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Wozu rote Rollen?

Thomas CH

Großer Müggelberg (115m)
Bei den Rollen (Stützen oder Berg/Talstationen) fällt mir immer wieder auf, dass die Rollen im mittleren Bereich (um das Lager) teilweise rot sind. Hat das einen Grund?
 
Diese roten Schaltrollen gibt es nur dort, wo die Abschaltung bei einer Seilentgleisung durch einen indirekt betätigten Bruchstabschalter erfolgt.

Es gibt beispielsweise auch direkt betätigte Bruchstabschalter, wo ein entgleisendes Seil direkt den Bruchstabschalter abbricht.

Es gibt noch viele andere Systeme zur Seilüberwachung.
 
Das sind zwei Gußteile die man abschrauben kann und so beim Rollentausch bei der neuen Rolle gleich montieren kann!
 
hier ein bild von ram dazu:

schaltwippe-1.jpg


man sieht hier gut die linke rolle mit dem gewicht, wenn also das seil jetzt entgleist ist die wippe nicht mehr gerade, die linke rolle ist weiter unten und bricht dadurch den bruchstabschalter ab und die bahn hält!
 
ich weiß zwar wie das aussieht, kann das bild aber net sehen! kann aber auch an dem scheiß pc hier in der schui liegen! :wink:
 
"und die bahn hält" ... nett formuliert, schonmal innerhalb einer sekunde von 5 m/s auf 0 m/s gebremst worden? sicherlich nicht! das ist so ziemlich arg arg arg arg heftig!
 
Das ist jetzt aber ziemlich übertrieben, denn innerhalb einer sekunde hält keine Bahn.
Es gibt da genau vorgegebene Bremsdiagramme die eingehalten werden müssen, sonst werden die Kräfte zu stark und das Seil kommt auch mit den FBM in zu starke schwingungen.
Ich kann euch ja mal die vorgeschriebenen Bremswerte in m/s den g Kräften posten.
Das ist von Land zu Land verchieden denke ich.
Und das muss Jährlich bei den Bremsproben protokolliert werden und nach Bedarf eingestellt.
 
ja oke, dann lasses 2 - 3 sein, aber dann sollte sie doch stehen!

bei PB's sind übrigens ganz beliebt Fangbremseneinsätze bei jungen Kiddies ... datt wird teuer :)
 
Mal noch was anderes, was ich schon länger fragen wollte: Doppelmayr hat ein System zur Seillageüberwachung namens "RPD-System", das offensichtlich die herkömmlichen Bruchstabschalter überflüssig macht.
Es scheint sich dabei um ein induktives System zu handeln, zumindest lässt das Foto eines Sensors im Jahrbuch 2002 (S. 39 / Iselerbahn) das vermuten.
Kennt jemand Details zur Funktionsweise?
 
Der RPD überprüft ob das Seil noch in der richtigen Position ist. Sollte das Seil aus der Nomallage abweichen, meldet das der RPD der Steuerung, die dann die Bahngeschwindigkeit reduziert. Somit kann versucht werden das Seil wieder in normallage zu bekommen. Sollte dies nicht der Fall sein wird abgeschaltet.

Welche Toleranzgrenzen da aber gelten weiß ich nicht.
 
Mehrerer Induktive Sensoren nebeneinander. Je nachdem welcher Anspringt kann genau die Position des Seiles festgestellt werden. Ich will das aber nicht bezahlen. Da ist ein Bruchstab schon um Längen einfacher. Die ganzen Sensoren müssen irgend wie über ein Bussystem mit der Steuerung verbunden werden. Keine Ahnung was für eines und wie anfällig das ganze gegen Witterungseinflüsse ist.
 
Ach ja noch was! Beim nächstenmal bitte einen Sinnvolleren Titel wählen. Ich hab den mal ausnahmsweise geändert!! :?
 
Alpin-Forum|LSAP schrieb:
"und die bahn hält" ... nett formuliert, schonmal innerhalb einer sekunde von 5 m/s auf 0 m/s gebremst worden? sicherlich nicht! das ist so ziemlich arg arg arg arg heftig!

Doch. Ich hatte das die Saison 2002/2003 in Kaltenbach am neuen 6er Bubble.
War echt toll. :twisted:
Zuerst gings knapp 2 m nach unten, und dann zurück nach oben, inklusive der "automatischen" Öffnung der Bubblescheiben, und rausheben aus den Sitzen.
Hab nur Panik gehabt, dass das Seil aus den Rollen springt.

War aber wirklich in knapp 1s, und schnell war der Bubble vorher auch.

Der Lift ist aber an dem Tag knapp 2 Stunden immer wieder ausgefallen, und mußte zum Teil sogar Rückwärtslaufen, damit ein Paar Sessel geleert werden konnten.

Seitdem brauch ich ne Notbremsung nicht mehr unbedingt.
 
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