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Was ich am Skifahren liebe

Kreon100

Rigi-Kulm (1797m)
Registriert
26. Okt. 2016
Beiträge
1.991
Reaktionspunkte
923
Hi all!

nachdem ich mich ja über den Fred "Was mich beim Skifahren nervt!" köstlich amüsiert habe, will ich nun mal Gelegenheit geben, sich über die Highlights unseres Sports auszulassen und fange mal mit einer offenen Liste an:

  • Den ganzen Tag an der frischen Luft zu sein, mal richtigen Winter und die Kälte zu spüren

  • Mit der Familie unterwegs sein, im Lift Gespräche führen, die man sonst nicht so hinbekommt
  • dass eigentlich alle am Berg gut gelaunt sind, man sofort mit jedem "per Du" ist
  • die Einsamkeit in die man immer mal wieder geraten kann, z.B. wenn man nachmittags als letzter in den Lift steigt und dann noch wartet, bis der Lift abgestellt ist

  • einen schönen Materialtest für die Klamotte, wenn es mit Regen anfängt und dann in Schneesturm endet
  • wenn ich die G-Kräfte beim Carven spüre
  • mal wieder an einer "Bond-Location" der Kindheit zu sein und sich erinnern, wie cool man als Kind so Seilbahnen fand und so Szenen wie in der Bob-Bahn auf dem Ziehweg durch den Wald nachgespielt hat
  • Powderday
  • even better Firnschneetag
  • even better Sulzschneetag

Ich hoffe ich habe nicht alles vorweg genommen
 
Leere, breite, hart kompakte aber nicht eisige Pisten zum Carven. DAS ist das, wonach ich an jedem Skitag suche und zum Glück oft fündig werde.
Wenn es dann auch noch sonnig, mit leichten Minusgraden und in einem grossen Skigebiet mit viel Auswahl ist, dann ist mein Skiglück perfekt.
 
Spitzen Beitrag!

Was bei mir ganz oben auf der Liste steht:
:mrgreen: Die Momente bei denen man mit kurzen Aufstiegen (<20 min) von einer Bergstation ein Gipflkreuz oberhalb des Skigebiets erreicht und meist ganz alleine ist und eine fantastische Fernsicht genießt.

Kreuzkogel Sportgastein oder Schareck Mölltaler Gletscher fallen mir da zb spontan ein.

Was bei mir auch hoch im Kurs steht:

:mrgreen: Eine der ersten Gondeln zu erwischen
:mrgreen: Wetterspiele in den Bergen
:mrgreen: Nach Liftschluss länger auf einer Hütte zu verweilen und dann gemütlich bei Sonnenuntergang runterfahren (unter Beachtung der Pistensperre versteht sich)
:mrgreen: Bluebirds 8)
:mrgreen: Apres Ski mit Freunden, finde das ist mit keinem anderen "Fortgehen" vergleichbar.
:mrgreen: Abends im Tal die Pistenraupen und deren Lichter aus der Ferne zu erspähen
:mrgreen: Wenn es dich beim kurzschwingen jedes mal wieder ein wenig rauskatapultiert. 8)
:mrgreen: Abends hundsmüde ins Bett zu fallen

:mrgreen: und natürlich generell die Möglichkeit in der Natur und auf den Bergen zu sein
 
Nun, da habt ihr eh schon vieles aufgelistet.....super:)
Ich kann da nur übereinstimmen mit dem Punkt: alles Gleichgesinnte am Berg:)
Das erlebe ich auch immer so....hab eigentlich in all den Jahren noch nie sehr schlecht gelaunte
Skifahrer, oder auch Tourengeher erlebt.

Da oben in den Bergen ist das Leben ein anderes-jenes, das wirklich zählt!
Wo man entspannen-loslassen kann, aber auch Kraft tanken!

Was für mich auch wichtig und schön ist- ist, wie schon geschrieben-abends müde vorm TV
verschlafen....da weiß man dann das man wieder etwas für den Körper getan hat:)
 
also nach meiner Intention kann es hier durchaus Doppelnennungen geben, kann bisher alles hier unterschreiben :ja:
 
Als Großstadtmensch liebe ich die Stille ...

Wenn ich z.B. nach einem schönen Skitag im Superdolomiti nähe Boe auf der Terrasse der Utia Crep De Munt stehen kann, der ganze Trubel vorbei ist und mir einfach nur die kalte Winterluft um die Nase weht ...
 
Bei mir geht es schon im Keller vor dem nächsten Skitrip los. Da werden in Ruhe die Bretter eingespannt, die Kanten nachgezogen, das Wachs erneuert. Daneben steht dann ein Gläschen Rotwein oder ein Weizenbier. Beim Präparieren der Ski läuft quasi als Kopfkino ab, was die Teile seit dem letzten Aufenthalt im Skispanner alles mit mir zusammen erleben durften, sowie ein kleiner Trailer auf das Kommende. Schöne Meditation - wichtig dabei: keine Hektik.

Dann das morgendliche Aufbruch-Ritual, treffen unserer kleinen Klicke, losfahren, dann der erste Blick im Morgengrauen auf die Berge, noch aus dem Autofenster auf der Autobahn - ankommen, aufrödeln - lifteln...

... und dann, der Moment, wenn man dann oben steht, vor der ersten Abfahrt nach der Anreise, wenn man das erste mal sich mit den Stöcken in die erste Abfahrt hinein stößt - der Abschiedspunkt von allem was Alltag und Stress war in der Zeit davor... der Moment in dem das Gehirn auf "Schimodus" stellt, wo die nächste Kurve zählt und sonst nichts mehr, wo Abschalten quasi von selbst zwangweise erfolgt....

...und sonst alles was schon geschrieben wurde...
 
- unmodellierte Abfahrten, sofern vorhanden
- unbeschneite Abfahrten, sofern vorhanden
- Firnschnee on- & offpiste, sofern vorhanden
- sonniges Wetter, sofern vorhanden
- weites und tiefes Panorama, sofern vorhanden
- neue Länder, neue Gegenden, neue Panoramen, neue Pisten entdecken
- Meerpano oder Seepano, sofern vorhanden
- alte Skilifte, insb. ESL und Kurven-KSSL, sofern vorhanden
- nicht daheim rumsitzen zu müssen und dabei Kopfweh zu bekomme
- etwas gefunden zu haben, für das es sich lohnt, zu leben und zu arbeiten
- keine Wartezeiten, leere Pisten, günstige Preise und alles, was auf meiner Nerv-Liste stehen würde

(ca. 4 Punkte davon stünden bei einigen vmtl. auf der Nerv-Liste)
 
Angefangen vom Ski-ins-Auto-laden, über die Vorfreude beim Hinfahren, wenn frühmorgens die Autobahn noch fast leer ist.
Wenn sich die letzten Wolken auflösen und der Himmel immer blauer wird und man weiß das Wetter wird Bombe.
Wenn mit jedem Kilometer, dem man dem Ziel näher kommt, der Schnee am Straßenrand frischer und höher wird.
Wenn man so früh da ist, dass man quasi direkt vor der Kassa die Ski ausladen kann und noch Zeit hat, sich ohne Hektik anzuziehen.
Wenn man die ersten Spuren auf die frisch präparierte Piste setzen kann.
Wenn die Verbindungslifte schon offen haben bzw. gerade aufmachen, wenn man aus der Gondel aussteigt.
Der eine Traumhang, der nicht zu stark überlaufen ist, wo die Piste noch bis zum Mittag schnell und griffig bleibt.
Das erste Weißbier in der Sonnenliege auf der kleinen feinen Alm mit Panoramablick.
Die leichten Schwünge nach dem Einkehrschwung.
Wenn man sich dann im Tal vom Skischuh befreien kann.
 
Kreon100 schrieb:
  • die Einsamkeit in die man immer mal wieder geraten kann, z.B. wenn man nachmittags als letzter in den Lift steigt und dann noch wartet, bis der Lift abgestellt ist
Ist das nicht ein wenig sehr einsam, wenn man alleine die Nacht im Lift verbringt? :roll: :wink: :lol:
 
Vieles was sich deckt wurde schon genannt, immer wieder schön ist aber auch das Gefühl im Lift bei fremden (und auch in der eigenen Gruppe), wenn man mit Alpinforum Wissen über die neusten Projekte und Gegebenheiten weitergeben kann :D
 
- Das Gefühl welches man beim Skifahren beim Spielen mit den G-Kräften bekommt, einfach das Gefühl wenn man perfekt im "Fluss" eine Piste runterfährt
- Die landschaftliche Schönheit der Berge
- Gemeinsame, schöne Erlebnisse und Erinnerungen mit Freunden beim Skifahren
- Das Beobachten der Technik gewisser Aufstiegsanlagen
- Die gute Stimmung die man gemeinsam mit anderen bei einem Skitag teilen kann. Ich habe noch nie jemanden mit schlechter Laune am Berg erlebt, es ist wie eine andere Welt
- Das Gefühl welches man hat, wenn man als Erster eine frisch präparierte Piste verspurt
- Das Freiheitsgefühl und die Distanzen die man auf Skiern zurücklegen kann
- Einsame Momente am Berg, oft nach Liftschluss
- Wetter- und Naturschauspiele
- Glückgefühle die man bereits bei der Anreise bekommt wenn die Sonne rauskommt
- Etwas zu haben, worauf man sich das ganze Jahr jeden Tag freuen kann. Gewissermaßen einen Antrieb zu haben, wenn man gerade anstrengende Zeiten hat
- Die Natur richtig spüren, wenn einem die kalte Winterluft um die Nase weht oder im Frühjahr die Sonne wärmt
- Neue Gegenden zu entdecken, in welche man sonst nie kommen würde
- Die Einzigartigkeit jedes einzelnen Skitages
 
Wenn ich mich seit fast 50 Jahren alljährlich in meinemLieblingsschlepper Crep den Mont befinde und einfach glücklich vor mich hinsumme und meine Familie nur noch lacht.....
Wenn ich vor dem Lift stehe und bemerke, wie schön der Sassongher auch nach 50 Jahren bzw. Alljährlich ist :D
 
Skifahren ist für mich mehr, als Skischuhe anziehen, die Stecken zu nehmen, in die Bindung zu steigen und loszufahren.
Skifahren ist für mich ein Lebensgefühl.

Wenn ich oben am Hang stehe, wie letzte Woche im Tiefschnee unterhalb der Masnerkopfbahn, vergesse ich die Umwelt um mich herum.

Ich muss mich in diesem Moment um nichts kümmern, keine Familie, Job, etc. Ich bin im diesem einzigen Moment vollkommen frei.
Wenn ich dann losfahre, bin ich einem Flow, immer auf der Suche nach dem perfekten Schwung.

Das ist die Liebe zum Skifahren.
 
Jedesmal, wenn man um 4 Uhr mit Koffer, Ski, und Gedöns zum Bahnhof trabt, denkt man - warum tut man sich das an ?

Und dann stehste oben am Berg und weisst, dass sich die lange Anreise mal wieder gelohnt hat.
Immerhin waren meine Bahnreisen bis jetzt sehr bequem,

Skifahren ist für mich wie Fliegen, ein Rausch.

Ich hab Spass auch allein, Mitfahrer brauch ich nicht :biggrin:
 
Also ganz allein ist es für mich nicht perfekt. Richtig nett ist es mit passender Begleitung.
 
Das Gefühl nach einem Schwung, wenn man sich denkt: Man, den hast du aber richtig perfekt gefahren!
 
Skifahren ist für mich "Freiheit".

Ich genieße die Berge die Luft, Schnee, den Ausblick..

Es gibt kaum etwas anderes wo ich so richtig "abschalten" kann und den Kopf freibekomme und es einfach genieße!
 
Schöner Thread ...

Um es mal in ganz kurz zusammenzufassen einfach, dass man sich beim Skifahren frei fühlt, mit sich selbst im Reinen ist, der Alltag zurückbleibt und man in seiner ganz eigenen Welt ist

Etwas ausführlicher (ohne, dass eine Rangfolge dahinterstünde ... einfach was mir gerade so einfällt und sicher nicht abschließend)

- Ein schönes Panorama genießen zu können
- mit Freunden über Seilbahnen und das Skifahren zu fachsimpeln (oder nennt man das klugscheissen? :D)
- Das Gefühl des "perfekten" Schwungs zu haben, wenn man einfach mal eine Abfahrt lang richtig im Fluss ist
- Eine Piste die einem gefällt wieder und wieder zu fahren, um die feinsten Nuancen zu erspüren ... wie kann ich diese Kuppe schöner anfahren? Wie hängt der Hang an dieser Stelle?
- Auf einer gemütlichen Piste einfach nur kurzzuschwingen, genauso wie einfach mal den Ski laufen zu lassen und den Rausch der Geschwindigkeit zu spüren
- Wirklich erst am allerletzten Fuzzelchen Schnee abzuschnallen und um eine der schönsten Liebeserklärungen die ich an diesen Sport lesen durfte zu zitieren sagen zu können "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg"
- Mich von einem schnellen Schlepper über eine rudimentär präparierte Trasse ziehen zu lassen

Kurzum - Es sind einfach die 2 Bretter, die die Welt bedeuten!
 
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