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Zermatt- lohnt es sich?

Guterkoch

Meeresspiegel (0m)
Hallo zusammen,
ich bin unsicher was Zermatt im Dezember betrifft.

Hintergrund:
Seit 18 Jahren fahr ich mit einem Freund immer Mitte Dezember für 4 Tage in den Skiurlaub- und zwar von
München aus.
Nach Ischgl, Sölden etc. hat es sich auf Wolkenstein in Südtirol eingeschwungen. Die Sella Ronda ist einfach unschlagbar. Wir waren dort nun schon 8 mal.

Nun hatten wir die Idee mal was etwas neues, aufregendes zu testen: Zermatt!

Ist zwar etwas weiter weg von München, aber dort gibt's ein Matterhorn...😀

Aber: Ich hab mich nun etwas schlau gemacht. Das Skigebiet Zermatt hat zwar 360 km Pisten, was ordentlich ist, aber gerade in der Vorsaison, im Dezember wird dort angeblich nur ein kleiner Teil wirklich betrieben.
Ich hab nun die Befürchtung, dass wir da 7 h hinfahren, viel Geld für Hotel und Skipass zahlen, und am Ende vier Tage an 10 Sesselliften verbringen. Dazu hab ich absolut keine Lust. Ich will definitiv ein weitläufiges Skigebiet. D.h. ich will einen ganzen Tag lang fahren können, ohne auch nur eine Piste zweimal zu fahren.
Bin ich mit dieser Anforderungen in Zermatt im Dezember an der falschen Stelle?

Was sind Eure Erfahrungen in Zermatt?

Merci schonmal!
 
Guterkoch schrieb:
...ich will einen ganzen Tag lang fahren können, ohne auch nur eine Piste zweimal zu fahren.
Bin ich mit dieser Anforderungen in Zermatt im Dezember an der falschen Stelle?
Was sind Eure Erfahrungen in Zermatt?

Ja, denn idR geht zu Saisonbeginn auf der italienischen Seite mehr.
Und ja, denn meiner Meinung nach ist das Gebiet aus verschiedenen Gründen ein Frühjahrsgebiet.
Erfahrungen top, aber alle im April gesammelt.
 
Das Angebot in Zermatt wurde in den letzten 15 Jahren zum Saisonbeginn (November/Dezember) Jahr für Jahr reduziert.
Vor 15 Jahren war Mitte Dezember noch ein sehr gute Zeit für einen Zermattbesuch, wenn es nicht ein absolut schneearmes Jahr war.
Heutzutage würde ich eher abraten und lieber später in der Saison hinfahren.

Im Dezember 2024 war Mitte Dezember in Zermatt (auch aufgrund der schlechten Schneelage) nur wenig auf. Auf der italienischen Seite hingegen herrschte bei den Liften Vollbetrieb. Nur ein paar wenige Pisten fehlten, die keine Beschneiung haben.

Auf der Zermatter HP findest du einen Winter Fahrplan (https://www.matterhornparadise.ch/ZBAG/17-PDF/flyer/flyer-winter/2024-2025/fahrplan-winter_24-25.pdf), der die theoretischen Öffnungszeiten der einzelnen Bergbahnen im Detail angibt. Allerdings weicht der Plan in der Realität oft von der Planung ab. Und bitte beachte auch die vielen Fußnoten mit Einschränkungen.
 
Vor Weihnachten gibt es auf Zermatter Seite nur ein Rumpfangebot, was bis zu den Feiertagen beständig erweitert wird. Italien startet, sofern technisch möglich, meist im Vollbetrieb. Die Skigebietsverbindung ist aber wegen der oft instabilen Wetterlage unsicher. Und leider schützen die Bergbahnen die überzogenen Preise für ihr Alpine-Crossing, in dem sie die Talfahrt ab KMH via GR2 aus dem Skipass heraus nehmen. Das könnte zumindest an den Tagen helfen, bei dem unterhalb des KMH alle Lifte laufen und die Verbindung lediglich wegen der Sicht oder Kälte auf 3.800 Meter geschlossen bleiben muss.

Außerdem liegt der Bereich Süd nahezu den ganzen Tag im Schatten. Nur selten kann man dort mal im Sonnenlicht fahren. Dies gilt ebenso im Gebiet GG für alles unterhalb Riffelberg. Wer also Sonne mag, muss entweder nach Italien rüber oder im Bereich Rothorn bleiben.

Generell gegen Zermatt spricht aus meiner Sicht mittlerweile auch das immer krassere Missverhältnis zwischen Preis und Leistung. 25 Franken für einen Flammkuchen, dessen Zutaten nach Lege nur ein paar Franken kosten sind für mich ebenso jenseits des guten Geschmacks wie eine Pizza Tonno für 26,50 Franken, bei der der Belag zur Hälfte aus Zwiebeln besteht. Und 250 Franken pro Nacht für ein 4-* Hotel mit Fühstück, dessen abgewetzte Polstermöbel bestenfalls noch für 3-* gut wären, finde ich schon grenzwertig. Von den Mondpreisen für den Skipass gar nicht zu reden.
 
Ich fahr Anfang April nach cervinia.zwar n ticken weiter,aber auch nur ne Stunde mehr von München.
Von da kannste dir auch aussuchen,ob du mal einen Tag nur den cervinia-teilskipassmachst,oder auch mal Zermatt mitnimmst.meist hat natürlich cervinia mit valtournenche genug für 1 Woche zu bieten,aber man will ja auch mal kmh oder gornergrat mitnehmen
Und unterkünfte sind da weeeeesentlich günstiger.das essen eher so auf ösiniveau.also nicht billig,aber sicher nicht zermattniveau.zudem ist es Anfang April relativ OK mit Wetter und Temperaturen ab 3000 meter
 
"Und 250 Franken pro Nacht für ein 4-* Hotel mit Fühstück, dessen abgewetzte Polstermöbel bestenfalls noch für 3-* gut wären"

Genau, so kennen wir das auch...."Swiss Quality Hotel" :lol:
 
Ich empfehle dringlich die Alternative valtournenche/breuil-cervinia in Betracht zu ziehen.erst recht von münchen aus macht das den Kohl nicht fett.breuil hat eher einen urbanen Charakter,aber immer noch "dörflicher"als Zermatt,welches 6000(?)Einwohner hat und eher als Kleinstadt anzusehen ist.wenn du unbedingt Dorfcharme haben willst:ab nach valtournenche.es sei denn,dir geht total einer ab bei Walliser Bergdorfarchitektur und kannst gar nicht anders.
Auch bist du wesentlich schneller auf den Pisten/an den Liften als meist in zermatt.zumindest in breuil.
 
Aus meiner Sicht ist und bleibt Zermatt ein Erlebnis. Man muss diesen Ort gesehen haben und die Atmosphäre aufgesogen haben. Ob man es mag oder nicht.
Auch ich stand (für eine kleine Gruppe - 8 Personen) vor der Entscheidung, wo wir untergebracht werden wollten. FeWo und damit Transport der Lebensmittel und selbstorganisiertes Kochen kam nicht in Frage. Eine HP in einem (Tschuldigung) abgeranzten 3-Sterne-Haus im Charme der 70er für deutlich mehr als 150 sfr. kam auch nicht in Frage. Die Lösung war die Jugendherberge in Zermatt. 85 sfr. inkl. HP im DZ mit Du/WC. OK - das war spartanisch, aber nicht abgeranzt, sehr sauber und zweckmäßig, Bushaltestelle vor der Tür und eine relativ zentrale Lage. Wir würden wohl wieder so entscheiden.
 
mein bislang einziger Besuch Jan/2023 hat sich sehr gelohnt.
Da hat auch alles bis auf die Schneelage (war ok, aber nicht berauschen und in IT wesentich besser) gepasst.
Zwar -23Grad am KMH aber die Verbindung nach IT an allen 4 Tagen bei Sonnenschein offen.

Aber egal bei welcher Jahreszeit, wenn IT nicht offen ist und man ggf wegen Wolken das Panorama nicht sieht, dann lohnt es sich m.E. zu keiner Jahreszeit.
Dafür ist es dann einfach zu teuer, der Schipass zu teuer, das Essen zu teuer, die Anfahrt zu umständlich und teuer (Maut, Verlad, Parken, Schuttle, E-Taxi).

Wenn die Bedingungen passen würde ich es jedoch als ist seinen Preis wert raten. Muss man ja nicht jedes Jahr machen und man sollte es als Skifahrer mit Affinität zu Bergerlebnis gesehen haben.

Wir hatten übrigens ein 2 Sterne Hotel mit Fr. was nicht teurer als woanders war (95€ pP incl Fr), das Frühstück sehr gut und vielfältig und die Zimmer zwar nicht hochmodern aber gut.
Sterne fehlten wegen fehlendem:
Fahrstuhl - brauch ich nicht
Wellness - brauch ich auch nicht
Rasierspiegel - schaff ich 350Tage auch ohne.

Also ein Hotel wie ich es eigentich liebe, es aber immer weniger gibt.
 
Dass Zermatt eine tolle Destination ist und das Skigebiet zusammen mit Italien ebenfalls in der oberen Liga mitspielt (Pistenkilometer, Ausdehnung, Höhe, Anlagen, Aussicht und Matterhorn) ist unbestritten.
Ich würde jedem Skifahrer raten, dort einmal hinzufahren.
Die Frage oben war allerdings "Zermatt im Dezember", bzw. noch präziser Mitte Dezember.
Und genau da würde ich eher von abraten wegen des geringen Angebotes an Liften und Pisten auf der CH Seite. Aber ab Januar oder auch sehr spät in der Saison z. B. April ist Zermatt immer eine Reise wert.
 
Mt. Cervino schrieb:
Die Frage oben war allerdings "Zermatt im Dezember", bzw. noch präziser Mitte Dezember.
Vollkommen richtig. Die Frage ist beantwortet, vermutlich wird es keine andere Meinung geben und folglich könnte ab jetzt jeder Kommentar überflüssig sein und wir könnten den Thread auch schließen. ;-)
 
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