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Zugspitze 25_08_10 "Gatterltour"

Der für den 25.08.10 vorhergesagte Keil eines Azorenhochs versprach bestes Bergwetter. Herbstliche Kühle bei morgendlichem Frühnebel, dazu eine angenehm kühle Brise. Ab Mittag dann strahlender Sonnenschein mit noch vereinzelten Wolkenfetzen. Die Wettervorhersage sollte sich genauso bewahrheiten. Beste Voraussetzungen also Deutschlands höchsten Berg mal zu Fuß zu erklimmen.

Für den Aufstieg wählte ich die Route von der Ehrwalder Alm über´s „Gatter´l“, anschließend über die Knorrhütte rauf zum Platt und von dort aus am Schneefernerhaus vorbei über den Westgrat zum Gipfel.

Da die Tour eh lang genug ist und ich mir eine gute Stunde langweiligen Aufstieg über die Fahrstrasse ersparen wollte, schummelte ich ein bisschen und nahm die Ehrwalder Almbahn um dieses Stück zu umgehen. Leider nimmt die Ehrwalder Almbahn erst um 8:30 Uhr ihren Betrieb auf – heute leider sogar erst um 8:40 – was ich persönlich als Startzeit schon als zu spät empfinde. Nun gut – steckt man nicht drin!

Also gut, mit der zweiten besetzten Gondel dann rauf zur Ehrwalder Alm und um 8:50 oben angekommen weiter durchs Skigebiet zur Hochfeldernalm.

Ehrwalder Alm unter der vorausgesagten morgendlichen Wolkendecke


DSB Issental verschwindet im Nebel


Im Westen rissen die Wolken schon auf und das Wettersteimassiv zeigte sich so langsam


Zu beobachten ist, dass die Ehrwalder auch ihre Sommergäste sehr zu schätzen wissen und ihr Skigebiet auch dementsprechend aufräumen und herrichten:
Pistenschilder werden abgebaut…

… Schneilanzen brav an die Seite geklappt :ja:


Noch geht´s im Nebel weiter über sanfte Almwiesen….


… und anschließend über Schutthalden


Innerhalb von Minuten begann es aufzureissen


Die südlich das Gaistal begrenzende Mieminger Kette kommt zum Vorschein


Wegweiser am „Feldernjöchl“


Weiter geht´s „zum Gatterl“
Im Reintal wabert noch der Nebel


Kurze Kraxelstelle zum „Gatter´l“


Blick zurück


Das „Gatter´l“ markiert die Grenze zwischen Österreich und Deutschland




Der erste Blick auf´s Zugspitzplatt und auf den Jubiläumsgrat


„Steiler Zahn“


Weiterer Wegverlauf


Am Pfad zur Knorrhütte:
Hier wird scheinbar jedes Jahr die sog. „Gatterlmesse“ im Angedenken an ein großes Lawinenunglück abgehalten


Die Knorrhütte kommt in Sicht. Oben am Kamm verläuft der Jubiläumsgrat


Wind und Sonne zerfetzen letzte Nebelreste im Reintal


Unterhalb der Talstation des SL Brunntal verläuft der Weg bei nun wolkenlosem Himmel gen Westen. Dahinter der Schneefernerkopf.


Blick rüber zum Hochwanner


Die Knorrhütte


Rückblick zum „Gatter´l“, die kleine Scharte links der Bildmitte


Blick übers Platt zum Schneefernerkopf und ins Wetterwandeck


Wegverlauf. Blick Richtung Knorrhütte (nicht mehr zu sehen)


Weiter geht´s scheinbar endlos durch Moränengelände Richtung Platt.
Zum Glück wehte permanent ein recht starker, ja schon kalter Wind, so dass ich mir sogar ein Fleece überzog. An heissen, windstillen Hochsommertagen muss das hier ein wahrer Glutofen sein.


Blick rüber zum Wetterwandeck mit seinen kläglichen Resteisfeldern. Vorne die Stützen der 6 KSB Sonnenkar.


Rückblick Moränengelände mit einem Teil des Jubilumsgrates


Endlich am Platt angekommen mit den traurigen Resten des nördl. Schneeferners


Weiter geht´s über lockeren Schutt und Schotter übelster Sorte vorbei am Schneefernerhaus zum Einstieg in den leichten Klettersteig zum Westgrat. Diese ca. 150 Hm empfand ich anstrengender als den ganzen Rest des Anstiegs.
Stöcke sind hier sehr hilfreich.


Talstation der Gipfelpendelbahn


Auf Höhe des Schneefernerhauses
Endlich habe ich den Schotter hinter mir gelassen und den Einstieg zum Gipfelklettersteig erreicht




Lawinenverbauungen oberhalb des Schneefernerhauses.


Weiterer Wegverlauf zum Westgrat. Ab hier macht der Aufstieg wieder Spass




Tiefblick ins Sonnenkar


Weiterer Wegverlauf. In etlichen Kehren verläuft der Steig durchgehend versichert bis zum Grat.






Hier hat sogar ein ausgedientes Tragseil noch Verwendung gefunden


Dreifach hält einfach besser


Rückblick




Grenzstein am Grat. Links Deutschland, rechts Österreich


Alter Verhau der TZB


Blick in den „Stopselzieher“. In der Bildmitte die Wiener-Neustädter-Hütte.


Blick über den Grat zurück zum wieder nebelumwaberten Zugspitzeck


Pano Richtung Inntal


Tiefblick zum Sonnalpin


Herrenlose, mit Gaffaband geflickte Schuhe am Grat. Würde mich interessieren, ob der dann auf Socken weitergegangen ist. :lach:


Am Grat mit den Gipfelaufbauten


Richtfunkantennen

Einfahrtstütze der TZB mit BS


Alles gut verdrahtet hier oben


Weiss jemand was dieses spacemäßige Etwas beinhaltet :?:


Tiefblick Eibsee


Vergoldetes Gipfelkreuz auf dem Ostgipfel. Zu beobachten war, dass selbst erfahrene Alpinisten hier oben Ihre Klettersteigsets einhängen. Wahrscheinlich aber mehr aus Angst vor weniger Geübten. Schnell bekommt man hier mal unvermittelt einen Ellenbogen in die Seite geknufft.




Imposanter Tiefblick vom Gipfel auf den Höllentalferner und ins Höllental.
Die Premiumroute auf die Zugspitze.


Blick über den Jubiläumsgrat


Der „Westgipfel“ mit all seinen Aufbauten
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Der Stau beim Gipfelsturm hielt sich heute noch in Grenzen. Mich wundert, dass hier nicht mehr passiert. Hier kraxeln Leute hoch die das erste mal in Ihrem Leben auf einem Berg stehen und der Gipfel ist durchaus ausgesetzt.
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Blick über den Waxensteinkamm ins Loisachtal


Blick über die Ammergauer Alpen ins Flachland


Stütze 3 der TZB


Blick übers Zugspitzeck Richtung Lechtaler Alpen


Nach einer tollen Tour bei richtig gutem Bergwetter ging es dann weiter mit der TZB runter nach Ehrwald und mit dem letzten (!!!) Bus um 17.05 Uhr wieder zur Talstation der Ehrwalder Almbahn.



So langsam wurde mir auch schmerzlich bewusst, dass ich die Sonnencreme, welche ich mir schon am Vorabend extra im Bad zurechtgelegt hatte, wohl besser SOFORT in den Rucksack gesteckt hätte. :evil: :evil: :evil:
 
philipp23 schrieb:
Glückwunsch zu der schönen Tour!
Wie würdest du denn den Klettersteig ab dem Schneefernerhaus charakterisieren?

Wenn der eingeschneit ist, ist das nicht mehr so einfach.
Wie immer, es kommt halt auf die Bedingungen an!
 
Faszinierend an der Höllentalroute ist, so nehme ich an, das Fehlen jeglicher Infrastruktur im Blickfeld während des Aufstiegs. Erst wenn man wirklich unmittelbar am Gipfel steht sieht man dann den Verhau auf der anderen Seite

Ganz stimmt das nicht. Man sieht die Seile der Alpsitzbahn aus einigen Perspektiven. Aber ansonsten hast Du Recht. Ist der schönste Zugspitzaufstieg, wobei ich den Stopselzieher nicht kenne.
 
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