Gestern waren wir nach längerer Zeit in einem der kleinen Skigebiete in Südosten Kärntens (genauer an der Grenze zwischen Kärnten und Steiermark), auf der Weinebene. In den 6 Jahren seit wir den Saisonskipass Kärnten/Osttirol kaufen, waren wir erst zum zweiten Mal dort, irgendwie stimmt die Chemie zwischen mir und den Skigebiet nicht ganz
. Und das obwohl die Anfahrt von Maribor nicht lang ist, mit gut 1 Stunde gehört die Weinebene (neben der Petzen und dem Klippitztörl) zu den 3 Skigebieten die ich von Maribor am schnellsten erreiche.
Im Forum sind Berichte von diesem Skigebiet auch eher selten, ich habe nur zwei gefunden: Andreas war im Dezember 2007 dort und Mark Jan im Dezember 2010. Deshalb wird dieser Bericht etwas länger als sich das Skigebiet von der Grösse her verdient hätte
.
Anfahrt: Maribor - Eibiswald - kurz vor Deutschlandberg links hinauf zum Weinebene Sattel. Die Bergstrasse ist breit, sehr gut ausgebaut, ohne grössere Steigungen, da kann man richtig Gas geben. Naja, man könnte Gas geben, leider ist der Belag in manchen Abschnitten in einem Zustand, der gefährlich an manche Fotos von Starlis Balkantour erinnert
. Wenn man bedenkt, dass unter dem selben Berg gerade ein sündenteurer 33 km langer Eisenbahntunnel gebohrt wird, von dem keiner so richtig weiss wozu er gut sein soll, kommen da einem schon so Gedanken
. Aber ich lasse das, die offizielle Dogme lautet ja: Schiene = good, Strasse = bad. Latürnich ...
Pistenplan:
Das Skigebiet besteht aus 6 Schleppliften (+ 2 kurze Seischlepper). Die ersten drei links im Plan sind kurze und flache Übungs/verbindungsschlepper, zuerst die fast - paralelllifte Weinofenlift 1 + 2:
Es folgt der Göslerlift:
Gemeinsame Bergstationen Weinofenlifte + Göslerlift:
Nun zum interessanteren Teil des Skigebietes. Die parallelen Brandrückenlifte mit etwa 300m HU erschliessen 5 Pisten und einen Park. Gegen 11 Uhr gab es sogar kurze Wartezeiten, aber es kam keiner auf die Idee noch den linken Lift einzuschalten. Warum auch, die leute lieben es ja in der Schlange zu stehen
:
Irgendwie nett hier oben:
Der linke Schlepper ist etwa 150m kürzer als der rechte und hat eine recht kuriose Bergstation:
Zur Schnee- und Pistensituation: besser könnte es kaum noch sein! Die offiziellen 220 cm kann ich bestätigen, die Präparation war gut bis sehr gut und die 5 Pisten recht leer - wenn ein Schlepper fünf Pisten bedient, sieht es so aus:
Um halb eins
:
Es folgt noch der letzte, der Schneelochlift. Im Gegensatz zu den anderen, die nordseitig liegen, ist dieser Schlepper inklusive seiner beiden Pisten ost- bis südostseitig orientiert:
Die Pisten ware dementsprechend - am Morgen erwas härter als die nordseitigen, zu Mittag dann leicht firnig. Knapp unterhalb der Talstation begann das Nebelmeer:
Bergstationen Schneeloch - rechter Brandrückenlift:
Nochmals zur Schneelage: was hier fast zur Gänze unter dem schnee versteckt ist, sind etwa 2 m hohe Schneefangzäune:
Noch ein paar Eindrücke - von der Bergstation Weinofenlifte/Göslerlift zu den Brandrückenliften:
Die ganz rechte Piste an den Weinofenliften mit der Passstrasse und Parkplatz:
Aus dem Brandrückenlift zu einer der Pisten:
Pano zur Koralpe (und Traum von einer Skischaukel, Ende der 90er war er einmal bereits recht aktuell, seitdem ist aber leider alles stil ... ):
Fazit: naja, ganz nett dort oben, aber nach 3 Stunden habe ich genug. Die Pisten sind eher der einfachen Art, und vor allem sehr kurz. Die Pistenpflege ist OK (soviel man sehen konnte, sind auch alle beschneit, wobei einige der Hydranten nur knapp unter den Schneemassen zu sehen waren), die Lifte ... naja. Ich habe mir Skigebiete wo es nur Schlepplifte gibt irgendwie abgewöhnt. Es war erst mein zweiter Skitag in der Saison wo in meinen Ar*** nicht auf einen Sessel oder in eine Kabine setzen konnte, das erste mal war es Anfang Dezember am Pohorje als nur Schlepper in Betrieb waren. Ich komme wahrscheinlich erst in ein paar Jahren wieder, die Weinebene ist zwar ganz OK, aber nichts was ich unbedingt brauchen würde
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Im Forum sind Berichte von diesem Skigebiet auch eher selten, ich habe nur zwei gefunden: Andreas war im Dezember 2007 dort und Mark Jan im Dezember 2010. Deshalb wird dieser Bericht etwas länger als sich das Skigebiet von der Grösse her verdient hätte
Anfahrt: Maribor - Eibiswald - kurz vor Deutschlandberg links hinauf zum Weinebene Sattel. Die Bergstrasse ist breit, sehr gut ausgebaut, ohne grössere Steigungen, da kann man richtig Gas geben. Naja, man könnte Gas geben, leider ist der Belag in manchen Abschnitten in einem Zustand, der gefährlich an manche Fotos von Starlis Balkantour erinnert
Pistenplan:
Das Skigebiet besteht aus 6 Schleppliften (+ 2 kurze Seischlepper). Die ersten drei links im Plan sind kurze und flache Übungs/verbindungsschlepper, zuerst die fast - paralelllifte Weinofenlift 1 + 2:
Es folgt der Göslerlift:
Gemeinsame Bergstationen Weinofenlifte + Göslerlift:
Nun zum interessanteren Teil des Skigebietes. Die parallelen Brandrückenlifte mit etwa 300m HU erschliessen 5 Pisten und einen Park. Gegen 11 Uhr gab es sogar kurze Wartezeiten, aber es kam keiner auf die Idee noch den linken Lift einzuschalten. Warum auch, die leute lieben es ja in der Schlange zu stehen
Irgendwie nett hier oben:
Der linke Schlepper ist etwa 150m kürzer als der rechte und hat eine recht kuriose Bergstation:
Zur Schnee- und Pistensituation: besser könnte es kaum noch sein! Die offiziellen 220 cm kann ich bestätigen, die Präparation war gut bis sehr gut und die 5 Pisten recht leer - wenn ein Schlepper fünf Pisten bedient, sieht es so aus:
Um halb eins
Es folgt noch der letzte, der Schneelochlift. Im Gegensatz zu den anderen, die nordseitig liegen, ist dieser Schlepper inklusive seiner beiden Pisten ost- bis südostseitig orientiert:
Die Pisten ware dementsprechend - am Morgen erwas härter als die nordseitigen, zu Mittag dann leicht firnig. Knapp unterhalb der Talstation begann das Nebelmeer:
Bergstationen Schneeloch - rechter Brandrückenlift:
Nochmals zur Schneelage: was hier fast zur Gänze unter dem schnee versteckt ist, sind etwa 2 m hohe Schneefangzäune:
Noch ein paar Eindrücke - von der Bergstation Weinofenlifte/Göslerlift zu den Brandrückenliften:
Die ganz rechte Piste an den Weinofenliften mit der Passstrasse und Parkplatz:
Aus dem Brandrückenlift zu einer der Pisten:
Pano zur Koralpe (und Traum von einer Skischaukel, Ende der 90er war er einmal bereits recht aktuell, seitdem ist aber leider alles stil ... ):
Fazit: naja, ganz nett dort oben, aber nach 3 Stunden habe ich genug. Die Pisten sind eher der einfachen Art, und vor allem sehr kurz. Die Pistenpflege ist OK (soviel man sehen konnte, sind auch alle beschneit, wobei einige der Hydranten nur knapp unter den Schneemassen zu sehen waren), die Lifte ... naja. Ich habe mir Skigebiete wo es nur Schlepplifte gibt irgendwie abgewöhnt. Es war erst mein zweiter Skitag in der Saison wo in meinen Ar*** nicht auf einen Sessel oder in eine Kabine setzen konnte, das erste mal war es Anfang Dezember am Pohorje als nur Schlepper in Betrieb waren. Ich komme wahrscheinlich erst in ein paar Jahren wieder, die Weinebene ist zwar ganz OK, aber nichts was ich unbedingt brauchen würde
? Aber fürs Speedcarven sind die Pisten trotzdem gut geeignet, vor allem wenn sie so leer sind wie am vergangenen Samstag. Nur stehenbleiben sollte man nicht zu oft, es dauert einfach zu lange bis man wieder genug Speed bekommt ...