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Zaun verlängert Sella Ronda

Das könnte den Straftatbestand der Nötigung erfüllen. Denn selbst wenn das Privatgelände wäre (was unwahrscheinlich ist), hat man mit dem Skipasskauf das Recht auf übliche Nutzung erworben - und dermaßen abstruse Zaunlandschaften sind definitiv nicht üblich.

Einzelne Teile der Zäune scheinen sogar fest verankert zu sein, es ist zweifelhaft ob hierfür Baugenehmigungen vorliegen.
 
Da sollte vielleicht langsam wirklich mal jemand von Dolomiti Superski ein "Machtwort" sprechen. Das Bild im Artikel zeigt ja bestens, was das für ein Blödsinn ist.
So ein ordentlicher Shitstorm bewirkt ja (manchmal) Wunder :wink:
Am Sochers haben's jetzt aber IMHO wirklich den Bogen überspannt!

Es fällt auch auf, dass es hauptsächlich immer wieder die Grödner sind, die solche Aktionen bringen.
siehe: Zaun am Val Setus
siehe: Zaun am SL Freina, vom Ziehweg (Fungeia) aus kommend
siehe: Zaun am SL Terza Punta

OK, in Alta Badia gibt's auch noch den ebenso sinnlosen Zaun am Doninz...

Gibt's sonst noch Beispiele aus anderen Talschaften?
 
Highlander schrieb:
Ich gehe davon aus, dass sie diese Möglichkeit (man konnte einen Karabiner öffnen und dann durch das Loch durch) mittlerweile unterbunden haben.

Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass dieser Zaun nur für die Zeit der Weltcupabfahrt erstellt wurde, auch wenn mir der Sinn damals schon nicht einleuchtete. Dass das jetzt aber eine fixe Sache sein soll, ist ja schon völlig absurd und nicht ganz mit dem Zaun im Val Setus vergleichbar. Dort gibt es für die Abkürzung, das Auslassen der 4SB, ja im Normalfall keine Piste, oder wenn der Ziehweg hergerichtet wurde, zumindest mit leichter Gegensteigung.* Am Sochers aber steht man effektiv weniger Meter neben der Sesselbahnstation und kommt nicht hin. Total deppert.

*übrigens hatte Val Setus bei unserem kürzlichen Besuch einen Defekt und es war eine riesige Kolonne am Lift. Da sind wir mit möglichst viel Schwung um den Zaun rum und dann hochgeskatet. Dauerte keine zwei Minuten. Und manchmal in der Vorsaison läuft der Val Setus ja nicht und dann geht es ohne die Zäune mit noch weniger Kraftaufwand.

Beim SL Terza Punta ist die Situation besonders absurd, wenn wie bei uns im Dezember der obere Liftteil nicht in Betrieb ist. Wenn er über die ganze Länge läuft, könnte man ja noch mit der gefährlichen Kreuzung des SL argumentieren, so aber nicht.
 
Trotzdem ist das, was die Saslong-Liftgesellschaft abzieht, einmalig, alleine wegen des Umfangs und der Dreistigkeit. Die haben da hunderte Meter, wahrscheinlich sogar ein paar Kilometer, mehrfacher Zäune errichtet, die sie auch noch von drei Leuten bewachen lassen. Und das alles, um zu verhindern, dass man 20 Meter zum nächsten Lift kommt, wo man nichtmal eine Piste, Straße oder sonstwas queren muss (das muss man nur, wenn man den Absperrungen folgt...).

Das ist purste Realsatire und zeigt, dass das Dolomiti Superski-Vergütungssystem völlig kaputt ist. Alleine die drei Typen kosten ja täglich sicher hunderte Euro an Lohn, also muss der Gewinn durch die zusätzlichen Piepse größer sein.

(Übrigens machen die sich strafbar, wenn sie Menschen daran hindern, die Zäune zu überwinden. Siehe Artikel 610 codice penale, vergleichbar zur Nötigung in D.)
 
Da bin ich mal gespannt was wir da vor Ort hören zu dem Thema Rifesser Machtspiel in Wolkenstein:
...Im Grödental wird in diesen Tagen aber in einem anderen Zusammenhang über den Liftunternehmer aus Mailand – die Saslong AG hat ihren Hauptsitz in Buccinasco – diskutiert. Der Anlass: An der Bergstation der Ciampinoi-Seilbahn auf Sochers (Gemeinde Wolkenstein) versperrt ein dreifacher Zaun, an dem Security-Personal den ankommenden Skifahrern den Zugang zur Talstation des benachbarten Sessellifts Sochers/Ciampinoi (Nr. 18), um auf den höchsten Punkt von Ciampioni zu gelangen.

Die Skifahrer müssen stattdessen – nach einem rund 200 Meter langen Fußmarsch – den Vierersessellift Sochers (Nr. 19) nehmen, um von dort zum Lift Nr. 18 abzufahren, der sie schließlich nach Ciampioni bringt.
https://www.tageszeitung.it/2023/01/01/der-zaun-des-anstosses/
 
neuester Bericht von heute:
Die Skitouristen, die täglich zu Tausenden die Saslong-Seilbahn von St. Christina in Gröden auf Sochers nutzen, sind weiter aufgebracht. In den Kommentaren auf der Website „Skiforum.it“ wird zum Boykott der Saslong aufgerufen und Anzeigen bei den Carabinieri angekündigt. Bei der Gemeinde Wolkenstein und dem Konsortium Superski Dolomiti gehen Protestmails ein.
 
Also erstmal: Ich glaube die haben nicht alle Latten am Zaun da! :oops:

Ich war noch nicht vor Ort, und da ich den Sochers Lift noch nie genutzt und beachtet habe, ist mir die Situation nicht 100%ig klar. Man muss aber doch (nach dem Zaun?) dann erst noch die Saslong Piste überqueren. Wer oder was (wenn ich mir die Zeichnung im oben verlinkten Artikel anschaue) hindert einen dann daran, nach dem Ende des Zaunes doch wieder zum 6er KSB zum Ciampinoi zu laufen (mal abgesehen davon, dass es ein schwachsinniger Umweg ist)? Ist der 4er Sochers nicht bei morgendlichem Andrang völlig überlastet, wenn alle da durch müssen?

Wenn ich im Februar vor Ort bin, und das bis dahin immer noch so ist, werde ich wohl die Saslong Lifte auch boykottieren. Wir wohnen ja immer in St. Ulrich. Nach morgendlicher Abfahrt über Gardenissima vom Seceda und Fahrt mit der U-Bahn folgt dann eine kurze Busfahrt (1 Station) zur DSB zum Monte Pana, und dann dort weiter. Hatte mein Sohn letzte Saison auch schonmal gemacht, als ihm die Schlange unten an der Saslong Gondel zu lang war. Auf dem Rückweg hindert mich dann ja niemand, die Saslong (A oder B) runterzufahren ...
 
was soll's - da faehrt man halt 'nen Lift mehr - es geht um Spass und nicht um das einstellen irgendwelcher Rekorde!
 
barmuc73 schrieb:
Wer oder was (wenn ich mir die Zeichnung im oben verlinkten Artikel anschaue) hindert einen dann daran, nach dem Ende des Zaunes doch wieder zum 6er KSB zum Ciampinoi zu laufen (mal abgesehen davon, dass es ein schwachsinniger Umweg ist)?
Der Zaun wurde weiiiit den Hang hinaufgezogen. Da läuft keiner freiwillig hoch.

Wenn Du vom Campinoi kommst und auf die Saslong möchtest, musst Du schon weit oben die richtige „Einfahrt“ erwischen. Bei unserer allerersten Begegnung mit diesem dämlichen Teil realisierten wir das zu spät und landeten an der 6KSB. Da nutzen wir das besagte Loch „talwärts“, später auf dem Rückweg von der Seceda kommend, dann erneut „bergwärts“. Mittlerweile stehen da ja offenbar Wachposten. 🤪
 
albe-fr schrieb:
was soll's - da faehrt man halt 'nen Lift mehr - es geht um Spass und nicht um das einstellen irgendwelcher Rekorde!

Da gebe ich Dir zwar prinzipiell (ausnahmsweise mal) recht, aber wenn Du den Artikel gelesen hättest, und/oder die Situation vor Ort kennen würdest, hättest Du gemerkt, dass es hier um 200m Fußweg von einem zum nächsten Lift geht (statt 20m zu nächstgelegenen Lifteinstieg zu schieben).
 
barmuc73 schrieb:
dass es hier um 200m Fußweg von einem zum nächsten Lift geht (statt 20m zu nächstgelegenen Lifteinstieg zu schieben).

dann hab ich's falsch verstanden, ich dachte, man könne auch einfach 'nen andren Lift nehmen und sich den Fussweg ersparen.
 
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