Otter noch da - Sumpfbiber in US-Botschaft
Der Berner Tierpark Dählhölzli hat am zweiten Hochwasser-Tag weiter nach einigen seiner Bewohner gefahndet: Zwei Sumpfbiber sind ausgebüxt, einer wurde auf dem Gelände der US- Botschaft gestellt. Die Fischotter sind noch da.
Aus dem aarenahen Kinderzoo wurden bis am Montagabend rund 50 Tiere evakuiert. Für drei Sumpfbiber reichte die Zeit nicht mehr und sie konnten entweichen. Ein Tier wurde von der Polizei vor dem Eingang der US-Botschaft gestellt. Es konnte von Tierpflegern eingefangen werden. Zwei Biber dürften aber definitiv ausgerissen sein, wie Tierparkdirektor Bernd Schildger auf Anfrage sagte.
Biber im Bau?
Nicht mit dem Sumpfbiber zu verwechseln sind die europäischen Biber. Der Verbleib der bis zu zehn Dählhölzi-Biber ist weiter unklar. Auch sie könnten sich laut Schildger davongemacht haben, «möglicherweise haben sie sich aber auch in den Bau zurückgezogen».
Sind die Biber entwichen, käme das einer Wiederansiedlung gleich, wie das Beispiel des Hochwassers 1999 zeigt: Damals hatte ein Dählhölzli-Biberpärchen das Weite gesucht und sich in der Folge in der Aare zwischen Münsingen und dem Wohlensee fortgepflanzt.
Otter sind noch da
Anders als befürchtet hat das Berner Fischotter-Pärchen dem Zoo die Treue gehalten: Nach dem Männchen wurde nun auch das Weibchen in der Anlage gesichtet. Die Tiere sollen nun mit einem provisorischen neuen Elektrozaun eingehegt werden.
Die nach dem Hochwasser 1999 angelegte neue Aareufer-Anlage habe sich bewährt, sagte Schildger. Die Stege seien intakt und hielten dank relativ tiefer Fliessgeschwindigkeit stand. Wisente, Steinböcke und Wildschweine hätten nicht aus ihren Gehegen genommen werden müssen, auch wenn diese teilweise unter Wasser stünden. Die Pelikane auf ihrem Floss in der reissend durchströmten Aareanlage sind laut Schildger «völlig entspannt».....