Zuckerfeld - eisige Sonne, 11.02.2012
Wohin an einem eisig kalten, sonnigen Tag, wenn auch noch die Schneelage höchst unterschiedlich ist? An diesem Samstag bietet sich das Zuckerfeld an. Die Hänge sind überwiegend südseitig ausgerichtet und die Schneemeldung verspricht, im Gegensatz zu einigen anderen Gebieten der Gesamtregion, ungetrübten fahrbaren Untergrund.
Kurzbeschrieb des Skigebiets
Das Zuckerfeld liegt am Südhang der Wasserkuppe und besteht aus zwei Kurzbügel-Schleppliften mit insgesamt sechs Pisten. Am Ortsrand von Obernhausen starten beide Lifte rechts und links des zentralen Parkplatzes. Rechts erschließt der Zuckerfeldlift den Südhang der Wasserkuppe, während der Spielfeldlift den Osthang des Höhenrückens erschließt, der von der Wasserkuppe in Richtung Gersfeld hinunter zieht. Im oberen Bereich gibt es eine gewalzte Verbindung vom Zuckerfeldlift zum Spielberglift, unten führt vom Spielberglift ein gewalzter Weg über eine Brücke zurück zum Parkplatz.
Der Zuckerfeldlift, ein Leitner-Kurzbügler, ist mit knapp 600 Metern Länge recht kurz und gleichmäßig flach. Er führt über baumarmes Gelände nach oben, bevor er ganz oben ein kleines Wäldchen durchstößt, und erschließt 4 direkte Pisten (Richtungsangaben für Blick von unten):
- links vom Lift mit großem Snowpark
- direkte Piste recht vom Lift
- leichte Piste rechts außen um das Wäldchen herum
- Waldabfahrt weit außen links mit einigen ziehwegigen Passagen
Von der letztgenannten Abfahrt zweigt in der Mitte auch der gewalzte Verbindungsweg zur Bergstation des Spielberglifts ab, der problemlos abschüssig fahrbar ist.
Das große Plus des Zuckerfeldlifts ist die streng südseitige Ausrichtung mit viel Sonne. Die Pisten sind unspektakulär, bieten aber mit dem großen Snowpark, einigen Wellen auf der rechten Außenrum-Abfahrt sowie der vollig anders charakterisierten Waldabfahrt eine für einen Einzellift akzeptable Abwechslung. Die Hütte an der Talstation ist preisgünstig und hinsichtlich Qualität und Organisation ganz in Ordnung. Es ist schade, dass der Zuckerfeldlift da endet, wo er endet, und dass er nicht über den baumfreien Hang ganz hinauf führt auf die Gipfelschulter der Wasserkuppe. Dies würde die Pistenlänge verdoppeln und das Panorama um Größenordnungen verbessern. Das Tüpfelchen auf dem "i" wäre dann noch ein kurzer Verbindungslift von der Nordseite, welcher das größere, nordseitige Skigebiet mit dem Zuckerfeldgebiet verbünde - und fertig wäre ein recht großes und attraktives Skigebiet. Dies ist aber reine Träumerei.
Den Spielberglift erreicht man, wie erwähnt, von der Waldabfahrt des Zuckerfeldliftes per gewalztem Ziehweg - man kommt direkt an der Bergstation heraus. Dieser Lift ist ein Doppelmayer-Kurzbügler und startet mit seiner Talstation etwas tiefer als der Zuckerfeldlift. Er ist mit knapp 300 m Länge noch deutlich kürzer und somit ein echter Zwerg unter den Liften mit hoher Seilführung. Der Spielberglift ist unten und oben flach, in der Mitte mäßig steil. Die (von unten gesehen) rechte Piste ist mehr als 100 Meter breit. Fährt man nahe dem Lift, hat man in der Mitte ein kleines Steilstück. Fährt man weit außenrum nahe dem Waldrand, ist die Piste über die ganz Länge flach. Die linke Piste führt versteckt zwischen Baumreihen auf einem eigenen Höhenrücken nach unten, welcher von der Lifttrasse durch ein kleines Tal getrennt ist. Diese Piste ist sehr idyllisch gelegen. Die Hütte an der Talstation ist sehr preisgünstig, sauber und freundlich; sie bietet Getränke und Kleinigkeiten zum Essen an. Von der rechten Piste führt ein gewalzter Weg über eine kleine Brücke zurück zum zentralen Parkplatz. Der Spielberglift liegt etwas versteckt und wird von vielen Gästen offenbar überhaupt nicht richtig wahrgenommen.
Fazit: Das Zuckerfeldskigebiet bietet, gemessen an der Tatsache, dass es nur aus zwei kurzen Schleppliften besteht, ein zufriedenstellendes Maß an Abwechslung und bietet als großes Plus viel Sonne. Es ist jedoch unter den sechs "richtigen" Skigebieten der Rhön definitiv das bescheidenste Skigebiet. (Unter "richtigem" Skigebiet verstehe ich ein Gebiet mit Liften mit hoher Seilführung oder gar Sessellift, kein Skigebiet mit Kleinliften.)
Situation an diesem Samstag
Die Schneelage ist an diesem Tag in der Rhön sehr unterschiedlich und variiert von Berghang zu Berghang. Während sich andere Skigebiete mit 10-20 cm Schnee abmühen, bringt es der Hang am Zuckerfeldlift auf 20-30 cm plus Maschinenschneeunterstützung. Der extrem geschützte Spielberghang bringt es sogar auf 30-40 cm Naturschnee. Damit herrschen gute bis sehr gute Schneeverhältnisse; kleine Einschränkungen gibt es nur an den Waldrandbereichen am Zuckerfeldlift, wo sich teilweise ein wenig Dreck in den weißen Schnee verirrt hat. Temperaturmäßig ist es mit 15 Grad Minus bitter kalt. Am Zuckerfeldlift herrschen wenige Minuten Wartezeit, die sich ab der Mittagszeit auf gut 5 Minuten ausdehnen. Am Spielberglift ist kaum Betireb, die meisten Bügel gehen leer durch und man hat die Pisten für sich alleine. Am gesamten Spielberghang sind nicht mehr als 10 Skifahrer gleichzeitig unterwegs. Gut besucht sind die Hütten, wo sich frierende Skifahrer aufwärmen. Am Spielberglift finden wir dann auch ideale Bedingungen für ein wenig Stangentraining, um uns für das Rennen am Folgetag am Heidelstein fit zu machen.
Nachfolgend die Bilder:
Wohin an einem eisig kalten, sonnigen Tag, wenn auch noch die Schneelage höchst unterschiedlich ist? An diesem Samstag bietet sich das Zuckerfeld an. Die Hänge sind überwiegend südseitig ausgerichtet und die Schneemeldung verspricht, im Gegensatz zu einigen anderen Gebieten der Gesamtregion, ungetrübten fahrbaren Untergrund.
Kurzbeschrieb des Skigebiets
Das Zuckerfeld liegt am Südhang der Wasserkuppe und besteht aus zwei Kurzbügel-Schleppliften mit insgesamt sechs Pisten. Am Ortsrand von Obernhausen starten beide Lifte rechts und links des zentralen Parkplatzes. Rechts erschließt der Zuckerfeldlift den Südhang der Wasserkuppe, während der Spielfeldlift den Osthang des Höhenrückens erschließt, der von der Wasserkuppe in Richtung Gersfeld hinunter zieht. Im oberen Bereich gibt es eine gewalzte Verbindung vom Zuckerfeldlift zum Spielberglift, unten führt vom Spielberglift ein gewalzter Weg über eine Brücke zurück zum Parkplatz.
Der Zuckerfeldlift, ein Leitner-Kurzbügler, ist mit knapp 600 Metern Länge recht kurz und gleichmäßig flach. Er führt über baumarmes Gelände nach oben, bevor er ganz oben ein kleines Wäldchen durchstößt, und erschließt 4 direkte Pisten (Richtungsangaben für Blick von unten):
- links vom Lift mit großem Snowpark
- direkte Piste recht vom Lift
- leichte Piste rechts außen um das Wäldchen herum
- Waldabfahrt weit außen links mit einigen ziehwegigen Passagen
Von der letztgenannten Abfahrt zweigt in der Mitte auch der gewalzte Verbindungsweg zur Bergstation des Spielberglifts ab, der problemlos abschüssig fahrbar ist.
Das große Plus des Zuckerfeldlifts ist die streng südseitige Ausrichtung mit viel Sonne. Die Pisten sind unspektakulär, bieten aber mit dem großen Snowpark, einigen Wellen auf der rechten Außenrum-Abfahrt sowie der vollig anders charakterisierten Waldabfahrt eine für einen Einzellift akzeptable Abwechslung. Die Hütte an der Talstation ist preisgünstig und hinsichtlich Qualität und Organisation ganz in Ordnung. Es ist schade, dass der Zuckerfeldlift da endet, wo er endet, und dass er nicht über den baumfreien Hang ganz hinauf führt auf die Gipfelschulter der Wasserkuppe. Dies würde die Pistenlänge verdoppeln und das Panorama um Größenordnungen verbessern. Das Tüpfelchen auf dem "i" wäre dann noch ein kurzer Verbindungslift von der Nordseite, welcher das größere, nordseitige Skigebiet mit dem Zuckerfeldgebiet verbünde - und fertig wäre ein recht großes und attraktives Skigebiet. Dies ist aber reine Träumerei.
Den Spielberglift erreicht man, wie erwähnt, von der Waldabfahrt des Zuckerfeldliftes per gewalztem Ziehweg - man kommt direkt an der Bergstation heraus. Dieser Lift ist ein Doppelmayer-Kurzbügler und startet mit seiner Talstation etwas tiefer als der Zuckerfeldlift. Er ist mit knapp 300 m Länge noch deutlich kürzer und somit ein echter Zwerg unter den Liften mit hoher Seilführung. Der Spielberglift ist unten und oben flach, in der Mitte mäßig steil. Die (von unten gesehen) rechte Piste ist mehr als 100 Meter breit. Fährt man nahe dem Lift, hat man in der Mitte ein kleines Steilstück. Fährt man weit außenrum nahe dem Waldrand, ist die Piste über die ganz Länge flach. Die linke Piste führt versteckt zwischen Baumreihen auf einem eigenen Höhenrücken nach unten, welcher von der Lifttrasse durch ein kleines Tal getrennt ist. Diese Piste ist sehr idyllisch gelegen. Die Hütte an der Talstation ist sehr preisgünstig, sauber und freundlich; sie bietet Getränke und Kleinigkeiten zum Essen an. Von der rechten Piste führt ein gewalzter Weg über eine kleine Brücke zurück zum zentralen Parkplatz. Der Spielberglift liegt etwas versteckt und wird von vielen Gästen offenbar überhaupt nicht richtig wahrgenommen.
Fazit: Das Zuckerfeldskigebiet bietet, gemessen an der Tatsache, dass es nur aus zwei kurzen Schleppliften besteht, ein zufriedenstellendes Maß an Abwechslung und bietet als großes Plus viel Sonne. Es ist jedoch unter den sechs "richtigen" Skigebieten der Rhön definitiv das bescheidenste Skigebiet. (Unter "richtigem" Skigebiet verstehe ich ein Gebiet mit Liften mit hoher Seilführung oder gar Sessellift, kein Skigebiet mit Kleinliften.)
Situation an diesem Samstag
Die Schneelage ist an diesem Tag in der Rhön sehr unterschiedlich und variiert von Berghang zu Berghang. Während sich andere Skigebiete mit 10-20 cm Schnee abmühen, bringt es der Hang am Zuckerfeldlift auf 20-30 cm plus Maschinenschneeunterstützung. Der extrem geschützte Spielberghang bringt es sogar auf 30-40 cm Naturschnee. Damit herrschen gute bis sehr gute Schneeverhältnisse; kleine Einschränkungen gibt es nur an den Waldrandbereichen am Zuckerfeldlift, wo sich teilweise ein wenig Dreck in den weißen Schnee verirrt hat. Temperaturmäßig ist es mit 15 Grad Minus bitter kalt. Am Zuckerfeldlift herrschen wenige Minuten Wartezeit, die sich ab der Mittagszeit auf gut 5 Minuten ausdehnen. Am Spielberglift ist kaum Betireb, die meisten Bügel gehen leer durch und man hat die Pisten für sich alleine. Am gesamten Spielberghang sind nicht mehr als 10 Skifahrer gleichzeitig unterwegs. Gut besucht sind die Hütten, wo sich frierende Skifahrer aufwärmen. Am Spielberglift finden wir dann auch ideale Bedingungen für ein wenig Stangentraining, um uns für das Rennen am Folgetag am Heidelstein fit zu machen.
Nachfolgend die Bilder:
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