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Zermatt/​Cervinia/​Valtournenche 2025/26

Status
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Puh...
Wieder fast ne Woche rum und immer keine nennenswerten neuen Pisten in Zermatt auf.
Immer noch keine Talabfahrt von Sunnegga oder Riffelberg. Aber auch oben nur wenig offen.
In Cervinia sind über die Woche noch einige Varianten zusätzlich aufgegangen und somit 95% der Pisten auf.
 
Ich war einige Tage vor Ort und muss Mt. Cervino Recht geben. Die aktuelle Situation in Zermatt ist – gelinde gesagt – ernüchternd. Während auf der italienischen Seite in Cervinia und Valtournenche bei fast identischen Wetterbedingungen nahezu Vollbetrieb herrscht, ist das Pistenangebot in Zermatt eine mickrige Sache.
Es ist auffällig, wie gross die Diskrepanz ist. Natürlich sind die Temperaturen seit Wochen zu hoch, aber das gilt für beide Seiten. Hier in Zermatt drängt sich jedoch massiv der Verdacht auf, dass das Streben nach maximalem Profit über das Gästeerlebnis gestellt wird. Man hat aus Kostengründen die Bearbeitung vieler Pisten so weit wie möglich hinausgezögert und die idealen Beschneiungsfenster verpasst.
Hinter den Kulissen scheint es zu brodeln:
Mir wurde aus einer gewöhnlich gut informierten, einheimischen Quelle zugetragen, dass der Zustand der Beschneiungsanlagen alles andere als „Premium“ ist. Angeblich sind etliche Leitungen marode und defekt. Während man diese Probleme bisher unter dem Deckel halten konnte, scheint unter dem neuen CEO nun die Realität ans Licht zu kommen – vertuschen lässt sich der Zustand wohl nicht mehr.
Für ein Premium-Skigebiet mit Premium Preisen, ist das, was hier in den letzten Wochen geboten wurde, schwach. Immerhin erfolgen nun auf das Wochenende grössere Öffnungen. Endlich!
 
Ab Samstag Kumme 2. Sektion mit der roten Piste, Hirli inklusiv alle beschneite Pisten, Balmbrunnen, Landtunnel bis Schweigmatten, White Hare
Ab Sonntag Untere National + Howette.
Somit herrscht fast vollbetrieb, auch an der Zermatter Seite!
 
Mister Ed schrieb:
Ich war einige Tage vor Ort und muss Mt. Cervino Recht geben. Die aktuelle Situation in Zermatt ist – gelinde gesagt – ernüchternd. Während auf der italienischen Seite in Cervinia und Valtournenche bei fast identischen Wetterbedingungen nahezu Vollbetrieb herrscht, ist das Pistenangebot in Zermatt eine mickrige Sache.

Und jährlich grüßt das Murmeltier. Wer diese Diskussion verfolgt hat, der wähnt sich unweigerlich in einem Déjà-vu. Es spielt überhaupt keine Rolle, wieviel Schnee in Zermatt vor Weihnachten liegt. Die haben ihren Plan und der wird eingehalten. Da können sich die Premium-Preis-Zahlenden Skigäste noch so über das reduzierte Angebot ärgern. Erst recht, seit dem die durch GR II von 3.000 auf 3.800 verlegte Skigebietsverbindung nach Italien noch wahrscheinlicher geschlossen ist als früher und man in solchen Fällen nur neidisch von der Bergstation Furggsattel einen Blick auf ein Skigebiet im Vollbetrieb werfen kann. Die Chefetage kümmert es einen feuchten Kehricht.

Der einzige Grund, etwas an dem Öffnungsstatus zu ändern, sind Neuschnee und / oder Wind. Dann ist halt noch weniger oder gar nix auf.
 
WalliserFan schrieb:
Ab Samstag Kumme 2. Sektion mit der roten Piste, Hirli inklusiv alle beschneite Pisten, Balmbrunnen, Landtunnel bis Schweigmatten, White Hare
Ab Sonntag Untere National + Howette.
Somit herrscht fast vollbetrieb, auch an der Zermatter Seite!
Wenn das so kommt ist das auch wieder ein Beweis für das nicht wollen. Warum soll man sonst in der Lage sein, jetzt ausgerechnet so viele Pisten zu öffnen, aber nicht die Tage zuvor?

Mister Ed schrieb:
Und jährlich grüßt das Murmeltier. Wer diese Diskussion verfolgt hat, der wähnt sich unweigerlich in einem Déjà-vu. Es spielt überhaupt keine Rolle, wieviel Schnee in Zermatt vor Weihnachten liegt. Die haben ihren Plan und der wird eingehalten.
Volle Zustimmug (leider). Nur eines ändert sich über die Jahre. Die Öffnung der Pisten verschiebt sich schleichend von Jahr zu Jahr nach hinten Richtung Weihnachten.
Vor 10 bis 15 Jahren hatte man auch schon Anfang/Mitte Dezember in Zermatt ein ordentliches Angebot, was die letzen Jahre leider nicht mehr der Fall war.
 
Kommt genau so:

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Quelle: Instagram Zermatt Bergbahnen
 
WalliserFan schrieb:
Ab Samstag Kumme 2. Sektion mit der roten Piste, Hirli inklusiv alle beschneite Pisten, Balmbrunnen, Landtunnel bis Schweigmatten, White Hare
Ab Sonntag Untere National + Howette.
Somit herrscht fast vollbetrieb, auch an der Zermatter Seite!
Nein, von Vollbetrieb sind wir weit entfernt. Es fehlen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Tuftern(!), Downhill, Schneehuhn, Tufternkumme, Ried, obere National, zwei blaue Pisten am Gifthittli, Furgg-Furi. Gerade die Tuftern wäre enorm wichtig, ohne diese ist die Skischulpiste Blauherd-Sunegga masslos überlastet. Ebenso wäre Furgg-Furi sehr wichtig.
 
Am Sonntag jeweils ab Mittag:
- Piste Nr. 1, Untere National
- Piste Nr. 3, Howette
8O :roll:
Warum schafft man es als Premiumskigebiet nicht, wie in anderen Skigebieten üblich, Pisten am morgen ab Betriebsbeginn zu öffnen?
Das einzige was stört ist der Gast, aber sein Geld wollen wir schon...
 
Die Anzahl Personen wo diese Piste vor 12:00 fahren ist verschwindend klein, bei einer Öffnung ab Betriebsbeginn müssten aber alle Aktivitäten dort dementsprechend früher eingestellt werden und man ist momentan schlicht und einfach darauf angewiesen die Zeit maximal auszunutzen.
Ich denke, das sollte in der aktuellen Situation für alle nachvollziehbar sein.
 
Mister Ed schrieb:
Nein, von Vollbetrieb sind wir weit entfernt. Es fehlen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Tuftern(!), Downhill, Schneehuhn, Tufternkumme, Ried, obere National, zwei blaue Pisten am Gifthittli, Furgg-Furi. Gerade die Tuftern wäre enorm wichtig, ohne diese ist die Skischulpiste Blauherd-Sunegga masslos überlastet. Ebenso wäre Furgg-Furi sehr wichtig.

Du hast ja recht, nicht alles hat offen. Trotzdem ziemlich viel schon. Man kann ja die meisten Ecken des Gebiets erreichen.
Da es leider kaum Schnee gibt, Relativ etwa 50% der Normalwert laut Whiterisk, würde ich sagen, dass die Bergbahnen einen ordentliches Angebot dargestellt haben.
 
Laut Insta der Bergbahnen wird morgen Furgg-Furi aufmachen!
 
Ein Meter Neuschnee in Zermatt heute Nacht .... im Gartenbahn Maßstab 1:22.5 :wink:

IMG_20260104_090359.jpg
 
Frage an die Experten vor Ort: Die Matterhornpiste. Ich glaube, sie ist seit gefühlt 20 Jahren durchgehend gesperrt. Das ist schade, denn es war eine der einzigartigsten Pisten. :(

Ich vermute, es liegt an der fehlenden Gletscherdecke im schmalen Abschnitt unterhalb von Hirli? Weiß jemand, warum sie noch im Pistenplan steht? Hofft man da auf ein Wunder?

(PS: Google Translate – schlechtes Deutsch)
 
Ich bin die Piste 2012 gefahren (also noch nicht ganz 20 Jahre).

Unterhalb von Hirli gab es auch damals schon keinen Gletscher mehr. Welche Stelle genau das Problem ist, kann ich dir aber nicht sagen. 2012 hatte es aber schon viel Schnee.
 
Wo die piste auf der von Hirli trifft, gibt es ein Bach, wo man offenbar anderthalb a zwei Meter Naturschnee braucht um die Piste öffnen zu können.
 
Ich war um die Feiertage und in der Woche danach in der Destination.

Dass mir die Zermatter Seite nicht so zusagt, habe ich oft erwähnt. Leider hat auch die diesjährige Situation an meiner Einschätzung nichts geändert. Irgendwie enden die schönsten Pisten in einer spiegelglatten, trichterförmig zulaufenden Mausefalle. Howette, Hirli, Weiße Perle. Am besten hat mir noch die Brunnjeschbord gefallen. Die war überwiegend griffig. Leider liegt die im Winter zum größten Teil im Schatten. Die Gifthittli war auch nahezu perfekt. Die obere National habe ich am Tag der Eröffnung gefahren, das war Klumpeneis vom feinsten. Offenbar hat man den Einstieg zum Ziehweg am Plateau von Hohtälli etwas verlegt und damit entschärft.

Leider war auch Italien diesmal eine Enttäuschung. Die roten Pisten in Valtournenche waren überwiegend hart und glatt. Stellenweise spiegelglatt. Auch die roten am Bec Carré. Einzig die Ventina bot durchgängig eine hervorragende Performance. Ein paar Blankeisstellen im oberen Bereich konnte man umfahren. Bis ins Tal war die Piste zwar auch an den bekannten Stellen hart, aber mit guten Kanten und guter Technik problemlos zu fahren. Die blauen auf der Westseite waren schön, aber auch keine Herausforderung. Cieloalto war leider auch eisig.

Selbstverständlich war es über Weihnachten voll. Dieses Jahr aber noch voller als letztes Jahr. Eine Limitierung gibt es offenbar nicht. Lieber verärgert man die Kunden, die langfristig gebucht haben, bevor man auf die Einnahmen der Tagesgäste verzichtet. Richtig unangenehm war der Montag nach Weihnachten. Am Dienstag bin ich offenbar gegen den Zyklus gefahren, da war es wie ausgewechselt.

Einmal mehr ist mir aufgefallen, wie viele ungeübte Skifahrer im Gebiet unterwegs sind. Ich muss ständig zurück schauen, ob nicht irgend ein Kamikaze Fahrer im Backseat von hinten unkontrolliert heran rauscht. Deppen, die einen knapp vor den Skispitzen schneiden, habe ich auch mehr als nur einmal erlebt. Vielleicht ist Weihnachten wirklich nicht die beste Zeit, um nach Zermatt zu fahren. Die Woche nach Silvester ist deutlich leerer und macht mehr Spaß.

Gastronomisch hat sich auch einiges geändert. Othmars Skihütte ist leider offenbar dauerhaft geschlossen. Ich war, soweit ich mich erinnere, vor zwei Jahren noch dort. Letztes Jahr war sie aber bereits zu. Öffentliche Hinweise sucht man allerdings vergeblich. Das Banner gegenüber Patrullarve hängt weiterhin dort. Die Hütte auf Furgg war auch diesmal nicht offen. Ein Highlight war die Bar an der Talstation in Valtournenche. Die meisten (alle?) Pizzen für unter 10 €, das hat Seltenheitswert. Groß und lecker waren sie auch noch. Auf Zermatter Seite war Fluhalp wie immer eine sichere Bank. Wobei das Preisniveau sich dem Bankensektor angeglichen hat. Aber Qualität und Service stimmen dort. Was in Zermatt keine Selbstverständlichkeit ist.

Abgesehen, dass die Infrastruktur diesem Andrang über die Feiertage nicht mehr gewachsen ist, ist mir aufgefallen, wie wenig benutzbare Toiletten es im Skigebiet gibt. Sie bezeichnen sich als „Premium-Destination“, aber beim „Geschäft“ unterbieten sie noch das Niveau Deutscher Autobahn Raststätten. Zu wenig Sitzgelegenheiten, teilweise defekt und optisch sauber war bestenfalls die Hälfte. Wischtests habe ich keine durchgeführt. Ich verlasse mich lieber auf mein Fläschchen Sterilium, welches mein ständiger Begleiter in meiner Jackentasche ist. Wieso haben sich Desinfektionsspender auf dem WC in dieser „Premium“-Destination noch nicht durchgesetzt?

Ein Ärgernis der besonderen Art war einmal mehr diese unselige Skigebietsverbindung über 3.900 Meter. Selbst bei schönstem Wetter nötigt einen bei kalten Temperaturen schon der Fahrtwind, das Gesicht vollständig zu schützen, sonst gibt es ganz schnell Gefrierbrand wie ohne Melitta. Die Talfahrt über GRII ist weiterhin für Skifahrer nicht im Ticket includiert. Die Alternative über die Schlepperkette hat die abgehobene Geschäftsführung erfolgreich sabotiert.

Dieser Matterhorn-“Express“ ist die betonierte Verhöhnung des Kunden. In Ischgl hätten sie längst eine leistungsfähige 3s vom Talboden bis auf Trockener Steg gebaut. Und in der Folge eine leistungsfähige Bahn auf direktem Weg an oder über die Grenze. In Zermatt wird man dagegen Premium-mäßig verschaukelt und mit einer Bahn transportiert, die kein Gipfelchen, keine Talmulde und keine Milchkanne auslässt. Vor einigen Jahren lief zu Spitzenzeiten wenigstens noch die PB Furi-TS. So aber dauert es inklusive dem Transfer mit dem chronisch überlasteten Ortsbus und der wenig erbaulichen Abfahrt vom kleinen Matterhorn deutlich über eine Stunde, bevor man vom Skikeller aus die Grenze erreicht. In Ischgl dauert es grad halb so lange. Auch bis zur Skihalle in Neuss. :lol:

Ich habe schon vor Jahren meinem Hotelier gegenüber erwähnt, dass ich nicht wegen sondern trotz der Bergbahnen nach Zermatt fahre. Ich denke, ich werde nächstes Jahr Ischgl versuchen. Den Berichten über die Feiertage zu Folge arbeiten die leistungsorientiert und geben sich Mühe, aus den vorhandenen Bedingungen das beste für den Kunden heraus zu holen. Dafür zahlen sie halt keine so obszöne Dividende an ihre Aktionäre, sondern investieren den Betriebsgewinn wieder in die Verbesserung ihrer Infrastruktur. Man merkt dies vor allem an der Leistungsfähigkeit der dortigen Transportanlagen, am Pistenangebot und an den Öffnungszeiten.


Fazit: Zermatt ist ein super tolles Premium Skigebiet. Bis auf sein Management, die überlastete Infrastruktur, manche Pisten, die Örtlichkeiten, die Öffnungszeiten und die Beschneiung.
 
NeusserGletscher schrieb:
Ich war um die Feiertage und in der Woche danach in der Destination.

....
In Ischgl dauert es grad halb so lange. Auch bis zur Skihalle in Neuss. :lol:

Ich habe schon vor Jahren meinem Hotelier gegenüber erwähnt, dass ich nicht wegen sondern trotz der Bergbahnen nach Zermatt fahre. Ich denke, ich werde nächstes Jahr Ischgl versuchen. Den Berichten über die Feiertage zu Folge arbeiten die leistungsorientiert und geben sich Mühe, aus den vorhandenen Bedingungen das beste für den Kunden heraus zu holen. Dafür zahlen sie halt keine so obszöne Dividende an ihre Aktionäre, sondern investieren den Betriebsgewinn wieder in die Verbesserung ihrer Infrastruktur. Man merkt dies vor allem an der Leistungsfähigkeit der dortigen Transportanlagen, am Pistenangebot und an den Öffnungszeiten.


Fazit: Zermatt ist ein super tolles Premium Skigebiet. Bis auf sein Management, die überlastete Infrastruktur, manche Pisten, die Örtlichkeiten, die Öffnungszeiten und die Beschneiung.
Danke für die lebhafte und humorvolle Schilderung.
Ich fahre gerne nach Zermatt, würde aber nie vor Mitte Februar anreisen: die Sonne steht einfach nicht hoch genug.
Viele der von Dir angesprochenen Punkte kann ich bestätigen, aber bei Sonne und häufig wärmeren Temperaturen sieht die Welt schnell anders aus...
 
judyclt schrieb:
So ist es. Fahr in der Woche nach Ostern. Dann hast du fast alle Kritikpunkte zu niedrigeren Kosten beseitigt.
Je nachdem wie spät Ostern ist, fangen sie da aber schon an, einzelne Anlagen stillzulegen.
 
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