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Zukunft der Mobilität!?

Deswegen wäre für einen Großteil der Pendler ein ordentlicher ÖPVN ja auch viel sinniger als Individualverkehr.

Da wäre es doch viel angenehmer, diese unproduktive Zeit angenehmer zu nutzen, sei es mit Zeitung lesen, eine Serie schauen, ein Nickerchen machen oder sogar produktiv in Form von Arbeit zu nutzen

Das haben Zugfahrer schon seit Jahrzehnten ... und wenn die deutsche Bahn endlich mal auf die Spur kommen würde, hätten das auch schon viel mehr Menschen mitbekommen. Langstrecke ist im Zug eh um Äonen angenehmer. Und dazu noch schneller und billiger. Da gehören schon einige CSU Verkehrsminister dazu um die Win-Win Situation zu versauen ...
 
Aber es gibt nun einmal Verbindungen, gerade auf dem flachen Land, wo der ÖV schlicht nicht konkurrenzfähig ist, weder von der Zeit, noch von der Frequenz her. Da ist dann das (selbstfahrende) Auto über bestimmte Distanzen (darunter wäre auch ein E-bike eine Option) schon fast alternativlos. Natürlich wäre es dann sinnvoll, das Auto nur bis an die Agglo-Grenze zu einem P+R zu benutzen und dann auf den ÖV umzusteigen, aber wer schon im Auto sitzt fährt nun einmal im Normalfall bis ans Ziel durch.

Zusätzlich kann durch selbstfahrende Autos die Kapazität von Strassen ohne weitere Ausbauten deutlich gesteigert werden, da dichter aufgefahren werden kann.
 
Wurzelsepp schrieb:
Aber es gibt nun einmal Verbindungen, gerade auf dem flachen Land, wo der ÖV schlicht nicht konkurrenzfähig ist, weder von der Zeit, noch von der Frequenz her. Da ist dann das (selbstfahrende) Auto über bestimmte Distanzen (darunter wäre auch ein E-bike eine Option) schon fast alternativlos. Natürlich wäre es dann sinnvoll, das Auto nur bis an die Agglo-Grenze zu einem P+R zu benutzen und dann auf den ÖV umzusteigen, aber wer schon im Auto sitzt fährt nun einmal im Normalfall bis ans Ziel durch.

Zusätzlich kann durch selbstfahrende Autos die Kapazität von Strassen ohne weitere Ausbauten deutlich gesteigert werden, da dichter aufgefahren werden kann.

Wobei es auf dem Land in der Regel wenig Stau gibt was die ganze Lage doch etwas entzerrt, da kann ich auch selber fahren. Ich habs in der Tat als Student lange so gemacht dass ich nur 10 Kilometer mit dem Auto zum nächsten Kleinbahnhof gefahren bin und dann mit dem Zug weiter zur Uni. Das waren dann 10 Minuten Autofahrt, mit dem Bus hätte das alleine eine Stunde gedauert weil der Bus erstmal alle Käffer abgesammelt hat bevor er mal zum Ort mit dem Bahnhof kam. Ich hatte das Pech am Anfang der Kette zu wohnen. In wie weit das autonome Auto da ein Vorteil gegenüber dem konventionellen wäre ist wohl gerade auf dem Lande zimlich individuell zu bewerten.
 
Wooly schrieb:
skifam schrieb:
Auch wenn kommunistische Träumer sich das wünschen - Geld regiert die Welt und für Geld tun die alles.

Leider kostet die Natur nix.....

ich befürchte genau das, daß die Schulden dann wieder verstaatlicht werden ... wie eigentlich immer. Aber wenn man natürlich resigniert hat ist es vielleicht einfacher ...

Wie solltest anders sein? Es war noch nie anders. Hans zahlt immer

Wenn ich resignieren würde, würde ich hier nicht posten.


Die Ziele mögen sogar gleich sein....Du glaubst nur leider an andere, m.E. schlechtere, Wege.....
 
Also autonomes Fahren und Mobilfunkt sind ja zwei Sachen die sich ausschließen, oder wie soll ein Tesla durch die Wüste in den USA kommen?
 
:D :D
Das können wir uns als Magentaverwaltungsdeutsche kaum vorstellen, da sogar im ostasiatischen Dschungel oder in Sibirien der Empfang besser ist ... Bei, und jetzt kommt es: geringeren monatlichen Kosten.....
 
Mag alles sein, aber eben nicht überall in den USA z. B.
 
Ich glaube dass wir bei "autonomem Fahren" sowieso nicht alle vom selben sprechen.
Die meisten verstehen darunter wohl "eigenständig und selbsagierend, jedoch nicht fremdgesteuert". Gehen kann sowas aber nur "zwar fahrerlos" aber in einem Gesamtsystem integriert und von diesem gesteuert.
Das erste kann nicht funktionieren weil jedes Individuum nur auf seinen eigenen Vorteil schaut und ohne ständige online Verbindung sämtlicher aktiver Nutzer geht auch das zweite nicht.
 
Noch ein Missverständnis:
Autonomes fahren wird für den individual Autoverkehr eine deutlich geringere Bedrohung sein als für den ÖPNV.
Viele Leute die heute ein Auto haben, werden das in Zukunft auch noch haben wollen. Sei es damit sie immer 100% unabhängig sein wollen, oder nur weil sie ihr Fahrzeug nicht mit anderen Menschen teilen wollen.
Ob das Auto dann in Zukunft teilautonom oder ganz autonom unterwegs sein wird, ist dabei gar nicht von Belang, weil diese Menschen weiterhin ihr eigenes Auto vor der Türe haben werden.
Ein Teil der aktuellen Autobesitzer wird aber zukünftig kein eigenes Auto mehr besitzen wollen, sobald autonome Auto-Taxis on demand zur Verfügung stehen werden, die den Nutzer zu Hause abholen und direkt zum Ziel bringen. Die Art der Nutzung (Punkt zu Punkt, wann immer ich will) ändert sich dabei nicht.
Den größten Kannibalisierungseffekt werden autonome Auto-Taxis (oder wie man die auch immer nennen mag) beim ÖPNV auslösen.
Warum soll ein Bus-, Straßenbahn- oder Zugnutzer zukünftig noch zur Haltestelle laufen, dort auf ein ÖPN-Verkehrsmittel warten, während der Fahrt dann ggfs. ein oder mehrfach umsteigen und das Verkehrsmittel mit weiteren Wartezeiten wechseln, um dann am Ende von der letzten Haltestelle zu seinem eigentlich Zielt zu laufen? Das werden viele ÖPNV Nutzer nicht mehr machen, wenn sie jederzeit ein autonomes on demand Vehikel ordern können, dass sie dann viele schneller, komfortabler und direkt zum endgültigen Ziel bringen wird.
Das einzige was dagegen spricht, sind ggfs. höhere Kosten aber auch diese Kosten werden sinken (24h Einsatz, Strom betrieben, kein Fahrer etc.) und nicht mit einen herkömmlichen Taxi heute, sondern eher mit dem ÖPNV Kosten vergleichbar sein.

Viele ÖPNV Betreiber haben das bis heute nicht realisiert und denken immer noch dass autonome Vehikel eine Bedrohung für das klassische Auto heute ist...
 
^^Was aber dann bedeuten würde dass viel mehr
( nicht ausgelastete? ) Vehikel gleichzeitig im Gesamtsystem unterwegs wären oder in dieses hinein möchten. Nun kann natürlich ein solches System optimal steuern, Lücken füllen und damit Taktzeiten verkürzen. Irgendwann ist aber dann auch damit voll, sofern denn ein System auf den heute schon überlasteten Verkehrsachsen überhaupt die nötigen neuen Kapazitäten schaffen kann um die neuen Teilnehmer ohne Wartezeiten zu integrieren.
 
Die iIee ist gut und auch der Kannibalisierungseffekt für den ÖPNV würde dann sicher auch erfolgen...
ABER
San Francisco zeigt, dass es keineswegs einfach ist, es finanziell einen sehr langen Atem seitens der Anbieter bräuchte und wiedermal, wenn das alles klappt, nur für den wohlhabenden Metropolenbewohner gehen wird.

Übrigens:
In Berlin hat das eigentlich gute Konzept des "Berlkönig" (einfach mal googeln..)gezeigt wie es ginge - gerade in der Nacht für die Bezirke mehr als 10km vom Brandenburger Tor entfernt....
aber die finanzielle Realität sorgte für eine Einstellung....

Natürlich wäre das alles ohne Personal in ferner Zukunft kostenärmer....und bei der grassierenden politisch geförderten Arbeitsfaulenzia in D auch der einzige Weg....



Gute Ideen sind eben zuerst und oft zuletzt immer nur gute Ideen :wink:



PS: war der Kommunismus im Prinzip ja auch, auf dem Papier - ohne Menschen.... :lach:
 
Autonomes Fahren in Österreich: Wörgl bekommt Robotertaxi

Das autonom fahrende Taxi, hergestellt von Virtual Vehicle aus Graz, wird ab dem kommenden Jahr auf ausgewählten Routen in Wörgl unterwegs sein. Aufgrund der aktuellen Gesetzeslage in Österreich wird stets eine Person am Fahrsitz anwesend sein, um die Sicherheit zu gewährleisten. Wie gut diese Software ist, wird sich erst zeigen, wenn nicht nur ein Robotaxi unterwegs ist, sondern eine Flotte (siehe Meldung weiter unten).

Bericht von ORF Tirol: https://youtu.be/U5lhty8iYT0?si=_AAXTsBvyPuQE0Ze Zeitbedarf: 3:22 Minuten

Im Jahr 2024 sollen in Friedrichshafen autonomer Bus mit 15 Sitzplätze zum Einsatz kommen, mit bis zu 80 km/h.

In Friedrichshafen ist geplant, auf festen Routen einen Linienbetrieb umzusetzen. Das beinhaltet in einem ersten Schritt rein innerstädtische Anwendungen sowie in einem zweiten Schritt auch das Befahren von Überlandstrassen mit Shuttle-Bussen. Hierfür ist eine Shuttlegeschwindigkeit im automatisierten Betrieb vorgesehen, die eine Integration in den fliessenden Verkehr („Mitschwimmen“) innerorts bzw. ausserorts auf ausgewählten Landstrassen mit reduzierter, zulässiger Höchstgeschwindigkeit erlaubt. Dabei sollen die automatisierten Fahrzeuge im Mischverkehr mit allen übrigen Verkehrsmitteln eingesetzt werden.
Quelle: https://www.projekt-rabus.de/Die-Reallabore/
Fahrzeug Hersteller: https://www.zf.com/site/ats/de/ats.html


Die Robotaxis vom Unternehmen Cruise haben diesmal in Austin, der Hauptstadt des US-Bundesstaates Texas, für einen veritablen Stau gesorgt. Das gleiche Theater wie zuvor in San Francisco vor einem Monat. Es scheint, dass diese Fahrzeugsteuerung mehr Probleme hat als die vom Waymo.
Info: https://www.krone.at/3119120

Eine erste Studie von Swiss Re (Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft) zeigt, dass autonome Autos von Waymo (Google-Schwester) sicherer sind als von Menschen gesteuerte Fahrzeuge.

Die Studie betont, dass Versicherungsdaten besser geeignet sind, um autonome und menschlich gesteuerte Fahrten zu vergleichen als Polizeiberichte, da Versicherungsmeldungen genauer und standardisierter sind. Dies ist die erste Studie, die diese Methode verwendet hat, um die Sicherheit autonomer Fahrzeuge zu bewerten.

Die Untersuchung basiert auf Datenbanken mit Haftansprüchen aus Autounfällen und vergleicht Fahrten mit autonomem und menschlichen Fahrenden, wo auch in der gleichen Stadt unterwegs waren. Während 3,8 Millionen Meilen autonomer Fahrten von Waymo keine Körperverletzungsansprüche verzeichneten, lag der Wert für menschlich gesteuerte Fahrzeuge bei 1,11 Schäden pro Million Meilen. Im Bereich der Sachschäden erreichte Waymo einen Wert von 0,78 Schäden pro Million Meilen, während menschliche Fahrer bei 3,26 Schäden pro Million Meilen lagen.

Comparative Safety Performance of Autonomous- and Human Drivers:
A Real-World Case Study of the Waymo One Service
Studie: https://arxiv.org/ftp/arxiv/papers/2309/2309.01206.pdf
abgerufen am 23.09.2023
 
Betrachtungen zu Eisenbahn Neubauprojekten in Norddeutschland Hannover – Hamburg und Hannover – Bielefeld oder Verkehrswende nicht vor meiner Türe.

Nachdem am Mittwoch unter anderem der NDR gemeldet hatte, dass eine Bahn-Neubaustrecke Hamburg-Hannover vom Tisch sei, hat das Bundesverkehrsministerium auf CZ-Anfrage diese Meldung dementiert. "Entscheidend ist die Frage der künftig nötigen Kapazität, um die ambitionierten Verlagerungs- und Klimaschutzziele zu erreichen", sagte ein Sprecher. "Antworten darauf sollen im Dialog mit Land, Kommunen und Bürgern erarbeitet werden." Planung und Umsetzung der für 2029 geplanten Generalsanierung und das Dialogverfahren würden sich parallel abwickeln lassen, sodass es nicht zu derzeit kursierenden langjährigen Verzögerungen beim Ausbau der Kapazitäten zwischen Hannover und Hamburg kommen müsse.

Qualität der Planungen der Deutschen Bahn AG

Anders als in früheren Planungsprozessen (Y-Trasse, Stuttgart 21, Karlsruhe – Basel) plant die Deutsche Bahn AG auf der Grundlage fahrplanbasierter Vorgaben des Deutschlandtakts und verwendet bei der Findung von Trassen eine umfassende, weiträumige Analyse aller massgeblichen Raumwiderstände und der umfassenden Prüfung von Alternativen. Ermöglicht wird das heutige Planungsverfahren durch eine flächendeckende Bestandsaufnahme in digitaler Form, die mit hochentwickelnden Planungstools den Vergleich von vielen Varianten in sehr kurzer Zeit ermöglicht. Ergänzend werden zu Einzelfragen der Machbarkeit Fachgutachten eingeholt. Damit wird bereits in
der Vorplanung eine Qualität erreicht, die so gut wie gerichtsfest ist. Die Vorstellungen über die Arbeitsweise der DB, die bei Kritikern der Neubauprojekte vorhanden sind, sind hingegen auf dem Stand der 1990er Jahre stehengeblieben und ignorieren die Fortentwicklung und werden durch Verschwörungserzählungen ergänzt.

Bürgerinitiativen fordern stattdessen

Für Hannover – Bielefeld nur den Ausbau der Bestandsstrecke Hannover – Minden mit einer
Fahrzeit von mehr als 41 Minuten,

Für Hamburg – Hannover den Verzicht auf eine Neubaustrecke und lediglich ein drittes Gleis
Lüneburg – Uelzen.

Aus niedersächsischer Sicht ist ein Deutschlandtakt allerdings auch mit einem Ausbau möglich, wie das dortige Verkehrsministerium betonte. Mit welcher Geschwindigkeit man beispielsweise zwischen Hamburg und Hannover unterwegs sein werde, spiele eine nachgelagerte Rolle.

Der Hamburger CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß forderte die Bundesregierung auf, am Deutschlandtakt festzuhalten. "Besonders der SPD scheinen die lokalen Partikularinteressen von Lars Klingbeil bisher wichtiger gewesen zu sein als der Klimaschutz und leistungsfähige Bahnstrecken - so darf es nicht weitergehen", sagte der Unionsobmann im Verkehrsausschuss des Bundestages. SPD-Chef Klingbeil, durch dessen Wahlkreis eine Neubaustrecke führen würde, hatte sich gegen einen Neubau ausgesprochen.

Keine Bürgerinitiative und kein anderer Kritiker der Neubauprojekte (Hesse, Vieregg, Dörsam, Stefan Schröder, Breimeier) hat bisher eine Fahrplanberechnung vorgelegt, die Integration anderer Fahrzeiten für den Fernverkehr und den Güterverkehr in den Deutschlandtakt nachweist. Alle bisherigen Vorschläge sind rudimentär und ignorieren Fahrplanprobleme und Wirkungen, die ausserhalb ihres Blickwinkels liegen.

Projekt-Seite der Deutschen Bahn AG: https://www.hamburg-bremen-hannover.de/home.html und https://www.hannover-bielefeld.de/

Gedanken dazu vom YouTuber BahnBerichtBayern aus dem Süden von Deutschland.
Filmtitel: Aus und vorbei? Überlebt der Deutschlandtakt?: https://youtu.be/C_7aVl5K534?si=LoAOdQKYokHhXN-M Zeitbedarf: 8:37 Minuten
Der YouTuber Gustav Richard ein Norddeutscher hat dazu dieser Film gemacht, mit dem Titel:
Absurdistan „Alpha-Land“ Niedersachsen: https://youtu.be/RaLuwNRnPqQ?si=sSOsBfUHzkScqTnd Zeitbedarf: 17:41 Minuten

Die Schweizer Güterwaren Verantwortliche richten sich vermehrt in Richtung Hafen Genua aus für ihre Warenströme.
Dazu gibt es Hinweise vom YouTuber Eisenbahn in Ö, D, CH im Film mit dem Titel: Kaum noch ICE in die Schweiz? - SBB zieht Schlussstrich | Das läuft schief und so wird es besser
https://youtu.be/xHJhjQHVZ7Q?si=4cXekzoosJg5NaNZ Zeitbedarf: 10:29 Minuten

Weiterer Quellen: https://www.abendblatt.de/hamburg/a...ierung-Generalsanierung-reicht-nicht-aus.html
https://www.cz.de/celler-land/celle...strecke-durch-landkreis-celle-nicht-vom-tisch
https://www.schiene.de/news-5093/Generalsanierung-von-Hannover-Hamburg-kommt-2029.html
Fakten zu Bahn-Neubauprojekten Hamburg – Hannover und Hannover - Bielefeld zugleich Stellungnahme zu „Gemeinsamer Beschluss der Landesgruppen NRW und Niedersachsen/Bremen
vom 15. Juni 2023“ 21. September 2023
https://neubaustrecke-bielefeld-hannover.de/Download/Fakten-zu-Neubaustrecken.pdf
 
Da gibt es in der Lüneburger Heide so einen Kevin Kühnert 🤷‍♂️🙈
 
gfm49 schrieb:

Cruise verliert Erlaubnis für Betrieb von Robotaxis auch, weil sie nicht alle Kameraaufzeichnungen ausgehändigt haben vom Unfallereignis.

Darüber hinaus habe man für zwei weitere Fälle Videomaterial auf öffentlich zugänglichen Internetseiten gefunden, insgesamt geht es also um vier Vorfälle. Dabei wurden demnach mindestens zwei Personen verletzt. Das Ausmass des Problems und mögliche Sicherheitsrisiken sollen jetzt untersucht werden, schreibt die Behörde.

Laut den eingegangenen Unfallmeldungen geht es in einem Fall um ein Cruise-Taxi, das an einer roten Ampel gewartet hat. Nachdem die auf Grün umgeschaltet wurde, habe sich das Fahrzeug in Bewegung gesetzt, als eine Person die Strasse betreten hat. Die wurde demnach von einem weiteren Fahrzeug gestreift und vor das autonome Taxi gestossen. Trotz einer aggressiven Bremsung habe das nicht anhalten können, die Person musste ins Krankenhaus. In dem Bericht steht nicht, dass die angefahrene Frau schwer verletzt und unter dem Fahrzeug eingeklemmt worden war. Sie musste von Rettungskräften mit Spezialwerkzeugen befreit werden.

Die Behörden haben den mutmasslichen menschlichen Autofahrer, der für den Unfall verantwortlich ist, noch nicht festgenommen.

Im zweiten Fall habe ein Cruise-Taxi ebenfalls an einer Ampel gewartet. Als die auf Grün gewechselt hat, sei das Auto langsam losgefahren, woraufhin eine Person vom Bürgersteig auf die Strasse getreten sei. Die sei mit etwa 2 km/h angefahren worden. Am Taxi habe es keine Schäden gegeben, die Person sei mit einem Krankenwagen abgeholt worden. Ereignet hat sich das bereits am 26. August. Zu dem dritten und vierten jetzt untersuchten Vorfall gibt es von der Behörde keine weiteren Informationen.

Dass das Fahrzeug trotz der darunter eingeklemmten Person nicht komplett angehalten habe, sondern weitergefahren ist, deute darauf hin, dass es nicht in der Lage sei, "sicher und angemessen auf Vorfälle mit Fussgängern" zu reagieren und diese nicht weiter in Gefahr zu bringen, zitiert die Zeitung die Behörde zum ersten Fall.

Laut Behörde kann Cruise eine Anhörung beantragen, um seine Bereitstellungsgenehmigung, die es dem Unternehmen ermöglicht, seine fahrerlosen Taxis innerhalb von fünf Tagen nach seiner Aussetzung kommerziell zu betreiben, wieder einzusetzen. Sollte dies geschehen, würde der DMV innerhalb von 21 Tagen nach dem Antrag eine Anhörung erteilen.
„Um ihre Genehmigungen wieder einzuführen, muss Cruise der Abteilung Informationen darüber zur Verfügung stellen, wie sie die Mängel behoben hat, die zu den Suspendierungen geführt haben", sagte der DMV in einer E-Mail.
Cruise zum ersten Fall

Im Rahmen unseres Sicherheitsüberprüfungsprozesses nach einem Zwischenfall führen wir Simulationen durch, um unser AV-Verhalten im Vergleich zu menschlichen Fahrern weiter zu testen. In diesem Fall zeigten die anschliessend durchgeführten Simulationen, dass, als es eher ein Cruise AV als der menschliche Fahrer gewesen wäre, die AV den Fussgänger erkannt und vermieden hätte, und der Fussgänger hätte weiter gehen können. Wir wünschen uns, dass dies der Fall war. Wir fanden auch heraus, dass die AV im realen Szenario auf das Individuum reagierte, das innerhalb von 460 Millisekunden in seinem Weg abgelenkt wurde, schneller als die meisten menschlichen Fahrer, und aggressiv bremste, um den Aufprall zu minimieren.

Fussgänger und Autofahrer in der realen Welt verhalten sich nicht immer in einer erwarteten oder vorhersehbaren Weise, aus verschiedenen Gründen, die Fussgänger umfassen können, die verwirrt, betrunken, abgelenkt oder feindlich sind. Die Simulationstests der Kreuzfahrt umfassen Variationen des Fussgängerverhaltens und der physischen Eigenschaften wie die Grösse des Fussgängers, die Geschwindigkeit der Bewegung und die Position des Fussgängers, einschliesslich des Belags in verschiedenen Positionen am Boden. Um die AV-Systeme und die Reaktion auf Vorfälle zu trainieren und zu entwickeln, nutzt Cruise On-Road-Daten sowie relevante Szenarien, die vom New Car Assessment Program (NCAP) der US-amerikanischen National Highway Traffic Safety Administration, dem European New Car Assessment Programme (EuroNCAP) und dem Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) definiert werden, um die Systemleistung für Kollisionsunzen zu validieren. Diese Regulierungs- und Industrieverbände enthielten dieses äusserst seltene Ereignis nicht in ihre Szenarien, noch hatte Cruise diesen Zusammenfluss von Faktoren in Millionen von Kilometern von Fahrten und Simulationen erlebt.

Nach einer Kollision sind Cruise AVs so konzipiert, dass sie ein Manöver durchführen, um die Sicherheitsrisiken so weit wie möglich im Fahrkontext zu minimieren. Dies nennt man eine minimale Risikobedingung, die nach den kalifornischen Vorschriften erforderlich ist und gemäss den Richtlinien des Federal AV gefördert wird. Das spezifische Manöver, wie zum Beispiel, sofort anzuhalten, die Fahrt von der Fahrspur zu ziehen oder sich nach dem Verlassen einer Kreuzung aus dem Verkehr zu ziehen, hängt in hohem Masse vom Fahrkontext sowie den Fahrmöglichkeiten der Cruise AV im Moment ab.

Dieser Vorfall wird in zukünftige Suiten von Simulationstests enthalten sein, damit das Fahrzeug besser feststellen kann, ob es sicher überfahren oder an Ort und Stelle bleiben sollte, und um zu bestätigen, dass das Verhalten des AV sicher und vernünftig bleibt. Wir wollen ständig das AV-Verhalten lernen und verbessern, und bei der Entwicklung neuer Simulationstests und seltenen Szenarien können wir mehrere Variationen dieser Art von Vorfällen bewerten und die Robustheit der AV-Reaktion erhöhen.

Sicherheit ist grundlegend für unsere Mission, Leben zu retten - es ist der Kern von allem, was wir tun. Wir sind am Boden zerstört von dem, was mit dem Opfer passiert ist, und sind wie immer verpflichtet, unsere Sicherheit kontinuierlich zu verbessern - auch als Reaktion auf extrem seltene Szenarien wie diese. Unsere Teams führen derzeit eine Analyse durch, um mögliche Verbesserungen der Antwort der AV auf seltene Umstände wie diese zu identifizieren. Mit über 5 Millionen Meilen Fahren zeigt unsere Sicherheitsbilanz, dass unsere AVs sicherer sind als ein menschlicher Massstab in dichten, städtischen Umgebungen - aber unsere Sicherheitsarbeit wird nie durchgeführt, und wir bleiben fest entschlossen, unsere Sicherheitsleistung täglich kontinuierlich zu verbessern.

Quelle: https://www.sfchronicle.com/bayarea/article/s-f-cruise-driverless-taxis-suspended-18445110.php
https://www.heise.de/news/Unfall-mi...ubnis-fuer-Betrieb-von-Robotaxis-9343410.html
https://getcruise.com/news/blog/2023/a-detailed-review-of-the-recent-sf-hit-and-run-incident/
abgerufen am 26.10.2023

Meinung: Trotz Unfällen mit fahrerlosen Fahrzeugen bei Pilotversuchen und Testbetrieben wären die Roboterautos insgesamt sicherer als der Mensch am Steuer bei guter Witterung. Doch der Anspruch an den fehlerfreien Betrieb ist bei den Maschinen zu hoch. Weil die Gesellschaft an die Unfälle vom menschlichen Fehlverhalten gewöhnt sind.
 
Chlosterdörfler schrieb:
Cruise verliert Erlaubnis für Betrieb von Robotaxis auch, weil sie nicht alle Kameraaufzeichnungen ausgehändigt haben vom Unfallereignis.
Verschleierung ist halt nie gut.

Der Text von Cruise ist ein typisches Marketing-Bla-Bla.

Natürlich ist es möglich, dass ein menschlicher Fahrer den Fußgänger ebenso erfasst hätte. Aber dann weiterzufahren (und sei es nur um auf die Seite zu kommen) statt stehen zu bleiben und den Warnblinker einzuschalten, erfüllt bei einem Menschen nach deutschem Recht imho mindestens den Tatbestand vorsätzlicher schwerer Körperverletzung, evtl. sogar mit bedingtem Tötungsvorsatz.
 
Der Aerobus ist ein -fast- vergessenes Verkehrssystem. Eine Einschienenbahn, deren Fahrzeuge hängend verkehrten.

Erfunden hat den Aerobus der Schweizer Gerhard Müller dessen Maschinenbau AG mit Seilbahnen erfolgreich war. Die Vermarktung lag bei Aerobus International, Inc. 1970 wurde in der Schweiz die erste Testanlage in Schmerikon am Zürichsee gebaut und 1975 nach Kanada verkauft, wo sie bis 1992 in dem Skigebiet Mont Sainte-Anne der Provinz Québec als Zubringer zu einem Skilift in Betrieb stand. 1974 wurde in Dietlikon eine zweite Teststrecke errichtet.




Zeitbedarf: 5:14 Minuten (Im Film kommen auch Langläufer vor, die auf einem weissen Teppichband laufen?)

Interessant ist auch der Film vom Herr Hagen von Ortloff: https://youtu.be/5zohZup3AXI?si=uCc43EPMMk_VYs1i
Zeitbedarf: 9:09 Minuten
Der Fahrweg des Aerobus war ein doppeltes Tragseil – später durch eine doppelte Aluminiumschiene ersetzt – auf der die Fahrzeuge liefen. Er diente später zugleich als zweipolige Zuführung des Stroms zu den Fahrzeugen. Ursprünglich gab es eine von den Tragseilen getrennte Oberleitung. Im Gegensatz zur Wuppertaler Schwebebahn war die Tragvorrichtung nicht starr montiert, sondern nach dem Prinzip einer Hängebrücke an den Abhängern einer Tragkabelkonstruktion aufgehängt. Diese wiederum werden von Masten getragen. Das Tragseil war nach oben gespannt und senkte sich unter Last in die Waagrechte. Hauptvorteil des Aerobusses ist der grosse Abstand zwischen den Trägern, den die Konstruktion ermöglicht, in Mannheim bis zu 233 m, wodurch der Aufwand für Bauarbeiten und die am Boden erforderliche Fläche gering war.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Aerobus
 
Was für Seilbahnfans in urbanen Gegenden, ich hatte ja versprochen noch den Link zu posten:

Ab Minute 11.20


 
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