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Wie umweltschädlich ist Kunstschnee?

Das Kunstschnee kein Waisenknabe ist, was Energieverbrauch und Wasserverbrauch angeht, wird niemand bestreiten, aber die Wintersportindustrie immer als grössten Verschwender hinzustellen, ist so als würde man mit Steinen im Glashaus werfen. Besonders Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe haben da mindestens genauso viel auf dem Kerbholz und nutzen in diesem Fall keine Energien, die man nebenan vorfindet.
Die meisten Skigbiete in den Alpen verwenden Strom, der durch Wasserkraftwerke erzeugt wird und das Wasser kommt aus unmittelbarer Nähe.
Das der Kunstschnee die Natur beeinflusst, wurde schon untersucht. Die Pflanzen kommen später aus dem "Winterschlaf" da das Kunstschnee-Fundament, auf dem später der Naturschnee liegt, im Frühjahr länger braucht, bis es schmilzt. Die Tiere in den Weltmeeren kommen aus den Ölteppichen nicht mehr raus.

Fakt ist jedenfalls, dass da keiner mit dem Finger auf den anderen zeigen kann, weil alle irgendwo "Dreck am Stecken" haben.
 
Beim Skiurlaub ist die Anreise immer noch der größte Energieposten in der Rechnung.....

Beispiele vom WWF (Quelle: Der Touritistische Klimaabdruch - WWF Deutschland)

- Skiurlaub Lech: 422kg CO2 (davon 296kg für die An/Abreise je 700km per Auto)
- Mallorca-Reise: 1221 kg CO2 (davon 925kg für die An/Abreise)
- Schiffsreise Mittelmeer: 1224kg CO2 (davon 685kg Anreise per Flieger, 439 kg fürs Schiff = mehr als für den Skiurlaub inkl. Anreise per Auto)
 
Habe mich schon vor längerer Zeit mal mit der Frage beschäftigt. Das größte Problem ist die Anreise - wenn man alleine die CO2 Betrachtung sieht. Zugfahren ist toll, Autofahren, wenn es voll ist OK, Flugzeug und Schiff ist schlecht. Campen ist auch besser als ein Hotelaufenthalt. Problematischer sind sicher auch die Ski Tagesfahrten. Aber da sollte man zum Beispiel auch mal den Vergleich mit anderen Sportarten wagen - wie sieht der ökologische Fußabdruck z.B. des Fußballs aus. Gut kann der auch nicht sein. Aber da gibt es glaube ich noch keine Studien.
Problematischer ist beim Skifahren auch der Landverbrauch. Der ist halt wesentlich größer bei Skigebieten, Golfplätzen, während andere Urlaubsformen hier besser wegkommen.
Da ein großer Teil des Stroms aus den Bergen auch aus regenerativen Quellen (Wasserkraft) kommt, ist auch hier der Energieverbrauch nicht so tragisch.
 
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