Neulich – am 26.10.2013 – ergab sich eine gute Gelegenheit, in Warth & Schröcken einen LSAP-Zwischenhalt einzulegen, als ich von Vorarlberg nach München zurück tuckerte und es noch einen schönen, spätsommerlichen Abend hatte....
Ich parkte an der Kirche in Schröcken, wo seit Jahren eine Übungslift-Ruine namens Mohenfluhlift vor sich hin dümpelt. Die allermeisten Familien u. Anfänger dürften einer kurzen Fahrt über die gut ausgebaute Passstrasse ins Schigebiet Warth-Schröcken hinauf den Vorzug geben, wo für jenes Klientel gleich neben dem „Saloberjet“ eine kurze DSB sowie der letzte Schlepp(Teller-)lift des ganzen Areals ihre Runden in schneesicherer Umgebung drehen. So wird der kleine, unspektakuläre Lift wohl schon seit Jahren nicht mehr in Betrieb gewesen sein.
Da am Parkplatz vor dem (ebenfalls stillgelegten?) Mohenfluh-Hotel sich gerade Wanderer umzogen und ich mit meiner Nikon keine Missverständnisse herbeiführen wollte, lief ich erst mal den Weg zur Bergstation. Bei der Strasse daneben müsste es sich um die alte Passstrasse Richtung Warth handeln – heute geht es über riesenhafte Brückenbauten direkt am Steilhang gegenüber hinauf.
Blick zurück – es war wirklich nur ein kurzer Übungslift, dessen Verlust jetzt mal nicht so tragisch scheint...
Zoom – leider war der Parkplatz von hier nicht mehr einsehbar
Im Hintergrund sieht man die jetzige Passstrasse...
Kein Anwohner weit und breit an jenem milden Oktoberabend – so müsste es bei dorfnahen LSAP-Besichtigungen immer sein.
Ob der Motor noch läuft nach all den Jahren des Stillstands?
?
Stützennummerierungen braucht es hier nicht...
LSAP-Spielplatz gleich nebenan...
So ging ich wieder zum Wagen zurück und fuhr Richtung Warth den Pass hinauf, wo die Sonne noch schien...
Am Hügel hinterm Berghotel Adler gab es lt. alter Skikarte früher mal den „Simmellift“, dessen Trasse man hier wohl noch sehen kann. War das dann ein Tellerlift?
Da ging es hinauf – bei Googleearth kann man es auch noch ganz gut sehen, wenn man sich für so einen Scheiß überhaupts interessiert
Zoom in Richtung Bergstationsbereich des ebenso abgebauten Sonnenlifts am Hang gegenüber der Jägeralpbahn – nix mehr zu sehen...
Die Trasse hat sich noch im Gelände erhalten. Sie ist recht breit und lt. altem Foto in einem Skiatlas scheint der Schlepper wohl Stützen wie eine „Doppel-Lift“-Anlage (á la Muldenlift an der Reiteralm oder wie die Bierenwanglifte früher an der Kanzelwand) gehabt zu haben. Aber nur die linke Seite schien ausgeführt worden zu sein. Unten rechts erkannt man noch die erhaltene Infrastruktur des Talstationsbereichs.
Natürlich hab ich vor Ort auch nochmal angehalten – hier ging bis 2003 oder so der Sonnenlift hinauf. Schade...
Schüsse auf den Liftler?
Was vom Antrieb übrig blieb...
Im Hintergrund der Hügel, der früher von rechts unten aus vom Simmellift erschlossen wurde.
In etwa von diesem Standpunkt aus müsste das Bild aus dem Skiatlas gemacht worden sein. Ich muss das alte Buch mal noch hervorkramen...
Ansonsten keine Fundamente oder weitere Überbleibsel...
Wo genau der Lift endete – keine Ahnung. Ich lief nur bis hier, denn meine Beine wahren nach einer schweißtreibenden Wanderung am Nachmittag zu müde. So blieb ich noch ein wenig stehen und genoss die schöne Abendsonne....
Auf der Trasse stehend atmete ich noch ein paar mal tief durch, ehe es wieder zum Auto und den weiten Weg nach München zurück ging.