snowflat
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Kitzbühel soll Sölden und Ischgl als Tirols Nummer 1 ablösen
Zu den Hahnenkammrennen ist Kitzbühel der Nabel der Skiwelt, sonst sind andere Tiroler Orte vorne.
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Das neue Luxushotel 'Arosa' soll die Aufholjagd vorantreiben.
Bild: Arosa
Kitzbühel gilt als das Skimekka im Weltcup, alljährlich pilgern 80.000 bis 100.000 Skifans zu den Rennen auf der Streif und am Ganslernhang. In der Hahnenkam-Woche ist die gesamte Region ausgebucht, Kitz sorgt für weltweite Schlagzeilen. Trotz der spektakulären Rennen haben andere Tiroler Toporte wie Sölden oder Ischgl den Kitzbühelern touristisch seit längerem den Rang abgelaufen.
"Kitzbühel hat diesbezüglich sicher einige Jahre verschlafen", glaubt auch Horst Rahe, Konzernchef der Deutschen Seereedereien, der vor kurzem mit der Eröffnung des 63 Mio. Euro teuren Luxushotels Arosa in Kitzbühel für einen touristischen Paukenschlag gesorgt hat. Das 5-Sterne-plus-Haus hat 300 Betten und neben mehreren Restaurants einen 3000 Quadratmeter großen Spa-Bereich.
Rahe ist überzeugt, dass jetzt mit dem Arosa-Hotel und einigen anderen Groß-Investments die Trendwende eingeläutet ist und Kitzbühel wieder auf dem Weg zu neuer Stärke ist. "Es geht derzeit ein Ruck durch die Region." Kitzbühel ist laut Rahe prädestiniert für Ganzjahres-Tourismus. Neben dem Top-Skigebiet sei Kitz "ein echtes Golf-Eldorado, alle nur erdenklichen Sportangebote und ist außerdem sehr gut geeignet für Kongress- und Gesundheitstourismus". Denn die über 50-Jährigen hätten mehr als 80% des gesamten Vermögens.
Rahe will mit dem Arosa bereits in drei Jahren auf 75 bis 80% Jahresauslastung kommen. Konzentrieren will er sich dabei vor allem auf die Nachbarländer bis hinauf nach Holland.
Rahe, der sich selbst als "großen Tirol-Fan" bezeichnet, dirigiert ein Firmenkonglomerat mit 13 Hotels, einer Industriegruppe, Schiffsbau (stellt auch Transrapid-Teile her), Immobilien und einer Kreuzfahrtschiff-Linie. Insgesamt setzen mehr als 3000 Mitarbeiter gut 450 Mio. ? um. In einigen Jahren ist für Rahe auch eine Hotel-Expansion in andere Tiroler Orte denkbar.
Quelle: Tiroler Tageszeitung