• Willkommen im neuen Alpinforum!

    Das Alpinforum ist erfolgreich auf die neue Forensoftware XenForo umgezogen. Benutzerkonten und Foreninhalte wurden übernommen, sodass ihr euch wie gewohnt anmelden könnt.

    Schaut euch gerne um und probiert die neuen Funktionen aus. Solltet ihr Fehler oder Unstimmigkeiten entdecken, meldet sie bitte im entsprechenden Thema.

    Alle Informationen zur Migration und zum neuen Forum findet ihr hier:

    Zur ausführlichen Ankündigung

    Viel Spaß im neuen Alpinforum!

    Euer Alpinforum-Team

Zugspitze 21. April 2013

Zugspitze 21. April 2013

Anfahrt: Ettlingen - A8 - A96 - Fernpassstraße - Ehrwald - Grainau 2:45 h; Rückweg dank Stau 45 min länger
Wetter: Sonnig mit vereinzeltem Wolkendurchzug; lokale leichte Föhnlage; Nebeldeckenbildung im Tal; +2 bis +4°C
Schnee: 1-3 m Altschnee mit durchfeuchtender Neuschneeauflage vom Vortag
Anlagen in Betrieb: Alle außer Tiroler Zugspitzbahn (in Revision)
Wartezeit: Keine (außer auf die Abfahrt der Pendelbahnen) - es war LEER
Gefallen: Ganztägiges Sonnenloch im Schlechtwettergebiet getroffen; kaum Andrang
Nicht gefallen: Schneequalität (teils bremsender Feuchtschnee)
Bewertung: 5 von 6 Punkten

Internet: http://www.zugspitze.de/
Pistenplan: http://ski3.intermaps.com/Zugspitzbahn/skimap.asp?map=Zugspitzplatt&startdata=lifte
Ältere Forenberichte aus der Saison 2012/2013: Bericht von Zottel vom 31.12.2012; Bericht von Martin_D vom 14.4.2013

Einmal mehr muss ich einen Bericht mit "eigentlich" beginnen lassen ... Eigentlich wollte ich mit Frau Harzwinter am 20./21. April ein Frühjahrs-Abschlusswochenende in der Schweiz verbringen. Schilthorn und Les Diablerets vielleicht. Oder Engelberg und Andermatt. Klein Harzwinter wurde mit Vorreservierung bei den Großeltern einquartiert. Doch wie es nicht anders kommen konnte, wurde das Wetter in der Schweiz schlecht. Wegen starken Schneefalls, Sturms und Lawinengefahr fand in den drei erstgenannten Gebieten am 20. April erst gar kein Skibetrieb statt (Andermatt habe ich nachzuschauen vergessen). Missmutig hackte ich daheim im Garten im Regen Löcher in den Boden, um Pflanzen umzusetzen. Auf den Webcams war am Samstagvormittag zu sehen, dass das Wetter am Oberstdorfer Nebelhorn trotz gegenteiliger Prognose schön geworden war, doch für einen späten Aufbruch ist es von uns zu weit entfernt. Grrmmpf. Wenigstens verbrachten wir den Abend in einem neuen Erlebnisbad in der Nähe. Zurückgekehrt, warf ich einen letzten Blick in die Prognosen von Wetteronline. Ooops ... auf der Zugspitze sollte es am Sonntag schön werden, in der Schweiz und im Allgäu nach wie vor nicht. Also legten wir spätabends noch das Skiequipment bereit, um im Bedarfsfall schnell aufbruchbereit zu sein.

Am Sonntagmorgen um 6 Uhr ein Blick in die Zugspitz-Webcams. Prognose und sichtbarer Wetterstatus entsprachen einander: Sonne - passt! Auf zum Platt! Leider war die Tiroler Zugspitzbahn revisionsbedingt außer Betrieb, so dass wir nach Grainau zur Eibseeseilbahn fahren mussten. Angesichts der in älteren Forenberichten reporteten Warteschlangen an der Eibseeseilbahn sah ich einen Teil des Skitages schwinden ... Die Anfahrt durch Schwaben und das Allgäu führte uns durch scheußliches Hochnebelwetter mit Sprühregen. Schönwetter auf der Zugspitze konnten wir uns unter diesen Bedingungen nicht vorstellen. Doch auf der Fernpassstraße kurz vor Lermoos riss die Bewölkung auf, und Grainau lag tatsächlich in schönster Morgensonne. Erstaunlich! Die Angst vor Warteschlangen erwies sich vor Ort als unbegründet: An der Eibseeseilbahn war es gähnend leer. Niemand stand am Ticketschalter an, und wir konnten direkt in die nächste Gondel einsteigen. Unglaublich!

Entsprechend leer war es auf der Aussichtsplattform auf dem Zugspitzgipfel. Wegen der übergreifend schlechten Wetterlage gab es keine große Fernsicht. Man konnte sehen, dass das Schlechtwetter von Süden gegen die Alpen drückte und dass die Wolken vom Inntal in Richtung Norden zögernd aufzureißen begannen. Nur der Raum zwischen Fernpass und Garmisch-Partenkirchen blieb weitgehend wolkenfrei und lag in der Sonne. Der Alpenrand weiter nördlich war bereits wieder von Nebel eingehüllt.

Pisten und Lifte auf dem Zugspitzplatt waren ebenfalls irritierend leer. Offenbar hatte die übergreifende Schlechtwetterlage die meisten Besucher bewogen, zuhause zu bleiben. Am Vortag hatte es an der Zugspitze rund 20 cm Neuschnee gegeben. Wegen der deutlichen Plusgrade auf dem Platt verwandelte er sich - wie wohl schon am Wochenende zuvor - in schweren, teils klebrigen Feuchtschnee, der kraftraubend zu fahren war und die Anpassung der Fahrtechnik einforderte. Sonneneinstrahlung und Frostfreiheit lösten an den Felsstöcken zahlreiche kleine Lawinen aus, deren Gepolter ab und zu zu hören war.

Unterbrochen von einer ausgedehnten Mittagspause im nur mäßig gefüllten SonnAlpin drehten wir unsere Runden durchs übersichtliche Skiterrain des Platts. Riesig viel gibt es im Bereich der fünf Beschäftigungsanlagen nicht zu erkunden, und die knapp 3 km lange Super G-Abfahrt mit ihren rund 600 Höhenmetern zwischen Wetterwandeck und Brunntal ist auch schon das Highlight. Das Zugspitzplatt punktet mit Hochgebirgs-Atmosphäre und Sonnenexposition und eignet sich eher für einen entspannten Skitag als für Skiline-Rekorde. Die neue 6KSB Wetterwandeck ist mit nach unten verlängerter Trasse sicherlich eine Bereicherung fürs Zugspitzplatt. Bei unserem Besuch wurde ihre Kapazität nicht ansatzweise benötigt. :D Wie in jedem Alpinforum-Bericht meckere ich auch hier wieder über die gelben Hauben der Bahn. Ich kann die Dinger nicht leiden. Vom Vorgänger-Schlepplift stehen noch Talstation, obere Umlenkung und eine vereinsamte Portalstütze am Berg. Im unteren Skigebietsbereich am Brunntallift schaut lediglich eine einzige, gesicherte Felsplatte aus der Piste, und in der Lifttrasse befinden sich an einer Stelle ein paar Steine, ansonsten ist genug Schnee da.

Ab dem späten Vormittag zogen immer mehr dicke Wolken vom Inntal haarscharf an der Zugspitze vorbei, auf dem Platt blieb es aber weitgehend sonnig. Auch am Zugspitzgipfel bildeten sich im Leebereich der Wetterströmung vorübergehend Wolken.

Nach einer finalen Einkehr im SonnAlpin traten wir um 16 Uhr den Rückweg vom Platt an. Bei der Talfahrt mit der Eibseeseilbahn staunten wir über die dicke Nebeldecke, die sich irgendwann tagsüber in den Talkesseln von Ehrwald und Garmisch-Partenkirchen gebildet hatte. Davon hatten wir auf dem Platt nichts mitbekommen.

Zurück in Ettlingen war den Webcams der noch geöffneten Frühjahrsskigebiete in Allgäu, Berner Oberland und Zentralschweiz zu entnehmen, dass dort die Nebeldecke im Tal viel höher aufgequollen war als im Zugspitzgebiet und jeweils den größten Teil des Skigebiets verschluckt hatte. Man kann mit der Gebietsauswahl ja auch mal Glück haben ... -

Dies scheint erst der dritte Forenbericht vom Zugspitzplatt aus der Saison 2012/2013 zu sein. Zwei vorangegangene Berichte sind oben im Berichts-Intro verlinkt. Der Bericht von Martin_D ist nur eine Woche älter als dieser hier. Es gab aber bereits die selbe doofe Schneebeschaffenheit. Sein Bericht bietet schöne Panoramafotos von der Zugspitze. Ich habe mich bemüht, hier möglichst wenig Fotomotiv-Duplikate einzustellen.


22 Fotos:

Sonnenschein im Zugspitzgebiet (hier in Grainau) nach langer Fahrt durchs Schwäbische und Allgäuer Hochnebelgrau.
13_04_21_zugspitze_01.jpg


Eibseeseilbahn von 1962, Kapazität 300 Personen pro Stunde. Gott sei Dank war hier null Andrang. Für die Bergfahrt-Kabine fanden sich nach 10 Minuten Wartezeit rund 25 Personen.
13_04_21_zugspitze_02.jpg


Blick auf den herrlich blauen Eibsee und die Ammergauer Alpen bei der Bergfahrt.
13_04_21_zugspitze_03.jpg


Münchner Haus auf dem Zugspitzgipfel. Auch auf der Aussichtsplattform war nichts los. Große Fernsicht gab es diesmal nicht. Egal, wir freuten uns über den Sonnenschein.
13_04_21_zugspitze_04.jpg


Blick nach Nordosten nach Garmisch-Partenkirchen und durchs Höllental. Hinterm Wank begann schon der Nebel des Alpenrands.
13_04_21_zugspitze_05.jpg


Toller Tiefblick auf Riffelriss-Abfahrt und den recht klein gewordenen Eibsee.
13_04_21_zugspitze_06.jpg


Blick durchs Panoramafenster auf Gletscherbahn und Zugspitzplatt.
13_04_21_zugspitze_07.jpg


Doppelschlepplift Schneefernerkopf mit Zugspitzgipfel. Den haben wir nur als erste Fahrt mitgenommen.
13_04_21_zugspitze_08.jpg


Schlepplift Weißes Tal, wohl aus den 1960er Jahren. Älteste Anlage am Zugspitzplatt und mein Lieblingslift dort. :D Sinnvollerweise hat man die Talstation der neuen Wetterwandeckbahn zu den beiden anderen Liftstationen gestellt.
13_04_21_zugspitze_09.jpg


Neue 6KSB Wetterwandeck. Warum nur müssen es immer diese gelben Hauben sein? Ich mag die nicht mal bei Schlechtwetter schließen.
13_04_21_zugspitze_10.jpg


Neue Wetterwandeckbahn mit den Resten der Vorgängeranlage.
13_04_21_zugspitze_11.jpg


Super G-Abfahrt, ein Pflichtmotiv eines jeden Zugspitzberichts. :D Bei unserem Besuch gähnend leer.
13_04_21_zugspitze_12.jpg


Talstation Brunntallift. Befinden sich auf dem Plateau überm Reintal links oberhalb der Bildmitte bereits Schachenhaus und Meilerhütte?
13_04_21_zugspitze_13.jpg


Mittagspause im SonnAlpin, auch hier nichts los.
13_04_21_zugspitze_14.jpg


Ab dem Mittag zogen bedrohliche Quellwolkentürme haarscharf an der Zugspitze vorbei.
13_04_21_zugspitze_15.jpg


Brunntallift. Die Anlage verschwindet fast in der landschaftlichen Weite des unteren Zugspitzplatts.
13_04_21_zugspitze_16.jpg


Bedingt durch die deutlichen Plusgrade auf dem Zugspitzplatt gingen vielerorts Lawinen an den Felsstöcken ab. Diese hier war besonders laut.
13_04_21_zugspitze_17.jpg


Das Sonnenkar machte seinem Namen erfreulicherweise alle Ehre.
13_04_21_zugspitze_18.jpg


Super G-Abfahrt, weitgehend verwaist.
13_04_21_zugspitze_19.jpg


Abschied vom Platt. Blick aus der Gletscherbahn auf die startende Pistenraupenkolonne unterm Wetterwandeckkopf und der aufgelassenen Bergstation der Ex-DSB "Neue Welt".
13_04_21_zugspitze_20.jpg


Überraschung bei der Talfahrt mit der Eibseeseilbahn: Im Tal hatte sich eine dicke Nebelschicht gebildet. Davon war am Platt nichts zu bemerken gewesen.
13_04_21_zugspitze_21.jpg


Letzte Impression vor dem Eintauchen ins Nebelgrau. Ein schöner Frühjahrsskitag geht zu Ende.
13_04_21_zugspitze_22.jpg
 
Netter Bericht! Ich werde die Tage auch nochmal vorbeischaun, dann gibts noch einen vierten Bericht ;-). Glausbt du, das Brunntal erlebt noch das Saisonende?

Bin mal gespannt ob die gelben Hauben die Optik vom Zugspitzgifel auch so empfindlich stören... mich nerven die Dinger auch. Der Wetetrwandeckkopf ist übrigens der Schneefernerkopf. Was haben die Spuren und Fangnetze dort zu suchen?
 
Danke für die schönen Eindrücke.

noisi schrieb:
Glausbt du, das Brunntal erlebt noch das Saisonende? [...] Was haben die Spuren und Fangnetze dort zu suchen?

Das mit dem Brunntal würde mich auch interessieren.
Vielleicht deuten die Fangnetze ja auf einen bevorstehenden Abbau der restlichen Bergstation hin? :nixweiss:
 
noisi schrieb:
Glaubst du, das Brunntal erlebt noch das Saisonende?
Saisonende ist der 1. Mai 2013. Die verbleibenden 6 Tage sollte der Schnee im Brunntal locker überleben - es sei denn, am Platt sind ab jetzt täglich +15°C.

noisi schrieb:
Der Wetterwandeckkopf ist übrigens der Schneefernerkopf.
Öh ... ja ... :oops: "Wetterwandeckkopf" ist nun oben korrigiert. Weiß nicht, wie ich auf den falschen Namen gekommen bin. Danke für den Hinweis.

McMaf schrieb:
Was haben die Spuren und Fangnetze dort zu suchen? [...] Vielleicht deuten die Fangnetze ja auf einen bevorstehenden Abbau der restlichen Bergstation hin? :nixweiss:
Schwer vorstellbar. Für den Abbau hatte man inzwischen 10 Jahre Zeit. Mittlerweile hat die vereinsamte Bergstation Kultstatus. Einen konkreten Grund, sie abzubauen, gibt es - außer umweltethischen Beweggründen - eigentlich nicht. Was die Fangnetze da oben sollen, habe ich mich auch gefragt.
 
Neue Welt Bergstation wird im Sommer abgebaut, man hat mit den Bullys schon eine Serpentinenstrasse gebaut, um jetzt schon anfangen zu können.
 
Danke für die Info! Die steht noch nicht im Forum, oder? Habe jedenfalls weder bei den Zugspitz-News noch im Historientopic dazu etwas gefunden.
 
Moment jetzt. Man fährt mit der Pistenraupe zur Bergstation der Ex-DSB?? Ich dachte, das wäre der Grund für die Stilllegung gewesen, dass die Piste wg. des Gletscherrückgangs zu steil wurde und nicht mehr präparierbar war? Albern..

(Aber ich dachte, die wurde schon letztes Jahr abgebaut, hatte ich wohl einen Beitrag im Forum falsch in Erinnerung)
 
br403 schrieb:
Nein, habe ich dort oben gehört.
D.h. wer die Neue Welt-Bergstation noch mal sehen oder sogar besuchen möchte, hat aktuell die letzte Gelegenheit dazu ... schade.

starli schrieb:
Moment jetzt. Man fährt mit der Pistenraupe zur Bergstation der Ex-DSB?? Ich dachte, das wäre der Grund für die Stilllegung gewesen, dass die Piste wg. des Gletscherrückgangs zu steil wurde und nicht mehr präparierbar war?
Die Abfahrt folgte damals dem Hangverlauf. Und der ist wesentlich steiler als die Serpentinentrasse auf dem Foto, die es m.W. zu Betriebszeiten der Neue Welt-DSB nicht gab. Umkehrschluss: Hätte man schon damals die Serpentinentrasse für Normalskifahrer angelegt (analog der Umgehung der Nebelhorn-Gipfelabfahrt), wäre die Neue Welt-DSB mehr genutzt und nicht stillgelegt worden ... ?
 
De Abfahrt war wohl nicht das Problem. Aufgrund des äußeren Bedingungen hatte die Bahn zuletzt kaum mehr Betriebstage Die Talstation stand vollständig im Gletschereis, was wohl im Zuge des Rückgangs zunehmend für Probleme gesorgt hat. Würde die Bahn noch stehen hätte man sicher mittlerweile das Seil verlängern müssen. Alles in Allem einfach zuviel Aufwand für zu wenig Nutzen.
Schade, die Fahrt mit der Bahn muss genial gewesen sein.
 
Harzwinter schrieb:
br403 schrieb:
Nein, habe ich dort oben gehört.
D.h. wer die Neue Welt-Bergstation noch mal sehen oder sogar besuchen möchte, hat aktuell die letzte Gelegenheit dazu ... schade.

starli schrieb:
Moment jetzt. Man fährt mit der Pistenraupe zur Bergstation der Ex-DSB?? Ich dachte, das wäre der Grund für die Stilllegung gewesen, dass die Piste wg. des Gletscherrückgangs zu steil wurde und nicht mehr präparierbar war?
Die Abfahrt folgte damals dem Hangverlauf. Und der ist wesentlich steiler als die Serpentinentrasse auf dem Foto, die es m.W. zu Betriebszeiten der Neue Welt-DSB nicht gab. Umkehrschluss: Hätte man schon damals die Serpentinentrasse für Normalskifahrer angelegt (analog der Umgehung der Nebelhorn-Gipfelabfahrt), wäre die Neue Welt-DSB mehr genutzt und nicht stillgelegt worden ... ?
Habs nie intensiv verfolgt, aber war nicht ein Grund auch die damals schon nicht mehr weiter auf den schwindenden Gletscher absenkbare Talstation?
Edit: Pistencruiser war schneller :wink:

Anderswo wird sowas regelmäßig als Ziehweg verschrien :wink: Ob sich für so eine "Abfahrt" der Weiterbetrieb sinnvoll gelohnt hätte? Dass es die Aussicht und die Bergfahrt sicher wert gewesen wär steht außer Frage.
 
Die Abfahrt vom Schneefernerkopf ging direkt runter. Die Ziehwege, die jetzt dort gemacht wurden, gab es früher bei der Abfahrt nicht. Die Talstation konnte nicht mehr abgesenkt werden, weil sie wohl im Jahrhundertsommer 2003 den tiefsten Punkt erreicht hatte. Die Abfahrt von oben musste mit einer Winde von oben aus präpariert werden!
 
Wenn man die Bergstation etwas drehen könnte und der Bahn eine neue (gebrauchte) Talstation auf Fels spendieren würde, könnte sie weiter fahren. Mit aktuellster Windenmaschinentechnik sollte auch die Pistenpräparation kein Problem mehr sein. Für die Aussicht und den Höhenmeterzuwachs würde sich das lohnen, skifahrerisch sicherlich nicht, egal ob per Direttissima oder Serpentinentrasse. Aber die BZB wird wohl mit dem Thema "Neue Welt" endgültig abgeschlossen haben.
 
Eine (Neu)Erschließung des Schneefernerkopf würde wohl nur vom Sonn Alpin und dann als Ganzjahresbahn und dann vom Sonn Alpin aus Sinn man. Im Winter könnte man die Abfahrt nutzen, im Sommer Aussichtsgäste befördern. Aber auch die verlangen heute ja schon halbe Freizeitparks wie in Serfaus oder zumindest einen "AlspiX". Die Neue-Welt-Bahn wurde damals nur gebaut, damit man eine Fis-Strecke auf der Zugspitze hatte und dafür braucht es glaube ich mehr als 300 Höhenmeter und die hatte man vom Schneefernerkopf bis ins Brunntal.
 
br403 schrieb:
Neue Welt Bergstation wird im Sommer abgebaut, man hat mit den Bullys schon eine Serpentinenstrasse gebaut, um jetzt schon anfangen zu können.

Ob dieser Weg im Sommer noch existieren wird? Wenn er mit den Bullys "gebaut" wurde, hat man sicher nur Schnee bewegt.
 
Kommt drauf an, wie das Abbaukonzept aussieht. Wenn man so kostengünstig wie möglich demontieren will, wird die gesamte Bergstation in Kleinteile zerteilt, die von den Raupen nach unten geschleppt und mit der Zahnradbahn ins Tal geschafft werden können. Dann dauert die Demontage länger, als wenn man zusätzlich Hubschrauberflüge plant, mit denen größere Teile bewegt werden können.
 
Der weg da rauf ist selbst für Bullys wirklich schmal und relativ steil. Mit Fellen ging da bei mir nix mehr, abschnallen und zu Fuß gehen war angesagt.
 
Schade...eigentlich ist mir so Liftschrott ja egal, aber die Bergstation hatte schon was mystisches. Wäre ich letzten Winter nur nicht nach der Hälfte umgekehrt...
 
Zurück
Oben