gefallen. Der Rückweg zum Hochmuther dürfte schätzungsweise 15 Minuten sein.
Vom Hochmuther zurück könnt ihr auch den Vellauer Felsenweg nehmen - der verläuft ein Stück tiefer und endet (wie der Name schon sagt...) in Vellau, so müsstet ihr nicht 2 x den gleichen Weg nehmen.
 
Kerker schrieb:
Das klingt auch prima :)
Beim Talbauer sind wir letztes Jahr auch eingekehrt - hat uns gut gefallen. Der Rückweg zum Hochmuther dürfte schätzungsweise 15 Minuten sein.
Vom Hochmuther zurück könnt ihr auch den Vellauer Felsenweg nehmen - der verläuft ein Stück tiefer und endet (wie der Name schon sagt...) in Vellau, so müsstet ihr nicht 2 x den gleichen Weg nehmen.

Ich habe mich gestern etwas unpräzise ausgedrückt. Der Plan ist genau wie von dir beschrieben. Doppelte Wege, mit Ausnahem des kleinen Stückes zum Hochmuth zurück, wollen wir vermeiden.
 
Kerker schrieb:
Ich such heute abend mal ein paar Bilder raus, müsste sogar welche mit Kraxe "im Einsatz" haben.

Sorry, hat einen Tag länger gedauert... Aber voila:

Die ersten drei... 2007 - damals die Kinder noch klein und die Wampe auch :biggrin:

cimg3938injvh.jpg


cimg393990j79.jpg


cimg3940ymjlk.jpg


Die nächsten drei aus dem Herbst 2016

p1070688yojo9.jpg


p1070691x1kv2.jpg


Unten ist der Talbauer zu sehen - ich weiß aber nicht mehr genau, ob es der obere oder der untere ist. Und von wegen "letztes Jahr eingekehrt" - ist doch schon wieder gut 2 1/2 Jahre her. Wie die Zeit doch vergeht...
p1070702tsk3a.jpg


Und dann nochmal vom 03.11.2017 - im T-Shirt :)

p1090074jejly.jpg


p1090078ygj4z.jpg


p1090082bdjzb.jpg
 
Top, danke dir für die Mühe.
Ich denke der Weg ist genau das richtige für uns. Sollte es meiner Frau gefallen, sind noch Touren auf dem Vigiljoch (weiß noch nicht genau welche), Meran 2000 (zur Kuhleitenhütte) und zum Hippolyt-Kirchlein geplant.
 
Zurück
Oben