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Zugspitze - Diskussionsthread

Emilius3557 schrieb:
Interessante Spekulationen gibt es hier zu hören...

Der Brunntallift liegt in der Zone C des Alpenschutzplanes

Ist das wirklich so?

Hier die offizielle Karte aus dem LEP, leider ohne Liftinfrastruktur:
https://www.stmwi.bayern.de/fileadm...P_Stand_2018_Anhang_3_-_Alpenplan_Blatt_2.pdf

Der Brunntallift wurde 1983/84 errichtet, damals gab es den "Alpenplan" bereits 12 Jahre. Ich habe niemals bisher von einem Konflikt gelesen, der diesen Lift und den Alpenplan betroffen hätte. Deswegen war ja der Streitfall Riedberger Horn so brisant, weil zum ersten Mal seit 1972 in der Zone C ein Lift gebaut worden wäre.

Ich würde sagen nach Blick ins LEP und den Bayern Atlas, dass der SL Brunntal mit seiner Talstation die Grenze der Zone C gerade erreicht, aber nicht drinnen liegt - denn sonst wäre er nicht genehmigt worden.


Ich kann nur das wiedergeben, was mir das Personal gesagt hat.

Erwähnt wurde jedenfalls, dass der Lift in der Zone C liegt. Vielleicht hätten Umbauarbeiten am Gelände Auswirkungen auf die Zone C?

Auf jeden Fall erscheinen mir die Erläuterungen des Personals sehr plausibel, dass der Weiterbetrieb der 3 Lifte Wetterwandeck, Weißes Tal und Sonnenkar gesichert ist. Diese drei Lifte sind nicht von der Zone C betroffen, aber sehr wohl der Brunntallift.

Jedenfalls sagte man mir, dass die Zone C die Umbauarbeiten verhindert und das Brunntal betroffen ist. Die anderen Lifte liegen alle in der Zone A.
 
Sieht eher so aus als ob Brunntal in Zone A ist. Dennoch schätze ich dass die BZB Geländekorrekturen im Brunntal erst dann macht, wenn wirklich da was neues gebaut werden würde - ähnlich wie seinerzeit beim Wetterwandeck. Sonst hätten die das ja sicher auch schon vor Jahren in Angriff genommen.
 
Das alte Ding steht da rum und frist kein Geld. Wenn's passt läuft er und wenn nicht dann eben nicht.
Also Status quo. Was Neues wird da nicht mehr hinkommen - ganz gleich in welcher Zone da was liegen mag.
 
Ich fahre schon heute nur auf die Zugspitze, wenn Brunntal offen ist. Daher auch nie zum Saisonanfang, sondern eher zum Ende der Saison. Wenn der gar nicht mehr aufmacht, war's das für mich mit Zugspitze. Und im Sommer ist die Zugspitze für mich eh uninteressant.
 
Brunntal hin. Neue Welt her. Am Ende des Tages finde ich es ohnehin sehr verwunderlich, wie sich in der Zugspitzregion die Interessenslagen bei Zuständigen und Touristen entwickelt haben. Man könnte annehmen, dass allseits ein riesiges Interesse am "einzigen Gletscherskigebiet Deutschlands" bestehen würde und daher auch alles darin investiert wird, die Infrastruktur für eine lange Skisaison zu schaffen und auch die entsprechenden Marketing-Maschinen anzuwerfen.

Während sich also knapp X Höhenmeter tiefer am Kreuzwankl-Express oder auf der österreichischen Seite am Ganghofer Blitz die Skifahrer bei teilweise wilden Pistenbedingungen die Ski übereinander schieben, scheint die Zugspitze selbst in dieser Region als Skifahrer-Ziel ein wenig im Schattendasein zu liegen, oder täusche ich mich?

Klar, kann das am Angebot liegen, welches natürlich allein aufgrund der Pistenkilometer auf der Zugspitze nicht allzu hoch ist... aber wenn man allein daran denkt, was der Name "Zugspitze" im Sommer für eine Anziehungskraft hat, um nicht nur Touristen aus fernen Ländern, die im Winter eher rar sind, auf den Berg zu bringen, dann sollte man doch davon ausgehen können, dass eine größere Anstrengung unternommen wird, das Skigebiet wenigstens in seiner jetzigen Form und Ausdehnung aufrecht zu erhalten. Ich kenne mich mit Naturschutz-Richtlinien nicht aus, aber ein Blick in andere Alpenländer legt zumindest die Vermutung nahe, dass mehr möglich wäre, wenn man denn nur wollen würde.
 
SkiPenguin schrieb:
Brunntal hin. Neue Welt her. Am Ende des Tages finde ich es ohnehin sehr verwunderlich, wie sich in der Zugspitzregion die Interessenslagen bei Zuständigen und Touristen entwickelt haben. Man könnte annehmen, dass allseits ein riesiges Interesse am "einzigen Gletscherskigebiet Deutschlands" bestehen würde und daher auch alles darin investiert wird, die Infrastruktur für eine lange Skisaison zu schaffen und auch die entsprechenden Marketing-Maschinen anzuwerfen.

Die Zugspitze war schon immer eher ein Aussichtsgipfel als ein Skifahrmekka, dafür sind die Hänge zu anspruchslos, das Gelände eher uninteressant und das Platt zu kompakt und wenig abwechslungsreich. Ich würde aber die These wagen, dass dank neuer Seilbahn und dank der beiden KSB eher mehr Skifahrer oben sind, als vor 20 Jahren.

Und soweit ich die Kommunalpolitik in Grainau und Garmisch kenne, will kein Verantwortlicher noch mehr Leute am Eibsee, jede Form von Marketing wurde aus diesem Grund zuletzt eingestampft, da zumindest im Sommer da oben die Hölle los ist.

SkiPenguin schrieb:
Ich kenne mich mit Naturschutz-Richtlinien nicht aus, aber ein Blick in andere Alpenländer legt zumindest die Vermutung nahe, dass mehr möglich wäre, wenn man denn nur wollen würde.

Mehr ist natürlich möglich und ich glaube jeder hier im Forum ärgert sich, wie stiefmütterlich mit dem Areal umgegangen wird. Andererseits glaube auch, dass die BZB nach einigen Jahren mit Millionenverlusten zwischen 2000-2015 erst in den letzten Jahren so richtig erfolgreich läuft, wodurch vielleicht manche Entscheidung lange betriebswirtschaftlich gerechtfertigt wurde.
 
Ich bin Ü50 und habe in Kindertagen mit Skifahren auch auf der Zugspitze angefangen.
Sehr gut erinnere ich mich das wir am Schneefernehaus ausgestiegen sind und ich Angst vor dem wenig anfängerfreudlichen Skiweg zu den Plattlifte hatte.
Damals war mehr Gletscher! Da Angebot allerdings war gleich.
Nein, eigentlich sogar besser, mit der Skiabfahrt Tunnelfenster bzw. Riffelriss.
Wenn ich überlege wie lange man den Wintersportlern den Schlepplift Sonnenkar zugemutet hat, da stand nun wirklich schon überall anders moderne Sesselbahnen.

Im Tal hört man immer wieder das die Hotels nicht zufrieden mit den Übernachtungszahlen sind.
Das Problem wird sich dann ja wohl eher verschärfen- eine Zugspitze ohne jeden (Winter)sportlichen Anspruch habe ich in einem Vormittag gesehen, dafür muss ich ich dort nicht nächtigen.

Grundsätzlich würde ich mir ein anderes Vorgehen wünschen. Man könnte am schwindenden Gletscher Systeme zu deren Abdeckung bzw. Bescheinung erforschen.
Ein Testgelände für Technik am Berg- schließlich ist Deutschland doch im Maschinen- und Anlagenbau immer noch führend.
Der Klimawandel bietet auch Chancen- für die die sie nutzen. Wir als Deutsche stellen uns aber lieber als Mahner auf und versuchen die Welt zu bekehren.
Frei nach D. Nuhr, in China werden über 150 neue Flughäfen gebaut, wir in Deutschland glauben an das Fahrrad.

Es sind solche Gründe die uns nicht mehr nach Garmisch oder Grainau fahren lassen. Die Überheblichkeit alles besser zu wissen und sowieso empfindet man zahlende Touristen eher als störend. Sollen sie halt nehmen was da ist. Wir hatten dort immer mindestens eine Woche Wintersport gebucht, der Umsatz geht seit der Nach-Corona-Phase woanders hin (Österreich).
 
Was soll man denn da oben machen?
Beschneiung, selbst wenn erlaubt und durchsetztbar, wäre für das dort Gebotene nur mit übertrieben großem Aufwand möglich, da kein Wasser und Karstgelände. Für solche Wolkenschlösser nimmt niemand Geld in die Hand. Zumal mit dem Status Quo übers Jahr gesehen prima verdient wird.
Wie oben geschrieben, lebt die Zugspitze skifahrerisch nicht von spektakulären Pisten sondern vom Flair im Spätwinter/Frühjahr. Hochalpines Feeling gleich am Alpenrand, fantastischer Blick, der Sonne zugeneigte Pisten, usw. die dann meistens auch über gut Schnee verfügen der sich über den Winter kumuliert hat. Selbst der kuriose Gipfelverhau ist Bestandteil des Erlebnisses. Genusskifahren eben und dafür reicht das derzeitige Angebot völlig aus. Wer rasante Steilabfahrten und skifahrerische Herausforderungen sucht ist da eh völlig falsch.
 
Und die Riffelriss-Abfahrt gibt es immer noch.
 
Willkommen zurück, Sauerland 6CLD...
Mit dem abdecken der kläglichen Eisreste wird man kein Skigebiet aufwerten...
 
Die Zugspitze funktioniert so wie sie ist und das gut.
 
Victorfoxi schrieb:
Ich bin Ü50 und habe in Kindertagen mit Skifahren auch auf der Zugspitze angefangen.
Sehr gut erinnere ich mich das wir am Schneefernehaus ausgestiegen sind und ich Angst vor dem wenig anfängerfreudlichen Skiweg zu den Plattlifte hatte.
Damals war mehr Gletscher!
Wann ist man denn noch zum Schneefernerhaus gefahren und hatte von dort aus eine Piste?

Victorfoxi schrieb:
Da Angebot allerdings war gleich. Nein, eigentlich sogar besser, mit der Skiabfahrt Tunnelfenster bzw. Riffelriss.
Riffelriss gibt es wie gesagt noch, bin ich 2019 selbst gefahren.
Was es natürlich nicht mehr gibt: Gletscherseelifte und Neue Welt.

Victorfoxi schrieb:
Wenn ich überlege wie lange man den Wintersportlern den Schlepplift Sonnenkar zugemutet hat, da stand nun wirklich schon überall anders moderne Sesselbahnen.
Das stimmt nicht. Gerade in Gletschernähe sind Schlepplifte nach wie vor sehr weit verbreitet, wenn du mal auf die Tiroler Gletscher schaust.
Geht auch gerne noch etwas konkreter, mal am Beispiel von Sölden:
2004: 6KSB Seiterkar, ersetzte 3SB
2005: 6KSB Stabele, ersetzte DSB
2008: 8KSB Giggijoch, ersetzte 3SB
2014: 6KSB Wasserkar, ersetzte 3SB
2019: 10MGD Hochsölden, ersetzte DSB

Also selbst in einer namhaften Destination wie Sölden bestanden zum Zeitpunkt des Baus der 6KSB Sonnenkar noch mehrere fixe Sesselbahnen. Am Gletscher sind zudem noch immer 3 SL in Betrieb.

Victorfoxi schrieb:
Im Tal hört man immer wieder das die Hotels nicht zufrieden mit den Übernachtungszahlen sind.
Das Problem wird sich dann ja wohl eher verschärfen- eine Zugspitze ohne jeden (Winter)sportlichen Anspruch habe ich in einem Vormittag gesehen, dafür muss ich ich dort nicht nächtigen.
Das ging mir auch so, darum habe ich auch einige andere Skigebiete um Garmisch besucht und so dann doch eine knappe Woche dort verbracht. Wenn die Naturschneelage passt, geht das.
Der Fokus für die Beherbungsbetriebe wird allerdings wohl eher nicht mehr auf dem Winter liegen.

Victorfoxi schrieb:
Grundsätzlich würde ich mir ein anderes Vorgehen wünschen. Man könnte am schwindenden Gletscher Systeme zu deren Abdeckung bzw. Bescheinung erforschen.
Derartige Systeme sind ja an anderen Gletschern, insbesondere in Österreich, bereits rege in Verwendung. Also Abdeckung mit weißen Planen, Beschneiung mittels Lanzen/Schneekanonen und Scherbeneis zur Abdeckung der Bereiche abseits des Gletschers.
Man muss sich natürlich auch bewusst sein, dass sämtliche 5 Tiroler Gletscher in 1,5-2,5 h von Garmisch aus zu erreichen sind und somit außerhalb der Öffnungszeiten der Winterskigebiete durchaus eine ernstzunehmende Konkurrenz bilden.
Würde die Zugspitze im Harz stehen, hätte man da ganz andere Voraussetzungen, was die Marktsituation betrifft.
Aber bedingt durch betriebswirtschaftliche und naturschutzrechtliche Zwänge ist eben nicht viel mehr möglich als aktuell. Ansonsten wären sicher auch eine leistungsstarke Beschneiungsanlage und eine Verbindung mit dem Classic-Gebiet machbar.

Victorfoxi schrieb:
Ein Testgelände für Technik am Berg- schließlich ist Deutschland doch im Maschinen- und Anlagenbau immer noch führend.
Was für Technik sollte man dort denn testen?

Victorfoxi schrieb:
sowieso empfindet man zahlende Touristen eher als störend.
Das ist bei der einheimischen Bevölkerung, die nicht oder höchstens mittelbar am Tourismus hängt, durchaus verbreitet, auch in anderen Gegenden.
 
Man hat doch am Platt recht früh angefangen mit Abdeckung zu arbeiten, oder habe ich das falsch in Erinnerung? Wir hier sollten wissen, dass es was bringt, aber das Sterben eines Gletschers bestenfalls verzögert.
 
GIFWilli59 schrieb:
Ansonsten wären sicher auch eine leistungsstarke Beschneiungsanlage und eine Verbindung mit dem Classic-Gebiet machbar.


Selbst dann, wenn es keinerlei naturrechtliche Zwänge gäbe, wäre eine Verbindung des Zugspitzplatts mit Garmisch Classic ökonomisch völlig illusorisch.

Und selbst dann, wenn Geld überhaupt keine Rolle spielte, wäre es technisch eine Herausforderung das Zugspitzplatt mit Garmisch Classic zu verbinden.

Eine Verbindung über das Reintal ist ausgeschlossen. Abgesehen davon, dass man nur an wenigen Tagen im Jahr das Reintal mit Skiern durchqueren kann, ist das dann eine ausgewachsene Skitour und hat nichts mit Pistenskilauf zu tun, zumal es im Reintal einige Gegensteigungen gibt. Eine Skitour vom Zugspitzplatt durch das Reintal nach Garmisch-Partenkirchen machen wirklich nur totale Skitourenfreaks, abgesehen davon, dass das nur an wenigen Tagen im Jahr überhaupt geht.

Also müsste die Verbindung des Zugspitzplattes mit Garmisch Classic über den Jubiläumsgrat geschehen. In dem Fall käme aber zwischen Sonnalpin und Osterfelderkopf nur eine 3S-Bahn in Frage, was technisch sicherlich machbar ist, aber durchaus eine technische Herausforderung wäre. So eine Anlage würde mindestens 70 M€ kosten. Vermutlich braucht man für diese Anlage vier Fachwerkstützen, wobei die Logistik, diese vier Fachwerkstützen zu erstellen, extrem aufwendig wäre, da man nicht an eine einzige der vier Fachwerkstützen eine Forststraße bauen kann, sodass sämtliche Materialien alle mit Hubschraubern eingeflogen werden müssten. Schätzungsweise würde jede der vier Fachwerkstützen eine Masse von ca. 200 Mg haben, sodass die Hubschrauberrechnung extrem teuer wäre.

Abgesehen davon, dass das ökonomisch niemals rentabel wäre, bekäme man so ein Projekt noch nicht einmal im Ansatz naturrechtlich durch.

Das Maximum, aber auch wirklich das Maximum, was ginge, wäre eine PB oder 3S zwischen Osterfelderkopf und Alpspitzgipfel, nebst einer Beschäftigungsanlage zwischen Alpspitzgipfel (2628 m) und Alpspitzschulter (ca. 2200 m), mit Geländeabtragungen ggf. auch zwischen Alpspitze (2628 m) und Stuibensee (1900 m).

_____________


Es bleibt dabei: Wenn etwas erneuert wird, dann wird der Schlepper Weißes Tal durch ein 6er-Sessel ersetzt, aber sonst passiert nichts. Und selbst der Neubau des Lifts Weißes Tal als 6er-Sessel ist keinesfalls sicher.
 
Machen die Beispiele Kaunertal und Pitztal nicht klar, dass es mit anständigen Depots (mit Abdeckung) möglich ist, zuverlässig starten zu können ( sicherer als Beschneiung und Schnee hat es am Platt ja meist mehr als genug).
Es sollte doch gerade aus dem Münchner Raum genug Potenzial vorhanden sein, wie jetzt Anfang November zu starten!
Auf BR 24 gab´s Bericht über das Skifahren Ende Oktober am Platt in den 60igern!
Da war die Hölle los!
Wie ist denn jetzt die Auslastung Anfang der Saison?
 
neige2 schrieb:
Auf BR 24 gab´s Bericht über das Skifahren Ende Oktober am Platt in den 60igern!
Da war die Hölle los!
Wie ist denn jetzt die Auslastung Anfang der Saison?
Ich denke die Antwort ist einfach, wie viele Gletscherskigebiete gab es damals in Österreich?
 
Victorfoxi schrieb:
Ich bin Ü50 und habe in Kindertagen mit Skifahren auch auf der Zugspitze angefangen.
Sehr gut erinnere ich mich das wir am Schneefernehaus ausgestiegen sind und ich Angst vor dem wenig anfängerfreudlichen Skiweg zu den Plattlifte hatte.
Damals war mehr Gletscher! Da Angebot allerdings war gleich.
Nein, eigentlich sogar besser, mit der Skiabfahrt Tunnelfenster bzw. Riffelriss.
Wenn ich überlege wie lange man den Wintersportlern den Schlepplift Sonnenkar zugemutet hat, da stand nun wirklich schon überall anders moderne Sesselbahnen.

Im Tal hört man immer wieder das die Hotels nicht zufrieden mit den Übernachtungszahlen sind.
Das Problem wird sich dann ja wohl eher verschärfen- eine Zugspitze ohne jeden (Winter)sportlichen Anspruch habe ich in einem Vormittag gesehen, dafür muss ich ich dort nicht nächtigen.

Grundsätzlich würde ich mir ein anderes Vorgehen wünschen. Man könnte am schwindenden Gletscher Systeme zu deren Abdeckung bzw. Bescheinung erforschen.
Ein Testgelände für Technik am Berg- schließlich ist Deutschland doch im Maschinen- und Anlagenbau immer noch führend.
Der Klimawandel bietet auch Chancen- für die die sie nutzen. Wir als Deutsche stellen uns aber lieber als Mahner auf und versuchen die Welt zu bekehren.
Frei nach D. Nuhr, in China werden über 150 neue Flughäfen gebaut, wir in Deutschland glauben an das Fahrrad.

Es sind solche Gründe die uns nicht mehr nach Garmisch oder Grainau fahren lassen. Die Überheblichkeit alles besser zu wissen und sowieso empfindet man zahlende Touristen eher als störend. Sollen sie halt nehmen was da ist. Wir hatten dort immer mindestens eine Woche Wintersport gebucht, der Umsatz geht seit der Nach-Corona-Phase woanders hin (Österreich).

Mit der Abdeckung von einzelnen Teilen des Gletschers hat man schon, meines Wissens nach, vor 11 Jahren aufgehört. Das ist nur eine variable, wie man den Betrieb auf Gletschern ein wenig verlängern kann. Die Verantwortlichen sahen da wohl schon 2012 keinen Sinn mehr darin verständlich, bei dem kläglichen Rest. Das war der Schnee ferner auch schon 2012
 
ThomasK schrieb:
Das ging mir auch so, darum habe ich auch einige andere Skigebiete um Garmisch besucht und so dann doch eine knappe Woche dort verbracht. Wenn die Naturschneelage passt, geht das.
Der Fokus für die Beherbungsbetriebe wird allerdings wohl eher nicht mehr auf dem Winter liegen.
Das haben wir auch immer so gemacht- wir sind ziemlich oft nach Seefeld, oder Lermoos gefahren.
Inzwischen fahren wir in Stubaital, dort sind die Möglichkeiten besser, die Hotels haben noch ein einigermaßen normales Preis/ Leistungsverhältnis und für die Shopping Queens fahren wir am letzten Tag noch nach Innsbruck, dann haben wir alle zufrieden gestellt.
Wenn man sich es in GAP leisten kann eine Saison herzuschenken, dann bestätigt das unsere Endscheidung!


GIFWilli59 schrieb:
Wann ist man denn noch zum Schneefernerhaus gefahren und hatte von dort aus eine Piste?

Bis 1988 wo der zweite Tunnel zum heutigen Sonnalpin in Betrieb ging.
Ein wirkliche Piste gab es nicht- eher ein unpräparierter Ziehweg der dann auf das Platt führte.
Dabei aber bitte immer in Erinnerung behalten das der Gletscher zu dieser Zeit noch zwei Doppelschlepplifte ermöglichte die auf Eis standen.

icedtea schrieb:
Man hat doch am Platt recht früh angefangen mit Abdeckung zu arbeiten, oder habe ich das falsch in Erinnerung? Wir hier sollten wissen, dass es was bringt, aber das Sterben eines Gletschers bestenfalls verzögert.

Ich habe mich missverständlich ausgedrückt- darum ging es mir auch nicht!
Die großen Abdeckaktionen, die teilweise Thema in der 20 Uhr Tagesschau waren, war in Wirklichkeit ein hilfloser Versuch mit LKW Planen den Schnee um eine! Stütze des Schleppliftes zu retten. Das war schon damals recht unprofessionell.
Das kann ja nicht die technische Antwort auf das Problem des Abschmelzens nicht nur des Zugspitzgletschers sein.
Selbst das heutige Verfahren mit Spulen an den Pistenfahrzeugen und die Abdeckungen selbst sind nicht wirklich eine rationale Lösung.
Hier sollte das Fraunhofer mit Unterstützung der Industrie mal Lösungen endwickeln wie man das zukünftig rationaler/ besser bewerkstelligen könne.
Reflektierende Elemente die sich stromlos mit FGL Technik der Sonne anpassen- what ever, das muss besser gehen!
 
Kleine Anmerkung: Das erste Zitat ist eigentlich von mir, nicht von ThomasK.
 
Die Sommersaison lief noch bis Anfang November (Herbstferien in Bayern). Aktuell läuft die Revision sämtlicher Anlagen inklusive Zugspitzbahn. Es wurde hier ja schon mehrfach gesagt, dass der Sommertourist für die Zugspitze wichtiger oder gewinnbringender ist. Wenn man aber das Sommergeschäft noch bis Ende Oktober / Anfang November mitnehmen möchte, dann bleibt ja gar keine andere Möglichkeit, als im November die Revisionen durchzuführen. Daher kann alleine aus diesem Grund die Skisaison nicht Anfang November oder gar schon im Oktober beginnen. Ja, das war früher mal anders, aber so sind halt jetzt die Prioritäten.
 
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