Pilatus schrieb:
Naja, die bieten alle ein bisschen was aber keine das volle Programm.
Vancouver ist eine Grosstadt mit internationaler Ausstrahlung, man hat das Meer, die Berge, das Skigebiet "hängt" mehr oder weniger über dem Stadtzentrum - man kann es nutzen wie eine Sportanlage.
Dagegen ist Innsbruck tiefste Provinz, Sofia dritte Welt und Narvik irgendwo im nirgendwo.
Und klar: Für die paar Lifte ist es total übertrieben da extra hin zu gehen, aber wenn man sowieso gehen will dann ist es wirklich eine geniale Ergänzung.
Vancouver ist halt eine nordamerikanische Grossstadt wie viele viele andere. Keine Kultur, keine Geschichte, alles im Prinzip aus dem Boden gestampft. Zugegeben, die Umgebung und Lage ist sehr schön, das war es dann aber schon. Als Stadt hat doch Vancouver nichts besonderes zu bieten ausser amerikanischer Fast-Food-Kultur.
Innsbruck ist sicherlich viel kleiner aber dafür auch urig und gemütlich. Ich denke es ist dort viel abwechsungsreicher und unterhaltsamer als in Vancouver, wo alles irgendwie gleich, austauschbar ist. Innsbruck ist Studentenstadt, hat eine Snowboarder und Freeskier Szene, davon merkst Du doch in Vancouver gar nichts.
Sofia ist keine Schönheit, aber zumindest interessant. Eine der ältesten Städte Europas, schon seit 5000 Jahren besiedelt. Dazu kommt das "wilde Osten Feeling", was es auch nicht überall gibt.
Narvik ist klein als Stadt aber auch voller Geschichte. Dazu eine spektakuläre Lage und fast immer genug Schnee durch die sehr nördliche Lage. Als ich dort war sagten alle "das ist der mildeste Winter seit Jahren", trotzdem lagen dort mind. ein Meter Schnee auf Meeresniveau
Pilatus schrieb:
Haha, der Vergleich ist lustig und trifft auch ein bisschen zu. Allerdings gibt es m.E. schon Gründe das mal gemacht zu haben. So z.B. der Schnee oder das von Emilius erwähnte Pisten/Liftverhältniss. Was natürlich nicht heisst, dass man auf Skiferien in den Alpen verzichten und nur noch nach Amerika gehen soll.
Aber ein paar mal im Leben sollte man sich das glaub ich schon gönnen. Ich habe die Alpen jeden Tag wenn ich aufstehe direkt vor der Nase, da ist es auch toll mal etwas andres zu sehen.
Mich würde z.b. auch Chile interessieren. Die haben im Gegensatz zu den Nordamerikanern rechte Berge, dafür nur Lifte die aus dem letzten Loch pfeifen... Wenn störts?
Was soll an dem Schnee so toll sein? Der ist doch auch nicht immer gleich. Jede Art von Schnee hat doch seinen Reiz, ausser vielleicht extremer Bruchharsch oder Sulz bei 20 Grad plus. Von Alaska heisst es doch immer: "durch den sehr feuchten Schnee bleibt der Schnee an steilsten Hängen liegen, die nirgendwo sonst auf der Welt sondern fahrbar wären..."
In Aspen fand ich eigentlich den Schnee ganz normal. Mir kommt das ganze eher wie ein Marketinggag vor, auch wenn er natürlich in derTheorie begründbar ist (Wolken ziehen über die trockenen Wüsten). Irgendwie müssen ja die Reisebüros die europäischen Urlauber dort hin locken, mit reinen Zahlen oder Fotos wäre das eher schwer.
"Gönnen" heisst doch eigentlich, man gibt zwar viel mehr Geld aus, bekommt dafür dann aber auch "Spitzenqualität" geboten. Das kann ich aber in nordamerika nicht erkennen, Heliski mal eventuell ausgenommen. (habe ich noch nie gemacht)
Und wir Europäer brauchen auch nicht unbedingt Heliski, wir durchflügen doch in einer Skitourensaison oft mehr unberührte Hänge als eine amerikanischer Multimillionär in seinem ganzen Leben mit Heliski. Weil Skitouren in Amerika viel schwieriger durchzuführen sind als in Europa.
Was mir ausserdem immer aufgefallen ist, dass in Amerika viel mehr sanktioniert und verboten ist als in den Alpen. "land of the free", das ist doch längst vorbei. Und wenn wir in den Alpen mal gesperrte Hänge abgefahren sind dann hat vielleicht mal ein Liftler "Sauhunde dreckerte" hinter und hergeschrien, in Amerika landet man wegen solcher Lapalien hingegen schon mal im Gefängnis.