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Wer nutzt GPS?

Seilbahnjunkie schrieb:
Eine Ortsbestimmung ist übrigens schon bei Verbindung zu zwei Satelitten möglich, nur ist die dann sehr ungenau und kann auch nicht die Höhe bestimmen, das geht erst ab drei Verbindungen.
Woher hast Du denn diese Information? Theoretisch bekommst Du nur dann bei dieser Konstellation eine, in der Regel mehrdeutige, Loesung fuer die Empfaengerposition, wenn Du die Erdform als exakte Kugelflaeche annimmst und zusaetzlich eine mit der GPS-Systemzeit exakt synchronisierte Atomuhr im Rucksack mitfuehrst. Weil eine weitere Diskussion dazu aber hier bestimmt OT ist, empfehle ich die Lektuere der beiden deutschen Wikipedia-Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System und http://de.wikipedia.org/wiki/GPS-Technologie (in manchen Teilen umstaendlich und schwierig verstaendlich formuliert).
Fazit all dessen fuer die praktische Anwendung: Unter 4 Satelliten geht praktisch nix, und diese Situation hat man schon ab und zu in einem engen Tal, zwischen den Hauesern in einer Stadt oder im Funkschatten einer Seilbahnstation. Beim erwaehnten Garmin 60CSx-Geraet wird die Hoehenbestimmung durch einen eingebauten barometrischen Hoehenmesser unterstuetzt, so dass auch bei schlechten Empfangsverhaeltnissen eine Hoehenangabe erhalten bleibt.
 
Dachstein schrieb:
@ Talabfahrer: Danke, so weit wäre ja alles klar - nur mein Punkt, also da wo ich stehe, wandert immer. Egal, wie der Satelitenempfang ist. Und das wundert mich etwas.

MFG Dachstein

Dieser Drift hängt aber auch mit dem Gerät zusammen. Ich will hier jetzt keine Garmin vs. Magellan-Diskussion lostreten (kann ich auch gar nicht, da ich die beiden aktuellen Garmin Geräte nicht testen konnte und somit nicht weiß, wie es da jetzt ist), aber mein Magellan Triton hat dieses driften deutlich weniger. Die Position ist nach 2-3 Ausschlägen im Stand absolut stabil, wenn die Empfangssituation einigermaßen in Ordnung ist.

Ortsbestimmung übrigens erst ab 4 Satelliten, auch mit 3 ist da nichts zu machen.
 
Meine behauptung bassiert auf dem was mir mein GPS Empfänger im Handy anzeigt. Sobald er eine Verbindung zu zwei Satelitten hat meldet er 2D Fixpunkt und gibt mir meine Koordinaten an, ab drei Verbindungen kommt dann 3D Fixpunkt und er gibt zusätzlich die Höhe an.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Meine behauptung bassiert auf dem was mir mein GPS Empfänger im Handy anzeigt. Sobald er eine Verbindung zu zwei Satelitten hat meldet er 2D Fixpunkt und gibt mir meine Koordinaten an, ab drei Verbindungen kommt dann 3D Fixpunkt und er gibt zusätzlich die Höhe an.
Na ja, zaubern koennen die Entwickler der GPS-Funktion in Deinem Mobiltelefon aber auch nicht. Mathematisch geht das einfach mit nur 2 Satelliten ueberhaupt nicht, weil das Geraet irgendwoher die Zeitinformation fuer die Laufzeit- und damit Abstandsbestimmung der beiden zur 2D-Ortung verwendeten Satelliten benoetigt. Eine in das Geraete integrierte hochgenaue (Atom-)Uhr (so wie sie in jedem GPS-Satelliten vorhanden ist), die zudem alle paar Stunden nachsynchronisiert werden muesste, ist derzeit technisch nicht machbar und wuerde die GPS-Preise in astronomische Hoehen treiben (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Atomuhr#Kleinformatige_Atomuhren_f.C3.BCr_die_praktische_Anwendung ) Vielleicht unterschlaegt ja die angezeigte Meldung stillschweigend den ersten empfangenen Satelliten, von dem das GPS erst mal nur die GPS-Systemzeit bezieht.
Ob vielleicht bei den in PDAs oder Mobiltelefonen integrierten GPSsen zusaetzliche Information aus dem jeweiligen Mobilfunknetz in die Ortsbestimmung einbezogen wird, wie z.B. geographische Lage der Funkzelle, in der das Geraet gerade eingebucht ist, weiss ich nicht.
 
Ob vielleicht bei den in PDAs oder Mobiltelefonen integrierten GPSsen zusaetzliche Information aus dem jeweiligen Mobilfunknetz in die Ortsbestimmung einbezogen wird, wie z.B. geographische Lage der Funkzelle, in der das Geraet gerade eingebucht ist, weiss ich nicht.

So machts auf jeden Fall, zumindest laut Homepage, das Iphone 3G. Bei MDAs mit integriertem GPS-Modul kann ich mir durchaus vorstellen, daß da ebenfalls Funkzelleninfos mit einbezogen werden, um schneller einen Fix zu erhalten.

Bei meinem MDA Touch mit externer Blauzahn-GPS-Maus und Glopus brauch ich jedenfalls mind. 3 Satelliten.
 
Mein C702 von Sony Ericsson hat bei GPS-Aktivierung auch immer gefragt, ob ich die netzunterstützte "Starthilfe" nutzen möchte. Da dieser Service allerdings kostenpflichtig ist, hab ich das inzwischen deaktiviert.
Wahrscheinlich ist das aber tatsächlich der Grund dafür, dass auch mit zwei Satelliten eine Positionsbestimmung möglich ist, obwohl damit die Position normalerweise zweideutig ist. Soweit ich informiert bin, benötigt man im Normalfall drei Satelliten für eine eindeutige Positionsbestimmung plus einen für die Höhendaten und die größere Genauigkeit.
 
Also grundsätzlich ist das schon möglich, aus der Funkzelle den ungefähren Standort zu bestimmen. Google Maps für Smartphones z.B. macht das wenn es es keinen Zugriff auf GPS hat. Alleine ist das ganze aber fürchterlich ungenau, hat gerademal festgestellt, dass ich mich irgendwo in der Innenstadt von Karlsruhe befinde. Ob das auch in Kombination verwendet wird kann ich leider nicht sagen.
So eine Zusatzfunktion hab ich auch, allerdings funktioniert das bei mir etwas anderst. Man kann in regelmäßigen Abständen (ca. eine Woche) die Satelittenflugbahnen runterladen und damit beim aktivieren des GPS schneller seine Position finden.
 
Für die Leute, die Google Earth nutzen, hab ich mal ein Beispiel erzeugt, bei dem man sehen kann, wie sich ein mit dem Garmin GPSMap 60 CSx augenommener GPS-Log eines Skitages mit G.E. anzeigen lässt. Um vorab zu sehen, wo sich das abspielt, kann man sich parallel erst mal die dazugehörende "Skiline-Aufzeichung" anschauen: http://skiline.cc/png?s=a11ae7knf
Dann ist es vermutlich am zweckmäßigsten, sich die mit GPSBabel auf das mit G.E. anzeigbare .kml-Format konvertierte GPS-Aufzeichnung http://www.abouthugo.de/ski/gps/SkiWelt20090301.kml runterzuladen (8.35 MB) und dann in G.E. zu öffnen.
Wenn Google Earth ordentlich installiert ist, dann sollte es auch direkt für eine .kml-Datei als Anzeigeprogramm verknüpft sein.
Viel Spaß beim Anschauen der 121 (tatsächlich wegen der schrägen Wege etwas mehr, aber dazu schreib ich irgendwann noch ausführlicher) Lift- und Pistenkilometer!
 
Mittlerweile können die meisten Programme aber GPX-Dateien lesen&schreiben. Also kann man normalerweise problemlos die Tracks aus seinem GPS-Gerät downloaden und gleich als GPX speichern, das kann man dann nämlich ebenfalls problemlos in Google Earth laden.

So mach's ich halt immer..

Allerdings verwend ich das nicht für Auswertungen, sondern nur zur Erstellung solcher Bilder..

 
starli schrieb:
Mittlerweile können die meisten Programme aber GPX-Dateien lesen&schreiben. Also kann man normalerweise problemlos die Tracks aus seinem GPS-Gerät downloaden und gleich als GPX speichern, das kann man dann nämlich ebenfalls problemlos in Google Earth laden.
Danke fuer den Tipp! Das Garmin GPSMap60CSx speichert bei entsprechender Einstellung sowieso die Tracks auf der Speicherkarte im GPX-Format. Wichtig ist dabei vor allem der Wegfall der Limitierung der Zahl der Trackpunkte im internen Speicher auf 10000, an die man bei Einstellung der hoechsten automatischen Aufloesung schon an einem weitlaeufig angelegten Skitag rankommen kann.
Eine hervorragende Beschreibung, wie man dieses Garmin-Geraet zum Speichern richtig einstellt, gibt es auf
http://www.trail.ch/gps/faq-gpsmap60csx.htm und http://www.trail.ch/gps/faq-2-gpsmap60csx.htm
Ein Beispiel, was man an einem Tag in der SkiWelt Wilder Kaiser Brixental an verschiedenen Pisten fahren kann, steht auf
http://www.abouthugo.de/ski/gps/SkiWeltRunde20090322.gpx (Runterladen und mit Google Earth anschauen).
 
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