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Debatte über neuerliche Bewerbung Salzburgs
Zwei Monate nach der Abfuhr in Prag ist Olympia in Salzburg wieder ein Thema. Das "Ja" des Innsbrucker Gemeinderates für eine Bewerbung für die Spiele 2014 sorgt auch in Salzburg für Diskussions-Stoff.
Tiroler Offensive zwingt zum Umdenken
Eigentlich wollte man in Salzburg die Bewerbungs-Uunterlagen vorerst in der Schublade lassen. Doch die Tiroler Offensive zwingt Salzburg zum Umdenken.
So hat sich Wirtschaftskammer-Direktor Wolfgang Gmachl am Freitagvormittag bereits eindeutig festgelegt:
Gmachl: "Bin für neuerliche Bewerbung"
"Ich bin dafür, dass wir uns wieder bewerben. Die letzte Kandidatur Salzburgs war hervorragend, auch wenn manche sie so negativ sehen. Wir sind damit sozusagen im obersten Olymp. Wenn Salzburg bei der Kandidatur bleibt und die Spiele 2014 in der Alpen- oder Pyrenäenregion stattfinden sollen, dann glaube ich, das Salzburg entweder 2014 oder 2018 den Zuschlag erhalten wird."
Österreich muss EINEN Bewerber nominieren
Salzburg oder Innsbruck - diese Frage wird sich das österreichische olympische Komitee (ÖOC) spätestens in zwei Jahren stellen müssen, wenn es darum geht EINEN gemeinsamen österreichischen Kandidaten ins internationale Rennen zu schicken.
Da das IOC Kontinuität schätzt und auch fordert, scheint ein weiterer Versuch mit Salzburg logisch. Abzuwarten bleibt allerdings, ob das auch ÖSV- Präsident Peter Schröcknadel so sieht, der seit kurzem im Vorstand des ÖOC sitzt.
Innsbrucker Bewerbung setzt Salzburg unter Zugzwang
Offiziell wird das Thema Olympia in Salzburg noch nicht diskutiert, inoffiziell sehr wohl, denn die Weichen für 2014 wurden schon gestellt. Auf jeden Fall zwingt die Innsbrucker Offensive die politsch Verantwortlichen in Stadt und Land Salzburg zu einer Reaktion, zumal der Olympiazug nur zwei Monate nach der Pleite von Prag schon wieder auf Achse ist.
Salzburger Bürgermeister reagiert zurückhaltend
Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden hat am Freitag hingegen zurückhaltend auf den jüngsten Beschluss des Innsbrucker Gemeinderates reagiert.
Er lasse sich dadurch nicht drängen, sagte Schaden.
Erst in zwei Jahren könne und solle man über eine weitere Olympiabewerbung entscheiden. Nach der Auflösung der Olympia- Bewerbungsgesellschaft wird die Gründung einer kleinen Gesellscahft überlegt, die künftig die Sport-Großveranstaltungen in Salzburg betreuen soll.
Schladming will alpine Ski-WM 2009
Im Jahr 2009 könnte es in Schladming wieder eine alpine Ski-WM geben. Die Verantwortlichen aus der Obersteiermark haben am Dienstag die offizielle Berwerbungsbroschüre präsentiert. Noch in dieser Woche gibt es eine Besichtigung.
Die Kosten für die Bewerbung betragen knapp drei Millionen Euro. Zwei Millionen davon übernimmt das Land Steiermark. Die Entscheidung fällt am 5. Juni 2004.
Hans Grogl, der Projektleiter der Schladminger WM-Bewerbung, versprach eine WM der kürzesten Wege. Alle Rennen sollen auf der Planai stattfinden. Für die Herren-Rennen wurde die Strecke bereits im Sommer adaptiert. Ebenfalls im Stadion enden soll die "Streicherpiste" der Damen, die mit so wenig Erdarbeiten wie möglich gebaut werden soll.
Starke Konkurrenz
Neben Schladming bewerben sich auch Vail/Beaver Creek aus den USA, der deutsche Skiort Garmisch und Val d'Isere in Frankreich.
Die Pluspunkte der Konkurrenz sind nicht ohne.
Vail in Colorado, wo schon 1989 und 1999 um Medaillen gefahren wurde, wäre nach einem Zehnjahresrhythmus wieder an der Reihe.
Garmisch-Partenkirchen liegt der FIS wegen des zuletzt eher mäßigen Abschneidens der Deutschen am Herzen.
Die letzte WM in Frankreich fand 1962 in Chamonix statt. Die Bewerbung der Franzosen für Val d'Isere wird übrigens von Skilegende Jean-Claude Killy angeführt.
Besichtigung in dieser Woche
Schon diese Woche werden die Bewerbungsunterlagen einer 13-köpfigen FIS-Delegation übergeben, die zwei Tage lang den WM-Kandidatenort und die Planai besichtigt.
Steht doch eh im Text! :lol:Marius schrieb:Val d´Isère bewirbt sich für 2009 glaube ich auch.
Stimmt, es war für 2006 eine 3 - Länder - Olympiade in Slowenien, Kärnten und Friaul geplant. Die alpinen Bewerbe wären in Kranjska Gora (Herren SL und RTL), Nassfeld (Herren Speed), Tarvis (Damen SL + RTL) und auf der Dreiländerecke (Damen Speed), Sprungschanzen gibt es in Planica, der Langlauf war sogar durch alle 3 Staaten geplant. Echte Werbung für das 'neue' Europa ohne Grenzen. Leider sind zuerst die Italiener abgesprungen, da sie die Olympiade alleine für sich wollten (was ihnen mit Torino auch gelungen ist), dann waren auch SLO und Kärnten nicht meht so begeistert, und letztendlich sind sie schon im ersten Entscheidungskreis rausgeflogen. Schade um die IdeeKärnten/Slowenien hatten sich doch auch mal beworben
Zweite Bewerbung immer wahrscheinlicher
Mit dem erwarteten Ergebnis endete am Donnerstagvormittag der Olympiagipfel mit Landeshauptmann, Bürgermeister und ÖOC. Salzburg wird die olympische Idee und damit eine neue Bewerbung weiter verfolgen.
Noch keine endgültige Enscheidung
Es gibt allerdings noch keine endgültige Entscheidung, wann eine neue Bewerbung für die Winter-Olympiade 2014 gestartet wird. Denn da müsse man erst die internationale Entwicklung abwarten, sagt ÖOC-Präsident Leo Wallner.
Nach dem Debakel in Prag ist man vorsichtiger geworden und will mit einer neuerlichen Bewerbung nichts überstürzen.
Stadt-Land-Gesellschaft als Wegbereiterin
Für Salzburgs Landeshauptmann Franz Schausberger (ÖVP) war das Projekt Olympia 2010 trotzdem ein Gewinn, denn Salzburg habe von der Bewerbung profitiert und viel dazugelernt. Dieses Wissen sollte man für die Zukunft nützen und deshalb die Idee am Leben erhalten, sagt Schausberger.
Um dieses Know How bis zu einer weiteren Bewerbung auch umzusetzen und für andere Sportveranstaltungen in Stadt und Land zu nützen, wird eine neue Stadt-Land-Gesellschaft kündigt Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) an. Das Jahresbudget dieser Gesellschaft, die vorraussichtlich von Olympia-Planer Gernot Leitner geführt wird, beträgt rund 400.000 Euro.
Experten: "Bewerbung von Entscheidung für 2012 abhängig machen"
Wie die neuen Pläne umgesetzt werden, hängt auch von der Entscheidung über die Sommerspiele 2012 ab. Erhält Europa den Zuschlag, dann - so sagen Experten - sollte man über eine weitere Kandiatur nachdenken.
Fällt Europa durch, dann würde sich wohl das Szenario von Prag wiederholen. Dann würden sich die für 2012 durchgefallenen europäischen Bewerber wohl für die nächsten Sommerspiele 2016 wieder bewerben. Und damit wäre die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass diese Bewerber bei der Entscheidung für die Winterspiele 2014 GEGEN die europäischen Kandidaten für die Winterspiele 2014 entscheiden, so die Einschätzung der Experten.
Das Spiel hat also wieder begonnen und in Salzburg stellt man sich jetzt die Frage, wielange und mit welchem Einsatz man mitmachen soll. Das alte Salzburger Bewerbungsbüro wird übrigens am 15.Oktober aufgelöst und dessen Ressourcen in die neue Organisation übergeführt.
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