Es hängt auch ganz stark davon ab, wann man wo unterwegs sein möchte. Im Januar auf einem Gletscher bei -20 Grad braucht´s andere Klamotten als im April im metertiefen Sulzschnee. Als Boarder (nicht nur Anfänger) sitzt und kniet man schon viel herum, also wasserdichte Hose ist immer ein Muss (Faustregel für mich 10.000 mm Wassersäule Minimum). Jacke wie gesagt je nach Außentemperatur und sonstigen Wetterverhältnissen. Wenn du Anfänger bist, auf alle Fälle Helm. Da man eine Weile braucht, um die richtige Balance auf der Kante zu finden, ist regelmäßiger Bodenkontakt vorprogrammiert und da beide Füße festgeschnallt sind, kann man sich nicht durch einen Ausfallschritt abfangen. Wenn da mal die falsche Kante in den Schnee frisst, gibt es schon mal den einen oder anderen harten Aufschlag. Rückenprotektor hat mir dagegen nicht so viel geholfen, weil ich mich meistens direkt auf den Hintern gesetzt hab. Es gibt auch so "Polsterhosen", aber damit hab ich keine Erfahrung. Knieprotektoren fand ich auch immer ganz angenehm, weniger um einen Aufschlag abzufangen, sondern eben, weil´s beim vielen Knien bequemer damit war. Handprotektoren hab ich auch nicht wirklich vermisst, die blauen Flecken haben siche eher vom Ellenbogen hinauf zur Schulter gezogen...
Bei den Klamotten untendrunter würde ich nichts aus Baumwolle nehmen, weil sich das wie ein Schwamm vollsaugt. Atmungsaktiv ist angesagt. Und mit Zwiebelprinzip, also so dass man immer eine Schicht drauf oder wieder runter ziehen kann. Am liebsten fahre ich persönlich mit Fließpulli unter der Schijacke. Wichtig: Warme Socken. Handschuhe ebenfalls, können gar nicht warm genug sein. Unbedingt Gore-Tex und sie sollten auch mit einer möglichst robusten Oberfläche versehen sein, wenn man sich z.B. am Seillift festhalten muss oder mit den kanten in Kontakt kommt. Beim Boarden sollten die Handschuhe außerdem bis über den Unterarm reichen, eben wegen dem häufigen Bodenkontakt, weißt ja schon...
Natürlich hat das alles seinen Preis, aber, hey, Wintersport ist halt nun mal keine billige Angelegenheit.
Zur Brille. Während ich früher viel mit Sonnenbrille gefahren bin bin ich jetzt fast nur noch mit Schibrille unterwegs, selbst bei höheren Temperaturen. Ist einfach angenehmer, wenn der Fahrtwind nicht in die Augen zieht, die tränen dann auch nicht so und man sieht besser. Sch... dafür auf die coole Optik... Außerdem, wenn du mal wirklich im Powder einen Überchlag machst, musst du danach nicht so lange nach der Brille suchen. Musst aber aufpassen, wenn du Brillenträger sein solltest, dass du eine Lösung findest, wie die Brille drunter passt und nicht beschlägt.
Was gibt es noch zu bedenken. Ok, nochmal zurück zur Hose. Ich fahre immer (auch Schi) mit sog. "Boarderhose". Wieder nicht aus "Style"-Gründen, sondern weil die so praktische Seitentaschen haben. Die packe ich mir mit dem ganzen Krempel voll, den man so mitnimmt (Sonnencreme, Brillenputztuch, Cola-Dose, Pausenbrot, Funkgerät usw.). Damit spare ich mir einen nervigen Rucksack (insbesondere im Sessellift).
Das war´s erst mal, was mir so für die Piste einfällt.