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Eine Standseilbahn, früher auch Drahtseilbahn genannt, ist ein schienengebundenes Verkehrsmittel, welches durch ein Seil auf einen Berg hinaufgezogen wird. Bei gleichzeitiger Verwendung von zwei Fahrzeugen wirken die Züge füreinander jeweils als Gegengewicht und die Antriebsmotoren (normalerweise in der Bergstation) müssen nur die Differenz der Leistung erbringen. Standseilbahnen sind aufgrund der Tatsache, dass sie zur Überwindung von großen Höhenunterschieden für Personen- und (seltener) Gütertransporte auf eigener Trasse gebaut werden, in jedem Fall Bergbahnen. Die Standseilbahnen sind mit einer Steigung von bis zu 106% die steilsten Schienenbahnen überhaupt. Bei zahlreichen Bahnen dient eine Zahnstange als zusätzliche Bremshilfe. Die heute seltene Form der Standseilbahn ohne Antriebsmotor in der Bergstation, bei der sich die Wagen stattdessen mit einem Wasserballast und der Schwerkraft nach unten ziehen, wird als Wasserballastbahn bezeichnet. Eine der Standseilbahn technisch sehr ähnliche Bahn ist die Kabelstraßenbahn, deren Anlage jedoch in den Verlauf der Straßen integriert ist und deren Betrieb fast immer innerhalb einer Stadt erfolgt. Eine weitere technisch verwandte Bahn ist die heute fast völlig verschwundene Schienenseilbahn (älteste Form einer durch ein Seil gezogenen Schienenbahn), bei der im Unterschied zur Standseilbahn mit Hilfe des mit Maschinenkraft angetrieben Seiles nur steile Streckenabschnitte überwunden werden. In diesem Fall endete die Strecke auch nicht an einer Berg- oder Talstation, sondern die Züge fahren auf den jeweils anschließenden ebenen Streckenabschnitten aus eigener Kraft weiter.
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