Die Funitel, DMC, usw. kenn ich nicht so im Detail.
Da gibt's dazu noch verschiedene Antriebssysteme, sowohl mit zwei im Normalbetrieb unabhängig angetrieben Antriebsscheiben, die beim Bremsen oder Antriebsdesychronisierung mit einem aufwendigen Getriebesystem not-synchronisiert werden, wie auch Systeme mit mehrrilligen Antriebsscheiben, usw.
Energetisch gesehen sind diese Bahnen sehr ungünstig, da bevorziehe ich klar 3S; falls hohe Windstabilität erforderlich ist, kann man breite Tragseilspurweiten einsetzen.
Bzgl. Funitel mit zwei getrennten Förderseilschleifen und getrennten Antriebe mit mechanischer Not-Synchronisation bin nicht 100 %-ig überzeugt, dass Risikoanalysen korrekt sind.
Was genau passiert falls ein Getriebe katastrophal blockiert (z.B. Zahnruch mit einklemmen des abgrebrochenen Zahns) und das andere weiterdreht wurde u.U, ungenügend analysiert.
Soviel ich weiss, ist in Frankreich mindestens eine leere Funitel Kabine infolge Synchronisationsproblem abgestürzt. Ob Fall gemeldet und untersucht wurde, weiss ich jedoch nicht. Sowohl der STRMTG wie der BEA-TT informieren sehr sparlich online und man hat das Gefühl, das je nach Lust und Laune mal was untersucht wird oder halt dann nicht (ausser in schweren Fällen). Mal gibt's einen ausführlichen Bericht, mal nicht...
Zugseilversagen bei 2S, 3S, Pendelbahnen oder Standseilbahnen ist nie vollständig ausgeschlossen, jedoch bei Bahnen genügend unwahrscheinlich dass Restrisiko m.E. ohne Weiteres in Kauf genommen werden kann.
Sicherheitsbedenken habe ich eher z.B. bzgl. Brandchutz bei gewissen Stationsbauten (u.a. aus Holz) sowie bei gewissen FBM.
Also rein persönlich würde ich sicherheitstechnisch zuerst anderswo kleine Verbesserungen einführen, als mir Gedanken über Zugseilversagen machen (u.a. die Wiedereinführung der Zentrifugalauslösung der Sicherheitsbremse wie ich dies bereits vor einigen Jahren erwähnt habe).